post

Wertvoll mit allen Facetten

Nach einem unserer Coaching Telefonate fragte Jana mich, ob ich die Essenz unseres Gespräch als Kalligrafie festhalten könnte. Meinen Satz einmal schreiben. Ich willigte ein. Und dann begannen die Bilder in mir zu arbeiten. Das goldene Braun eines Herbstwaldes, was ich gesehen und gespürt hatte, das warme Gefühl und die Botschaft aus meinem tiefsten Inneren, meinen kleinen Saboteuren zum Trotz: „Ich bin wertvoll mit allen Facetten“

Wenn ich schreibe, dann bin ich ganz bei mir. Dann breitet sich in mir ein Frieden aus. Eine Ruhe. Wie schön es war, die Verbindung zu spüren. Zwischen dem, was ich da schreibe und was ich bin. Ich habe den Satz oft geschrieben. In verschiedenen Schriften und verschiedenen Größen. Manchmal habe ich mich auch verschrieben oder war mit der Anordnung nicht ganz zufrieden. Beim einen gefiel mir der Hintergrund besser, beim anderen die Schrift. Ich habe dann beide Blätter beendet und beide für schön erklärt, obwohl keins perfekt ist. Es war nicht wichtig, was dabei rauskommt, sondern die Botschaft. Und daß ich ganz bei mir bin. Jetzt werde ich eins der beiden rahmen und aufhängen. Damit ich mich, immer wenn mir wieder Zweifel kommen, daran erinnere: „Ich bin wertvoll mit allen Facetten“

The Making Of

Zuerst habe ich die Aquarellpapiere auf eine Holzplatte gespannt. Die Blätter habe ich dann mit leuchtend gelber Aquarellfarbe eingefärbt (Stockmar & Schmincke), dann mit Airbrushfarbe (Schmincke Aero Color brazil brown) drauf herumgepinselt. Dadurch ist das golden leuchtende Braun entstanden. Die verschiedenen Textschichten sind dann mit Guache, Fine Tec Goldfarben und Beize in Walnuss aufgetragen.

Am Schluss habe ich hier und da noch ein paar Details hinzugefügt, um die Komposition auszugleichen oder mehr Tiefe hinzuzufügen. Insgesamt habe ich echt lange an den Blättern gearbeitet, weil ich immer wieder warten musste, bis die einzelnen Schichten trockenen oder ich überhaupt Zeit fand, in Ruhe zu schreiben. An ungestörter Schreibzeit mangelt es mir am meisten. Ich kann nicht sauber schreiben, wenn an meinem Arm ein Kind zerrt und was von mir möchte. oder ich angesprochen werde. Was ja im Alltag durchaus vorkommt. Es tat gut, diesen meinen Satz so oft zu schreiben und zu merken, daß Tun und Sein so viel Miteinander zu tun haben.

Den Beitrag verlinke ich zum Creadienstag, wie passend, denn dort werden heute zwei Bücher vorgestellt, die zeigen, wie man Kalligrafie auch sehr spielerisch und illustrativ angehen kann.

Merken

Wochenende :: Regen und Kreativzeit

2_garten

Samstag – Dem Wetter zum Trotz

Für das Wochenende hatten wir einen Garteneinsatz geplant. Unser Kompost und einige Pflanzen müssen umgesetzt werden, weil der Boden gefräst wird. Nun war es am Wochenende stürmisch und verregnet. Der Opa, der in seinem Garten bereits Pflanzen ausgestochen hatte, kommt trotzdem vorbei, damit sie nicht vertrocknen. Also graben wir bei Sturm und Regen schnell die neuen Gräser und Stauden ein. Den Kompost haben wir auf heute verschoben.

3_schuhe

Raus und Rein sorgt für Chaos und Dreck vor der Tür. Die Kinder sind trotz des Wetters immer wieder draussen unterwegs. Der Sterngucker geht mittlerweile auch allein im Dorf herum, laufen oder Laufrad fahren.

4_lampe

Wir nutzen den angefangenen Tag, um eine Lampe anzubringen. Eine Freundin hatte uns eine Lampe überlassen, die genau so aussieht, wie die anderen, die wir im Wohnzimmer haben. Nun fehlen an der Wand im Büro nur noch zwei. Es wird!

5_wohnzimmer

Im Laufe des Tages macht sich nicht nur vor der Tür, sondern auch im Wohnzimmer das Chaos breit. Ein typischer Wochenendanblick. Wäsche, angefangene Arbeiten – aber ein Feuerchen.

Sonntag – Kreatives Werkeln

6_fruehstueck

Mein Frühstück muss ich mir in Häppchen schneiden. Am Freitag hatte ich meinen ersten von zwei Zahnarztterminen zur Überkronung meiner Schneidezähne. Mein Mund fühlt sich noch wund an, das Zahnfleisch muss heilen. Mit dem Provisorium, was jetzt für zwei Wochen die Stelle meiner Schneidezähne einnimmt, kann ich nicht gut beissen.

Auf der Häkelnadel habe ich Schneckenbänder. Allerdings aus 7 festen Maschen in der Breite, auf die gewünschte Länge reihenweise hochgehäkelt.

Nach dem Frühstück gehe ich zum Fitness und danach in die Sauna. Die kleine Auszeit tut gut. Ich wünscht, ich würde es öfter in die Muckibude schaffen.

7_pfannkuchen

Zum Mittag gibt es sehr leckere herzhafte Pfannkuchen mit Pilzfüllung.

8_malkind

10_wertvoll

Am Nachmittag geht der Mann zum Fitness. Ich finde Zeit zu schreiben und zu malen. Der Sterngucker leistet mir Gesellschaft, der Wolf radelt draussen mit seinen Freunden und dreht Filme mit seiner Digicam, die er zu Weihnachten bekommen hat.

9_post

Ich schreibe noch etwas Frühlingspost und werkel mich durch den Tag. Wenn ich male oder schreibe, bin ich ganz in meiner Mitte und bei mir. Das fühlt sich gut an.

11_quelle

In meinem Skizzenbuch versuche ich, einen Wasserfall zu malen, weil ich ein Motiv, was ich im Kopf habe, umsetzen möchte. Ich finde es für den ersten Wurf ganz gelungen.

Im Laufe des Tages kümmere ich mich noch um die Wäsche und das Abendessen. Es gibt Reste, wo sich jeder etwas findet.

Wochenendbilder sammelt Susanne.

gestrickt :: Egwene

tuch1

tuch2

tuch3

tuch4

tuch5

Manche Strickprojekte dauern gefühlte Ewigkeiten. Wie dieses Tuch. Letztes Jahr, kurz nachdem ich Pogona beendet hatte, schlug ich direkt Egwene an. Pogona fiel um den Hals nicht so, wie ich es erwartet hatte, erfüllte aber sonst recht gut meine Vorstellungen. Vielleicht würde Egwene meinen Anforderungen näher kommen? Ich hatte noch ein Knäuel und Reste von dem Garn. Die Länge des Tuches richtet sich tatsächlich nach der Garnmenge. Man wiegt das Garn vorher und immer mal wieder während des Strickens. Wenn man ungefähr die Hälfte verstrickt hat, beginnt man mit den Abnahmen. Der Anfang ging recht zügig, dann kam ich irgendwann ins Stocken und das Tuch lag lange herum. Als ich dann wieder bei den Abnahmen war ging es – oh Überraschung – dann doch ganz schnell. Und schwupp, während einer langen Bahnfahrt konnte ich Egwene fertig stricken.

Gestrickt aus 104 g Malabrigo Sockengarn in schönstem Braun. Wunderbar weich anzufassen.

Na wenn das mal nichts für den Creadienstag ist!