Froschwanderung

imwald 3

Wenn wir jetzt abends mit dem Auto unterwegs sind, sehen wir sie: die Frösche und Kröten, die ihren Weg zu ihren Laichgewässern angetreten haben. Es gibt Froschzäune, Tempolimits und gar vollständig gesperrte Strecken wegen der Froschwanderung. Und so kommen wir natürlich auch ins Gespräch über die Frösche und Kaulquappen.

froesche 1

froesche 3

froesche 4

froesche 2

Eigentlich war es als Osternestinhalt geplant, aber aufgrund eines Gesprächs bot es sich an, daß ich die Dinger schon vorher rausrückte: ein kleines Modellset vom Froschlaich über die Kaulquappe zum Frosch*. Dazu habe ich ein nettes Buch von der Lesemaus aus dem Carlsen-Verlag* gefunden. Nun spielen die Kinder mit den Viechern und informieren sich über Frösche. Die Lebenszyklen gibt es auch für Schmetterlinge* und Bienen*. Ich finde das eine tolle Idee für Osternest und Jahreszeitentisch.

Zwei andere schöne Bücher zum Thema Natur erkunden, habe ich hier schonmal vorgestellt.

*Affiliate-Links

In unserem Auto

Wir haben als Familie nur ein Auto. Das ist recht ungewöhnlich hier auf dem Land, wo man auf das Auto angewiesen ist. Es bringt uns auch immer mal wieder an Grenzen und Herausforderungen. Aber so generell haben wir uns gut arrangiert und kommen klar. Wir haben einen VW Touran. 5 Sitze. Wenn wir als Familie fahren, sind wir voll. Da passt keine zusätzliche Person mit rein.

Die meiste Zeit hat der Mann das Auto. Er fährt damit in die Arbeit, kauft ein, nutzt es zum Transport seiner Gongs zu Gongmeditationen und Ausbildungen. Wir (also vorallem der Mann) legen viel Wert auf den Zustand des Autos. Das kann man bei 3 Kindern schnell mal aus dem Auge verlieren. Es gilt die strenge Regel: im Auto wird nicht gegessen. Hat den Hintergrund, daß keiner Lust hat, die Krümel aufzuräumen oder das Auto sauber zu machen. Der Mann möchte sich auch nicht in Businessverkleidung ins Auto setzen und dann Krümel oder Schmutz am Po kleben haben. Verständlich.

sitze 1

sitze 2
Auf der Rückbank hatten wir bisher eine große Decke über die ganze Länge unter den Kindersitzen ausgebreitet, damit die Polsterfläche nicht so beansprucht wird. Eine Decke wäscht man schneller mal als ein Polster. Gegen Verschmutztung der vorderen Sitze von hinten hatten wir so Utensilos von Ikea und Tschibo hängen. Beide waren nur mittelgute Lösungen. Schon eine Weile hielt ich Ausschau nach einer Alternative, weils einfach nur schlabberig herum hing und schon auseinander ging (Nähte lösten sich).

Da stolperte ich über Sitzschoner und Utensilos von Diono und fragte sie zum Testen an. Als die Produkte geliefert wurden, war ich begeistert von der guten Verarbeitung und der Stabilität, aber auch davon, daß sie nicht von unangenehmen Plastikgeruch umgeben waren. Erster Eindruck also schonmal positiv.

schutz 10

Dann ging es zum Härtetest. Den haben wir gleich auf unserer Fahrt nach Berlin machen können. Decke von den Sitzen, neue Sitzschoner drüber und Sitz wieder drauf. Die Sitzschoner passen sich gut der Rückbank an und lappen vorn weit genug drüber, daß auch die Rückseite der Schuhe keine Schmuddelschäden anrichten kann. Die sind toll. Da kauf ich uns noch einen weiteren für den mittleren Sitz. Das ist einmal die Ultra Mat und die Ultra Mat Deluxe.

Die Sitzschoner für Hinterseiten der vorderen Sitze machten auch einen guten Eindruck. Einmal ist das ein einfacher, der sich selbst auseinanderfaltet und in Spannung bleibt: Stuff’n Scuff und einmal ein umfangreicher Utensilo zum Unterbringen von Krimskrams während der Fahrt: Stow’n Go.

schutz 2 schutz 4

Die Anbringung der Car Seat Organizer war etwas schwierig. Das System an sich super einfach und offensichtlich – um die Kopfstütze herum befestigt man den Organizer mit einem Gurt mit Klettverschluss bzw Schnalle. Unten sind zwei Gummis mit Haken, die man an der Unterseite des Sitzes einhaken kann. Was jedoch nicht ganz passt: Der Verschluss mit Klettverschluss lässt sich nicht gut justieren, sodass er schlabbrig um die Kopfstütze herum hängt. Ein Blick auf die Produktfotos auf der Website des Herstellers verrät mir, daß die Kopfstützen da ganz anders aussehen. Wir haben den Gurt jetzt ein paar Runden um dei Kopfstütze gewurschtelt und dann erst mit Klett festgemacht. Der Organizer mit der Schnalle (Stuff’n Scuff) lässt sich besser justieren.
Die Befestigung unten war auch nicht so einfach. Man muss eine geeignete Stelle an der Unterseite der Sitze ertasten, wo man die Haken einhängen kann. Da habe ich keine gut passende gefunden und die Haken einfach irgendwo im Gestänge eingehangen. Das hält nur so mittelgut. Da wäre eine festere Sicherung sinnvoller, da sie Kinder ja mit ihren Füßen dagegentreten und den Schutz so ganz leicht lösen können.

IMG_7169

schutz 11

Fazit: Die Dinger sind gut, super verarbeitet, haltbar, abwischbar und sehen gut aus. Die Befestigung für unser deutsches Auto wäre nochmal zu überdenken. Oder – sollte ich mich blöd angestellt haben – wäre eine Befestigungsanleitung zum Produkt hilfreich.

Welche Lösung hast du für dein Auto? Gibt es bei dir auch eine spezielle Autoregel (nicht essen, nur in Socken einsteigen…)? Oder ist das egal, weil es dir nicht so wichtig ist, wie das Auto aussieht?

regennasses Wochenende

wochenende 4

wochenende_krokus

wochenende 2

wochenende 1

wochenende 5

wochenende 3

  • Wetter: verregnet
  • Stimmung: schlapp, muffelmotzig, regelblutig, müde, genervt, muskelkatrig, freudig ob der ersten Krokusse im eignen Garten, bastelig,
  • Essen: Tagliatelle mit Pilz-Tofu-Gemisch, Baguette-Sandwich a la Hildmann, Gnocchi SamstagsFastfood, Kartoffeln & Mangoldgemüse, Waffeln
  • Bodypositivepractice: 1450 m Schwimmtraining am Samstag, 2 h Yogaworkshop am Sonntag
  • Aktivitäten: Schwimmen, Einkaufscenter am Samstag mit der Tochter (mäßig erfolgreich), Fensterbilderbastelei*, Ostergras aussäen, Ostereier marmorieren, faul auf der Couch liegen, Yoga Workshop am Sonntag abend

*Die Fensterbilder sind entnommen aus dem Buch “Mit farbigen Transparenten durch das  Jahr”. Ich besitze das Buch nicht, habe mich einfach durch Pinterest und die Bildersuche geklickt und die Bilder frei Schnauze nachempfunden.

Aussicht auf die Woche:

  • Mann auf Geschäftsreise
  • Elternabend Projektstufe (Tochter)
  • Mütterkreis
  • Elternbeiratstreffen
  • YogaMesse-Nachtreffen
  • Frisör
  • alltäglicher Wahnsinn mit Reiten, Gitarre, Tochterkursen, Erwerbsarbeit & HaushaltKinderMuttersein

Freitag :: Reden

Ich habe den Wecker schon wieder nicht gehört, bin aber rechtzeitig aufgewacht, um noch in Schlafsachen den Kindern + Gastkind das Frühstück und die Brotzeit zu richten. Die Kinder sind entspannt und kommen pünktlich zum Bus. Jetzt, wo morgens schon die Sonne scheint ist es viel einfacher als noch vor Wochen, wo es morgens dunkel und ungemütlich war. Der Sterngucker schlief heute ausnahmsweise weiter, nachdem ich aufgestanden war. Der Wolf bemerkte direkt die Ruhe beim Frühstück. Es dauerte allerdings nicht lange, bis kleine Kinderschritte die Treppe runter getrappelt kamen.

Morgenprogramm
Nachdem die Hälfte der Kinder aus dem Haus ist, gehe ich erstmal duschen und mich tagfertig machen. Die Gasttochter muss erst später los. Sie geht auf eine andere Schule. Der Mann macht uns Frühstück. Wir frühstücken gemeinsam und besprechen, was aktuell grad alles anliegt (Termine, Projekte, Alltag). Danach räumt der Mann die Küche auf und saugt Staub, ich hänge 2 Ladungen Wäsche auf und schalte eine neue Maschine ein. Inzwischen ist auch die Gasttochter zur Schule gegenagen und wir haben den Sterngucker angezogen. Er beschäftigt sich wieder mit dem GeoMag, wir besprechen derweil zwei konkrete Projekte.

freitag 1

Sonnenfinsternis
Dann ist es Zeit für die Sonnenfinsternis. Wir haben keine Brillen und meine gestrige Schuhkartonkiste funktioniert irgendwie nicht. Ich suche mir eine andere Anleitung und setze sie schnell um. Das klappt und wir experimentieren mit der Projektion der Sonne. Am besten klappt es mit dem Fernglas, was ich mit dem dicken Ende gen Sonne richte und auf ein weisses Papier projiziere.
Ich wundere mich, daß der Mann heute so entspannt ist und gar nicht arbeitet. Er hat Freitags immer Homeoffice und zieht sich in sein Büro zurück. Heute hat er Urlaub, weil er noch Resturlaub verbrauchen musste. Ich freue mich, weil wir endlich mal wieder ein bisschen Zeit miteinander haben.

freitag 2

Entspannte Mittagszeit
Zum Mittag macht der Mann einen Salat aus geröstetem Ciabatta und Kirschtomaten nach einem Rezept von Attila Hildmann. Der hats ihm kulinarisch grad angetan. Ich erledige derweil Kleinkram, schreibe Emails und mache mir einen Wohlfühl-Massage-Termin für Ende des Monats aus. Nach dem Mittagessen, der Salat war sehr lecker, bringt der Mann den Sterngucker zum Schlafen, ich ziehe mich zurück, um noch etwas zu arbeiten und an einem Logoentwurf zu brüten. Der Wolf ruft aus dem Kindergarten an und verabredet sich zu einem Freund. 13:30 kommt die Tochter aus der Schule. Wir sitzen in unserer Wohnküche und hören zu, was sie aus der Schule erzählt. Dazu ist selten so ungestört die Möglichkeit. Ich konnte ein paar Reihen nebenher stricken, während die Tochter isst. Sie erzählt, daß sie in der Schule die Sonnenfinsternis schauen konnten. Einige Kinder hatten Brillen dabei (später erzählt sie mir noch, daß im Klassenraum eine Livestream-Übertragung per Beamer lief).

freitag 3

Überraschung mit der Gemüsekiste und Laufrunden
Es klingelt. Unsere Gemüsekiste wird geliefert. Diesmal mit einer Überraschung von einer lieben Blogleserin. Ich wechsle noch ein paar Worte mit der Auslieferfrau und freue mich über die gelungene Überraschung. Danke! Vom Klingeln wird auch der Sterngucker wach und kommt noch schlafwarm die Treppe heruntergetapst. Ich übergebe ihn an den Mann, er liest mit ihm Buch und kuschelt. Ich bereite mich auf eine Laufrunde. Ich war jetzt echt schon lange nicht mehr Laufen, ich freue mich richtig auf meine Runde bei diesem tollen Sonnenschein. Überall am Strassenrand sehe ich Frühblüher. Schneeglöckchen, Märzenbecher, Schlüsselblumen, Krokusse. Ich laufe 4 km und höre dabei den Podcast Urbane Spinnstube, Episode 110 von Distelfliege.

freitag 4

schneegloeckchen

Noch eine Überraschung im Bastelladen
Als ich zurückkomme spielen der Mann und der Sterngucker Gong. Der Mann möchte auch Laufen. Ich dusche kurz, dann übernehme ich den Sterngucker und der Mann geht Laufen. Mit dem Sterngucker beginne ich, frühlingshafte Fensterbilder zu basteln, merke aber, daß mir bestimmte Farbtöne Seidenpapier fehlen. Ich schreibe einen Einkaufszettel und beschliesse, später noch in den Bastelladen zu fahren, wenn ich eh los muss, um den Wolf abzuholen. Die Tochter fährt eine Runde Inline Skates. Der Mann ist inzwischen zurück und geduscht. Wir besprechen den weiteren Abend. Als die Tochter zurück ist, fahre ich mit ihr los, den Wolf abholen und vorher im Bastelladen Seidenpapier und Marmorierfarben für Ostereier, sowie im Weltladen ein Geburtstagsgeschenk kaufen. Im Bastelladen bekomme ich einen Topf Primeln geschenkt, worüber ich mich sehr freue. Der Mann bereitet inzwischen das Abendessen vor. Es soll französische Zwiebelsuppe und Baguette geben, weil wir so viele Zwiebeln haben.

freitag 5

Abendessen im Motzmodus
Als wir zurück sind, bricht bei allen Kindern und Erwachsenen ein Müdigkeits-Hunger-Motz-Tief an, was bis nach dem Abendessen anhält. Wir meckern. motzen und pampen uns gegenseitig an. Essen, was nicht schmeckt, generell alles (!) immer (!) falsch, Gezappel und Lärm bei Tisch, Umgeworfenen Tassen, falschen Erwartungen – einfach alles. Zum Glück ist das Abendessen auch irgendwann vorbei.
Fazit zur Zwiebelsuppe: Wir hatten sie leckerer in Erinnerung und haben beide festgestellt, daß wir einfach keine Dinge mehr mögen, die ewiglange zerkocht werden. Da fehlt Frische und Nährstoff. War ok für den Abend, hat uns aber nicht überzeugt. (Die Kinder haben Baguette gegessen).

Wir bringen die Kinder ins Bett. Das geht ganz entspannt und problemlos. Alle sind wieder friedlich. War wohl doch die Luft raus. Ich hänge Wäsche auf, der Mann macht die Küche. Dann lungern wir noch etwas auf der Couch herum, meditieren und gehen früh ins Bett. Ich habe Muskelkater vom Yoga gestern und möchte morgen früh zum Schwimmen.

Das war eine recht ruhige Woche. Nächste Woche wird wieder anders, da der Mann einige Tage auf Geschäftsreise sein wird und einige Abendtermine in Schule und Kindergarten anliegen. Das Wochenende gibts dann wieder am Sonntag in Bildern. Ich wünsche dir ein schönes und entspanntes Wochenende.

 

 

Donnerstag :: Singen

Ich erwache durch die Helligkeit im Raum und wundere mich, daß mein Wecker noch nicht geklingelt hat. in Wirklichkeit hat er schon geklingelt, war aber so leise, daß ich ihn nicht gehört habe. Ich möchte nicht aufstehen. Der Sterngucker liegt ganz kuschelig in meinem Arm und döst noch. Wenn ich jetzt aufstehe, wird er wach. Der Wolf liegt zusammengerollt an meinem Fussende und schläft auch. Er muss irgendwann in der Nacht gekommen sein, als ihm kalt wurde. Ich schäle mich aus dem Bett und gehe Frühstück und Brotzeit für die Kinder machen. Der Sterngucker begleitet mich.

Frühstücken
Ich schneide Obst fürs Frühstück her, richte 3 Brotdosen – heute geht der Sterngucker wieder zur Spielgruppe – und erinnere den Wolf daran, daß Zeit ist aufzustehen und sich anzuziehen. Macht er auch und sitzt schon bald tagfertig am Frühstückstisch. Er hat Lust auf Müsli. Die Tochter kommt auch. Ich gebe ihr heute etwas mehr Essen mit, weil auf dem Speiseplan der Schule etwas steht, was sie nicht mag, sie aber heute Nachmittagsunterricht hat. In der Schule kochen die Schüler in der Küche selbst für die Mittagsversorgung. Das ist Teil des Unterrichts. Wenn die kleinen dran sind, gibt es einfachere Gerichte, wenn die Großen kochen sind die Mahlzeiten schon etwas aufwändiger und komplexer.
Die Kinder verlassen das Haus pünktlich und ohne Streit zum Bus. Ich gehe mich erstmal anziehen und tagfertig machen während der Mann frühstückt. Dann frühstücke ich mit. Der Mann geht, er hat heut einen früheren Termin. Ich räume den Frühstückstisch auf, mache nun auch den Sterngucker tagfertig und bringe ihn zur Spielgruppe. Wieder daheim trage ich die Schmutzwäsche vom Bad in den Waschraum und stelle eine Waschmaschine an. Dann räume ich den Rest des Morgenchaoses Weg und trinke meinen Tee.

donnerstag 1

Gitarre spielen und Arbeiten
9:00 klingelt es. Mein Gitarrelehrer steht vor der Tür. Seit die Tochter nicht mehr mitspielt, treffen wir uns Donnerstags, um ohne Kinder gemeinsam singen und spielen zu können. Alle anderen versuche waren nicht wirklich produktiv. Ich spiele und singe nicht gut, aber es macht mir Freude. Wir spielen uns heute durch Simon und Garfunkel und Reinhard Mey. Dann sind 45 min schon um. Die verbleibenden 2 Stunden nutze ich effektiv, um an meinen Projekten zu arbeiten. Ich schreibe Rechnungen, finalisiere ein Faltblatt zum Druck und stelle eine Dokumentation zusammen. An letzterer verzweifle ich ein bisschen. Die Schritte sind für mich logisch und einfach, wenn ich aber daran denke, wie eine Person, die das noch nie gemacht hat, das nachvollziehen soll (es geht um einfach Änderungen an der eigenen Website), dann zweifle ich, ob das machbar ist.

donnerstag 3

Mittagspause
Es ist 12:00. Zeit, den Sterngucker vom Spielplatz abzuholen. Es ist wunderbares Wetter. Heute sollen die Temperaturen bis 21 Grad steigen. Der Sterngucker ist müde und erschöpft. WIr kuscheln uns auf die Couch und in stillen eine Runde. Dabei schläft er ein. Da ruft auch schon der Wolf aus dem Kindergarten an und fragt, ob er einen Freund mitbringen kann. Heute ist das ok. Ich bereite Mittag und nutze die Zeit, noch bei einer Kundin anzurufen, weitere Vorgehensweisen zu besprechen und einen Termin auszumachen. Dann esse ich in Ruhe bevor der Kinderwuselnachmittag anbricht. Ich habe mir Bulgur gemacht, dazu gibt es Reste aus dem Kühlschrank. Nach nur 45 min wacht der Sterngucker wieder auf. Er ist aber noch nicht ganz fit, weint noch eine halbe Stunde, möchte Nähe, aber doch nicht, möchte Essen, aber doch nicht. Es ist schwieirg. Irgendwann beschliesst er aber, daß er ausgeweint hat und setzt sich an seinen Platz zum Essen. Die Jungs kommen vom Kindergarten, schaun aber nur kurz zur Tür rein und vermelden, daß sie draussen bleiben. Das schreit nach Picknicktellern. Die Jungs essen, gehen dann in das Wolfszimmer und hören Musik.

donnerstag 2

Ein kinderreicher Nachmittag
Nach und nach gesellen sich zwei weitere Nachbarsjungs dazu. Die Bande tanzt nochbisschen im Wolfszimmer. Dann gehen sie raus und toben auf der Terrasse weiter, wo noch ein weiterer Junge hinzukommt (6 Kinder inclusive dem Sterngucker). Ich versuche eine Sonnenfinsternisprojektionskamera aus einem Schuhkarton zu bauen, mit mässigem Erfolg. Immer wieder muss ich schaun, daß der Sterngucker nicht zur Strasse oder vom Grundstück läuft. Ich räume die Küche auf, lege 2 Ständer voll Wäsche zusammen und sortiere sie, schalte eine weitere Waschmaschine an und schicke dem Mann eine Einkaufsliste. Gegen 16 Uhr kommt die Tochterfreundin, die heut bei uns übernachten wird, gegen 16:30 die Tochter. 8 Kinder im Haus, die sich aber alle gut und friedlich beschäftigen. Ich telefoniere mit einer anderen Mutter, nach und nach gehen die Kinder nach Hause. Die Teenagerinnen bekommen Hunger und snacken schonmal ein Vorabendbrot – sie plündern die Pagoden (junge Kokosnüsse, die gestern im Abo kamen. Leider nur 2). Ich warte auf den Mann und überlege, was wir heut abend Essen können. Der Kühlschrank ist leer. Der Mann muss einkaufen von unterwegs. Ich richte schonmal Brot und Salat her und halte die hungrige Bande bei Laune. Wir räumen auf, decken den Tisch und der Wolf kocht Nudeln, weil er nicht länger warten kann. Das wird ein buntes Abendessen. Es findet sich doch immer noch was.
Lauter Kleinigkeiten gibt es noch zu tun, bis wir endlich Abendessen. Der Wolf hat einen Splitter im Finger, die Mädels richten das Zimmer zum Schlafen her, die Wäsche wartet noch, aufgehangen zu werden. Ich freue mich, wenn wir endlich alle am Tisch sitzen.

Endlich Abend
Wir bringen die Kinder ins Bett, verräumen Einkäufe und der Mann macht noch die Küche schön. Ich gehe – nach Ewigkeiten mal wieder – zum Yoga. Ich verquatsche mich mit dem Yogalehrer, komme erst 22:45 nach Hause und freue mich, daß der Mann noch auf mich gewartet hat. Wir meditieren und gehen ins Bett. Die Wäsche steht immer noch da. Die hänge ich dann morgen auf.

 

 

 

Mittwoch :: Jonglieren

Mittwochs ist ein bisschen wie Jonglieren. Je nachdem, was grad anliegt, setze ich Prioritäten, gewichte mal hier, mal dort. Das kann ganz entspannt sein – wie heute – oder ganz chaotisch und stressig. Jonglieren auch, weil meistens am Mittwoch alle 3 Kinder da sind mit ihren unterschiedlichen Bedürfnissen durch 4, 6 und 10 Jahre Altersabstand.

mittwoch 3

Wir beide arbeiten entspannt nebeneinander her
Mittwochs ist der Sterngucker zu Hause. Nachdem die restliche Bande pünktlich zum Bus und zur Arbeit aus dem Haus ist, mache ich es mir mit meinem Laptop am Küchentisch bequem. Der Sterngucker wuselt anfangs noch etwas suchend umher, hat dann aber schnell eine Idee, womit er sich beschäftigen möchte: Kugeln. Er gibt mir zu verstehen, daß er den Kasten GeoMag (den haben wir mal auf dem Flohmarkt erstanden) haben möchte. Anfangs bin ich etwas skeptisch, ob dann nicht wieder die ganzen Kugeln durch den Raum rollen. Ich gebe ihm das Spiel aber trotzdem. Er beschäftigt sich sehr lange und ausgiebig damit, es einzuräumen und auszuräumen, zu bauen, die Magnete aneinanderzukleben und Einzelteile zu ordnen. So kann ich mich gut auf meine Arbeit konzentrieren. Ich arbeite an einem Faltblatt für einen Kunden, was in der finalen Endabstimmung ist. Ausserdem schaffe ich es, Die Fotos aus dem letzten Lebensjahr des Sternguckers rauszusuchen und zu bestellen. Er hat ja bald Geburtstag, bis dahin möchte ich sein Fotoalbum auf den neuesten Stand gebracht haben. Fotos bestelle ich meistens bei Photobox. Ich habe auch versucht, noch Sonnenfinsternisbrillen zu bekommen. Erfolglos – natürlich. Aber per Twitter kam ein toller Tipp, wie man trotzdem die Sonne beobachten kann. Eine kleine Bastelei mit Schuhkarton und Toilettenpapierrollen (im Artikel ziemlich weit unten).

Volles Haus zur Mittagszeit
Gegen Mittag ruft der Wolf aus dem Kindergarten an. Er möchte sich gern mit seinem Freund verabreden. Heute geht das aber nicht, weil wir um 16 Uhr einen Termin haben.
Ich bereit mit dem Sterngucker das Mittagessen vor. Er besteht auf (wiedermal) Gnochi. Ich mache grüne Bohnen dazu, die ich mit Zwiebel in der Pfanne anbrate und dann würze. Wir essen schonmal, später kommen die Tochter und der Wolf aus der Schule/Kindergarten. Fast zeitgleich steht ein Nachbarsjunge vor der Tür und möchte mit dem Wolf spielen. Ich lasse ihn herein und schaue, daß die Bande erstmal Mittag isst. Danach verziehen sich der Wolf & sein Freund nach draussen (mittlerweile ist ein weiterer Freund hinzugekommen) und warten auf den Eiswagen, der hoffentlich heute bitte kommt. Die Tochter ruht sich ein bisschen aus und lungert herum. Ich gehe derweil duschen, der Sterngucker nimmt ein kleines Bad in der kleinen Plastewanne.

mittwoch 2

Heute ein Nachmittagstermin
Dann schiebe ich eine kleine Yogarunde ein. Der Sterngucker macht mit oder hampelt mir im Bild rum. 15:40 kommt der Mann. Der Eiswagen war noch nicht da. Trotzdem ist es Zeit, zu unserem Termin in der Schule zu fahren. Die Tochter passt derweil auf den Sterngucker auf und geht mit ihm raus. In der Schule gibt es ein Gespräch mit dem Schulleiter und uns als Familie zur Einschulung des Wolfes. Wir können noch Fragen stellen und uns gegenseitig kennenlernen. Das verläuft alles ganz geschmeidig. Der Wolf futtert Kekse und spielt mit der Lehrerin. Danach fahren wir noch kurz zum Eisladen. Der Wolf und der Mann schlecken ein Eis und holen des Mannes Brille beim Optiker, ich bleibe im Auto und geniesse ein paar Minuten Strickzeit an meinem Tubularity.

mittwoch 1

Abendessen
Wir fahren nach Hause. Es ist nun schon fast 17:30. Wir haben hungrig, der Sterngucker ist müde und knatschig. Der Mann bereitet uns das Abendessen zu (Kartoffebrei, gebratene Zwiebeln und restliche Bohnen vom Mittag). Ich telefoniere derweil mit der Tochterfreundinmutter und bespreche die Logistik für morgen, denn da berherbergen wir wieder die Tochterfreundin. Das machen wir manchmal, wenn beide Eltern geschäftlich unterwegs sind und die Freundin eine Familie braucht. Wir sind sozusagen Leihfamilie.

Bett- und Redezeit
Nach dem Abendessen bringt der Mann den Sterngucker ins Bett. Der Wolf spült ab und bringt den Biomüll raus, ich führe mit der Tochter ein bisschen Mutter-Tochter-Gespräche. Der Mann fährt gegen 19:30 zum Yoga, ich bringe den Wolf ins Bett, wir lesen und erzählen noch. Dann schau ich nochmal bei der Tochter rein und kümmere mich um sie. Dann ziehe ich mich ins Wohnzimmer zurück, wo ich gleich noch bisschen an den Sachen arbeiten werde, die ich heut vormittag nicht mehr geschafft habe.

Rezept :: Linsensalat mit Birnen

Es türmen sich gerade kleine Birnen vom Gemüseabo in der Küche. Die bekommen wir nie weggessen, dachte ich. Da fiel mir wieder dieser Salat ein, den ich schon seit Jahren in meinem Rezeptbuch stehen habe und sehr lecker finde. Ich habe ihn damals aus der Zeitschrift Eltern rausgeschrieben, als Empfehlung für Schwangere. Kann man aber auch unschwanger essen.

linsen_birnen_salat 1

Salat mit roten Linsen und Birnen

  • 200 g rote Linsen
  • 1/2 l Gemüsebrühe
  • 1 Kopf grüner Salat
  • 3-4 EL Apfelessig
  • Salz
  • frisch gemahlener Pfeffer
  • 3 EL Walnuss- oder Rapsöl
  • 2 kleine Birnen
  • 2 EL ganze Walnusskerne

linsen_birnen_salat 2

Die Linsen in der Brühe 6-7 min (bzw bissfest/ bis zur gewünschten Konsistenz) kochen. Zum Abtropfen in ein Sieb schütten, dabei etwas Brühe auffangen.

Salat waschen, putzen, grob zerpflücken und gut abtropfen lassen.

3EL Essig, Salz, Pfeffer und Öl zu einer Sauce verrühren (oder alle Dressing-Zutaten in ein Glas geben, zuschrauben und ordentlich schütteln). Mit dem übrigen Essig udn etwas Linsenkochbrühe abschmecken.

Die Birnen waschen, abtrocknen, vierteln, entkernen und in feine Spalten schneiden (ich habe unsere geschält, weil sie so eine dicke, rauhe Schale hatten).

Salatblätter, Linsen, Birnen und Dressing vermengen. Die Walnüsse grob hacken und über den Salat streuen.