Blüten für das Seelenglück

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Unser Grundstück ist größtenteils ein Distel- und Grasüberwuchertes Brachland. Die Höhe wurde noch nicht ausnivelliert, die Endhöhe noch nicht mit dem Bagger geformt. Da liegt noch so viel Arbeit vor uns. Vor dem Haus haben wir die Einfahrt mit Kies aufgeschüttet, damit wir nicht durch den Schlamm gehen und fahren müssen, wenn es regnet. Einen Streifen haben wir mit Humus bedeckt, dort wuchs im Frühling meine Tulpenfreude. Als sich die Frühblüher zurückzogen, verstreute der Mann eine Dose Bienen- und Schmetterlingswiesensamen. Diese konnten den Schnecken trotzden und blühen nun in tollsten Farben. Jeden Tag freue ich mich soo sehr darüber, daß ich ständig an dem Beet stehen möchte und die Farben in mich aufnehmen, fotografieren, Bienen beobachten, die Farbtöne bewundern.

Diese Freude ist gleich oben dran meiner Friday Fives – meiner 5 Glücksmomente der Woche.

  • Blütenmeer. Tägliche Farbtherapie.
  • Gitarre & Gesang. Eine sehr schöne Gitarrestunde am Donnerstag. Mit zweistimmigen Gesang und recht flüssigem Geklimper trotz wärmeweichen Fingern.
  • Gemeinschaftswerk. Am Mittwoch Abend trafen wir uns zur weiteren Arbeit an der Mächen-Zeitschrift. Es ist so schön zu sehen, wie so ein persönliches Werk in gemeinschaftlicher Arbeit entsteht und jedeR ihren bzw seinen Teil beiträgt.
  • Mütterkreis. Wir haben uns am Dienstag wieder getroffen. Wir sind eine so vertraute Runde, da fühle ich mich gut aufgehoben.
  • Kindergarten. Auch am Dienstag war unser Kennenlerntreffen der neuen Eltern im Kindergarten. Das war ein entspannter Nachmittag auf der Wiese. Die Kinder konnten den Kindergarten und die Betreuer kennenlernen. Der Sterngucker bewegte sich ganz furchtlos und vetraut durch das Gelände.

Abschiede und neue Stufen

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Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf‘ um Stufe heben, weiten.

Stufen. Hermann Hesse

Das Gedicht von Hermann Hesse habe ich vor vielen Jahren durch eine Freundin kennengelernt, die mit über 60 Jahren die Zelte in Deutschland abbrach und mutig der Liebe nach Australien folgte. Seither finde ich es immer wieder passend für jede Art von Abschieden und Neuanfängen, für Lebensabschnitte und Weiterentwicklungen.

Stillen, Wickeln & Sprache
Gestern schrieb ich über den bevorstehenden Schulanfang des Wolfes und damit den Abschied von seiner Kindergartenzeit. Doch auch beim Sterngucker (und damit auch mir) tut sich viel. Noch vor einigen Monaten schrieb ich wehmütig und ein bisschen verzweifelt über unsere Stillzeit. Ich habe damals nichts an der Situation verändert, kein Abstillprogramm oder ähnliches. Nachdem ich drüber geschrieben und meinem Herzen Luft gemacht hatte verbesserte sich die Situation. War wahrscheinlich ein Schub oder eine kleine Stillkrise meinerseits. Heute, 9 Monate später, stillen wir zwar immer noch. Aber es schleicht sich aus. Wir stillen nicht mehr jede Nacht, mal schläft der Sterngucker so lange durch und wir stehen gleich auf, mal habe ich keine Lust und er gibt sich mit Kuscheln zufrieden, und mal stillen wir eben und es ist ok. Auch für mich fühlt es sich nun rund an. Ich spüre keine Wehmut und keinen Abschiedsschmerz mehr. Der richtige Zeitpunkt ist da und genau so passt es.

So ähnlich war es mit den Windeln. Wir kaufen keine Windeln mehr. Es war ein schleichender Übergang. Erst daheim, nur Tags, Windeln nachts und nach Absprache, wenn wir unterwegs waren. Und jetzt plötzlich geht er selbst zum Klo, mal allein, mal mit Begleitung. Auch die Nächte klappen gerade Windel- und Unfallfrei. Sprachlich kann sich der Sterngucker nun immer besser ausdrücken. Verglichen mit anderen ist er eher spät dran, dafür aber motorisch sehr fit.

Übergänge und neue Abschnitte
Im September geht er in den Kindergarten. Die Kennenlerntage waren schon problemlos. Am liebsten würde er jetzt schon jeden Tag mit in den Kindergarten gehen. Ich bin fest überzeugt, daß es ein entspannter Übergang sein wird, wenn auch eine große Umstellung für alle. Der richtige Zeitpunkt ist da. Auf so vielen Ebenen. Die bevorstehenden Veränderungen sind bereits jetzt unterschwellig spürbar. Die Kinder sind zum Teil unausgeglichen, gereizt und nicht in ihrer Mitte. Ist ja auch eine spannende Zeit, zwischen zwei bedeutenden Lebensabschnitten. Der Wolf wird zur Schule gehen, der Sterngucker in den Kindergarten. Die Tochter beendet die 7. Klasse und wird sich im nächsten Schuljahr mit ihrer großen Montessoriarbeit beschäftigen und sie am Ende präsentieren – ein wichtiges Ereignis an der Montessorischule.

Ich freue mich schon sehr auf die Ferien, wenn wir ein wenig Entspannen, Rumhängen und Runterkommen können.

 

Bald ist Schulanfang

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Die letzten Tage im Kindergarten sind für den Wolf gezählt. Die Kinder haben einen Papierstreifen mit den verbleibenden Tagen. Jeden Tag schneidet ein zukünftiges Schulkind einen Abschnitt/Tag ab – der Countdown zum Tor. Tor heisst im Kindergarten die Schulkinderverabschiedung. Die Kinder laufen in einem wunderschönen Ritual, begleitet von Musik, durch ein Tor aus Blumen und Armen der Eltern und anderen Kinder. Am anderen Ende werden die Schulanfänger von den Schulkindern empfangen. Vor der Verabschiedung gibt es noch eine Übernachtung für die Schulanfänger. Da zelten die Kinder im Kindergartengelände.

In der Schule hatten wir nun schon den ersten Elternabend. Dort konnten wir Fragen stellen, einander etwas kennenlernen und die vom Kreativkreis gefertigten Mäppchen für die Wachsmalstifte bewundern und erwerben. Der Wolf bekommt ein grünes Mäppchen, weil Grün seine Lieblingsfarbe ist. Das Mäppchen kommt in seine Schultüte. Dazu gibt es noch neue Hausschuhe, den Schulranzen (den er schon kennt) und Schulkleidung (einfarbige Oberteile mit dem Schullogo bestickt). Nun geht alles irgendwie ganz schnell. Wir haben uns noch keine detailierten Gedanken gemacht, wie wir den Schulanfang feiern wollen. Ich werde das mal mit ihm besprechen, was er für Vorstellungen hat.

Über meinen Schulanfang hatte ich letztes Jahr schonmal geschrieben. Ich werde sicher noch den ein oder anderen beitrag zum Schulanfang schreiben. Ich hab da noch ein paar Ideen. Aber zuerst kümmere ich mich um die 3. Ausgabe der ‚Mädchen special‘. Die soll nämlich nächste Woche fertig sein, wenn die Töchter in die Ferien starten.