Samhain, Halloween und Totenfest

Ob wir nun heute Samhain, Halloween (All-Hallows-Eve; der Abend vor Allerheiligen) oder das mexikanische Totenfest Día de los Muertos feiern..alle Feste haben gemeinsam ein Toten- bzw Ahnenfest zu sein (In hinduisitisch geprägten Ländern feiert man Diwali, das Lichterfest.)
Transformation möchte ich der Zeit als große Überschrift geben. Der Übergang in die dunkle Jahreszeit, der Tod nicht nur als Ende sondern gleichzeitig als Beginn von etwas Neuem. Man sagt, daß zu dieser Zeit die Wände zwischen den Welten, das Tor zu Anderswelt, die Welt der Geister und Ahnen, besonders dünn sind. Ich mag sowohl Halloweengrusel, so keine derben Späße dahinter stecken, als auch Samhain. Dennoch feiern wir die Feste meistens nicht speziell. Aber für mich ist es eine Zeit, gedanklich in mich zu gehen. Zu reflektieren, was ich diese Jahr gesät und geerntet habe (in spiritueller und materieller Hinsicht), mich verstorbener Menschen zu erinnern und alles ein bisschen ruhiger anzugehen als Übergang in die dunkle Zeit. Rückzug, innere Einkehr, einigeln.

Ich möchte hier gar nicht weiter in die Tiefe gehen. Aber ich möchte euch gern einen Ahnenschrein vorstellen, den ich vor einigen Jahren für meinen verstorbenen Opa gemacht habe. Ich habe eine Weinkiste mit Beize dunkelbraun gefärbt und sie dann mit Kalligrafie beschrieben und diversen Andenken an meinen Opa gefüllt und gestaltet.

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ich bin nicht tot
ich tausche nur
die räume
ich leb in euch
und geh durch
eure träume

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Erinnerungen sind ein Spiegel unserer Beziehungen zur Welt,
aber auch verborgene Kraftquellen.

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Wochenende

Ich bin wieder da. Ich war bei meiner Schwangerenyogalehrerausblidung. Das letzte Wochenende vorm Examen. Ich bin noch sehr ge- und erfüllt. Es ist immer wieder so schön mit den Frauen zusammen zu sein, sich auszutauschen und neue Impulse und Inspirationen zu bekommen. Wir waren diesmal nur eine kleine Gruppe, aber es hat sich alles sehr wohlig und rund angefühlt, wenn auch die Themen am Samstag nicht ganz so wohlig waren (Wochenbettdepression, Psychose, Tod & Trauer etc). Aber ich bin sehr froh, mich für die Ausbildung entschieden zu haben. Mehr darüber streue ich nach und nach ein. Jetzt bin ich erstmal müde und kopfschmerzig.

Kindermund mit Dreieinhalb

Ich notiere mir die kleinen Schnipsel immer auf rumliegenden Papieren oder Kassenbons. Jetzt ist Buchhaltung und Organisation dran. Zeit, die Schnipsel zusammenzutragen und wo aufzuschreiben, wo ich sie wiederfinde. Hier.

In Hamburg (20.8.2011) um Bus, um den Wolf zu beschäftigen -wir fuhren gerade an seiner Geburtsklinik vorbei- erzählte ich ihm Geschichten von der Schwangerschaft.

Ich: „Als du Baby warst, bist du aus meinem Bauch rausgekommen“

Wolf: „Rausgeklettert?“

Beim Yoga-Frauencamp Anfang September (1.-4.9.2011) am Frühstücksbuffet:

Wolf: „Was ist das?“

Ich: „Ziegenkäse“

Wolf: „Hat die Frau den bei den Ziegen gesammelt?“

Im Gespräch mit Oma (27.10.2011)

Oma und Wolf unterhalten sich über das Feen-Mobile, daß in seinem Zimmer hängt.

Oma: „Das hat deine Mama gesbastelt“

Wolf: „Ich bastle auch manchmal.“

Oma: „Was bastelst du denn?“

Wolf: „Mit der Kinderschere. Da schneid ich mir die Haare ab.“