Friday Fives :: Dankbarkeit am Freitag

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Rückblickend betrachtet war die Woche grau, neblig und dunkel. Die Luftfeuchtigkeit durch den Nebel ist so hoch, daß es vorm Haus aussieht, als hätte es geregnet. Alles ist feucht und nasskalt. Der Mann war bis Mitte der Woche auf Geschäftsreise und ich allein mit den Kindern. Ich schleppe Halsschmerzen und allgemeine Schlappheit mit mir herum. Auch der zweite Wochenteil brachte kaum Entspannung und Erholung. Um nicht im nebelgrau zu versumpfen, möchte ich mir vorm Feuer noch dankbar die Lichtmomente der Woche hervorholen.

Support & Mitgefühl Liebevolle Emails mit wertvollen Tipps oder auch nur einfach nur mitfühlendes in den Arm genommen werden. Das tut mir sehr gut. Danke hier vorallem an Caro und Maria. Ausserdem auch ein großes Danke an all die vertrauensvollen Emails, die mich immer wieder über meinen Blog erreichen. Ich versuche, alle persönlich zu beantworten, auch wenn es manchmal etwas länger dauert.

Vitalkost Am Mittwoch kam unser monatliches Tropenkost-Paket mit 5 kg sonnenverwöhnten Früchten. Wir haben uns vorallem sehr über die Cherimoyas, Pagoden und Mangos gefreut. Zusätzlich gab es frisches Obst und Gemüse aus dem Bioladen am Montag und der Abokiste heute. Wir konnten uns richtig an Frischkost sattessen. Wie gut es uns geht!

Kreativität Ich hatte vergangene Woche viele kleine Bastelmomente mit den Kindern. Sei es beim Drucken oder Malen. Das waren schöne gemeinsame Momente. Vorallem freue ich mich, daß der Wolf jetzt richtig ins Tun kommt. Solches Chaos mag ich übrigens viel lieber als Plätzchenbacken.

Wohlstand Es geht uns ziemlich gut. Auch, wenn das Konto nicht immer gefüllt ist und wir seit dem Hausbau überall Löcher im Geldbeutel haben, es gibt immer einen Weg durch Engpässe. Wir haben nun endlich die letzten noch offenen Rechnungen bezahlt und so langsam kehrt Ruhe ein auf Seiten der Ausgaben. Ich hoffe, wir bleiben weiterhin gut im Fluss.

Spielgruppe Es freut mich, zu sehen, wie sehr dem Sterngucker seine Spielgruppe gefällt. Er geht so gern da hin. Es ist nicht schwer, in dort zu lassen. Während meines Elterndienstes letzte Woche hatte ich auch einen kleinen Einblick in den Spielgruppenalltag und wie er dort ist.  Daheim sing der die Lieder, die sie dort singen, auch wenn sie aufgrund beschränktem Vokabulars noch recht einsilbig sind – ich erkenne Laternen-, Nikolaus- und Backlieder.

Work is not a job – Was Arbeit ist, entscheidest du!

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Vor einer Weile hat mir die liebe Maria das Buch work is not a job: Was Arbeit ist, entscheidest du! ausgeliehen. Ich habe sehr lange darin gelesen, es auch lange liegengelassen und mir viele Notizen gemacht. Das Buch beschäftigt sich mit unserer Sichtweise auf unsere Arbeit. Auf die Dinge, die wir gern tun und die uns erfüllen und auf die Dinge, womit wir unser Geld verdienen. Die Gedanken im Buch tauchen immer wieder auf. Auch in einem der yogischen  Workshops zum Thema Mangel und Fülle gibt es immer wieder Geschichten, die sich genau damit beschäftigen.

Was ist der Kern des Buches?
Die Autorin Catharina Bruns hinterfragt unsere Sichtweise auf Arbeit, unser System von Arbeit und Leben, von Sinnstiftung und Wertschätzung. Mit welcher Haltung gehst du an die Arbeit? Wir müssen Umdenken. Weg von der Annahme, Arbeit sei etwas, was mir diktiert wird, hin zu ich entscheide selbst, was meine Arbeit ist. Dabei hat alles Bedeutung, dem wir selbst Bedeutung geben, denn allein wir selbst schaffen uns den Sinn. Bei der Umsetzung ist viel Leidenschaft, Idealismus und Durchhaltevermögen gefragt, aber es lohnt sich.
Am Ende der Kapitel gibt es immer eine handvoll Fragen zur Selbstreflektion über das jeweilige Kapitel.

Liebe, was du tust
Der rote Faden durch das gesamte Buch hinweg ist: Liebe, was du tust. Wirklich erfüllende Arbeit schafft Werte, die nicht nur uns selbst dienen, sondern auch einen Mehrwert für andere bieten.

„Freude an der Arbeit zu haben ist kein Indiz für ein Hobby, sondern eine Art zu leben“

Auch auf die Frage, die bei dem Thema ganz oft auftaucht, „Was ist mit der Arbeit, die keiner liebt?“, weiß Bruns eine ausführliche Antwort. Das Ziel sollte sein, Geld nicht als Lebenszweck, sondern als notwendiges Gestaltungsmittel zu sehen. Reichtum ist das, was wir dazu erklären – Erfahrung, Freundschaft, Abendteuer, Liebe – nicht unbedingt Geld. Hier kommt auch die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens ins Spiel. Wie wir mit einer gesicherten Grundversorgung eine andere Einstellung zur Arbeit bekommen könnten. Wie sehr das alle bereichern würde.

Ich kann hier wirklich nur einzelne Statements rauspicken. Das Buch ist rundum lesenswert.

work is not a job: Was Arbeit ist, entscheidest du!, Catharina Bruns, Campus, 19,99 Euro (Taschenbuch), 16,99 Euro (Kindle)

Liebe Maria, danke für die Inspiration!