Herbstliches Wichteln :: geschrieben, gemalt und genäht

Wie schon im Frühjahr, hatten die Ringelmiez, die Wurzelfrau und ich uns zu einer kleinen Wichtelrunde verabredet. Jede für jede zum Thema Herbst. Nun haben meine beiden zu bewichtelnden Damen ihre Packerl bereits ausgepackt, also kann ich meinen Beitrag auch zeigen. Es hat mir viel Spaß gemacht, die Dinge auszudenken und entstehen zu lassen.

Herbstswap

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Für Ella stickte ich zuerst auf einen Leinenstoff herbstliche Motive und ein E. Das ganze schnitt ich aus und heftete es auf Hexagons, die ich mit anderen Stoffen/Hexagons kombinierte und per Hand zusammennähte.Daraus wiederum nähte ich mit noch anderen Stoffen einn kleinen Projektbeutel, den ich mit herstlichen Leckerein und einem Bild befüllte.

Herbstswap

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Grundlage für das Bild war ein kleines Aquarell eines herbstlichen birkenblattes, was ich letztes Jahr zu Papier gebracht hatte. Ich beendete das Bild mit ein paar letzten Details und suchte einen passenden Spruch dazu, den ich auf das Passepartout kalligrafierte. Ich passte das Bild ins Passepartout ein und vollendete das ganze mit einem hauch Blattgold.

Herbstswap

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Für Joy stickte ich auch herbstliche verzierte Buchstaben auf Leinen. Das vernähte ich zu einer einfachen Goodie-Tasche. Dazu gab es ein etwas aufwändigeres Aquarell mit kalligrafischen Elementen. ich fand das sehr mutig von mir, mich auch mal an Gesichter/Portraits zu wagen. Ich bleibe sonst am liebsten unverfänglich bei Pflanzen – die kann ich am besten zeichnen.

Insgesamt hat mir das echt viel Spaß gemacht. Ich verschicke das ganze nun nochmal virtuell zum Creadienstag.

gestrickt :: Herbstsocken

Herbstsocken

Herbstsocken

Herbstsocken

Herbstsocken

Herbstsocken

Herbstsocken

In dieser vollen Woche war ich dankbar, für hier und da ein paar Strickminuten, um meine Herbstringelsocken zu vollenden. An denen habe ich nun wirklich lange gestrickt. Ich habe beide Socken parallel gestrickt, das heisst, ich hatte die ganze Zeit zwei Nadelspiele an einem Knäuel hängen und habe abwechselnd mal an der einen und mal an der anderen Socke gestrickt. Und weil das Wetter so schön war, konnte ich gleich die passenden Fotos machen. Und eine kleine Grußkarte noch obendrein.

Strickmomente – meine einzigen Just for me moments in dieser extrem vollen Woche.

Und bei dir? Was hast du für dich selbst getan?

Wochenende in Bildern :: Herbstgewerkel im Garten

Wochenende

Nach einer super vollen und dichten Woche sind wir in ein ebesolches Wochenende geflutscht. Wir haben das schöne Wetter und freie Wochenende genutzt, um unser Grundstück weiter zu bearbeiten. Ende der Woche liessen wir uns eine Lieferung (30 Kubikmeter) Humus anliefern, den es nun galt, im Vorgarten zu verteilen. Mit Schubkarte, Schweiss und Muskelkraft. Dank der Hilfe vom Opa und dem Nachbarsjungen sind wir gut voran gekommen.

Wochenende

Wochenende

Wochenende

Zwischendrin gab es das volle Gegenprogramm an der Schule: die 9.Klassen präsentierten ihre Abschlussarbeiten und die Projektstufe (7./8.Klasse) sorgte fürs Catering. Also habe ich Suppe gekocht, Häppchen bereitet und Zimtschnecken gebacken und alles zur Schule gefahren. Ich mochte die Ruhe vorm Sturm und die Stimmung an der Schule sehr. Die Abschlussarbeiten der Schüler waren große Klasse. Da haben Schüler einen Bagger und eine Vespa restauriert, einen Grill gebraut, einen Turnanzug genäht, eigene coole Schuhe geschustert, Fadenbilder gemacht, ein komplexes CD Regal aus Holz gebaut, ein Kochbuch als kulinarische Weltreise (mit politischem Asylberwerber-Hintergrund) zusammengestellt, einen Hasenstall mit Aussengehege und einen Computer gebaut, einen Sessel restauriert und einen Stuhl aus Haselnuss gebaut. Ich hoffe, ich hab keines der großartigen Projekte vergessen. So individuell, so vielfältig.

Der Wolf übernachtete erstmals bei einem Freund.

Wochenende

Wochenende

Wochenende

Die Birke ist noch aus meiner Zeit in Hamburg. Sie ist dort aus einem Samen, der von der Birke in der Strasse zum Balkon flog aufgegangen. Ich habe sie wachsen lassen und mit nach Freiburg und dann nach Bayern umgezogen. Jetzt durfte sie aus ihrem Topf raus in die Erde.

Wochenende

Wir daheim werkelten bei tollstem Herbstwetter im Garten. Bauten einen großen Kompost, pflanzten Weiden und Büsche, setzten unsere Lavendelpflanzen und Kräuter (hoffentlich ein letztes Mal) um und verschnitten Buschwerk im hinteren Teil des Gartens. Jetzt sieht das Grundstück nicht mehr ganz nach Baustelle aus. Und uns tut alles weh.

Wie war dein Wochenende? Susanne sammelt Wochenend-Eindrücke in Bildern.

3 Stunden – über meine effektive Arbeitszeit

Seit Schuljahresbeginn hat sich mein Rhythmus und mein Zeitmanagement etwas verändert. Der Sterngucker geht nun zur Zwergerlgruppe. Die Eingewöhnung war schnell und unkompliziert. Für mich bedeutet es, daß ich jetzt zweimal pro Woche 3 Stunden Arbeitszeit am Stück habe. Man glaubt gar nicht, was das an Effektivität bringt. Durch den neuen Rhythmus haben sich aber auch seine Schlafenszeiten verschoben, sodass er an den anderen Tagen nicht mehr vormittags von 11-13 Uhr schläft, sondern erst gegen 14 Uhr, wenn seine Geschwister schon da sind. Oder auch mal gar nicht. Ich habe also an Arbeitszeit nichts dazugewonnen, sondern sie lediglich auf zwei Tage und Zeit am Stück verschoben. Denn wenn der Sterngucker hier herumwuselt, schaffe ich maximal Haushalt und Dinge, die ich nicht am Computer tun muss, oder wo ich keine langen Denk- und Einarbeitungszeiten brauche.

Produktiv Arbeiten ohne Ablenkung
Nun ist es eine Disziplinsache, die 3 Stunden Arbeitszeit auch wirklich zu nutzen. Sich nicht ablenken lassen von Befindlichkeiten und Notwendigkeiten. Ich könnte nach dem perfekten Badspiegel suchen und würde locker eine Stunde verbraten. Ich könnte aber auch zielorientiert an einem Produktblatt für einen Kunden arbeiten. Momentan schaue ich noch, wie ich am effektivsten so viel wie möglich in den drei Stunden schaffen kann. Da stehen so viele Sachen auf meiner To-Do-Liste.  Eine Freundin riet mir vor langer Zeit mal, zu einem 15 Minuten System. Sie stellte sich den Wecker und arbeitete jeweils 15 Minuten am Stück nur an einem Projekt. Ohne Ablenkung, ohne hin- und herzuspringen. So ähnlich habe ich es auch bei Maria gelesen. In kurzen Abständen mein Bestes geben. Ich werde das mal versuchen. Für manche Projekte ist es auch notwendig, einen längeren Zeitraum als 15 min einzuplanen, ganz klar.

Wie kannst du am produktivsten an einem Projekt arbeiten? Was funktioniert für dich am besten für effektive Arbeitszeitnutzung? Was findest du am schwierigsten bei deinem Zeitmanagement?

Buchvorstellung :: Werkstatt Holz

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Im Haupt-Verlag findet man immer wieder großartige und gut gestaltete Kreativ-Bücher, wie wir mindestens seit Caros Büchern wissen. Zwei tolle Bücher habe ich nun wieder im Regal stehen. Eins davon möchte ich dir heute ein bisschen näher vorstellen.

Werkstatt Holz, Techniken und projekte für Kinder, Antje und Susann Rittermann, Haupt, 24,90 Euro

Anhand von unterschiedlichen Projekten werden Kinder durch die verschiedenenTechniken, mit Holz zu werkeln, geführt. Schnitzen, Sägen, Bohren, Raspeln, Feilen, Schleifen, Leimen, Schrauben, Nageln – die Möglichkeiten sind vielzählig. Das Buch ist gut strukturiert und übersichtlich gestaltet, die Illustrationen und Fotos sind ansprechend. Zwischendrin gibt es immer wieder QR Codes zu kleinen Videos, die der Erklärung dienen oder ein Thema vertiefen. Anhand der Illustrationen können auch Kinder, die noch nicht lesen können, die Anleitungen gut verstehen und sehen, welche Werkzeuge und Techniken sie brauchen. Das Buch ist wirklich gut gelungen und ein großer Ideenpool.
Der Wolf hat sich das Buch mit großer Begeisterung angeschaut, aber er würde nie hergehen und sich ein Projekt daraus aussuchen, um es nachzubauen. Sowas entsteht eher im Spiel, zB auf der Baustelle, als Holzklötzer herumlagen und die ausgesägten Gipskartonreste vom Elektriker, als er die Steckdosen gebohrt hat. Die sahen aus wie Räder. Dann sind mit Nägeln schnell Autos entstanden.
Die Ideen im Buch sind alle samt toll und ein wahrer Fundus. Die Künstlerinnen erklären Techniken und Werkzeuge genau, aber auch die Prozesse. Wie das geht mit dem Selberausdenken und Erfinden. Ich fand darin interessante Ideen und Lösungen zB für Verbindungen von zwei Hölzern, beweglich oder unbeweglich, aber auch zur Erarbeitung von Details.

Vom (Langzeit) Stillen

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Das Stillen verlangt mir einiges ab. Hormone, Dauerhunger und Müdigkeit. Ich bin gerade etwas stillmüde, kann aber nicht loslassen.

Vom Anfang – Die Tochter
Stillen hat bei mir bei jedem Kind von Anfang an gut geklappt. Bei der Tochter hatte ich die ersten zwei Wochen wunde, offene Brustwarzen. Jedes Anlegen war eine Qual. Aber mit viel Geduld und Zuspruch meiner Hebamme, Rotlicht und Silicea, wurde es besser. Die Milch floss reichlich, ich hätte mit Sicherheit noch ein zweites Kind miternähren können. Die Tochter fütterte ich schon recht früh zu. Kurz vor ihrem ersten Geburtstag beendete sie unsere Stillbeziehung.

Attachment Parenting und Rohkost – Der Wolf
Beim Wolf beschäftigte ich mich sehr ausführlich mit Attachment Parenting in allen möglichen Hinsichten. Auch beim ihm war das Stillen kein Problem. Ich stillte ihn sehr lange voll, nach und nach kamen frische Früchte hinzu, die er auch ohne oder mit wenigen Zähnen gut essen konnte. Die ersten beiden Jahren ernährte er sich komplett roh und wurde zusätzlich gestillt. Unsere Stillbeziehung beendete ich, als der Wolf 3,5 Jahre alt und ich mit dem Sterngucker schwanger war. Zu dieser Zeit stillten wir eh nur noch abends. Ich konnte das Stillen gut ausschleichen, indem ich nicht mehr jeden Abend stillen wollte, dafür kuschelten wir viel und der Wolf gab sich mit Brust-anfassen zufrieden.

Tag und Nacht – der Sterngucker
Und jetzt stille ich den Sterngucker. Zwischendrin sah es mal aus, als würde es weniger werden, aber es ist wieder mehr geworden. Je nach Entwicklungsphase, ist er mehr oder weniger anhänglich. Anfanges zeigte er mir das Handzeichen für Stillen, jetzt fordert er “Anna”. Tags wie nachts, sehr nachdrücklich und laut. Ich stille gern. Aber momentan merke ich, daß es sich nicht mehr rund anfühlt. Daß es mir viel abverlangt. Es verlangt immer viel ab. Das merke ich an meinem Hunger. Es gibt Tage, da habe ich das Gefühl, durch nichts wirklich satt zu werden. Und wer mich kennt, weiß daß ich echt viel esse. Ich muss wirklich schauen, daß ich gut für mich sorge. Der Sterngucker hat noch keine einzige Nacht, auch nicht ausversehen mal, durchgeschlafen (in Form von nicht-gestillt). Es macht mir für gewöhnlich nichts aus, nachts zu Stillen. Er dockt an, trinkt und wir schlafen weiter. Mehrmals pro Nacht, jede Nacht bedeutet das jedoch, daß ich die meiste Zeit nur in bestimmten Postionen schlafen kann. Das wiederum führt zu Verspannungen. Die Stillhormone wirken sich auf meinen ganzen Körper aus. Auch nach so langer Stillzeit noch. Das bemerkt vorallem mein Physiotherapeut immer wieder. Alles ist weicher und empfindlicher, weniger belastbar.
Ich kann tagsüber sehr deutlich sagen, daß ich nicht stillen möchte. Meistens klappt das auch gut, andere mal reagiert er frustriert darüber. Nachts reagiert er grundsätzlich frustriert. Er schreit und kreischt. Aber er schläft auch wieder ein. Auch ohne Brust.

Vom Loslassen
Ich bin gerade etwas stillmüde. Nun werden Stimmen sagen: “Dann still doch ab. Das Kind ist doch eh schon alt genug, das brauchts doch nicht mehr. Blah Blah.” Wenn es so einfach wäre, dann würde ich mich mit dem Thema nicht auseinandersetzen. Ja, es nervt mich gerade. Ja, ich will nicht mehr. Aber gleichzeitig möchte ich doch noch. Ich geniesse die kleinen Pausen und die innigliche Zweisamkeit, die uns das Stillen gibt. Der Sterngucker ist sonst kein verkuschelter. Einzig die Stillpausen sind unsere Zeit für Körperkontakt und Liebesturtelei. Stillen ist natürlich längst jenseits von nur Ernährung. Es ist Seelentrost und Anker, Sicherheit und Rückzug. Stillen rückt die Welt wieder gerade, wenn sie aus den Fugen gerät. Es tröstet, beruhigt und schmeckt zudem gut.
Und bei mir? Stillen ist eine beidseitige Beziehung. Ich kann nicht loslassen. Ich glaube, das ist die knallharte Wahrheit. Vorallem in dem Bewusstsein, daß der Sterngucker das letzte Kind ist, was ich stille. Ich wollte immer schon gern vier Kinder haben. Mindestens. Aber der Mann möchte keins mehr. Er wollte eigentlich schon vor dem Sterngucker keins mehr. Der Sterngucker ist mein kleines Geschenk. Und ich nehme Abschied von diesem Wunsch in mir drin, mal eine richtige Großfamilie zu haben. Ja, ich glaube, diese Wehmut, dieser kleine Schmerz, macht es mir nicht leicht, den letzten Schritt zu tun und Abzustillen. So generell finde ich mich mehr und mehr damit ab, nur drei Kinder zu haben. Ich geniesse die Zeit. Es ist anstrengend. Aber auch schön. Die letzte Schwangerschaft und Geburt hat mir einiges abverlangt. Ich weiss nicht, ob ich das nochmal möchte. Je länger es zurück liegt und je mehr Zeit vergeht, desto mehr verblasst alles und desto offener werde ich für den Gedanken, auch noch ein viertes Kind bekommen zu können. Aber es ist so nicht geplant.
Nun also die Frage, wie ich den Absprung schaffe. Das Loslassen. Sanft für uns beide. Vielleicht versuche ich es erstmal nachts? Dann zehrt es vielleicht nicht mehr so?

Laterne, Laterne

Letztes Jahr habe ich dir meine Lieblingslaterne vorgestellt – eine Faltlaterne aus aquarelliertem, geölten Papier. Wir werden auch in diesem Jahr unsere Laternen aus der Vergangenheit wieder nutzen. Ich habe die Anleitung nun nochmal als pdf zum Download und Ausdrucken zusammengefasst. Viel Spaß beim Nachbasteln am Creadienstag!

Ich werde mich diesmal noch an eine andere Laterne wagen. Aus dem Buch Laternenzeit von Michaela Kronshage habe ich mir ein hübsches Modell ausgesucht. Dafür habe ich nun schon mit dem Sterngucker ein Papier eingefärbt, was gerade trocknet.

Anleitung zum Download (pdf)