3 Kindmama

Neulich saß ich so hier und dachte: wow, 3 Kinder haben ist toll. Und das ist es auch. Ich bin grad sehr glücklich und verliebt in meine Bande. Unterwegs jetzt bei meinen Eltern wurde ich auch oft angesprochen, ob es nicht anstrengend sei und wie ich denn klarkomme. Aber wirklich, momentan bin ich ganz entspannt mit meiner Bande.

Da ist der Sterngucker, der kleine. Nun schon 4 Monate bei uns und immer noch ein Wunder. Er ist quicklebendig, entspannt und zufrieden. Er guckt und lacht und gluckst und erzählt Babygeschichten in einer Sprache, wo man keine Vokabeln braucht. Er bringt jeden Tag aufs neue mein Herz zum Schmelzen. Er knarzt und knurrt, wenn er verdaut. Er setzt die Windel voll und kotzt seine halbverdaute Milch raus. Egal. Dieses kleine charmante Lachen macht alles wieder wett. Er riecht gut, er ist zart und weich und hat flauschiges Haar. Er liegt tagsüber auf seiner Decke und schaut dem Treiben zu.  Er fährt geduldig all die Taxifahrten für Mann und Geschwister mit. Nachts liegt er neben mir, schläft entspannt und schmatzt, wenn er stillen möchte (zZ 1-2 mal pro Nacht). Manchmal vergesse ich glatt, daß ich ein Baby habe ;-)

Und der kleine Wolf, der große. Er ist grad der wildeste, der herausforderndste, der kleine Räuberwolf. Ganz überzeugt von sich selbst, 4 Jahre schon, hat er enormen Bewegungsdrang. Er ist schlau, gewitzt und berechnend. Er testet unsere Reaktionen, unterhält uns mit seiner Kinderlogik und braucht momentan am meisten Aufmerksamkeit von allen dreien. Er hält mich auf Trab und fordert (nicht nur) mich heraus. Gleichzeitig ist er sanft, charmant und kann gut für sich sorgen. Der Wolf ist toll.

Die Tochter steht schon mit einem Bein in der Pupertät. Sie ist verantwortungsvoll, witzig, intelligent und macht Scherze, die mich zum Lachen bringen können (sie ist sehr schlagfertig). Die Tochter macht die meiste Zeit ihr Ding, organisiert sich und verbringt die Zeit mit ihrer Freundin. Dennoch braucht sie Struktur (um sich in ihrer Vata-Natur nicht zu verlieren) und Hilfe bei Entscheidungen (sie trifft nicht gern Entscheidungen). Sie kümmert sich auch mal um ihre kleinen Brüder. Lieber um den kleinsten, den sie dann mit ihrer Freundin im Kinderwagen durchs Dorf schiebt bis er eingeschlafen ist. Dabei reden sie übers Erwachsenwerden oder Kälbchen oder was auch immer sie grad beschäftigt. Auch auf den Wolf passt sie gelegentlich auf. Allerdings nicht so gern. Momentan ist er ihr eine Spur zu wild, beisst sie gern mal oder stört sie beim Spielen. Aber wenn’s drauf ankommt, dann kann ich mich auf alle verlassen. Dann steht einer für den anderen ein. Das ist sehr sehr schön.

Die beiden großen mögen den Sterngucker sehr gern. Er wird geknuddelt, bekuschelt und bespaßt. Das macht nun besonders Freude, weil er die Zuwendung mit einem herzlichen Rundrumlachen erwidert, das alle in Verzückung versetzt (wir Weiber im Hause verlauten das auch gern mit einem „oh süüüüß!“ in drei Oktaven höher, worüber sich der Mann gern lustig macht).

Insgesamt ist es eine große Leistung, diese Spanne an Altersunterschieden abzudecken und jedes Kind entsprechend seines Entwicklungsstandes zu berücksichtigen. Aber es macht Spaß. Und ich möchte es nicht anders haben. Meine Kinderbande, meine tolle. Und wisst ihr was? ich würde auch noch eins nehmen :-)

wip wednesday :: UFOs beenden

In erster Linie beende ich hier das ein oder andere rumliegende UFO (un-fertiges-objekt). Bisschen Platz schaffen für neue Projekte. So langsam kann man ja schonmal ans Mützenstricken denken, gell? Und überhaupt ist hier strukturieren und organisieren angesagt. Auch das ist ein Prozess. Der Sterngucker entwächst nun bald seiner Schaukelwiege. Was dann? Wir haben bald auch das Geld für ein Regal im Wohnzimmer zusammengespart. Also suchen wir nach einem Modell, was gut reinpasst, uns gefällt und unsere Anforderungen erfüllt.
Auch die Kinderzimmer habe ich ein bisschen optimiert und umorganisiert. Die Tochter hat einen Vorhang vor ihr großes regal bekommen, damit das Zimmer nicht mehr so unruhig wirkt. Den Vorhang (ein weisses Bettlaken) möchte ich allerdings noch bisschen aufpeppen. Beim Wolf habe ich bisschen Möbelrücken gespielt. Wenn alles an seinem Platz ist, zeige ich Euch vielleicht ein paar Bilder.

Immer mal dazwischen nähe ich kleine Hexagons aus Stoffrestchen. Die sollen dann später zu Quilts, als Verzierungen und anderen Kleinigkeiten verarbeitet werden.

hexagons

Und auf den Stricknadeln?

wip wednesday-7

Da wächst der Gathering Stripes Pullover (links) für den Wolf. Ich habe die Streifenfolge etwas verändert, damit mir die Wolle reicht. Sieht so aus, als könnte ich genau hinkommen.

Und meine Erin (Strickjacke) habe ich auch nochmal ausgegraben. Sie ist nun schon seit bestimmt einem Jahr auf den Nadeln und schon recht weit. Jedoch bin ich etwas demotiviert. Sie ist groß. Sie ist mir zu groß. Da hat was mit der Berechnung nicht hingehaun. Ich werde sie wohl mit schmerzverzehrtem Gesicht wieder aufribbeln. Denn ich glaube nicht, daß sie so weit einläuft beim Waschen, daß sie passt. Und ausserdem reicht mir die Wolle nicht, wenn ich in dieser Größe weiterstricke. Also: da capo al fine *heul*

Einen Trommelwirbel hat die Vollendung des Duck Soup Cardigan verdient. Der ist für die Tochter einer Freundin. Es fehlen noch die Knöpfe (bei Dawanda gekauft).

wip wednesday-6