Jahresrückblick 2015

Schon im November habe ich begonnen, mein Jahr, dieses 2015, zu reflektieren. Zurückzublicken auf die vergangenen 12 Monate mit ihren Herausforderungen, Geschenken und Momenten. Ich lese gern andere Jahresrückblicke und auch meine eigenen der vergangenen Jahre. Beim Schreiben meines eigenen Jahresrückblicks finde ich die Fragen von Jana sehr inspirierend (dieses Jahr hat Jana sogar die Fragen, ergänzt um einen Ausblick auf das neue Jahr, als Download zur Verfügung gestellt).

Ich startete das Jahr sehr motiviert, merkte aber, wie mir zunehmend die Puste ausging. Mitte des Jahres kam mir die Erkenntnis, daß ich ausgebrannt bin und mich erstmal etwas zurückziehen möchte. Ich klärte organische Ursachen für einige Symptome, die ich habe/hatte, ab und besprach mich oft und viel mit dem Mann. Ich traf Entscheidungen, die nicht immer einfach waren und schaue nun, wie es weiter geht.

Neben meinen Belastungsgrenzen waren auch Freundschaften ein vorrangiges Thema. Was in der ersten Jahreshälfte noch schmerzhaft war (ungeklärt beendete Freundschaften, Funkstille, Mißverständnisse an verschiedenen Enden) kehrte sich zur zweiten Hälfte in durchweg schöne Erfahrungen. Ich habe neue Herzensfreundinnen dazugewonnen, solche, die mir mein Herz wirklich weit und warm machen, habe alte Freundschaften wiederentdeckt und ganz überraschend eine sehr schöne Weihnachtskarte bekommen. Ich schliesse das Jahr also ganz erfüllt und in Frieden ab. Der Rest wird sich fügen. Ich möchte da gern loslassen.

1. Welche bedeutsamen Entscheidungen habe ich im vergangenen Jahr getroffen?

  • eine Schule für den Wolf
    der Kindergarten für den Sterngucker
    Entscheidungen bzgl meiner Arbeit, die jedoch noch nicht ausgegoren sind, aber sich bereits sehr weitreichend anfühlen

2. In welche Richtung hat sich mein Leben dadurch entwickelt?

Entscheidungen machen frei. Bei allen Entscheidungen habe ich viel Zuspruch und positive Rückmeldung bekommen, sehr viel Rückhalt und Bestätigung. Wohin sich alles langfristig entwickeln wird, steht noch offen. Die meisten Entscheidungen haben wir erst Ende des Jahres getroffen, sodass die Veränderungen sich im neuen Jahr zeigen werden. Ich hoffe auf mehr innere Balance, Zeit, Fokus und entspanntere Nerven.

3. Was war die größte Überraschung bzw. Freude in diesem Jahr?

Eine Weihnachtskarte einer alten Freundin hat mich sehr überrascht. Überhaupt Freundschaften. Welche Wege sie nehmen, welche unerwartete Verbindungen da sind. Ich hatte zu einer Studienfreundin 13 Jahre keinen Kontakt, im November haben wir uns zu einem Wellnesswochenende getroffen. Manche Freundschaften sind verlässlich und beständig, da gibt es wenig Überraschungen. Andere sind immer wieder Arbeit und emotional. Besonders schön sind frische Freundschaften, wo alles noch neu, zart und aufregend ist. Ich hatte in diesem Jahr von allem etwas. Und tatsächlich habe ich mich dieses Jahr ganz oft über liebe Worte auf allen möglichen Wegen gefreut. Das Jahr war voller wunderschöner Gespräche, Auszeiten und Seelenstreichel.

4. Was war die stärkste Enttäuschung?

Es gab traurige Momente, Erschöpfung, Orientierungslosigkeit. Enttäuscht war ich über ungeklärte Mißverständnisse und die Auswirkungen. Aber wirklich nichts, woran ich michn lange aufhalten möchte.

5. Was ist 2015 zu kurz gekommen? Was habe ich vermisst?

Ich habe meine Ausgeglichenheit und Geduld vermisst.

6. Was habe ich über mich selbst gelernt? Welche noch offenen Themen sind mir bewusst geworden?

Meine eigenen Grenzen. Meine tiefsitzenden Glaubenssätze über mich selbst, meine Verletzlichkeit, meine Erwartungen und Anforderungen an mich selbst. Damit stehe ich mir oft selbst im Wege. Aus dieser Erkenntnis ist auch mein Motto für 2016 entstanden: Loslassen. Loslassen dieser alten Glaubenssätze und Denkmuster, loslassen von Ballast in materieller und energetischer Form, loslassen von Beziehungen und Ansprüchen.

7. Worauf bin ich stolz?

Auf meine Selbstreflektion, meine Kinder, die Beziehung mit meinem Mann, auf meine Fähigkeiten und meinen Optimismus.

8. Wie haben sich die Beziehungen zu den für mich wichtigen Menschen entwickelt?

Ich gehe aus diesem Jahr so dankbar raus, denn gerade die wichtigen Beziehungen haben sich gefestigt und stabilisiert. Sie sind mein Anker und mein Boden. Mein Nest, meine Nahrung. Ich habe zwei ganz wunderbare Menschen in diesem Jahr dazugewonnen (obwohl ich sie schon länger kenne), aber unsere Freundschaft hat eine tiefere Qualität bekommen, die ich gerade sehr geniesse. Andere Beziehungen sind innig wie eh und je. Ich konnte im Juni ein Freundinwochenende geniessen, die ersten Nächte weg vom Sterngucker.

Die Beziehung zum Sterngucker: Wir haben aufgehört zu stillen. Nach meiner kleinen Stillkrise im Oktober 2014 hat es doch noch fast ein Jahr gedauert, bis wir uns tatsächlich gelöst haben. Und nun fühlt es sich aber rund und richtig an. Es war weder für den Sterngucker noch für mich schmerzhaft. Wir haben das Stillen einfach ausgeschlichen. Es war ein ganz wunderbar natürlicher Prozeß.

9. Wie habe ich meine Lebenszeit gestaltet? Womit bin ich zufrieden? Womit unzufrieden?

Ich habe gelebt. Sehr intensiv, manchmal widersprüchlich, ich habe Fehler gemacht, Entscheidungen getroffen, ich war kreativ und auch mal ganz planlos. Ich habe selbständig als Kommunkationsdesignerin für meine Kunden gearbeitet, die Familie gemanaged, Kinder begleitet, gelacht, geküsst, geweint, Sport getrieben, geliebt, gehofft, geschrieben, ich bin gereist, ich war an der Ostsee, ich habe Schulanfang gefeiert und das erste mal den Sterngucker im Schulbus fahren lassen. Ich habe getröstet, Essen gekocht, Wäsche gewaschen, eingekauft, Geschenke gemacht, Überraschungen erhalten. Ich habe Bücher gelesen, mir Sorgen gemacht, bin erleichtert gewesen, habe überrascht, gegeben, empfangen. Und ich bin dankbar gewesen.

{familie} Ich bin dankbar für meine Familie. Die kleine wie die große. Immer und immer wieder erfahren wir Unterstützung von unseren Eltern und Geschwistern, meiner Tante und Oma. Wir telefonieren oder schreiben uns regelmässig, bekommen Carepakete und besuchen uns gegenseitig.
Die Geschwister streiten und lieben sich, halten zusammen, wenn es drauf ankommt. Wir haben alle unsere Geschichten, an denen wir wachsen. Wir sind füreinander da, lachen viel und geniessen das Beisammensein.
Herausfordernd finde ich tatsächlich das Altersspektrum der Kinder und die unterschiedlichen Bedürfnisse aller Familienmitglieder. Das führt oft zu Spannungen und Frust. Da muss ich vielleicht auch den Anspruch loswerden, allen gerecht werden zu können. Es ist hier oft laut, es fallen harte Worte und fliegen die Fetzen und Türen. Das hätte ich gern anders. Friedlicher, achtsamer, dankbarer.

{beruflich} Mein Ausgebranntsein und meine Orientierungslosigkeit zeigten sich übers Jahr gesehen auch in meiner Auftragslage und genereller (un)Zufriedenheit meiner Arbeit und Kunden. Ich möchte gern meine Freude an dem, was ich tue zurückerlangen und diese Schaffensfreude in meiner Arbeit sichtbar machen. Finanziell lag mein einkommen unter dem von 2014.

{kreativ & Handarbeit} Ich hatte viele kreative Projekte. ich habe bei Lifebook 2015 mitgemacht, einem Mixed Media Online Kurs von Willowing Art, der über das ganze Jahr lief. ich habe nicht alle Aufgaben mitgemacht, aber die mich angesprochen haben, waren toll. Ich habe mich für 2016 wieder angemeldet. Auch die Arbeit mit Ali Edwards One Little Word Kurs hat mir Spaß gemacht. Ich habe ein Skizzenbuch begonnen und auch mal draussen gezeichnet. Ich war auf einem Kalligrafieworkshop von Torsten Kolle und habe generell wieder mehr geschrieben und kalligrafiert. Es ist schön, wieder mehr ins Tun zu kommen. Weniger Zeit habe ich beim Stricken verbracht. Entweder kamen mir nicht die richtigen Projekte unter, oder meine Muße hat generell etwas geschlafen.

{Fitness & Gesundheit} Im Februar waren wir eine ganze Weile recht hartnäckig erkältet, den Rest des Jahres haben wir gesund durchgebracht. Vielleicht jeder mal mit einer Erkältung. Ich hatte ein paar nervige stressbedingte Symptome und Verspannungen. Ich war weniger Laufen, dafür aber regelmässig Schwimmen. Ich habe das silberne Rettungsschwimmerabzeichen geschafft und war wieder öfter beim Yoga. Jetzt gegen Ende des Jahres merke ich allerdings, daß Kondition und Kraft wieder Training brauchen. Im Sommer war ich oft am See, entweder abends allein zum Schwimmen oder zum Dienst bei der Wasserwacht. In der Wasserwacht habe ich eine schöne gemeinschaft gefunden, in der ich mich wohlfühle und sinnvoll einbringen kann.

10. Wofür bin ich dankbar?

Das Gefühl, angekommen zu sein.
Sicherheit, Frieden, Familie, Freundschaften, Essen auf dem Teller und Dach überm Kopf, Gesundheit, Wohlstand und eine Fülle an täglichen Möglichkeiten und Entscheidungen.

11. Welche Situationen, eigenen Verhaltensweisen, Menschen tun mir nicht gut?

mich mit anderen vergleichen, Dinge von anderen Menschen erwarten, hohe Ansprüche an mich selbst, Menschen, die Negativität ausstrahlen und immerzu meckern, Situationen in denen ich viel Lärm ausgesetzt bin, viele Menschen auf einen Haufen, Stress, Hektik

12. Welche Situationen, Zufälle, Menschen haben mich unterstützt?

Das waren in diesem Jahr zuallererst mein Mann, meine Familie, mein Mütterkreis, Freundinnen und Mairegen.
Ich habe im November begonnen, ein Coaching mitzumachen. Es besteht aus Stimm- und Lebenscoaching. Ich hatte bereits drei Sitzungen und merke, wie es in mir arbeitet.
Im Sommer habe ich Jana getroffen. Wir konnten uns spontan verabreden. Wir haben einen Tag miteinander verbracht und die zeit dabei völlig vergessen. Das tat mir so sehr gut. Ausserdem meine Frauenwochenenden mit Gesprächen, Faulsein und Kuschelzeit. Meine Zeit im Kloster zum Kalligrafiekurs empfand ich sehr schön. Und viele überraschende oder geplante Alltagsbegegnungen mit der ein oder anderen Umarmung ohne Worte. Sehr wohl tat mir unser monatliches Date mit dem Mann.

13. Wenn ich dem Jahr 2015 einen Titel geben sollte, wie würde er lauten?

Mein Wort für 2015 war Heal. Und das ist tiefer gegangen als ich Anfang des Jahres dachte. Ich finde den Titel sehr passend. Heilen.

Ausblick 2016
1. In welche Richtung soll sich mein Leben entwickeln?
Ich möchte wieder Sinn in meiner Arbeit und zurück zu meiner Mitte finden, ich möchte Orientierung und Entschleunigung. Beibehalten möchte ich die Herzenswärme, Liebe und Wertschätzung, die mir wiederfahren ist.
2. Was bzw. wer könnte mich bei meinen Vorhaben unterstützen?
Ich selbst, denn alles ist bereits in mir. Freunde und Familie für Support und Rückhalt. Im November habe ich auch die Zusammenarbeit mit einem Coach begonnen. Ich geniesse inspirierenden Input von Blogbeiträgen, Büchern und Gesprächen sowie die Arbeit mit Workbooks und E-Kursen. Ich freue mich auf bereits gebuchte Reisen und noch ungeplante Workshops.
3. Um welche Themen will ich mich verstärkt kümmern? Wie?
Um meinen Anspruch an mich selbst, das Vergleichen mit anderen und Erwartungen, die ich habe. Ich habe dafür einen Coach, werde mich dem Thema aber auch durch Selbstreflektion, Gespräche und Arbeitsbücher widmen.
4. Auflistung kleiner hilfreicher Dinge, Vorhaben, Wünsche!
Ich freue mich auf eine Reise nach Mittsommer in Finland, ein Frauencamp in Norddeutschland, eine geplante Reise nach Paris mit der Tochter, auf Dates mit meinem Mann, auf Familientreffen und Mütterkreistreffen. Auf Schwimmtrainings und Laufrunden, vielleicht auch einen kreativ-Workshop. Auf Singen und Schwimmen, auf Yoga und Massagen, auf Gespräche und Inspiration.
5. Welches Motto wähle ich mir für das Jahr 2016

Loslassen

Statistik

  • Stromverbrauch :: 2811,90 kwh (zum Vergleich 2014: 2836,80 kwh, 2013: 2589,60 kwh; der durchschnittliche Stromverbrauch für einen 5-Personenhaushalt beträgt 5928 kwh)
  • Wasserverbrauch :: 120 000 Liter (Das sind 65,75 Liter pro Person/Tag. Mir kam das gerade viel vor. Aber der deutsche Durchschnitt liegt bei 127 Liter/Person. Das realtiviert meine Wahrnehmung wieder etwas.)
  • Heizkosten (Holz) :: Wir haben 4 Ster Buchen-Holz für 420 Euro gekauft (2014: 4 Ster für 360 Euro, aber Birke)
  • gelaufen :: 72,9 km (2014: 137,4 km)
  • geschwommen :: ca 19 km (2014: ca 10 km)
  • Gestrickt :: ca 530 g (2014: 826 g) Wolle verstrickt (unfertige Strickwerke noch nicht mitgezählt)
  • Gelesen :: 7 Bücher (incl Hörbücher) fertig, das bewegendste war Die Bienenhüterin (den Film hingegen mochte ich nicht so)
  • Podcasts :: 1
  • Blogposts ::   223 (2014: 301)

Jahresrückblick 2014
Jahresrückblick 2013
Jahresrückblick 2012

Ein Wort des Jahres

Bevor ich meinen obligatorischen Jahresrückblick schreibe, verliere ich noch ein paar Zeilen zum Thema Vorsätze und Pläne. Jedes Jahr treffen da ja die Meinungen und Fronten aufeinander. Die Vorsätze-MacherInnen gegen die Vorsätze-Schwachsinn-FinderInnen. Dazwischen die Ambivalenten. Ich gehöre schon immer eindeutig zu den Vorsatz-Macherinnen. Und -verwerferinnen. Denn auch das gehört dazu, denn manchmal entpuppen sich Plände doch als unpassend oder Ziele als zu hoch gesteckt oder nach wenigen Metern uninteressant. Gehört zum Prozess dazu. Ich nehme mir nicht nur zum neuen Jahr was vor, sondern immer dann, wann ich es für notwendig erachte. Am neuen Jahr mag ich gern die Frische eines Neuanfangs nach einer kleinen Atempause. Das Symbolische. Meine Vorsätze bestehen jedoch nicht aus Sätzen wie: ich möchte 3kg abnehmen, mehr Sport machen, lustiger sein, mehr rausgehen und weniger Geld ausgeben, sondern eher aus einem groben Thema, dem ich mich widmen möchte. Dafür hat sich schon seit Jahren ein „Wort des Jahres“ etabliert. Anfangs habe ich es nur genutzt, um ein altes Jahr zusammenzufassen, später auch, um das neue thematisch in eine Richtung zu lenken. Das wird von Jahr zu Jahr konkreter und ich mag es sehr, damit zu spielen.

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In der Vergangenheit habe ich gern digitale Scapbooking Layouts zum Jahresende erstellt, dieses Jahr bin ich einen Schritt weiter gegangen und habe zwei kreative Online-Kurse gebucht, in denen ich mit meinem Wort gearbeitet habe.

Mein Wort des Jahres für 2015 war Heal – Heilung. Ich wollte mich wieder ganz fühlen und Wunden schliessen, wollte mich um Körper, Geist und Seele kümmern. Ich hatte keine Ahnung, wie tief der Prozess mich führen würde, an welche Baustellen und verborgene Narben ich gerate. Es war eine interessante Aufgabe, die noch nicht abgeschlossen ist. Aber die Arbeit mit meinem Wort, die konstante Erinnerung, hat mir viel Stärke gebracht und mir Wege gezeigt, die ich noch gehen kann und möchte.

Kreative Workshops zum Arbeiten mit deinem Wort

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Lifebook mit Tamara Laporte / Willowing Arts.

Lifebook ist ein Mixed Media Onlinekurs, der über ein ganzes Jahr läuft. Jede Woche gibt es eine Aufgabe, zwischendrin auch Bonusmaterial wie Meditationen und Interviews. Tamara Laporte hat viele verschiedene KünstlerInnen in ihr Team eingeladen, sodass die Aufgaben vielseitig und interessant sind. Ich habe neue Techniken ausprobiert und herausgefunden, was mir nicht so liegt oder womit ich gern Arbeite. Insgesamt sind 16 Arbeiten entstanden. In den Kursen wurde immer wieder viel mit Affirmationen und Kraftwörtern gearbeitet. Ich mochte gerade diesen fast schon spirituellen Aspekt des Arbeitens sehr. Deshalb habe ich mich auch für 2016 wieder für den Workshop eingetragen.

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One little Word mit Ali Edwards

Auch Ali Edwards, die Queen des Scapbooking, bietet einen Workshop an, der sich mit einem Wort des Jahres beschäftigt. Über ein ganzes Jahr bekommst du jeden Monat eine neue Aufgabe, dich mit deinem Wort auseinanderzusetzen – und das nicht nur visuell, sondern auch konkret mit Fragen und Arbeitsblättern, Aktionen und Zielen. Es gab monatliche ‚reflection cards‘ und Aufgaben, wie eine Songlist für das Jahr zu erstellen. Ich mochte die Vielschichtigkeit und Tiefe (wenn gewünscht), sehr. Auch diesen Kurs möchte ich 2016 wieder mitmachen, diesmal mit mehr Fotos. Das hab ich 2015 nicht so recht auf die Reihe bekommen.

Mit deinem Wort kannst du spielen. Du kannst Meditieren, kreativ werden, schreiben, reflektieren oder dir zB eine Kraftcollage/Vision Board basteln. Du kannst deinen Monaten Mottos geben und ganz strukturiert vorgehen, du kannst aber auch einfach den Klang deines Wortes geniessen oder es im Stillen wirken lassen.

Wie kommt mein Wort zu mir (oder ich zu meinem Wort?)

Bisher ist mir mein Wort immer zugefallen. Es hat sich meist bereits Ende des Jahres herauskristallisiert, welche Themen mich gerade beschäftigen oder wo ich Unterstützung und Stärkung oder eine Affirmation brauchen kann. Wenn du auch nach einem Wort suchst, die aber der Zugang noch fehlt, dann hilft vielleicht der kleine Guide von Susannah Conway. Sie bietet gerade einen kleinen kostenfreien E-Mail Workshop an zum Thema Wort des Jahres finden. Dazu gibt es täglich eine Email mit kleinen Aufgaben und Arbeitsblättern zum Schreiben und Reflektieren.

Etwas spielerischer geht es mit dem Wort-des-Jahres-Generator :-)

Hast du ein Wort des Jahres? Hilft es dir? Wie arbeitest du damit? Oder magst du das Blatt lieber unbeschrieben?

Planung und Alltagsorganisation

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Wenn das alte Jahr zu Ende geht, dann freue ich mich immer, ein Kapitel abzuschliessen. Ich nutze die Zeit ab November zur Innen- und Rückschau, zum Reflektieren und Planen. Ich mag es, neue Kalender zu beginnen, ein frisches Blatt vor mir zu haben mit oh so vielen Möglichkeiten. Nein, dafür braucht man kein neues Jahr. Aber es hat doch auch was symbolisches, etwas Frisches und Verheissungsvolles. Heute möchte ich dir mal ein paar Workbooks und Planer vorstellen, die mir in den letzten Wochen und Jahren in die Finger gekommen sind. Sie sind alle ähnlich und doch wieder ganz unterschiedlich. Vielleicht findest du das perfekte System für dich. Oder hast es schon gefunden? Dann bin ich neugierig, davon zu lesen. Im Laufe des Jahres werde ich sicher in das eine oder andere System nochmal einen detailierteren Einblick gewähren.

2016 Shining Year Workbooks von Leonie Dawson*
englisch, ab 9,95 $ (erhältlich als ebooks oder gedruckt)

Schon seit einigen Jahren nutze ich die Workbooks und darüber hinaus auch ein paar Kurse von Leonie Dawson. Nicht jeder mag den Hippie-Stil der quirligen Australierin, aber sie bringt wichtige Business- und Lebenscoaching-Fragen und Tipps in kleinen, einfachen Häppchen auf den Punkt. Nachdem ich mich einmal reingearbeitet habe, konnte ich sehr gut einige Routinen übernehmen und produktiv für mich anwenden. Mit dem Mann habe ich im fast vergangenen Jahr jeden Monat im Business Workbook gearbeitet, Ziele gesetzt und reflektiert. Das tat uns beiden gut und hat tatsächlich einige Dinge vorangebracht. Wir werden auch im kommenden Jahr wieder gemeinsam darin arbeiten.
Manchmal, vorallem in Marketingfragen auf Business bezogen, merkt man den Unterschied zwischen deutscher und amerikanischer bzw australischer Mentalität. Da bedarf es ein paar Anpassungen. Trotzdem kann ich die Workbooks sehr empfehlen.

Desire Map von Danielle Laporte*
englisch, Produkte ab 12 $ (auch wählbar in digital oder analog)

Ganz neu entdeckt habe ich die Desire Map von Danielle Laporte. Ich lese gerade das Buch dazu und bin sehr angetan von Inhalt und Gedanken. Danielle geht davon aus, daß all unseren Zielen und Wünschen Gefühle zugrunde liegen. Wenn wir etwas erreichen wollen, dann sollen wir nicht nur leer den Zielen hinterherjagen, sondern uns zuerst klar werden, welches Gefühl wir damit haben wollen, wenn wir das Ziel erreicht haben. Im Arbeitsbuch erarbeitest du dein Core Desire, deine ganz innersten Begehren und danach richtest du all deine Zielsetzungen und Wegplanungen aus. Manchmal kann da am Ende ein ganz anderer Weg herauskommen als du eigentlich dachtest und deine eigentlichen Ziele sind gar nicht mehr so wichtig, weil du dein Begehren, dein Gefühl, auch anders erreichen kannst. Dieses Prinzip lässt sich auf alle anderen Zeitmanagement und Zielsetzungssysteme anwenden bzw miteinander kombinieren. Ich bin grad sehr begeistert, mich da einzuarbeiten.

Your best year, Lisa Jacobs
englisch, ab 12,50 $ für die digitale Version

Dieses Productivity Workbook and Creative Business Planner funktioniert wie die anderen auch. Durch gezielte Fragen und häppchenweise Aufbereitung, hilfreiche Tipps und Strategien hilft es bei der Fokussierung, Ausrichtung und Organisation deines Lebens oder Business. Die Gestaltung dieses Workbooks ist zurückhaltend genug zugunsten der wesentlichen Dinge, nämlich der Fragen und Tipps, die dich durch das Buch leiten. Optisch auf jeden Fall ansprechender als Leonie, inhaltlich sehr ähnlich. Lisa hinterfragt nicht nur die kühnsten Träume und Wünsche, sondern zeigt auch auf, wie du dahinkommen kannst. Wie du mögliche Denkweisen und Strategien ändern kannst, um erfolgreich und -wie sie es nennt- ‚high performing‘ zu werden.

Lisa bietet ein Schnupperkapitel an, wenn du dich in den Newsletter einträgst und zahlreiche Einblicke auf ihrer Website. Ich lese auch gern bei Bohoberry, die mit dem Workbook arbeitet und einblicke in ihr Bulletjournal und Planersystem gewährt.

Mein bestes Jahr 2016
deutsch, 19,90 Euro

Seit diesem Jahr gibt es auch ein deutsches Arbeitsbuch ähnlich der bereits vorgestellten Workbooks. Vielleicht arbeitest du lieber in deiner Muttersprache. Dann ist das Buch gut geeignet, deine Fragen zu bearbeiten. Auch hier geht es darum, das alte Jahr abzuschliessen und Ziele und Ideen für das neue Jahr zu notieren, durchzustarten und seine Wünsche und Ideen zu Zielen und Aufgaben zu strukturieren. Im Buch sind ausserdem Interviews und Artikel über erfolgreiche Frauen. Ich habe mir das Buch bestellt, weil ich sehen wollte, wie es mir gefällt. Ich fand es visuell leider gar nicht ansprechend, was allerdings an meinem Designer-Tunnelblick liegen kann. Jemand anderes kommt damit sicher super klar. Ich brauche es insgesamt geradliniger (selbst Leonie Dawson ist schon sehr grenzwertig, sie hat mich allein inhaltlich überzeugt).

Ein guter Plan
deutsch, 10 Euro für die digitale Ausgabe, 25 Euro als Buch

Ein guter Plan ist Planer, Workbook und Sachbuch in einem. Es wurde per Crowdfunding finanziert und ist aufgrund der hohen Nachfrage bereits in zweiter Auflage. Ein guter Plan gefällt mir sowohl von der Optik als auch der Struktur sehr gut. Man kann es mit anderen Zielmanagement Systemen kombinieren, Aufgaben und Fortschritte direkt im Buch vermerken, zurückblättern, reflektieren, planen oder das Buch einfach als Kalender nutzen. Ich freue mich schon, wenn mein guter Plan Mitte Januar bei mir ankommt. Bis dahin habe ich schon das ebook und kann mich mit dem System und Layout anfreunden. Bisher bin ich schon sehr begeistert von der Idee und Umsetzung, obwohl ich das gedruckte Exemplar noch nicht in den Händen hatte.

Bulletjournal

Bulletjournal ist kein fertiger Planer, sondern eher ein System, seine täglichen To-Do-Lists und Aufgaben zu verwalten. Ich führe noch immer mein Mahabuch (so nenne ich mein To-Do-Listen-Buch, wo ich alles reinschreibe. Maha ist sanskrit für gross. Mein Mahabuch ist ein kariertes A5 Leuchtturm Journal, ich mag Haptik und Papier sehr), habe darin aber das Bullet-Journal System adaptiert und es freut mich sehr, wie es weiter wächst. Das schöne: es ist kein starres, sondern ein flexibles und individuelles System, was ständig erweitert oder umgedacht werden kann. Viele Ideen dazu kannst du auf Youtube, aber auch Pinterest entdecken. Es  gibt Menschen, die betreiben Bullet Journaling bis zur Perfektion (zB Meg Thomson, schau dir mal ihren Youtube Kanal an!) und legen komplette Layouts an. Sehr faszinierend!

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Roter Faden Taschenbegleiter

Schon lange begleitet mich mein Roterfaden Taschenbegleiter (Einblicke gibt es hier und hier), jedoch nutze ich ihn ein wenig anders als anfangs geplant. Im Taschenbegleiter bewahre ich Adressbuch, Briefmarken und meinen Wochenplaner (Layout 2) auf. Dort verwalte ich meine Termine (zusätzlich nochmal im digitalen Kalender gemeinsam mit dem Mann). Der Kalender gibt mir den notwendigen Überblick über meine Zeit: Termine mit Kindern, allein, zum Arbeiten und Abendtermine für Schule und Freizeit. Ich brauche genau dieses Format, um mich zu organisieren. Alle anderen haben sich bei mir nicht bewährt. Da bin ich visuell unflexibel. Den Taschenbegleiter kann ich nach Bedarf um andere Einleger ergänzen, dafür eignen sich die Metallklammern bestens. Der Planer liegt die meiste Zeit aufgeschlagen auf meinem Schreibtisch.

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Midori Traveler Notebook

zu Weihnachten habe ich mir ein Midori Travelers Notebook geschenkt. Ich bin eine Weile drumherum geschlichen, nachdem ich diverse Communities im Internet beobachtet habe. Ich war auf der Suche nach einem Reisenotizbuch, da ich 2016 mindestens 3 Reisen geplant habe. Das Moleskine Reisetagebuch schien mir zu unflexibel, also entschied ich mich für den Midori. Ähnlich wie beim Roterfaden kann ich die Inlets flexibel einlegen, das Format ist schmaler als der Taschenbegleiter. Die Inlets kann man extra bestellen oder sich selbst herstellen, zB mit Vorlagen von mydigitalartstudio, wendaful oder mylifeallinoneplace. Auf Instagram und Pinterest gibt es viele Ideen und Bilder von Midori TN Liebhabern und DIY Anleitungen zum Basteln und Befüllen der Planer. Ich könnte stundenlang darin schwelgen. Mit Kalender oder diversen Einlegern ergänz, kannst du den Midori TN für deine täglichen Notizen, Skizzen, dein Bulletjournal oder als Kalender verwenden. Da gibt es kaum Einschränkungen in den Möglichkeiten.

Welches System sich wofür am besten eignet wird sich erst im Laufe des Gebrauchs herausstellen. Was gerade sehr viel klingt, wird sich sortieren und herauskristallisieren. Die Möglichkeiten sind jedoch gerade sehr spannend.

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