Wie es uns jetzt geht

Nun ist ja schon wieder eine Weile vergangen, seit ich mal überschlagen habe, wie es uns so geht in der neuen Heimat. Mittlerweile hat sich vieles geregelt und gefügt. Wir kommen langsam zur Ruhe und gut an. In der neuen Heimat und als Familie. Das fühlt sich gut an.

schneegipfel

Uns (vorallem mir) geht es jetzt schon viel besser als noch vor ein paar Wochen. Vorallem habe ich mich hormonell stabilisiert. Das macht so viel aus. Ich bin jetzt in der Mitte der Schwangerschaft, ja allgemein hin bekannt als die Zeit, in der es einem am besten geht. Ich habe ein wenig mit meinem niedrigen Blutdruck zu kämpfen, die Gebärmutter scheint zu wachsen, ich habe Kontraktionen und muss schaun, daß ich etwas langsamer mache hier. Aber das wollte ich gar nicht schreiben.

Das Haus
Es ist gemütlich. Hier und da fehlen noch ein paar Dinge. Aber so im Großen und Ganzen hat alles seinen Platz. Wir haben schöne Lampen für die Couchecke, die Kinderzimmer (Tochter, Sohn) sind soweit fertig. Wir haben uns ein Bett und das fehlende Lattenrost & Matratze bestellt. Da warten wir noch auf die Lieferung. Als nächstes soll ein Bücherregal für’s Wohnzimmer her. Das fehlt noch.  Nach und nach wird auch mal eine Kiste immer Keller wieder leer. Die Familienpinwand füllt sich mit Fotos und Ideen.
Das Haus selbst hat ein paar Macken, die wir kennenlernen dürfen. Neulich hat es bei Sturm und Regen von der Decke getropft. Ventile der Heizung mussten ausgetauscht werden. So Kleinigkeiten halt. Auch mit der Fußbodenheizung lernen wir umzugehen.

Die Familie
Das Familienleben, wage ich mal zu behaupten, klappt wieder recht gut. Nach anfänglichen Distanzierungen, sind wir nun ein gutes Team. Im Alltag klappt das Aufgaben-teilen und Verantwortung tragen ganz gut. Klar haben wir auch mal den ein oder anderen Minikonflikt. Aber nix, wrüber wir danach nicht lachen können. Abends bringen wir die Kinder gemeinsam ins Bett. Ich putz dem Wolf die Zähne, der Mann liest zwei Bücher mit ihm, ich leg mich dann dazu bis er einschläft (meistens dauert das 5-10 min). Insgesamt hat jeder hier jetzt seinen Platz gefunden. Es gibt keinen Kampf oder Unklarheiten mehr um die Rollen innerhalb der Familie. Wir leben alle hier und keiner ist mehr beim anderen zu Besuch (und verhält sich entsprechend). Mann und Bonustochter leben einträchtig in Frieden miteinander. Es war eine gute Entscheidung.
Die Tochter hat eine gute Freundin hier gefunden, mit der sie eigentlich fast die ganze freie zeit verbringt. Die beiden sind entweder bei uns oder bei den anderen. Ich bin froh, daß sie auch in der anderen Familie willkommen ist. Neulich hat sie über die Weihnachtstage auf deren Katze aufgepasst. Als Dankeschön waren die 3 (Freundin, Mama und Tochter) zusammen Flammkuchen essen. Ich habe vor, im Januar mit den Mädels mal ins Schwimmbad zu fahren. Ab Januar geht die Tochter auch zum Reiten. Mein Bruder war so lieb, ihr die Reitstunden zu schenken. Danke!
Auch der Sohn hat einen Freund gefunden. Der gleichaltrige Nachbarsjunge geht in seine Kindergartengruppe. Auch nachmittags spielen die Jungs zusammen draussen oder abwechselnd bei uns oder bei den anderen. Es ist schon eine feine Sache, wenn man die Kinder einfach rauslassen kann, ohne ständig schaun zu müssen, wo sie sind und was sie tun. Das macht vorallem unsere Wochenende sehr entspannt.

Die Mobilität
Daran hat sich noch nichts geändert. Nach wie vor bringe ich den Mann morgens zur Bahn und dann den Wolf zum Kindergarten. Die Tochter fährt mit dem Bus zur Schule. Jedoch können wir uns mittlerweile mit dem Nachbarn zusammentun udn einige Strecken teilen. mal bringen wir den Nachbarssohn mit, mal der Nachbar unseren Wolf. Somit kann der Mann auch mal das Auto nehmen. Oder wir treffen uns zu gemeinsamen Ausflügen nach München bei seiner Arbeit. Es verlangt noch viel Planung, aber wir haben uns damit arrangiert. mal sehen, wie es wird, wenn das Baby da ist.

Die Umgebung
Es stinkt nicht mehr ganz so viel nach Jauche. Dafür wurden wir in den letzten Wochen mit wunderschönen Himmelszauberein verwöhnt. Eine kleine Belohnung für die täglichen Fahrten zum Bahnhof ist die tolle Landschaft. Je nachdem, wo wir langfahren und wie das Wetter ist, haben wir einen ausgezeichneten Blick auf die Alpen. Jetzt mit Schnee bedeckten Gipfeln. Mal sonnenbeschienen, mal mit Nebelschwaden. Wirklich sehr schön. Ich erkunde mir nach und nach kleine Spazierwege durch den Ort. Wir haben auch schon mal einen kleinen Ausflug mit dem Auto gemacht, um die Umgebung kennenzulernen.
Über die Weihnachtszeit war im Ort ein Adventskalender zu entdecken. 24 Familien hatten in einem Fenster ihres Hauses eine kleine Szene dekoriert. Mal waren das Schneewitchen und die 7 Zwerge aus Barbiepuppen oder mal eine kleinen Puppenbäckerei. Ein anderes Fenster zeigte eine Winterlandschaft mit Rehen usw. Das finde ich eine total nette Idee. Leider habe ich gar nicht rausgefunden, wo es eine Liste mit den Häusern und Fensterchen gibt. Hm. Aber so haben wir auf unseren Spaziergängen immer was zu entdecken.

Ökologischer Fußabdruck
Ich finde langsam meinen Frieden. Familienglobal betrachtet fallen die täglichen Autofahrten weniger ins Gewicht als unsere vorherige Wohnsituation mit den Pendelfahrten von Freiburg-Scheyern und zusätzlich den täglichen Arbeitsfahrten des Mannes Scheyern-München. Insofern also doch eine Verbesserung.
Durch das tolle Gemüseabo sparen wir Verpackungsmüll und Einkaufsfahrten.Verglichen mit den Nachbarn (kinderlos) dauert es länger bis unsere Mülltonne gefüllt ist und wir haben auch weniger Gelbe Säcke.
Ausbaufähig ist noch unser Stromverbrauchsverhalten im gesamten Haus. Da vergisst schon mal der ein oder andere abends den Weihnachtsbaum auszuschalten oder einen Lichtschalter zu betätigen. Aber da achte ich mit Argusaugen drauf und schimpfe die Familie ;-) Ab morgen wollen wir auch die Zählerstände regelmässig checken und schaun, wie sich unser Stromverbrauch entwickelt. Da bin ich nämlich pingelig.

Fazit
Wie schon vermutet, brauchten wir einfach ein bisschen Geduld. Als ich von Freiburg zurück kam, habe ich mich auf „zu Hause“ gefreut. Das war ein gutes Zeichen. Und so fühlt es sich auch an. Zu Hause. Familie. Wir haben hier sogar schon Besuch gehabt.

Unsere Küchengeräte

Ein Gastbeitrag des Mannes, von Mann zu Mann sozusagen (auf einem HausFrauenblog). Vor ein paar Tagen fragte Winnie, was für Gerätschaften wir bei uns für all die Leckereien verwenden. Ihr Mann wollte das wissen. Also haben wir uns in der Küche mal auf Fototour begeben und geguckt, was sich da so findet. Den Herd, die Brotmaschine und dergleichen lassen wir mal weg.

Vita Mix
Fangen wir doch gleich mit dem König unter den Geräten an: dem Vita Mix. Er macht einen Höllenlärm und hat unheimlich viel Power. Mit ihm kriegt man alles klein, was wir essen. Er ist die Anschaffung der letzten Jahre schlecht hin. Unser Vita Mix ist jeden Tag im Gebrauch. Der tägliche Morgen-Smoothie wird mit ihm gezaubert. Die Frau macht mit ihm die rohen Köstlichkeiten, wie z.B. die Naschi-Kugeln, Geburtstagstorte oder Hochzeitstorte (die gabs nur einmal). (Nicht nur) im Sommer zaubert er uns Eis. Wo bekommt man den Vita Mix her? Er ist ja doch recht teuer. Hier in Deutschland gibts ihn bei Keimling oder Amazon. Das war mir zu teuer. Wir leben in der EU. Also haben wir ihn in England online gekauft – Ersparnis: ca. 150 EUR.

Der Vita Mix

Kleiner Bruder: Personal Blender
Die Frau hat da noch einen kleinen Bruder vom Vita Mix: Ihren Personal Blender. Damit zaubert sie Sossen, Dressings und derlgeichen mehr. Einfach in der Handhabung: Das Zeug in den Behälter werfen, Messer-Verschluß draufschrauben, umdrehen und ins Gerät reindrücken. Er schafft natürlich nicht die Mengen des großen Vita Mixes. Aber die Frau steht auf ihn. Anschaffungspreis: ca. 70 Eur.

Der Personal Blender im Schrank

Der Dauerläufer: unser Dörrautomat
Er steht ebenfalls im Eckschrank, da nicht so oft im Gebrauch. Wenn er aber mal rausdarf, dann läuft er gleich tagelang und sorgt für eine Geräuschkulisse wie bei einer Dampfmaschine. Wir haben ihn gebraucht gekauft. Wichtig bei diesen Geräten ist die individuelle Temperatureinstellung. Damit macht die Frau beispielsweise die leckeren Leinsamencracker-Platten. Neben dem Vitamix gehört der Dörri zur Standard-Ausstattung der rohköstlichen Küche. Mit ihm kann man ohne Erhitzung in Rohkostqualität sein Obst oder eben Cracker trocknen.

Die Frau: Wenn ich mir nochmal einen aussuchen dürfte und viel Geld hätte, würde ich mir einen eckigen kaufen. zB den Excalibur.

Das Dörrgerät

Für die Familie: Der Reiskocher
Von Kenwood nach langer Recherche: Unser Reiskocher. Bei Amazon gekauft. Nur wer seinen Reis mit einem Reiskocher kocht, weiß, daß er wirklich und tatsächlich viel besser schmeckt. Wir dämpfen damit auch sanft Gemüse und machen Hirse und Quinoa damit. Klares einfaches Design. Er kann nur Kochen oder warmhalten. Sonst nichts. Reicht auch. Der Reis schmeckt köstlich. Es braucht ein paar Anläufe, bis man den Trick raus hat. Wir legen zum Reis immer noch 2 geknackte Kapseln Kardamom und ein Stückel Zimtrinde dazu.

Die Frau: Wir haben uns damals für den Reiskocher entschieden, als wir nur mit einer Herdplatte in der Merzhausener Wohnung lebten. Das hat das Kochen stark vereinfacht. Gut kann man da zB auch Hirse für’s Frühstück vorbereiten, während man morgens im Bad rumgruschelt.

Kenwood Reiskocher

Der Klassiker: Braun Wasserkocher
Der Braun-Wasserkocher ist ein wahrer Designklassiker der jüngeren Geschichte. Von Braun – natürlich. Auch täglich im Gebrauch. Er bekommt von Frau Britta gefiltertes Wasser. Sonst verkalkt er so schnell, wie die Frau glaubt, der Mann würde es auch tun. Sagt, weiß jemand von euch einen wirklich guten fest am Wasserhahn eingebauten Wasserfilter. So einer, der auch leckeres weiches Trinkwasser macht? Das wird nämlich unsere nächste große Investition sein. Ein fest installierter Wasserfilter.

Die Frau: Den Wasserkocher hab ich schon echt lange. Wenn dieser kaputt geht, werde ich nach einem ohne Plastik (BPA) ausschau halten.

Der Braun Wasserkocher

Für den Familienfrieden: Die Jura
Ist der Vita Mix der König unter den Geräten, so ist unsere Jura zweifelsohne die Königin. Sie sorgt täglich für den Familiefrieden. Sie hilft, mich morgens vom Alien zurück in den Familienvater zu verwandeln. Mit den fairen Bohnen von GEPA (von der Frau zu Weihnachten bekommen) gelingt eine grandiose Crema. Die Jura ist schon ein paar Jahre alt, aber aus dem Haushalt nicht wegzudenken.  Hier seht ihr sie, beim Ausschank des Espressos nach dem Mittagsmale. Wunderbar.

Die Frau: Jaja, die Jura. Eine ernsthafte Konkurrenz. Als der Wolf noch ganz klein war, hat er die Jura immer „Mama“ genannt. Gab mir sehr zu denken ;-) Wenn der Mann die Küche betritt, dann geht er instinktiv erstmal zur Jura hin, überlegt dann kurz und drückt -oder drückt nicht (wenn’s zeitlich unpassend ist). Das ist sehr lustig zu beobachten.

Die Jura

Foto-Einsatz
Noch ein Wort zu den Bildern. Sie wurden am Original-Schauplätzen geschossen. Also Dörri und Personal Blender im Schrank. Jura in action und Vitamix neben der Frucht-Fülle. Die Frau drapiert sich ihre Motive immer schön hin, wartet bis das Sonnenlicht kommt und dergleichen mehr.

Gemüsekiste, Woche 52

gemüsekiste_w52

Das letzte Mal in diesem Jahr kam unsere Gemüsekiste. Und wieder war sie so üppig gefüllt mit leckerem ausgewählten Frischzeug. Eine Wonne jedesmal.

  • eine riesige Tüte Spinat (Grünzeug! *lechz*)
  • eine Tüte Postelein (hmmm!)
  • und wieder Rucola (lecker)
  • 3 Chicoree
  • 2 rote Paprika
  • 1 Gurke
  • 2 große Rote Beete
  • 1 Sellerieknolle
  • 18 kleine Karotten
  • 1 Schälchen Kresse
  • 13 Äpfel
  • 4 Kiwis
  • 3 große Birnen

Und weil es Euch immer interessiert, was wir hier so essen. Das gab es die letzten Tage:

Dinkel-Vollkorn-Spaghetti mit rotem Pesto, Walnüssen & Möhrenstreifen
Dinkel-Blätterteig mit Spinatfüllung
Salat mit roten Linsen, Walnüssen & Birnen
Klösse mit Rotkraut und Champignon-Sahne-Sosse
Pikanter Möhrensalat (so bissl indisch gewürzt)
Kichererbsencurry mit Reis
Backkartoffel-Ecken mit diversen Salaten (Rosenkohl, Rote-Beete, Feldsalat) und Guacomole
Pellkartoffeln mit Möhrengemüse und Tofutalern
Pizzabrot (Brotscheiben mit Tomate & Champignon im Ofen gebacken)

dazu immer reichlich rohes Knabberzeug, Feldsalat mit Zeugs dazu (Möhrenstreifen, Gurken, etc)