Im Garten werkeln erdet

Gartenmomente

Gartenmomente

Morgens arbeite ich so gut es geht an meinen Projekten und Aufträgen. Durch die Spielgruppe und vielleicht auch einfach so, hat sich die Mittagsschlafzeit des Sternguckers nach hinten verschoben. Oft möchte er auch lieber gar nicht schlafen, obwohl er eindeutig müde ist und eine Pause gebrauchen könnte. Dann gehe ich mit ihm raus. Ich pack ihn in seinen Wagen ein und stelle ihn in den Vorgarten oder gehe eine Runde spazieren. Letzte Woche habe ich in der Zeit unseren immer noch sehr imposanten Haufen Humus weiter verteilt, Blumenzwiebeln für Frühblüher unter die Erde gebracht und generell bisschen im Garten gegruschelt. Viel bleibt nicht zu tun, da wir mit den meisten Sachen aufs Frühjahr oder/und auf eine entsprechende Finanzlage warten müssen. Aber was geht, habe ich uns schon bisschen hübsch gemacht. Im Garten gruscheln erdet. Im wahrsten Sinne des Wortes. Meist ist der Sterngucker während meiner 10 Schubkarren Humus eingeschlafen. So konnte ich dann weiter am Rechner arbeiten, hatte aber etwas ausgleichende Bewegung und Frischluft.

Gartenmomente

Gartenmomente

Der Garten kam mir auch am Wochenende zu Nutzen. Der Wolf und eine ganze Bande Nachbarjungs haben sich ein Lager unter der Weide im Grundstück gebaut. Sie nutzten die Reste vom Bau, die wir extra dafür aufbewahrt hatten. So waren sie wirklich mehrere Tage sehr lange beschäftigt. Das erinnert mich an meine Kindheit. Ich habe mit meinen Geschwistern auch oft und gern Buden und Lager aus allem möglichen gebaut. Dies scheint was sehr tief verwurzeltes zu sein, dieses Höhlen und Wohnräume bauen, sich einrichten, es sich heimelig machen.

Gartenmomente

Gartenmomente

Da der Wolf so viel draussen war, konnte ich drinnen gemütlich meinen Dingen nachgehen. Nähen, Malen und Werkeln. So hatte ich meine Für-Mich-Momente, ob im Garten oder zwischen Nadel und Faden, trotzdem der Mann Anfang der Woche in Frankfurt und am Wochenende in München zur Gongausbildung war. An einem Abend habe ich, oh Wunder, sogar einen Film geschaut!

Just For Me Moments sammelt immer Montags, noch mindestens bis Ende des Jahres, Mamamiez.

Ein beschauliches Wochenende liegt hinter mir

Ein paar banale Einblicke in ein durchaus ruhiges Wochenende ohne den Mann. Die Kinder waren weitgehend sich selbst überlassen, sodass hier jeder vor sich hingruschelte. Nur abends trafen wir uns in der warmen Küche am Feuer und bei gedecktem Tisch.

Wochenende

Wochenende

Wochenende

Chaos ignoriert und am Adventskalender für den Wolf gewerkelt während der Wolf im Garten ein Lager mit seinen Freunden gebaut hat und am Nachmittag im Bergtierpark war.

Wochenende

Wochenende

Meinen Kleiderschrank aufgeräumt und Kürbiscurry für das Abendessen gekocht.

Am nächsten Morgen beim Frühstück gestrickt.

Wochenende

Danach den ganzen Tag genäht, Elternarbeit für die Schule erledigt und es mir gemütlich gemacht. Draussen war den ganzen Tag Nebel und kaltnassgrau.

Wochenende

Den Abend mit einer Aufräumrunde, Restesuppe (Curry und Reis mit ein paar neuen Zutaten zu Suppe) und Feuer beendet.

Wochenende

Und du so?

Bemerkenswertigkeiten

Ausserdem fiel mir neulich auf, wie krass doch unser Körpergedächtnis ist. Also die Erinnerungen und Dinge, die unser Körper nicht übers Gehirn, sondern übers Nervensystem speichert. Auch nach vielen Jahren weiss ich noch genau, wie sich Menschen anfühlen, wenn ich sie in den Arm nehme. Wie sie sich anfühlen. Ich hatte einen Traum, der sich auch nach dem Aufwachen noch sehr lebendig anfühlte und mich zu dieser Erkenntnis trieb :-)

Ich habe mich sehr über die liebe Post einer Leserin gefreut, die mir eine Flow geschickt hat, einfach, weil sie beim Lesen an mich dachte. Das ist soo lieb. Danke!

Das Nähbüchlein reist zu Tina. Der treue Random Number Generator hat das Los gezogen.

 

Das Weihnachtskleid ist zu klein

Heute ist Teil 2 des Weihnachtskleid-Sew-Alongs. Teil 1 kannst du hier nachlesen. Stofflieferung und Nähflow flutschen, sodaß ich dachte, ich könnte heut schon Resultate zeigen. Aber ach!

23.11.2013 WKSA Teil 2:
Oh, so ein schönes Schnittmuster wird da genäht, ich entscheide mich schnell um / Ich habe mich für mein Traumkleid entschieden und bleibe dabei / Ich nähe mal lieber erst ein Probemodell / Schnitt kopieren, zuschneiden, wer sagt eigentlich, dass Nähen Spaß macht?

Weihnachtskleid

Weihnachtskleid

Weihnachtskleid

Ich habe mir einen anthrazit-grauen Jersey Stoff für 10 Euro/m bestellt. Ich wollte mich da erstmal vorsichtig rantasten. Man weiss ja nicht, ob der Schnitt gleich passt oder ich mich blöd anstelle. Als der Stoff ankam, hab ich den erstmal gewaschen. Er trocknete schnell, sodass ich gestern loslegen konnte. Ich schnitt alle Teile zu, wobei ich da erstmal schauen musste, wie überhaupt der Fadenlauf ist. Der Stoff wirkte in beide Richtungen gleich. Auch Vorder- und Rückseite konnte ich nicht auseinander halten. Hab es dann doch hinbekommen. Als ich alle Teile des Schnittmusters zusammengenäht hatte, war es an der Zeit, mal probehalber reinzuschlüpfen.

image

Auf dem Foto sieht man es nicht, aber das Kleid ist mir zu eng. Ich habe nicht genug Bewegungsfreiheit unter den Armen und die Brustabnäher sitzen unvorteilhaft (wobei letzteres Problem möglicherweise das Tragen eines BH lösen könnte). Ich hatte es schon befürchtet. Eigentlich bin ich ein S-Mensch, aber obenrum brauche ich immer M. Nicht, weil ich so eine Oberweite habe, sondern wegen meiner breiten Schultern. Hrmpf. Dabei hatte ich mich vorher extra noch ausgemessen. Nun hoffe ich, daß mein Stoff noch reicht, um das Kleid nochmal eine Nummer größer zuzuschneiden.

So ganz erschliesst sich mir auch nicht das Halslochbündchen. Da steht im Buch, ich soll es laut Zuschneideplan auf Seite 58 zuschneiden. Ich verstehe es aber nicht. Was bedeuten die Zahlen? Was muss ich ausschneiden? Ein 5 x 65 cm großes Rechteck? Und das nähe ich dann in den Ausschnitt?

***edit***

Ihr hattet natürlich recht: Ich habe die Nahtzugabe vergessen bzw angenommen, sie wäre im Schnitt enthalten *head desk* Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Nun stellt sich mir die Frage: Wage ich es noch einmal in S mit Nahzugabe? Oder in M, dann ohne Nahtzugabe? (hab ich natürlich in meinem Eifer schon zugeschnitten. Ohne NZ) Ich denke, letztes sollte annähernd meine Größe dann treffen, oder?
Ich habe ausserdem schon festgestellt, daß egal wie ich mich entscheide, der Stoff nicht reichen wird. Genau ein Schnittteil passt nicht auf den Stoff. Also werde ich noch etwas nachbestellen müssen. Alternativ habe ich einen türkisblauen und einen gemusterten Stoff, den ich für das Kleid kombinieren könnte. zwar nicht als Weihnachtskleid, sondern eher als Alltagskleid. Ich probiere Kombinationsmöglichkeiten. Ein Update gibts dann nächsten Sonntag.

Wofür ich dankbar bin

Manchmal sind die Dinge offensichtlich so einfach und trotzdem sieht man sie nicht. Neulich war ich mit dem Mann im Gespräch darüber, wie es mir gerade geht. Er ist da keiner, der mich empatisch in den Arm nimmt und zustimmend nickt. Eher so jemand, der einem knallhart mit der Realität konfrontiert. Das ist nicht immer das, was ich mir in dem Moment wünsche, aber meistens das, was mir die Augen öffnet. In unserem Gespräch also meinte er zu meinem Gejammer nur: “Du lebst aus dem Mangel heraus.” Wie recht er hatte. Ich habe den Blick für die Fülle verloren. Ich schaue auf andere, was sie haben, wieviel Anerkennung sie bekommen, wieviel Wertschätzung. Ich hadere mit mir selbst, mit meinem Können und Wirken. Ich rede mich klein und habe düstere Gedanken.
Und dann fielen mir wieder die Arbeitsblätter aus unseren Workshops mit Dharma Singh in die Hand.

  • Übernimm die Verantwortung für dich selbst und sage ja zu deiner Kraft.
  • Vergib dir selbst und anderen.
  • Ich ehre mich selbst und gehe anmutig und in Würde. Ich bin mir die wichtigste Person im Leben.
  • Ich mache mein Denken zum Danken.

So einfach und doch nicht so selbstverständlich, vorallem nicht, wenn man sich einmal in so einer dunklen Schleife befindet.

image

Passend dazu möchte ich gleich noch meine Top 5 Dankbarkeitsmomente dieser Woche aufschreiben.

Wärme :: Die kuschelige physische Wärme. Jetzt, wo es draussen ungemütlich und kalt wird, freue ich mich, unseren Ofen befeuern zu können und das knistern der Flammen zu beobachten. Ich mag die wohlige Wärme des Feuers. Im Haus haben wir noch nicht so richtig den Dreh mit der Heizung heraus. Wir probieren noch mit den Einstellungen der Anlage, der Wassertemperatur und Pumpe. Deshalb ist es im Haus oft noch kalt. Aber der Wohraum strahlt eine heimelige Wärme aus, weil dort das Feuer ist, dort sich die Familie trifft. Das mag ich. Ausserdem habe ich mir endlich gemütliche Hausschuhe bestellt. Unspektakulär, aber ich freue mich jeden Tag über warme Füße. Manchmal ist es so einfach

Post :: Ich mag Post. Schöne Post. Unerwartete Post. Erwartete Post. Ich mag es, wenn ich Bestellungen geliefert bekomme oder Menschen mir liebe Zeilen per Karte oder Brief schicken. Letzte Woche kam hier ein kleiner Gewinn einer Online-Verlosung an, eine Stoffbestellung und ein verspätetes, aber sehr warmherzig gepacktes Geburtstagsgeschenk mit einer Karte, die sich fast wie ein Liebesbrief liest. Vielen Dank!

Musik :: Dienstags ist hier Gitarrestunde. Mal mit der Tochter, meistens ohne sie. Der Gitarrelehrer ist da sehr locker und flexibel. Oft habe ich ja die restliche Kinderbande da, die unseren Sessions beiwohnt. Mal klappt das gut, mal weniger. ich bin dankbar, daß sie der lehrer so drauf einlässt und wir trotzdem gemeinsam singen und spielen können. Und ich bin dankbar, daß er so geduldig ist mit mir, die eigentlich nie übt und monatelang an den gleichen Songs rummacht. Und wenn wir keine Gitarrestunde haben, dann nutzen die Jungs die Instrumente mindestens täglich, um sich daran auszuprobieren. Auch hat der Mann sich eine Cajon gekauft, die er meist am Wochenende betrommelt und darauf übt. Vorallem am Wochenende ist hier also immer Stimmung. Da klingen die Gongs, die Cajon und die Gitarren. Ich mag das.

Netzwerk :: Besonders dankbar bin ich auf mein Netzwerk an KollegInnen mit denen ich Aufträge bearbeite, Gemeinschaftsprojekte mache oder mich austauschen kann. Sandra hat sich dieses Jahr wieder um unsere Weihnachtskarten gekümmert. Die kamen diese Woche hier an und ich freue mich schon auf eine gemütliche Tasse Tee, eine ruhige Minute und mein Adressbuch, um die Karten an liebe Menschen zu schreiben.

Sprache :: Auch, wenn Sprache oft zu Mißverständnissen führen kann, ist sie doch sehr hilfreich im Alltag. Der Sterngucker hat gerade eine kleine Sprachexplosion und beginnt immer mehr und mehr unsere Wörter zu sprechen und nachzusprechen. Es vergeht kaum ein Tag, an dem er keine neue Vokabel auspackt. Auch der Wolf kann sich plötzlich viel umfangreicher ausdrücken. Ausserdem eignet er sich gerade das Lesen und Schreiben an. So ganz nebenbei im Kindergarten. Er liest einzelne Worte, fragt nach Buchstaben oder schreibt Dinge auf den Einkaufszettel. Besonders angetan hat es ihm Englisch. Da sein Freund zweisprachig aufwächst, probiert er sich auch in dieser Sprache aus. Englisch hat es auch der Tochter angetan. Oft fragt sie nach einzelnen Worten oder Übersetzungen ihrer Lieblingssongs, lernt Vokabeln und unregelmässige Verben. Englisch hat ihr schon immer Spaß gemacht. Die Tochter ist schlagfertig und witzig. Witzig ist auch der Mann, der mit seinen Wortspielen immer neue Sinnlosigkeiten in gesagte Sätze und Dinge in Zusammenhang bringt, die eigentlich miteinander nichts zu tun haben. Das macht mir Spaß.

Und wofür bist du diese Woche dankbar gewesen?

Dankbarkeitsmomente, Friday Fives, sammelt Nadine im Buntraum. Nadine hat ausserdem einen tollen Wegbegleiter gestaltet, den du ab sofort bei ihr bestellen kannst.

Kleine Nähstarthilfe :: Meine Nähmaschine und ich

image

Aus der Perlen-Reihe habe ich ein kleines Büchlein zur Rezension erhalten. Dolores Wally, du kennst sie sicher vom kleinformat-Magazin, erklärt charmant und strukturiert, worauf es beim Start mit der Nähmaschine ankommt.

Meine Nähmaschine und ich, Dolores Wally, 12,95 Euro

Ganz am Anfang gibt sie Tipps, worauf es beim Kauf einer Nähmaschine ankommt. Dann führt sie anhand von 5 kleinen Projekten durch die wichtigsten Nähtechniken.

Ich bin ja niemand, der sich eine Technik durch Buchlesen aneignet. Ich mach lieber einen Kurs oder lasse es mir durch jemanden zeigen. Aber wenn du offen dafür bist und auch durch Bild und Text lernst, dann ist das Büchlein durchaus etwas für dich. Mir persönlich ist das Format (A6) zu klein. Ich hätte es gern größer. Das ist meine persönliche Wahrnehmung, tut aber der übersichtlichen Gestaltung keinen Abbruch.

Das Buch ist anschaulich bebildert und strukturiert aufbereitet. Die Informationen werden in verdaulichen Häppchen und ansprechend gegliedert vermittelt. Wenn du das Buch durchgenäht hast, hast du ein

  • Stecknadelkissen
  • einen Rock
  • eine Henkeltasche
  • einen Halbkreisrock
  • ein Reißverschlusstäschchen

genäht und kannst Rundungen, Knöpflöcher und Reißverschlüsse einnähen, absteppen, versäubern, kräuseln und vieles mehr.

Ich verschenke mein kleines Büchlein an nähneugierige LeserInnen.  Wenn du das Buch haben möchtest, hinterlass bitte bis Sonntag einen Kommentar. Bei mehr als einer Interessentin entscheidet das Los.

 

Rezept :: Wareniki

Wareniki

Als Deutschland wieder vereint wurde, dauerte es nicht lange und in unserem Dorf zogen in meinem alten Kindergartengebäude Umsiedler ein. Sie kamen aus Russland und Rumänien, hatten deutsche Wurzeln und Heimat weder hier noch dort. Ich hatte schon immer eine große Liebe für Russisch und noch größere Neugier auf fremde Kulturen und Menschen. Ich glaube, es war Zufall, daß ich die neuen Mitbewohner auf unserer Spiel-und Erkundungstour mit dem Fahrrad (oder war es mit dem Hund?) durchs Dorf entdeckte.  Wir kamen ins Gespräch und freundeten uns bald schon an. Dann verbrachte ich viel Zeit bei den Umsiedlern. Die Familien lebten teilweise zu 7 in einem Raum, 3 Generationen zusammen. Sie teilten mit uns ihre Geschichten und ihr Essen, ihr Lachen und ihre Sorgen. Ich war 13, verliebte mich ein bisschen in den Bruder meiner Freundin, kuschelte im Partykeller und bestritt kleine Beziehungsdramen, die natürlich eigentlich keine waren, über 3 Sprachen hinweg.

Manchmal kochten wir auch gemeinsam. Eines meiner liebsten Gerichte waren Wareniki. Das sind Teigtaschen, die mit Kartoffel gefüllt mit Schmand gegessen werden. Meine Freundin schrieb mir damals die Zutaten in russisch auf einen Zettel. Leider habe ich den nicht mehr, aber ich erinnere mich noch genau daran, wie er aussah.

Da sich seit dem meien Ernähungsgewohneheiten ziemlich verändert haben, habe ich versucht, das Rezept nochmal ohne Ei im Teig zu machen. Das ging recht gut. Die Kinder waren begeistert von der Speise, uns Erwachsenen war es mittlerweile zu mächtig. Aber sättigend & lecker ist es allemal, daher teile ich das Rezept mit dir.

Wareniki (Вареники)

500 g Mehl
3 EL Öl
2 Prisen Salz
250 ml Wasser

4 große gekochte Kartoffeln, abgekühlt und zerdrückt1 Zwiebel, fein gewürfelt
Salz

Butter (oder Alsan)
Schmand (oder Sojajoghurt)

Aus den Zutaten oben einen Nudelteig herstellen.
Die zerdrückten Kartoffeln mit den Zwiebeln mischen und mit Salz würzen.

Den Teig teilen und jeweils dünn ausrollen. Mit einem Glas Kreise ausstechen. Darauf kleine Häufchen der Kartoffelmasse verteilen und zu kleinen Bündeln gut verschliessen. Das geht gut, indem man den Teig hochklappt und oben zusammendrückt.

Wareniki

Während du die Wareniki vorbereitest, kannst du auf dem Herd schon einen großen Topf mit gesalzenem Wasser kochen lassen. Die Wareniki werden dann nach und nach in das kochende Wasser gegeben und mit einer Schaumkelle wieder rausgehoben, sobald sie oben schwimmen. Die fertigen Wareniki kommen in eine Schüssel, wo immer wieder ein kleines Stück Butter zugeben wird, was bei der Wärme der neu ankommenden Wareniki schmilzt. Wenn alle Wareniki gekocht sind, serviere das ganze mit Schmand (oder in der leichteren, veganen Variante mit Sojajoghurt).

Приятного аппетита!

Wareniki

Die Kyrillischen Buchstaben habe ich mit Russtast geschrieben.

Druckwerkstatt mit Herbstlaub

gelatinedruck

Als ich bei Tabea die Experimente mit einer Gelatine-Druckplatte entdeckte, wusste ich sofort, daß ich diese Technik auch unbedingt ausprobieren muss. Zu gut haben mir die Resultate gefallen. Zu lange ist es her, daß ich selbst in der Druckwerkstatt in allen möglichen Drucktechniken gewerkelt habe.

Als dann auch noch die diesjährige Mail-Art-Adventspost unter dem Thema Gelatinedruck stand, da war es geschehen. Natürlich habe ich mich angemeldet. Ich freue mich sehr, daß man Gelatine-Druckplatten auch in der veganen Variante aus Agar Agar (Geliermittel, was aus Algen gewonnen wird) herstellen kann. Das wollte ich gleich ausprobieren. Ich hatte noch zwei Tütchen herumliegen, für die ich sonst keine Verwendung hatte. Also habe ich das mal probiert. So als Testrunde für die Kalenderblattproduktion.

Ich habe 2 gehäufte Esslöffel Agar Agar (und zur Sicherheit noch ein Stäubchen mehr) nach Packungsanleitung in ca 1 Liter Wasser aufgekocht und dann in Flache rechteckige Tupperschachteln gegossen. Das ganze habe ich abkühlen lassen und nochmal über Nacht in den Kühlschrank gestellt. Es sind tatsächlich richtig feste Glibberplatten dabei entstanden.

gelatinedruck

gelatinedruck

gelatinedruck

Dann habe ich den Sonntag nachmittag genutzt und mit den Jungs die erste Druckrunde gestartet. Aus der Platte habe ich etwas kleiner als eine Postkarte ein Rechteck ausgeschnitten, auf eine mit Folie ausgekleidete Unterlage gelegt. Darauf haben wir dann Acrylfarbe mit einem Lackschwammroller aufgetragen (meine Druckwalze aus Gummi ist gerade unauffindbar). Auf die Platte kamen noch Herbstblätter.

Dann haben wir das ganze mit einem Stück festem Papier abgeklatscht, das heisst vorsichtig das Blatt Papier auf die eingefärbte Druckplatte gelegt, etwas mit den Händen drübergerieben und das Blatt wieder abgezogen. Man nennt diese technik auch Monotypie, weil man nur einmal einen Abdruck davon machen kann. Man kann also keine Serie damit produzieren, sondern jeder Druck wird einzigartig und individuell.

blaetter

Das hat den Jungs so großen Spaß gemacht. Walzen, Färben, Drucken, Staunen. So toll! Machen wir wieder. Passt gut zum Creadienstag.