Zum Basteln :: Wunschsterne

Schon seit einigen Jahren haben wir die Tradtion an Silvester, Wunschsterne auszufüllen. Die Idee habe ich vor einigen Jahren bei Yoga Vidya gesehen, als wir dort unser Weihnachtsfest im Ashram verbrachten. Da lagen diese kleinen vorgefalteten Dreiecke aus, auf denen man einen Wunsch schreiben konnte. Zusammengefaltet ergeben sie einen Stern, den man dann verschenken, freilassen oder aufbewahren kann. Die Idee gefällt mir wunderbar gut. Und so schreiben wir jedes Jahr unsere Wünsche für das neue Jahr auf einen Stern. Jeder einen eigenen. Der wird dann zusammengefaltet und das ganze Jahr über ganz hinten in der Klappe meines Mahabuches aufbewahrt. Am Ende des Jahres darf jeder nochmal seinen Stern lesen, dann übergeben wir ihn dem Feuer. Und schreiben einen neuen Stern für das neue Jahr.

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Den Stern könnt ihr ganz einfach nachbasteln. man braucht dafür ein Papier, was man als gleichschenkliches Dreieck mit einer Seitenlänge eurer Wahl (12-15 cm ist eine gute Größe) ausschneidet.  Dann faltet ihr den Stern entsprechend der Anleitung, schreibt eure Wünsche hinein und verschliesst den Stern.

Mein Jahresrückblick 2012

Ah, der letzte Tag im Jahr. Ich bringe hier noch alles halbwegs in Ordnung. Nochmal putzen, aufräumen, das ein oder andere Liegengebliebene beenden (ich habe den Flickkorb fast leergeflickt!). Abschliessen. Und auch zurückschauen auf das Jahr. Dieses ereignisreiche, volle und atemberaubende Jahr.

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Der Sterngucker, unser Highlight
Anfang des Jahres war ich nochschwanger und sehr träge. Es war eine schwerfällige Schwangerschaft, die ich als sehr kräftezehrend empfunden habe. In Familie und Partnerschaft gab es einige Reibungen, die wir aber durch Kommunikation und einigen strukturellen Veränderungen lösen konnten.
Als es mir gegen Ende der Schwangerschaft besser ging, wollte das Baby, 3 Wochen vorm Termin, schon raus. Wir waren auf eine Hausgeburt vorbereitet, die jedoch in der Klinik nach vielen zehrenden Tagen unter Wehen mit einem Kaiserschnitt endete. Es waren Tage voller Hingabe. Ich habe so viele Medikamente und Mittel bekommen wie in vielen Jahren zusammen nicht. Ich! Welch Herausforderung im Annehmen. Da lag ich also, einmal quer aufgeschnitten (und wieder zusammengenäht), mit einem neuen Baby im Arm, das die ersten Tage noch auf der Kinderstation verbringen musste. Um das ich mir anfänglich viele Sorgen gemacht habe. Ich brauchte einige Zeit, wieder Vertrauen ins Leben, in das Gute zu bekommen. Ich war misstrauisch, zweigeteilt und in innerer Unordnung. Erst eine Heilbehandlung brachte wieder halbwegs Frieden und Balance in mich. Ich bin sehr dankbar, daß meine Mama uns viele Wochen unterstützt hat, indem sie hier her kam und sich um Kinder und Haushalt kümmerte, damit wir die Babyzeit geniessen und genesen konnten. Ein so wertvolles Geschenk!
Die Geburt des Sterngucker war tatsächlich Highlight des Jahres. Er ist so ein bezaubernder kleiner Mensch, entspannt, zufrieden und ausgeglichen. Er macht uns das Familienleben auf seine Art wirklich leicht. Die Geschwister haben den Sterngucker wie selbstverständlich in ihrem Kreise aufgenommen. Kleiner toller Bruder.
Im Juni war ich mit den Kindern auf dem Pfingstcamp, was mir 9 Wochen nach der Sternguckergeburt sehr gut tat.

Sommer und Herbst mit seinen Veränderungen
Den Sommer verbrachten wir bei unserer Gatkafamilie auf dem Camp und ein paar Tage an der Ostsee.
Im Septermber wechselte der Wolf in einen neuen Kindergarten. Das brachte nochmal einiges an Bewegung in das Familienleben. Im positiven Sinne. Plötzlich wurden pädagogische Themen (wieder) artikuliert und durch das Kindergartenkonzept aktiv im Familienalltag integriert. Die Elternabende und Hospitationen haben sich als sehr fruchtbar erwiesen. Auch im September bekamen wir die Kündigung für unser Haus. Das hat uns zuerst sehr schockiert, dann aber diverse andere Lösungsansätze angestossen. Wir denken über den Bau eines eigenen Hauses nach.
Der Mann und ich haben uns Laufschuhe und -kleidung gekauft und haben mit dem Laufen begonnen, um bisschen was für unsere Kondition zu tun. Die Tochter und ich haben mit Gitarrespielen begonnen; ich habe das Briefeschreiben wiederentdeckt, einen Puppenkurs besucht, 2360 g gestrickt und 4 Podcasts aufgenommen. Ich bin 87,2 km gelaufen, habe mindestens 20 Briefe kalligrafiert und 403 Blogbeiträge auf meinem Blog veröffentlicht. Als Familie haben wir 2734,50 kw/h Strom verbraucht.

Dankbarkeit
Ich möchte mich sehr bei all den wunderbaren Menschen im Internet und echten Leben bedanken, die mich mit Worten, Gedanken, Geschenken, Briefen, Emails und Gesten begleiten. Es macht Spaß mit Euch und ich bin sehr dankbar!

gelesen :: Rohkost vom Feinsten

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Rohkost vom Feinsten, Urs und Rita Hochstrasser

Im Sommer hatten wir ein kleines Yoga- und Ernährungsevent in Bad Gögging. Dort sind wir auch in den Genuss einer Vorführung von Urs Hochstrasser gekommen. Urs ist ein Schweizer Koch, der im Laufe seiner Berufstätigkeit durch Beobachten und Hinterfragen, Selbsttest und Schlussfolgerungen zur Rohkost gekommen ist. In seiner Vorführung hat er kurzweilig und mit viel Charme zusammen mit seiner Frau diverse Rezepte gezaubert und über Rohkost und was ihn beschäftigt geplaudert. Das hat vorallem den Mann beeindruckt, weil alles so herrlich undogmatisch und unkompliziert daherkommt. Urs hat den Anspruch, trotz Rohkost bei der Gourmet-Küche zu bleiben. Das ist ja unter den Rohköstlern vieldiskutiert. Ich lasse das hier so stehen, denn gerade für den Ein- und Umstieg in die rohe Küche ist es eben vielleicht grad die Gourmetküche, die den Weg ebnet. Oder man sucht mal ein Rezept für eine besondere Gelegenheit.

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Bekannt ist Urs durch sein rohes Mandelmus, das wir hier auch benutzen. Für Süßspeisen, Dips, Sossen und Eis. Nun hat Urs eine Vielzahl seiner Rezepte zusammen mit seiner Frau Rita in einem Buch zusammengefasst. Nachdem der Mann so begeistert von der Vorführung war, wollte er wieder mehr Rohes im Speiseplan haben. Da er aber nicht so auf „Kuh“ steht (so nennt er puren Salat & co), zeigt er sich offen für Experiente aus der Gorumet Rohkost.

Also ertappe ich mich immer mal wieder im Buch blätternd, Seiten markierend, Rezepte ausprobierend. zB gestern abend ein Selleriecremesüppchen. Oder heut mittag eine Carobsauce zum Obst dazu.

selleriesueppchen

mittagessen

Carobsosse