Eine kleine Pause

Hier liegt gerade viel an. Es gibt Termine wahrzunehmen, liegengebliebenes von Ferien und Krankenlager aufzuarbeiten. Wir laufen immer noch auf halbem Akku, müssen uns um uns kümmern und auf das Nötigste konzentrieren. Nichts Schlimmes, aber der Blog macht eine kleine Pause.

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Und heute feiern wir den 13. Geburtstag der Tochter.

Farbtherapie gegen Lagerkoller :: Unser Wochenende in Bildern

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Ziel des Wochenendes: Das Fotoalbum der Tochter auf den neuesten Stand bringen. Dazu hatte ich bereits Fotos bestellt. Die habe ich nun sortiert und zeitlich & thematisch geordnet auf dem Boden verteilt. Dann gings ans Kleben und Schnippeln.

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Am Samstag nachmittag: Spontanausflug zum Boesner. Mit der Tochter. In Farben und Stiften schwelgen, Mutter-Tochter-Gespräche führen und mal zu Hause rauskommen. Derweil haben die Jungs Burger nach einem Rezept von Attila Hildmann vorbereitet. Der Sterngucker kränkelt noch und braucht viel Kuschel. Eigentlich möchte er den ganzen Tag auf meinem Schoß wohnen. Und viel Weinen.

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Kartoffel-Sellerie-Suppe mit Banane zum Frühstück für mich. Ich rieche nichts und schmecke kaum. Ich stelle das Fotoalbum fertig und hänge schlaff in den Seilen. Der Mann putzt den Ofen und Schuhe. Zum Mittag gibt es Gnocchi und Gemüse. Der Wolf ist bei einem der Nachbarsjungs verschwunden und kommt erst am Nachmittag nach Hause. Ich mache Mittagspause auf der Couch. Später probiere ich meine neuen Spielzeuge vom Boesner aus. Gegen fünf bricht plötzlich der Ausnahmezustand in der Küche aus. Müde Kinder entladen all ihr Ferienende-Wochenende-Hunger-Müde-Krankheitsleid. Das Abendessen geht zum Glück schnell: aufgewärmte Reste und Rohkostteller. Danach bringen wir die Jungs ins Bett, auch die Tochter zieht sich müde zurück. Wir hängen noch bissl rum, erledigen liegengebliebenen Kleinkram, planen die nächste Woche und gehen dann auch ins Bett.

Wirr im Kopf ( & Antworten auf Fragen)

Ich sitze hier mit einer Erkältung, die sich schon gefühlt ewig hinzieht. Zwar verändert sich mein Zustand immer wieder, aber fit fühle ich mich nicht. Vorallem, wenn die Nase zu ist, schränkt das doch den Wohlfühlradius sehr ein: nichts riechen, fad schmecken, nicht genügend Luft bekommen. Da auch der Sterngucker einige Tage fieberte und sehr anhänglich und stillfreudig ist, war an Erholung nicht zu denken. Ich weiss nicht, ob es eine Begleiterscheinung ist oder ob es generell abwärts geht mit mir: ich bin total wirr im Kopf. Ich verwechsle die ganze Zeit die Daten von Terminen, bin teilweise schon im März oder denke, Märztermine sind im Februar. Ich überspringe gedanklich Wochen und bekomme Panik, daß die Zeit so schnell vergeht. So dachte ich, daß ich heute abend einen Yogaworkshop habe, für den ich angemeldet bin. Gerade als ich anrufen und wegen meiner Erkältung absagen wollte, bemerkte ich, daß der Workshop erst im März stattfindet. Ich brauche dringend Urlaub :-)

Journelle hat mir Fragen gestellt, die ich gern beantworten möchte. Aber ich unterbreche an dieser Stelle die Kette, weil ich mit meiner Matschbirne nicht in der Lage bin, mir eigene Fragen zu überlegen.

1. Hast Du Probleme mit der Konsitenz von Essen (z.B. glibberiges oder fettiges Essen)?

Nein, nicht generell. Immer nur in Zusammenhang mit speziellen Gerichten. Fällt mir aber auch gerade keins ein.

2. Könntest Du Dir eine Karriere als PolitikerIn vorstellen (bitte mit Begründung)?

Nein. Dazu bin ich zu sprunghaft, zu gutgläubig und kenne mich zu wenig mit Politik überhaupt aus.

3. Reisen oder zu Hause bleiben?

Oh, beides. Zu Hause bleiben und gelegentlich Urlaub machen. Ich reise gern, dennoch reizen mit Weltreisen und lange Touren kaum.

4. Gib es wirklich sowas wie “too much information”?

Nein. Wer definiert denn, was zu viel ist? Was für den einen zuviel ist, da beginnt es für den anderen erst recht, interessant zu werden. Je mehr Informationen zu einem Thema da sind, desto vielseitiger kann man sich ein eigenes Bild machen. Wir als Empfänger haben immer die Möglichkeit, Informationen, die uns zu viel sind, wegzufiltern.

5. Glaubst Du, dass Dein Leben Dank der Möglichkeiten des Internets besser ist?

Ja. Natürlich. Ich habe so den Mann kennengelernt und eine Familie gegründet. Ich habe wunderbare Menschen kennengelernt. Verbindungen lassen sich einfacher über große Entfernungen halten, Recherchen zu bestimmten Themen sind viel einfacher als ohne Internet, Reiseplanungen, Öffnungszeiten, Informationen – alles ständig verfügbar.

6. Gibt es Musik, die Du überhaupt nicht ertragen kannst?

Ich mag Jazz nicht so gern.

7. Wie fandest Du Deine Schulzeit?

Meine Freunde waren mir sehr wichtig, wir hatten jede Menge Spaß. Auf dem Gymnasium hatten wir auch eine tolle Beziehung zu unseren Lehrern. Doch, das war eine tolle Zeit. Ausserdem natürlich der ganze Verliebtheitskram und was man da alles so durchmacht. Ich habe gute Erinnerungen an meine Schulzeit.

8. Was ist in einer Beziehung wichtiger, Treue oder Loyalität?

Treue. Und zwar in erster Linie Treue zu sich selbst.

9. Hast Du ein Lieblingstier und wenn ja welches?

Ich mag Eichhörnchen gern. Sie sind wild, frei und schnell. Sie sehen gut aus und können toll klettern und springen.

10. Vor welcher Krankheit fürchtest Du Dich?

Vor allen Krankheiten, die Siechtum und Leiden mit sich bringen. Krebs.

11. Welche Sportart würdest Du gern noch erlenern/ausüben?

Bogenschiessen, irgendwelche Kampfsportarten

Freitägliche Gemüseshow

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Es ist Freitag. Gegen 11 Uhr wird unsere Gemüsekiste geliefert. Ich bin dann immer schon ganz gespannt, was drin ist. Manchmal klingelt die Lieferfrau und wir wechseln ein paar Worte miteinander. Das Gemüse und Obst kann jetzt im Winter nicht lange vor der Tür stehen, sonst bekommen frostempfindliche Sorten Schäden.
Heute waren wieder unsere 8 kg Orangen drin, eine Mischung aus Blutorangen und welchen ohne Blut. Die sind immer noch lecker. Wenn ich die Kiste auspacke, überlege ich mir immer schon, was ich aus den Sachen alles machen könnte. Der Chinakohl zB könnte Kimchi werden oder gebraten zu Nudeln schmecken. Aubergine mag niemand ausser mit. Da mache ich mir was leckeres draus. Vielleicht was indisches. Oder etwas aus Attila Hilmanns Kochbüchern. Auch die Süßkartoffel werde ich in diese Richtung verbrauchen. Vielleicht zusammen mit dem Wirsing den Betacarotinstampf mit Rahmwirsing und Räuchertofu (aus Vegan for Youth – Affiliate Link)

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Übriggeblieben sind ein paar einsame Karotten, Raddiccio und zwei Selleriestauden. Aus letzteren mache ich einmal diese yogische Kartoffel-Selleriesuppe und einmal einen Adi Shakti Salat.

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Obst haben wir gerade wirklich viel und wirklich lecker. Am Mittwoch kam ein Tropenkost Paket. Gerade richtig, um mit sonnenreifen Früchten unsere Erkältung hinfort zu jagen. Die Passionsfrüchte sind hier so begehrt, die muss ich zuteilen. Pagoden (junge Kokosnüsse) genau so. Vorallem vorm Wolf muss man das Obst gut verstecken, wenn man selbst auch etwas davon haben möchte.

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Ich kam diese Woche echt gut durch unseren Speiseplan, trotz (oder gerade wegen?) der Ferien. ich hatte mit anfang der Woche ein paar Gedanken gemacht, was es alles geben könnte und wie ich die Gemüse verwerte. Ich habe keinen Wochenplan geschrieben, aber wirklich jeden Tag frisch gekocht und viel Rohkost serviert. An einem Abend war die Tochter mit ihrer Freundin in der Pizzeria. Wir haben spontan zu Hause Restaurant gespielt, weil der wolf auch Lust auf Restaurant hatte. Hat großen Spaß gemacht. Der Wolf hat eine Speisekarte geschrieben, aus Küchentüchern Servietten gefaltet und das Essen serviert.

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Es gab diese Woche bei uns:

  • Mangold-Flammkuchen (zwei mal sogar)
  • Spaghetti und Weisskraut, asiatisch inspiriert
  • Kartoffelbrei & Brokkoli und abends dann aus den Resten Brokkolisuppe & Croutons
  • Pizza
  • Milchreis
  • Kohlrabicremesuppe mit gerösteten Sonnenblumenkernen
  • Spaghetti mit Gemüse in Kokossosse
  • heute frisch aus den neuen Gemüsen ein Curry aus Kürbis, Kartoffel und Romanesco und Reis
  • ausserdem jeden Tag Frischkram in Form von Obst und Gemüse oder Salat

Die Kraft des Herzens

Als ich klein war, habe ich oft abends im Bett gelegen und in mich reingehorcht. Dann plötzlich habe ich meinen Herzschlag ganz deutlich wahrgenommen und war ganz fasziniert davon, daß mein Herz tut, was es tut, und ich lebe. Gleichzeitig hatte ich aber auch große Angst davor, daß mein Herz mal aufhören könnte zu schlagen. Ich versuchte mir dann immer vorzustellen, wie es ist, tot zu sein. Ich fragte mich, wie es sich anfühlt, obwohl ich natürlich wusste, daß man dann ja eigentlich gar nichts mehr fühlt.
Heute weiss man, daß das Herz mehr als unser Motor zum Leben ist. Auf unerklärbare Weise werden im Herzen noch andere Informationen getragen, passieren im Herzen noch andere Dinge als das stete Pumpen von Blut. Ich hab schon mehrfach gelesen, daß bei man zB bei Herzplantantionen feststellt, daß nicht nur das Herz, sondern auch ein Teil der Wesenszüge oder Eigenheiten des Spenders mit auf den neuen Besitzer übergehen. Diese andere Intelligenz des Herzens hat schon viele Denker, Wissenschaftler und Schriftsteller angeregt, sich mit dem Herzen zu beschäftigen. Welche Kräfte wohnen ihm Inne, was vermag es, wo sind seine Grenzen?

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The Power of the Heart. Baptist de Pape, Knaur menssana, 19,99 Euro (gebundene Ausgabe)*

“Seit Beginn der geschichtlichen Überlieferungen haben große Lehrer aller spirituellen Traditionen weltweit das Herz als die Quelle von wahrer Kraft und von tiefem Verständnis beschrieben.”

Aber warum ist das so? Was ist das Geheimnis um die Kraft des Herzens? Baptist de Pape macht sich auf den Weg, Forscher, Denker und Spirituelle zu treffen und die Kraft des Herzens zu ergründen. Daraus sollte ein Film entstehen. Aus den Interviews stellte er ausserdem ein Buch* zusammen. Ich finde, es liest sich ein bisschen wie in der Happinez, diese mindstyle Zeitschrift. Es besteht aus 3 Teilen mit jeweils ca 5 Kapiteln. Am Ende jedes Kapitels gibt es Übungen zur Kontemplation. Die Kapitel bestehen aus einer Aneinanderreihung von Zitaten und Interviews von Paulo Coelho, Deepak Chopra, Jane Godall, Eckart Tolle und vielen anderen. Es ist leicht zu lesen und ein schöner Begleiter für stille Stunden, zum Start in den Tag oder wenn es dir gerade nicht so leicht fällt, auf dein Herz zu hören.

“Es ist ganz einfach: man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.” Antoine de Saint-Exupéry

Ich verschenke das Buch einmal. Wenn du das Buch haben möchtest, hinterlasse bis Samstag, den 21.2.2015 einen Kommentar. Bei mehr als einem Kommentar entscheidet der Random Number Generator.

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Winterspaziergang & Dankbarkeit

Heute nehme ich dich mit auf einen kleinen Spaziergang durch das Winterzauberland, was sich mir am Wochenende bot. Abends war es immer sehr neblig mit hoher Luftfeuchtigkeit, die sich an Bäumen und Gräsern absetzte und in der klirrenden Kälte fror. Das hatte ein Kristallwelt artiges Zauberland zur Folge, an dem ich mich gar nicht sattsehen konnte. Auf einem kleinen Fotospaziergang konnte ich ein bisschen der Winterzauberstimmung einfangen.

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Angesichts solcher Schönheit bin ich erfüllt von Dankbarkeit und Demut. Dann spüre ich immer etwas ganz Großes und Heiles anwesend, gegenüber dem alles andere so klein und unwichtig erscheint. Etwas ganz Kraft gebendes.

Innehalten. Atmen. Sein.

Puderzuckriges Genesungswochenende

Am Freitag kam der Wolf vom Kindergartenfasching nach Hause. Im Gepäck hatte er ein riesiges Spinnnetz aus Wollfäden, was er die Tage vorher im Kindergarten gebaut hatte, nun aber wieder abbauen musste. Er war so stolz darauf, daß er es daheim in der Küche wieder aufspannte, um es uns zu zeigen. Es war wirklich riesig. Aber auch hier konnte es nicht bleiben. Zum Abendessen (Brot und Frischkram aus der Gemüsekiste) musste er es wieder aufräumen.

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Am Samstag starteten wir mit einem gemütlichen Frühstück mit Strickzeug, Tee und Semmeln. Dem Wolf war nicht wohl, er blieb direkt im Bett. Später stellte sich heraus, daß er Fieber hatte. Er schlummerte den Tag vor sich hin. Ich schaute immer mal wieder nach ihm während ich Plätzchen backte und Kleinkram gruschelte. Ich bin auch etwas angeschlagen und kämpfe schon seit Tagen mit niedrigem Blutdruck und Husten. Der Mann war derwiel mit dem Sterngucker einkaufen. Zum Mittag assen wir den restlichen Risotto vom Freitag und Salat.

Am frühen Nachmittag brachte ich die Tochter zur Eishalle. Dort traf sie sich mit ihren Freundinnen, um einen Geburtstag zu feiern. Ich war von der Strecke so angetan, daß ich beschloss, nochmal rauszugehen und einen Fotospaziergang zu machen. Dabei traf ich einen Fuchs auf dem Feld.

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Daheim hatte der Mann derweil die gesamte Wäsche des Wolfsbettes gewechselt, denn er hatte sich übergeben. Ich blieb eine Weile bei ihm, wir lasen und kuschelten während der Sterngucker malte und uns Gesellschaft leistete. So verbrachten wir einen ruhigen Nachmittag.

Am Abend ging es dem Wolf wieder besser. Das Fieber war verschwunden, auch auf Essen hatte er wieder Lust und knusperte Zwieback während er sich aber noch schwach fühlte und auf der Couch rumlungerte. Wir aßen zum Abendessen Mangold-Flammkuchen und Salat. Gegen 21:45 Uhr fuhr ich nochmal los, die Tochter abzuholen. Es war dunkel und sehr neblig draussen.

Der Sonntagmorgen startete auch entspannt. Ich blieb lange im Bett, kuschelte mit dem Wolf während der Mann schon mit dem Sterngucker frühstückte. Nach dem Frühstück räumten wir ein bisschen auf und das derzeitige Mann-Schlafzimmer um.

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Wir vertrieben uns die Zeit mit Malen, Puzzlen, Spielen, Briefe schreiben und Gong putzen (der Mann). Zum Mittag gab es Kartoffelbrei, Brokkoli und gebratene Zwiebeln, am Nachmittag knusperten wir Plätzchen und tranken einen Mandelcappucchino nach Urs Hochstrasser. Wir schlumperten auf der Couch herum.

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Später verzog sich der Mann nochmal in sein Büro (ist er nicht toll, der neue Blume des Lebens Gong?), ich schnappte mir die Bande und ging mit ihnen nochmal eine halbe Stunde raus Schlitten fahren & Lüften. Zum Abendessen gab es die reste vom Mittag als Suppe, dazu die übrigen Semmeln als Croutons (Schwellenhüpper).

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Das war ein ruhiges Wochenende zum Genesen und in die Ferien starten.