Kraftcollagen für 2016 – Let go

Im letzten Jahr habe ich dir Kraftcollagen (oder Visionboards, Dreamboards) vorgestellt. Es macht mir grossen Spaß, sie zu basteln. Die Technik begegnet mir in allen möglichen Kursen und Workshops, überall wird geschnippelt, collagiert und geklebt. Für dieses Jahr habe ich mir zwei Collagen gemacht. Sie sind um einiges Wortlastiger als im letzten Jahr. Ich habe den Entstehungsprozess mal Festgehalten. Vielleicht hast du auch Lust, dir eine Kraftcollage für dein Wort des Jahres oder ein Ziel, was du dir gesetzt hast, zu basteln.

Mein Wort des Jahres lautet Let go – Loslassen. Ich habe noch eine zweite gemacht, um meine berufliche Vision zu stärken.

Schritt 1

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Durchforste alte Zeitschriften nach schönen Bildern und Textschnipseln, die dich ansprechen und gut zu deinem Wort/Ziel/deiner Vision passen.

Schritt 2

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Such dir ein Format aus, in dem du deine Collage gestalten willst. Diese hier ist auf einem schwarzen Tonkarton 30 x 30 cm. Es funktioniert jedes Format. Für den Anfang ist vielleicht ein A4 blatt oder ähnlich grosses Format gut. Ich habe mir ausserdem ein schönes Hintergrundbild ausgewählt, was ich auf den schwarzen Bogen geklebt habe. Die zweite Collage ist etwas kleiner als A4. ich habe sie am Ende auch auf einen 30 x 30 cm Tonkarton geklebt.

Schritt 3

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Sortiere deine Texte und Bilder nochmal durch. Entscheide, welche du verwenden möchtest und welche doch nicht. Ordne nach Sinneinheiten, nach Größe oder Kategorien, die dir sinnvoll erscheinen. Probehalber kannst du die Texte und Bilder auch schon auf deinem Blatt anordnen.

Schritt 4

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Nun kannst du mit dem Kleben beginnen. Bevor du Elemente festklebst, lege sie dir immer erst hin und schau, ob du es magst. Ich habe mit den größten Elementen begonnen. Letztes Jahr habe ich mein Wort des Jahres handgeschrieben (Brushlettering) und aufgeklebt, dieses Jahr habe ich eine Stencil-Schablone und Edding benutzt.

Schritt 5

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Nun kannst du deine Collage mit Texten und Bildern immer weiter füllen. Auchte darauf, daß das Auge auch ruhigere Flächen und Freiräume braucht, um ziwschen den vielen Informationen zur Ruhe zu kommen. Kleine Texte und Worte knnst du in Gruppen anordnen, besonders wichtige oder schöne Worte einzeln stellen oder mit Bildern kombinieren.

Schritt 6

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Wenn deine Kraftcollage oder dein Visionboard fertig ist, gib ihr am besten einen gut sichtbaren Platz, je nach Größe an der Wand, überm Schreibtisch oder in deinem Terminkalender, sodass du beim anschauen immer wieder an dein Ziel erinnert wirst.

Viel Freude beim Werkeln.

Verlinkt zum Creadienstag.

Unser Wochenende :: Zwischen Frust und Freude

Etwas verspätet gewähre ich noch einen kleinen Einblick in unser volles Wochenende. Manche Wochenende sind gemütlich daheim, andere sind prall gefüllt mit Aktion. Letztes Wochenende war eines der prallen. In München war die Yogamesse „World of Yoga“, wo unsere Kundalini Yoga Sangat einen Raum hatte und der Mann diverse Workshops und Sessions mit dem Gong anbot. Einen kleinen Einblick bekommst du in dem kurzen Beitrag vom BR. Der Mann ist ziemlich am Anfang zu sehen.

Am Samstag waren wir mit der ganzen Familie auf der Messe. Die Kinder wollten gern mit, sie hatten sich gefreut, unsere Freiburger Freunde da zu treffen. Die waren jedoch gerade an diesem Tag nicht auf der Messe, hatten ihre Session aus Zeitmanagement-Gründen getauscht. Der Mann kümmerte sich um seine Vorträge, ich hielt derweil die Kinder in Schach, was zugegeben nicht einfach war. Dafür hatten wir lecker veganes Mittagessen (das Catering auf der Messe war wirklich toll), probierten uns durch alle möglichen Nascherein an den Ständen und schauten uns die diversen Klamotten und Werbung an. Nachdem der Mann mit seinem Job fertig war, fuhren wir wieder nach Hause und verbrachten noch einen harmonischen Abend miteinander.

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Am Sonntag hatte der Mann eine weitere Session auf der Messe. Ich plante, mit den Kindern daheim zu bleiben. Sehr kurzfristig ergab sich, daß der Sohn sich doch verabreden und ich nochmal zur Messe mitfahren konnte. Ich wollte so gern auch eine Yogasession besuchen und doch noch unsere Freunde treffen. Die Tochter schlief lieber aus und genoss sturmfrei. Den Sterngucker nahmen wir mit.
Der Sonntag war auf der Messe viel entspannter und ruhiger. Ich genoss die Wiedersehensfreunde (manche Wiedersehensurmarmungen machen das Herz ganz weit auf und den Körper ganz warm und glücklich), eine Yogastunde (von der ich heute noch Muskelkater habe) und nochmal das leckere Süßkartoffwel-Curry. Der Mann entdeckte eine schöne Leinenhose eines noch kleinen Hamburger Labels. Ich chillte mit dem Sterngucker in der Lehrer-Lounge und schaute mir in Ruhe die Stände an. Mich interessieren ja gar nicht so sehr die zahlreichen Produkte, sondern vielmehr, wie diese beworben und präsentiert werden und mit welchen Erscheinungsbildern die Yogis mittlerweile daherkommen. Da hat sich im Laufe der Jahre echt viel getan. Ich habe mir Proben, Postkarten und Flyer mitgenommen von Ständen, die ich besonders nett fand.

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Am Nachmittag fuhren wir zurück, putzen noch den Kindergarten (mit neuer Autoaufräumidee. Ich entdecke immer neue Features im Kindergarten) und sammelten den Wolf bei seinem Freund ein. Am Abend waren wir dann ziemlich erschöpft, aber doch sehr erfüllt von den Begegnungen.

Das Hummusrezept vom Abendessen gibts bei Ringelmiez und ein paar Hummus-Samtweich-Tipps noch dazu.

Faserverrückter Jahresrückblick 2015

Bevor der Januar rum geht, möchte ich noch einen Blick auf mein Strickjahr 2015 werfen und mich am faserverrückten Jahresrückblick von Distelfliege beteiligen. Auch wenn ich wenig gestrickt habe – ich habe gestrickt. Zu Beginn eines jeden Jahres sichte ich auch meinen Stash, meine Wollvorräte und schaue, mit wieviel Kilo ich ins Jahr starte. Das habe ich in der ersten Januarwoche getan. Wolle gestreichelt, Farben bewundert und mich über die Möglichkeiten gefreut, die ich damit habe.

1. 2015 – das Strick-, Spinn- und Häkeljahr:
Was für Herausforderungen hast du gemeistert? Die größte Herausforderung war wohl, überhaupt zu stricken. Mir fehlten abwechselnd Zeit, Muse und Inspiration.
Was waren erstaunliche und erwähnenswerte Projekte? vermutlich der Tubularity. Der hat lange gedauert und war das größte 2015 gestrickte Dings. Entstanden sind ausserdem eine Mütze, Zwerge und Socken. Das wars dann auch schon. Angefangen habe ich ein Tuch, was eigentlich auch schon fertig wäre, aber ich habe es nochmal aufgemacht, um ein Stück weiter zu stricken, damit es insgesamt größer wird. Die Zwerge haben noch eine schöne Geschichte. Ich habe mich sehr gefreut, daß sie so intensiv von den Kindern bespielt wurden – damit habe ich überhaupt nicht gerechnet. Ausserdem durfte ich noch einen extra Zwerg für ein anderes Kind stricken.

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2. Der Stash 2015
Wie bist du mit deinem Wollvorrat umgegangen? Unter welchem Zeichen stand dein “Stashjahr”, wie hat sich alles entwickelt? Errungenschaften? Abbau-Erfolge? Nachdem das Strickens insgesamt eh langsam voran ging und ich ein riesiges Wollgeschenk nebst Spinnrad von einer Freundin bekommen habe, ist mein Stash um eine ganze Kiste größer geworden. Gekauft habe ich nichts. eine Handspindel und Wolle dazu. Zu Weihnachten gabs noch zwei Wollknäule wunderschöner Wolle.

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Ich starte mit 9150 g in das Jahr (begonnene Projekte auf den Nadeln sind als Stash mitgerechnet)

3. mein Kleiderschrank
Welche Sachen hast du 2015 oft und gerne getragen? (Können auch Sachen aus Vorjahren sein) Immer wieder meinen Leftie, die Norie Slouch Mütze und diverse Socken

4. Gemeinsam geht alles besser
Was hast du für Aktionen/-Alongs/Events mitgemacht? Beim Tubularity Knitalong
Was waren deine virtuellen und vielleicht auch persönlichen Treffpunkte mit anderen aus der Fasercommunity? Beim Treffen mit Jana haben wir mein neues (geschenktes) Spinnrad repariert. Ansonsten hatte ich tatsächlich keine Fasercommunity-Treffen.

5. Hattest du ein Motto für 2015? Wenn ja, wie lief es damit? Hast du es umgesetzt?
Heal. Es ging ganz schön umfassend und tief. ich konnte mich auf so vielen verschiedenen Ebenen mit meinem Wort des Jahres auseinandersetzen.

6. Was waren die schlimmsten Crafting-Unfälle und Reinfälle?
Keiner

7. Lieblings-Designer_in 2015?
Ich weite das mal auf ausserhalb des Strickens aus. Da habe ich für mich gerade Gottfried Pott (Kalligraph) wieder entdeckt und schmökere mich durch die Bücher von ihm*, die ich besitze. Ausserdem konnte ich im Kloster-Kalligraphie-Workshop Torsten Kolle kennenlernen, was ich auch sehr schön fand.

8. Song des Jahres?
Kein Song, sondern eine Playlist zum Wort des Jahres. Ausserdem mag ich „Take me to church“ von Hozier gern.

9. Buch des Jahres?
Die Bienenhüterin hat mich sehr berührt.

10. Film/Serie des Jahres?
Ende des Jahres hab ich mir mit dem Mann „Lunchbox“ angeschaut. Den fand ich sehr schön. Ansonsten schaue ich ja keine Filme oder Serien.

11. Drei Dinge, die du nicht hättest missen wollen?
zarte, neue, bauchkribbelige Freundschaften
Rückhalt und Sicherheit meiner Familie
all diese wunderbaren, tollen Momente im Jahr, die mich lebendig und glücklich (oder auch mal unglücklich) gemacht haben

12. Drei Dinge, auf die du gut hättest verzichten können?
Ich bin der festen Überzeugung, daß alles einen Sinn hat und auch die gefühlt unschönen Erfahrungen dazu gehören. Dennoch hätte ich mir gern für die ein oder andere Situation bzw Erfahrung einen anderen Verlauf gewünscht. Lesson learned, würde ich sagen.

13. Was hast du 2015 neues begonnen?
Noch nichts ganz neues (abgesehen vom Kalender). Ich stricke an einem 2015 begonnen Tuch und an Socken. Ich habe Lifebook 2016 begonnen.

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14. Wovon hast du dich 2015 getrennt?
Von einigen Vorstellungen und Erwartungen, Büchern und Klamotten.

15. Hast du ein Motto für 2016? Und wenn ja, welches?
Loslassen

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