An Adventskalender denken

Ende Oktober. Es wird Zeit, langsam an Adventskalender zu denken. Ich habe schon lose Ideen im Kopf, aber noch nicht begonnen, welche zu basteln. Aber ich habe Ideen zusammengetragen. Vielleicht inspiriert dich ja der ein oder andere Kalender zum Nachbasteln oder Weiterdenken.

In den letzten Jahren habe ich dir bereits unsere Adventskalender vorgestellt. Dabei waren:

Neu entdeckt habe ich die Adventskalender-Karten von RoterFaden. 24 durchnummerierte Karten, auf Wunsch schon frankiert, kannst du dort kaufen und einen Menschen per Post damit beglücken. Finde ich eine fantastische Idee.

Schon ein Klassiker sind die Zaubernüsschen. Dazu musst du rechtzeitig anfangen, Walnüsse zu knacken. Die Naturmama hat damit Märchennüsse gezaubert.

Auch bei der Naturmama gefunden: Ein Fenster voller Aktivitäten.

Weitere Ideen habe ich auf meinem Pinterest-Board zusammengetragen.

Für den Sterngucker möchte ich in diesem Jahr ein Memory Spiel als Adventskalender verarbeiten. Wie genau ich das anstelle, weiss ich aber noch nicht genau. Als die Tochter ganz klein war, hatte ich einen Blumentopf verkehrt herum im Fenster stehen, unter den wir jeden Morgen geschaut und eine kleine Überraschung gefunden haben. So war sie nicht mit der Fülle von 24 Päckchen überfordert.

Besonders gern mag ich auch die Idee, jeden Tag ein Lichtlein anzuzünden und der Mitte der Spirale immer näher zu rücken. Man kann auch zwei Maria und Josef Püppchen auf ihrem Weg nach Bethlehem zu begleiten (sie jeden Tag ein Stück näher zur Krippe zu rücken) und dazu Geschichten erzählen. Oder Jeden Tag einen goldenen Stern (aus der Zaubernuss?) an den Himmel (blaues Tuch) über dem Jahreszeitentisch kleben. Das sind sehr einfache, aber besinnliche Ideen zum Innehalten und Spüren.

Bastelst du Adventskalender selbst? Oder kaufst du? Für deine Kinder? Für einen lieben Menschen? Wenn du noch schöne Ideen entdeckt hast oder teilen möchtest, nutze gern die Kommentarfunktion, um einen Link oder deine Idee zu hinterlassen. Vielleicht kommen wir zu einer tollen Sammlung.

Rezept :: Mungobohnen und Reis mit Gemüse

Mung beans and rice

Auf dem Yogafestival in Frankreich gibt es eine spezielle Diät, die auch in anderen Yoga Traditionen bekannt ist. Ich habe Mungobohnen und Reis schon in diversen Varianten gesehen. Die einfachste ist wohl klassisches Kitchery, Mungobohnen & Reis mit etwas Gewürzen gekocht. Diese Speise ist leicht verdaulich und sehr eiweisshaltig. Yogis essen sie im Rahmen von Reinigungsdiäten oder auch zur Stärkung bei Krankheit, da sie leicht verdaulich ist. Yogi Bhajan hat dieses Gericht auch im Wochenbett als kräftigende Nahrung empfohlen.

Aber zurück zum Yogafestival. Dort gab es Mungobohnen und Reis (von uns liebevoll “Mumpe” genannt) mit Roter Beete, Karotten, grünem Salat und Hot Sauce (eine sehr scharfe Sauce aus Zwiebeln und Chili). In dem Buch The Kundalini Yoga Cookbook von Ek Ong Kar Sing und Jaqueline Koay, was ich mir 2006 auf dem Yogafestival gekauft habe (mit Widmung!), sind einige Varianten für das klassische Rezept drin. So kann man das yogische gericht etwas Alltags- und Familientauglicher gestalten und etwas variieren, sollte man tatsächlich 40 Tage Mungobohnen- und Reis Diät anstreben.

Lange Rede kurzer Sinn, hier gibt es eine Variante des Gerichtes mit Gemüse. Hatte ich neulich erst wieder. Mag ich sehr gern.

Mungobohnen und Reis mit Gemüse

für ca 4 Personen

  • eine Doppelhand voll Basmatireis, gewaschen
  • eine Doppelhand Mungobohnen, gewaschen (ich hatte geschälte Mungobohnen, deshalb sieht man sie nicht mehr im Foto. Gemeint sind aber die ganzen grünen)
  • 3 Handvoll geschnippelte Karotten
  • 3 Handvoll Brokkoliröschen, geschnitten
  • 1 große Zwiebel, gewürfelt
  • 8 zerquetschte Knoblauchzehen (ich nehme nur 1-2)
  • 1 daumengroßes Stück Ingwer, gerieben
  • Wasser
  • Pflanzenöl (oder Ghee)
  • getrocknetes Basilikum
  • Kurkuma
  • Garam Masala
  • rote Chiliflocken
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • cardamom
  • lorbeerblätter
  • Tamari

Den Reis und die Mungobohnen in einen großen Topf geben. Mit reichlich 1 Liter Wasser aufgiessen und zum Kochen bringen. Bei niedriger Temperatur ca 15 Minuten köcheln lassen. Die Karotten und den Brokkoli hinzugeben und weitere ca 11 Minuten kochen.

Derweil in einer Pfanne etwas Öl oder Ghee erhitzen und die Zwiebel, den Knoblauch und Ingwer zugeben. Mit 1 EL Basilikum, je 1 TL Kurkuma, Garam Masala und rote Chiliflocken (da bin ich etwas vorsichtiger), 1/2 TL Pfeffer, 4 Kardamomkapseln und 2 Lorbeerblätter würzen. Dabei umrühren und eventuell etwas Wasser zugeben, damit nichts anbrennt.

Nach ca 4 Minuten gibst du diese Masala (Gewürzmischung) zu den Mungobohnen und Reis und schmeckst mit Tamari ab.

Das ganze lässt du noch ca 30 Minuten köcheln bis das ganze eine dicke suppige Konsistenz hat und die Bohnen weich sind. Ziemlich wahrscheinlich musst du immer mal wieder Wasser zugeben, damit nichts anbrennt.

***

Ich gebe das Gemüse immer erst vor Ende der Kochzeit hinzu, daß es so lange mitkochen kann, bis es bissfest ist. Ich mag kein zerkochtes Gemüse.

Ich habe das ganze mit gekochter Roter Beete und Natur(soja)joghurt serviert.

 

Spielzeugtausch

chima

Der Wolf tauscht seine Spielsachen mit Freunden. Nicht immer sind die Tauschgeschäfte in unseren Augen gleichwertig. Doch woran bemisst sich ein Wert? Geld? Ideale?

Der Wolf scheint es zu mögen, wenn die Dinge im Fluss sind. Spielsachen sind ihm noch nie wirklich wichtig gewesen. Ich glaube, es geht ihm eher um die Beziehungen zu den Menschen, mit denen er spielt. Natürlich bekommt er gern Spielzeug und spielt auch damit. Aber die Phasen der Begeisterung sind oft nicht lang. Immer wieder tauscht er auch seine Spielzeuge mit Freunden. Momentan gibt er ganze Legosets, Chima-Figuren, die er sich von seinem Taschengeld gekauft hat und Sachen, mit denen er nicht mehr spielt weg. Tauscht es ein gegen (in unseren Augen) Nippes, wie in Minifrisbee oder kleine Transformer Autos. Er trauert den weggeschenkten Sachen nicht nach, sondern freut sich, wenn er mit den Freunden aushandeln konnte. Dabei entspricht aber seine Wertvorstellung nicht unserer. Dh der Geldwert der getauschten Spielsachen ist nie gleich.
Ich überlege schon eine Weile daran herum, wie ich das finde, bin aber noch zu keinem Entschluss gekommen. Hier eine lose Gedankensammlung vom Mann und mir:

  • Es sind seine Spielsachen. Er kann damit machen, was er will.
  • Ein ideeller Wert ist ein anderer als ein monetärer Wert.
  • Er muss lernen, daß bestimmte Dinge wertvoller, weil teuerer sind (stimmt das?)
  • Er haftet nicht an. (Das ist doch gut. (<-Bewertung!))
  • Er ist noch so im Hier und Jetzt und noch nicht von unseren monetären Erwachsenen-Gedanken “verdorben”
  • Seine Freunde haben vielleicht doch schon andere Wertevorstellungen und nutzen des Wolfes Tausch-Leidenschaft für ihre Vorteile aus
  • Oh Gott, was wird das später erst? Tauscht er sein Smartphone gegen ein Baseball Cap (Jugendliche nennen das nicht mehr so. Ich werde gerade ausgelacht, weil ich das schreibe)?
  • Unsere Wertevorstellungen sind hier eher monetär geprägt
  • Geben und Nehmen funktioniert nicht nur linear – also du gibst mir, ich geb dir – sondern Energieausgleich kann auch von anderen Stellen stattfinden.

Wir haben beschlossen, den Wolf erstmal tauschen zu lassen. Ich habe dennoch immer ein Auge auf die Aktivitäten, welche Dynamik mit seinen Freunden dabei entsteht und beobachte, wie es ihm dabei geht. Ich gebiete Einhalt, wenn er Dinge tauscht, die nicht ihm allein gehören / Familien- oder Geschwisterbesitz sind.

Hast du damit auch Erfahrungen gemacht? Was sind deine Gedanken zu diesen Tauschgeschäften? Welchen Umgang hast du damit gefunden? Wie geht es dir dabei?

Herbstliches Wichteln :: geschrieben, gemalt und genäht

Wie schon im Frühjahr, hatten die Ringelmiez, die Wurzelfrau und ich uns zu einer kleinen Wichtelrunde verabredet. Jede für jede zum Thema Herbst. Nun haben meine beiden zu bewichtelnden Damen ihre Packerl bereits ausgepackt, also kann ich meinen Beitrag auch zeigen. Es hat mir viel Spaß gemacht, die Dinge auszudenken und entstehen zu lassen.

Herbstswap

Herbstswap

Herbstswap

Für Ella stickte ich zuerst auf einen Leinenstoff herbstliche Motive und ein E. Das ganze schnitt ich aus und heftete es auf Hexagons, die ich mit anderen Stoffen/Hexagons kombinierte und per Hand zusammennähte. Daraus wiederum nähte ich mit noch anderen Stoffen einen kleinen Projektbeutel, den ich mit herbstlichen Leckerein und einem Bild befüllte.

Herbstswap

Herbstswap

Grundlage für das Bild war ein kleines Aquarell eines herbstlichen Birkenblattes, was ich letztes Jahr zu Papier gebracht hatte. Ich beendete das Bild mit ein paar letzten Details und suchte einen passenden Spruch dazu, den ich auf das Passepartout kalligrafierte. Ich passte das Bild ins Passepartout ein und vollendete das ganze mit einem Hauch Blattgold.

Herbstswap

Herbstswap

Für Joy stickte ich auch herbstliche verzierte Buchstaben auf Leinen. Das vernähte ich zu einer einfachen Goodie-Tasche. Dazu gab es ein etwas aufwändigeres Aquarell mit kalligrafischen Elementen. Ich fand das sehr mutig von mir, mich auch mal an Gesichter/Portraits zu wagen. Ich bleibe sonst am liebsten unverfänglich bei Pflanzen – die kann ich am besten zeichnen.

Insgesamt hat mir das echt viel Spaß gemacht. Ich verschicke das ganze nun nochmal virtuell zum Creadienstag.

gestrickt :: Herbstsocken

Herbstsocken

Herbstsocken

Herbstsocken

Herbstsocken

Herbstsocken

Herbstsocken

In dieser vollen Woche war ich dankbar, für hier und da ein paar Strickminuten, um meine Herbstringelsocken zu vollenden. An denen habe ich nun wirklich lange gestrickt. Ich habe beide Socken parallel gestrickt, das heisst, ich hatte die ganze Zeit zwei Nadelspiele an einem Knäuel hängen und habe abwechselnd mal an der einen und mal an der anderen Socke gestrickt. Und weil das Wetter so schön war, konnte ich gleich die passenden Fotos machen. Und eine kleine Grußkarte noch obendrein.

Strickmomente – meine einzigen Just for me moments in dieser extrem vollen Woche.

Und bei dir? Was hast du für dich selbst getan?

Wochenende in Bildern :: Herbstgewerkel im Garten

Wochenende

Nach einer super vollen und dichten Woche sind wir in ein ebesolches Wochenende geflutscht. Wir haben das schöne Wetter und freie Wochenende genutzt, um unser Grundstück weiter zu bearbeiten. Ende der Woche liessen wir uns eine Lieferung (30 Kubikmeter) Humus anliefern, den es nun galt, im Vorgarten zu verteilen. Mit Schubkarte, Schweiss und Muskelkraft. Dank der Hilfe vom Opa und dem Nachbarsjungen sind wir gut voran gekommen.

Wochenende

Wochenende

Wochenende

Zwischendrin gab es das volle Gegenprogramm an der Schule: die 9.Klassen präsentierten ihre Abschlussarbeiten und die Projektstufe (7./8.Klasse) sorgte fürs Catering. Also habe ich Suppe gekocht, Häppchen bereitet und Zimtschnecken gebacken und alles zur Schule gefahren. Ich mochte die Ruhe vorm Sturm und die Stimmung an der Schule sehr. Die Abschlussarbeiten der Schüler waren große Klasse. Da haben Schüler einen Bagger und eine Vespa restauriert, einen Grill gebraut, einen Turnanzug genäht, eigene coole Schuhe geschustert, Fadenbilder gemacht, ein komplexes CD Regal aus Holz gebaut, ein Kochbuch als kulinarische Weltreise (mit politischem Asylberwerber-Hintergrund) zusammengestellt, einen Hasenstall mit Aussengehege und einen Computer gebaut, einen Sessel restauriert und einen Stuhl aus Haselnuss gebaut. Ich hoffe, ich hab keines der großartigen Projekte vergessen. So individuell, so vielfältig.

Der Wolf übernachtete erstmals bei einem Freund.

Wochenende

Wochenende

Wochenende

Die Birke ist noch aus meiner Zeit in Hamburg. Sie ist dort aus einem Samen, der von der Birke in der Strasse zum Balkon flog aufgegangen. Ich habe sie wachsen lassen und mit nach Freiburg und dann nach Bayern umgezogen. Jetzt durfte sie aus ihrem Topf raus in die Erde.

Wochenende

Wir daheim werkelten bei tollstem Herbstwetter im Garten. Bauten einen großen Kompost, pflanzten Weiden und Büsche, setzten unsere Lavendelpflanzen und Kräuter (hoffentlich ein letztes Mal) um und verschnitten Buschwerk im hinteren Teil des Gartens. Jetzt sieht das Grundstück nicht mehr ganz nach Baustelle aus. Und uns tut alles weh.

Wie war dein Wochenende? Susanne sammelt Wochenend-Eindrücke in Bildern.

3 Stunden – über meine effektive Arbeitszeit

Seit Schuljahresbeginn hat sich mein Rhythmus und mein Zeitmanagement etwas verändert. Der Sterngucker geht nun zur Zwergerlgruppe. Die Eingewöhnung war schnell und unkompliziert. Für mich bedeutet es, daß ich jetzt zweimal pro Woche 3 Stunden Arbeitszeit am Stück habe. Man glaubt gar nicht, was das an Effektivität bringt. Durch den neuen Rhythmus haben sich aber auch seine Schlafenszeiten verschoben, sodass er an den anderen Tagen nicht mehr vormittags von 11-13 Uhr schläft, sondern erst gegen 14 Uhr, wenn seine Geschwister schon da sind. Oder auch mal gar nicht. Ich habe also an Arbeitszeit nichts dazugewonnen, sondern sie lediglich auf zwei Tage und Zeit am Stück verschoben. Denn wenn der Sterngucker hier herumwuselt, schaffe ich maximal Haushalt und Dinge, die ich nicht am Computer tun muss, oder wo ich keine langen Denk- und Einarbeitungszeiten brauche.

Produktiv Arbeiten ohne Ablenkung
Nun ist es eine Disziplinsache, die 3 Stunden Arbeitszeit auch wirklich zu nutzen. Sich nicht ablenken lassen von Befindlichkeiten und Notwendigkeiten. Ich könnte nach dem perfekten Badspiegel suchen und würde locker eine Stunde verbraten. Ich könnte aber auch zielorientiert an einem Produktblatt für einen Kunden arbeiten. Momentan schaue ich noch, wie ich am effektivsten so viel wie möglich in den drei Stunden schaffen kann. Da stehen so viele Sachen auf meiner To-Do-Liste.  Eine Freundin riet mir vor langer Zeit mal, zu einem 15 Minuten System. Sie stellte sich den Wecker und arbeitete jeweils 15 Minuten am Stück nur an einem Projekt. Ohne Ablenkung, ohne hin- und herzuspringen. So ähnlich habe ich es auch bei Maria gelesen. In kurzen Abständen mein Bestes geben. Ich werde das mal versuchen. Für manche Projekte ist es auch notwendig, einen längeren Zeitraum als 15 min einzuplanen, ganz klar.

Wie kannst du am produktivsten an einem Projekt arbeiten? Was funktioniert für dich am besten für effektive Arbeitszeitnutzung? Was findest du am schwierigsten bei deinem Zeitmanagement?