Es ist das Herz mir schwer

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JedeR trägt mit sich so Themen herum, mit denen man immer wieder konfrontiert wird. Bei der einen sind es Beziehungen, beim anderen Geld oder Anerkennung. Ein Thema, was sich mir immer wieder mehr oder weniger aufdrängt ist Gefallen-wollen, Harmonie, es-anderen-recht-machen. Dabei kommt es allzu oft vor, daß ich über meine eigenen Grenzen hinweg gehe, meine Integrität lasse, um des lieben Frieden willens. Oft macht mir das nichts aus, zunehmend zermürbt es mich aber. Es ist jedoch schwer, aus diesem Muster rauszukommen. Und so ist mir gerade das Herz schwer, weil ich es nicht jedem recht machen kann. Weil Freundschaften ohne klärende Worte beendet werden, Menschen unausgesprochene Erwartungen an mich haben, die ich nicht erfüllen kann und werde, Nicht- und Fehlkommunikation zu Mißverständnissen führen und an so vielen Enden Wertschätzung fehlt. Ich bin in so vielerlei Hinsicht einfach nur noch wütend, hilflos und traurig, suche die Gründe bei mir und weiss aber genau, daß es das Muster ist, was da immer wieder hoch kommt. Das ich Probleme der anderen zu meinen mache. Der Mann kann sich viel besser abgrenzen, es gut sein lassen und erkennen, wann ein Problem seins ist und wann das des/der Anderen.

Wo kommt sowas her?  Wie kann ich lernen, da rauszukommen? Tun was Ich möchte, ohne daß mir wichtig ist, was andere von mir denken könnten. Ohne ständig Kompromisse einzugehen, die meine Grenzen überschreiten.

Hast du auch so Themen, die dich immer wieder einholen? Wie gehst du damit um?

Familienmanagement

Zeit

Es gibt Tage, die sind organisatorisch und logistisch eine Herausforderung, besonders mit nur einem Auto, den Bedürfnissen von 3 Kindern und 2 Erwachsenen und den entsprechenden Terminen. Am heutigen Tag habe ich lange herumgedacht und bin so stolz auf meinen Logistikplan, auch wenn er am Ende so einfach erscheint. Aber da muss man ja auch erstmal drauf kommen. Ich freue mich grad wie ein Fuchs, daß ich ein vermeintliches Problem so genial gelöst habe.

Montags hat die Tochter Reiten. Von 16-17:30 Uhr (meistens braucht sie aber länger bis das Pferd noch abgesattelt und geputzt ist). Das ist der Tag, an dem ich das Auto habe und morgens den Mann zur Bahn fahre und abends nach dem Reiten wieder einsammle.

Heute Abend gehen der Mann, die Tochter und der Wolf zu einer Veranstaltung im Herkulessaal in München. Ich bleibe mit dem Sterngucker daheim, weil es führ ihn zu spät würde. Gleichzeitig hat die Tochter heut ihre letzte Reitstunde vor den Ferien und es gibt ein besonderes Programm, was sie unbedingt mitmachen möchte. Nach dem Reiten bleibt nicht genug Zeit, nach Hause zu fahren, sich umzuziehen und dann wieder zum Bahnhof zu fahren. Es bleibt auch nicht genügend Zeit, den Mann noch einzusammeln und alle wieder zum Bahnhof zu fahren. Wir haben gestern lange überlegt, wie wir den Zeitplan mit Fahrzeit nach München und Beginn der Veranstaltung koordinieren können und ihr trotzdem die letzte Reitstunde zu ermöglichen. Jetzt machen wir das so:

Die Tochter geht zum Reiten mit der Ansage, daß sie um 17:30 Uhr pünktlich im Auto sitzen muss, wenn ich sie abhole. Ihre Sachen hat sie dann schon dabei und zieht sich im Auto um. Dann fahren wir zum Bahnhof. Ich parke das Auto und stecke die beiden großen Kinder in die S-Bahn. Sie bekommen ein dickes Lunchpaket als Abendessen für sich und den Mann mit. Der Mann steigt unterwegs in die S-Bahn zu. Ich teile ihm per SMS mit, wo die Kinder wann eingestiegen sind. Falls sie sich dennoch verpassen, haben die Kinder und der Mann einen Treffpunkt, wo sie aufeinander warten können und zur Sicherheit das Telefon. Idealerweise fahren alle drei gemeinsam bis zum Odeonsplatz und geniessen die Veranstaltung.

Ich werde das Auto am Bahnhof stehen lassen und zum gebuchten Autoteiler-Auto mit dem Sterngucker zu Fuß hingehen. Dann fahre ich mit dem Autoteiler-Auto zurück. Die anderen haben unser Auto für die Rückfahrt spät Abends. Damit muss ich nicht auf sie warten und nachts nochmal raus. Am nächsten Morgen fährt der Mann mit dem Autoteiler Auto zum Bahnhof, gibt es zurück und fährt mit der Bahn zur Arbeit. Am Abend, wenn ich die Tochter zu ihrem Tanzkurs fahre, sammel ich den Mann vom Bahnhof mit ein.

Nun hoffe ich, daß alles so klappt, wie ich es mir ausgedacht habe und die einzelnen Elemente wie Zahnräder ineinander greifen – die Bahn pünktlich ist, der eingebaute Zeitpuffer ausreicht, der Mann rechtzeitig am Bahnhof ist.

Ich bin Managerin :-)

Nachtrag: Mein Plan ist super aufgegangen. Jedes Zahnrad hat perfekt ineinander gegriffen.

Das Bild ist eine Radierung von mir aus meiner Ausbildungszeit zum Thema Zeit. Es zeigt den ägyptischen Gott Thot, der als Mondgott auch für Zeit, Zeitabschnitte und des Maßes ist.

Unser Wochenende

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Am Freitag abend waren Wolf und Tochter noch unterwegs mit Freunden – wir nutzten die Gelegenheit, um spontan beim Wirt zum Abend zu essen. Ein schöner Auftakt zum Wochenende.

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Am Samstag hiess es früh Aufstehen. Nach dem Frühstück hatte ich Erste-Hilfe-Kurs (der fehlte mir noch für das Rettungsschwimmerabzeichen und den Dienst am See) bis zum späten Nachmittag.

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Am Abend gab es leckerste Zucchinisuppe nach dem Rezept von Magic Cauldron, allerdings veganisiert.

Nachdem alles aufgeräumt und die Kinder im Bett waren, hab ich eine Runde Shred Workout gemacht. Wer Lust hat, das durchzuziehen (ich mache es nur gelegentlich), findet bei Frau Hölle eine schöne Vorlage zum Abhaken der geshreddeten Lektionen.

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Am Sonntag konnte ich ein bisschen länger im Bett liegen. Der Sterngucker schläft jetzt immer öfter längere Zeit in seinem Bett, auch mal bis zum nächsten Morgen durch. Ich machte uns ein schönes Frühstück. Ich mag, wenn es schön aussieht. Auf dem Tisch, in der Wohnung. Dazu habe ich der bunten Blumenwiese ein paar Blümchen geklaut.

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Ziel

Nach dem Frühstück habe ich etwas gearbeitet. Der Mann hat derweil mit den Jungs gespielt. Später wurde der Wolf von seinen Freunden abgeholt. Sie wussten aber nichts recht anzufangen und wollten unbedingt Bogenschiessen. Dazu brauchten sie einen Erwachsenen, der ein Auge auf sie hat. Gegen Mittag erklärte sich ein andere Papa bereit, mit der Bande Bogenschiessen zu gehen. Auch die Tochter folgte den 3 Jungs, um mal wieder schiessen zu können.

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Am Nachmittag besuchten uns Freunde. Es gab Pancakes und Obst. Wir sassen gemütlich auf der Terrasse, ratschten und reparierten nebenher das Fahrrad vom Wolf, was dauernd einen Platten hat (wir bestellen jetzt einen neuen Schlauch). Zeitweise waren noch die Nachbarsjungs beim Wolf und das Haus war voller Gewusel.

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Zum Abendessen gab es Freestyle Thair inspired Curry.

Dann haben wir die Kinder ins Bett gebracht, uns um Küche und Wäsche gekümmert und noch etwas Kleinkram erledigt. Jetzt besprechen wir noch die Logisitk für morgen und gehen dann hoffentlich bald ins Bett.

Blüten für das Seelenglück

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Unser Grundstück ist größtenteils ein Distel- und Grasüberwuchertes Brachland. Die Höhe wurde noch nicht ausnivelliert, die Endhöhe noch nicht mit dem Bagger geformt. Da liegt noch so viel Arbeit vor uns. Vor dem Haus haben wir die Einfahrt mit Kies aufgeschüttet, damit wir nicht durch den Schlamm gehen und fahren müssen, wenn es regnet. Einen Streifen haben wir mit Humus bedeckt, dort wuchs im Frühling meine Tulpenfreude. Als sich die Frühblüher zurückzogen, verstreute der Mann eine Dose Bienen- und Schmetterlingswiesensamen. Diese konnten den Schnecken trotzden und blühen nun in tollsten Farben. Jeden Tag freue ich mich soo sehr darüber, daß ich ständig an dem Beet stehen möchte und die Farben in mich aufnehmen, fotografieren, Bienen beobachten, die Farbtöne bewundern.

Diese Freude ist gleich oben dran meiner Friday Fives – meiner 5 Glücksmomente der Woche.

  • Blütenmeer. Tägliche Farbtherapie.
  • Gitarre & Gesang. Eine sehr schöne Gitarrestunde am Donnerstag. Mit zweistimmigen Gesang und recht flüssigem Geklimper trotz wärmeweichen Fingern.
  • Gemeinschaftswerk. Am Mittwoch Abend trafen wir uns zur weiteren Arbeit an der Mächen-Zeitschrift. Es ist so schön zu sehen, wie so ein persönliches Werk in gemeinschaftlicher Arbeit entsteht und jedeR ihren bzw seinen Teil beiträgt.
  • Mütterkreis. Wir haben uns am Dienstag wieder getroffen. Wir sind eine so vertraute Runde, da fühle ich mich gut aufgehoben.
  • Kindergarten. Auch am Dienstag war unser Kennenlerntreffen der neuen Eltern im Kindergarten. Das war ein entspannter Nachmittag auf der Wiese. Die Kinder konnten den Kindergarten und die Betreuer kennenlernen. Der Sterngucker bewegte sich ganz furchtlos und vetraut durch das Gelände.

Abschiede und neue Stufen

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Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf‘ um Stufe heben, weiten.

Stufen. Hermann Hesse

Das Gedicht von Hermann Hesse habe ich vor vielen Jahren durch eine Freundin kennengelernt, die mit über 60 Jahren die Zelte in Deutschland abbrach und mutig der Liebe nach Australien folgte. Seither finde ich es immer wieder passend für jede Art von Abschieden und Neuanfängen, für Lebensabschnitte und Weiterentwicklungen.

Stillen, Wickeln & Sprache
Gestern schrieb ich über den bevorstehenden Schulanfang des Wolfes und damit den Abschied von seiner Kindergartenzeit. Doch auch beim Sterngucker (und damit auch mir) tut sich viel. Noch vor einigen Monaten schrieb ich wehmütig und ein bisschen verzweifelt über unsere Stillzeit. Ich habe damals nichts an der Situation verändert, kein Abstillprogramm oder ähnliches. Nachdem ich drüber geschrieben und meinem Herzen Luft gemacht hatte verbesserte sich die Situation. War wahrscheinlich ein Schub oder eine kleine Stillkrise meinerseits. Heute, 9 Monate später, stillen wir zwar immer noch. Aber es schleicht sich aus. Wir stillen nicht mehr jede Nacht, mal schläft der Sterngucker so lange durch und wir stehen gleich auf, mal habe ich keine Lust und er gibt sich mit Kuscheln zufrieden, und mal stillen wir eben und es ist ok. Auch für mich fühlt es sich nun rund an. Ich spüre keine Wehmut und keinen Abschiedsschmerz mehr. Der richtige Zeitpunkt ist da und genau so passt es.

So ähnlich war es mit den Windeln. Wir kaufen keine Windeln mehr. Es war ein schleichender Übergang. Erst daheim, nur Tags, Windeln nachts und nach Absprache, wenn wir unterwegs waren. Und jetzt plötzlich geht er selbst zum Klo, mal allein, mal mit Begleitung. Auch die Nächte klappen gerade Windel- und Unfallfrei. Sprachlich kann sich der Sterngucker nun immer besser ausdrücken. Verglichen mit anderen ist er eher spät dran, dafür aber motorisch sehr fit.

Übergänge und neue Abschnitte
Im September geht er in den Kindergarten. Die Kennenlerntage waren schon problemlos. Am liebsten würde er jetzt schon jeden Tag mit in den Kindergarten gehen. Ich bin fest überzeugt, daß es ein entspannter Übergang sein wird, wenn auch eine große Umstellung für alle. Der richtige Zeitpunkt ist da. Auf so vielen Ebenen. Die bevorstehenden Veränderungen sind bereits jetzt unterschwellig spürbar. Die Kinder sind zum Teil unausgeglichen, gereizt und nicht in ihrer Mitte. Ist ja auch eine spannende Zeit, zwischen zwei bedeutenden Lebensabschnitten. Der Wolf wird zur Schule gehen, der Sterngucker in den Kindergarten. Die Tochter beendet die 7. Klasse und wird sich im nächsten Schuljahr mit ihrer großen Montessoriarbeit beschäftigen und sie am Ende präsentieren – ein wichtiges Ereignis an der Montessorischule.

Ich freue mich schon sehr auf die Ferien, wenn wir ein wenig Entspannen, Rumhängen und Runterkommen können.

 

Bald ist Schulanfang

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Die letzten Tage im Kindergarten sind für den Wolf gezählt. Die Kinder haben einen Papierstreifen mit den verbleibenden Tagen. Jeden Tag schneidet ein zukünftiges Schulkind einen Abschnitt/Tag ab – der Countdown zum Tor. Tor heisst im Kindergarten die Schulkinderverabschiedung. Die Kinder laufen in einem wunderschönen Ritual, begleitet von Musik, durch ein Tor aus Blumen und Armen der Eltern und anderen Kinder. Am anderen Ende werden die Schulanfänger von den Schulkindern empfangen. Vor der Verabschiedung gibt es noch eine Übernachtung für die Schulanfänger. Da zelten die Kinder im Kindergartengelände.

In der Schule hatten wir nun schon den ersten Elternabend. Dort konnten wir Fragen stellen, einander etwas kennenlernen und die vom Kreativkreis gefertigten Mäppchen für die Wachsmalstifte bewundern und erwerben. Der Wolf bekommt ein grünes Mäppchen, weil Grün seine Lieblingsfarbe ist. Das Mäppchen kommt in seine Schultüte. Dazu gibt es noch neue Hausschuhe, den Schulranzen (den er schon kennt) und Schulkleidung (einfarbige Oberteile mit dem Schullogo bestickt). Nun geht alles irgendwie ganz schnell. Wir haben uns noch keine detailierten Gedanken gemacht, wie wir den Schulanfang feiern wollen. Ich werde das mal mit ihm besprechen, was er für Vorstellungen hat.

Über meinen Schulanfang hatte ich letztes Jahr schonmal geschrieben. Ich werde sicher noch den ein oder anderen beitrag zum Schulanfang schreiben. Ich hab da noch ein paar Ideen. Aber zuerst kümmere ich mich um die 3. Ausgabe der ‚Mädchen special‘. Die soll nämlich nächste Woche fertig sein, wenn die Töchter in die Ferien starten.

 

Wochenende :: von Regenbögen begleitet

Unser Wochenende war erfüllt und ganz schön. Der Mann war auf Gongausbildung, wir daheim. Am Samstag fuhren wir eine kleine Tochter-abhol und Einkaufstour, den Nachmittag verschlumperten wir im kühlen Haus. Ich tütete die letzten Tulpenzwiebeln ein und stellte mit Wasserfarben farbige Papiere für eine Hochzeitsdeko (Tischlaternen nach diesem Muster) her. Der Wolf hatte sich verabredet. Als ich ihn Abends von seinem Freund abholte, sahen wir einen tollen Regenbogen. Später, als die Kinde rim Bett waren, sassen wir draussen und genossen die kühle Luft, versorgten die Pflanzen mit Wasser und tauschten uns über unseren Tag aus. Ausserdem begann ich im Kalender unsere Ferien und die anstehenden Reisen zu planen.

Am Sonntag freute ich mich über ein ruhiges Frühstück und einen Moment friedlichen Geschwisterplüschs, den ich nicht durch ein Foto zerstören wollte und deshalb schnell mit dem Stift skizziert habe. Wir spielten uns durch den Vormittag. Ausserdem buchte ich all meine Sommerreisen mit der Bahn (Familienbesuch sowie ein Kalligrafieworkshop im September). Nach dem Mittagessen packten wir unsere Sachen und fuhren zu Freunden, um ein bisschen zu feiern. Es war ein schönes Fest, wir waren uns sehr nah. Ich war tief berührt von vielen Momenten im Zusammensein und bin ganz beschwingt nach Hause gefahren.



Der Tag, und damit auch das Wochenende endete mit einem heftigen erfrischenden Regenguss, in dem wir in kindlicher Freude jauchzten, und einem wunderschönen Regenbogen auf dem Nachhauseweg. Die Kinder fielen müde und glücklich in ihre Betten. Ich wartete auf den Mann, um mit ihm auf der Couch kuschelnd das Wochenende Revue passieren zu lassen.