Schneckenbänder häkeln

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Schneckenbänder sind ein schönes Spielmaterial. Sie lassen sich vielseitig im Rollenspiel verwenden, als Leine, Gürtel, Schnur zur Befestigung aller Art. Schneckenbänder werden aus fester Baumwolle gehäkelt. Dadurch sind sie sehr stabil, gleichzeitig lassen sich die Knoten nach dem Spiel gut wieder lösen. Es gibt verschiedene Arten, diese Bänder herzustellen. Ich mache sie so: (inclusive kläglichem Versuch einer Häkelschrift)

häkelschrift

  1. Reihe: Luftmaschen je nach gewünschter Länge des Bandes aufnehmen (das geht am schnellsten mit Fingerhäkeln, da können auch schon Kinder mit helfen), 120-150 cm ist eine gute Länge.
  2. Reihe: In der zweiten Reihe werden Stäbchen in die Luftmaschen gehäkelt. Am Anfang überspringst du zwei Luftmaschen, dann nimmst du jede Luftmasche der Vorreihe mit.
  3. Reihe: Nun werden feste Maschen in die Stäbchen der Vorreihe gehäkelt. Wenn du am Ende des Bandes angekommen bist, häkle 5 Luftmaschen, kehre um und häkle in die gerade entstandenen Luftmaschen Kettmaschen bis zu wieder am Körper des Bandes angekommen bist. Dann kommen zwei feste Maschen und wieder 5 Luftmaschen und 5 Kettmaschen zurück. Auf diese Art sind zwei Fühler entstanden. Die müssen icht drangehäkelt werden, da die Bänder aber Schneckenbänder heissen, fand ich es ganz witzig, kleine Fühler dranzuhäkeln.
  4. Reihe: Auf der anderen Seite entlang häkelst due wieder feste Maschen bis zum anderen Ende des Bandes (dort wo du ursprünglich mit den Luftmaschen begonnen hast) und vernähst die losen Fäden. So ist eine Reihe Stäbchen umrandet von festen Maschen entstanden.

Wenn du das band breiter haben möchtest, kannst du entweder 2 Reihen Stäbchen häkeln bevor du mit dem Rand beginnst oder die Stäbchenreihe mit 2 Reihen festen Maschen umranden (dann aber erst in der letzten Reihe die Fühler arbeiten).

Ich hoffe, das war einigermassen verständlich beschrieben. Vielleicht probierst du das Prinzio vorher mit einigen Maschen, bevor du eine ganze Schnecke beginnst.

Den Beitrag verlinke ich zum Creadienstag.

gelesen :: 18 Minutes

18minutes
In einem Blog, auf den ich ziemlich wahrscheinlich über Instagram gestossen bin, las ich über das Buch 18 Minutes von Peter Bregman. Das klang so interessant, daß ich mir das Buch auch bestellt und nun während unseres Wellness-Wochenendes in der Sauna fertig gelesen habe.

18 Minutes. Find your Focus, Master Distraction and Get the Right Things Done, Peter Bregman, Orion, 12,63 Euro*

Das Buch beschreibt nicht nur Tagesroutinen und To-Do-Listen Management, sondern beginnt mit einem Blick aufs Große und Ganze. Ausserdem lässt es nicht ausser Acht, zu betrachten, wie wir mit all den Ablenkungen umgehen, die uns beim Bearbeiten unserer Ziele und Pläne begegnen. Ein sehr rundes und kurzweilig zu lesendes Buch. Mit vielen kleinen Beispielen, Geschichten und Anektoden aus seinem eigenen Leben und Erfahrungen aus seiner Berufspraxis beschreibt Peter Bregman das jeweilige Thema. Am Ende jeden Kapitels bringt er die Essenz nochmal in einem Satz auf den Punkt. Wer also keine Lust hat, den ganzen Text zu lesen, kann Kapitel für Kapitel die Merkkästen lesen und hat das Buch im groben erfasst. Wobei ich persönlich auf die Geschichten nicht verzichten wöllte.

Am liebsten mochte ich den Hinweis in einem der letzten Kapitel: Start small. Such dir eine kleine Veränderung aus, die den größten Einfluss haben wird. Beginne mit dieser und schaue, was sich entwickelt.

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Wochenende in Würzburg

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Am Freitag stieg ich in die Bahn, um nach Würzburg zu fahren. Ich hatte dort ein Hotelzimmer gebucht und wollte mich am Samstag mit einer lieben Freundin treffen. Die Bahnreise war entspannt, ich konnte lesen, Hörbuch* hören und stricken. Mein Hotelzimmer lag im 11. Stock und hatte eine komplette Glasfront mit Blick über Würzburg. Ich nutzte meine Zeit, um noch etwas Arbeit zu erledigen, bevor ich einen kleinen Bummel in die Innenstadt machte.

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Das Wetter war nicht sehr einladend, dennoch hat mir Würzburg sehr gefallen. Es ist voller schöner Stadtanlagen und alter christlicher Architektur. Ich habe große Lust, mehr über Geschichte und Hintergründe zu erfahren. Ich war sehr angetan von den kirchlichen Bauten mit all ihren Details.

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Ich gönnte mir ein Curry bei Dean & David, schrieb Briefe und Karten während ich da sass und schlenderte danach durch die beleuchtete Stadt zurück zum Hotel. Dort genoss ich die Aussicht über die Lichter der Stadt, arbeitete noch ein bisschen und ging früh schlafen.

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Am nächsten Morgen war ich schon früh wach und wurde mit einem tollen Sonnenaufgang begrüßt, der sich leider in seiner gesamten Schönheit nie auf ein Foto bannen lässt. Ich vertrieb mir die Zeit bis zum Frühstück mit noch etwas Arbeit und Müßiggang. Zwischendrin erfuhr ich, daß mein Date leider absagen musste. Ich beschloss, mich nicht darüber zu ärgern, sondern die gewonnene Zeit als Geschenk für mich zu sehen. So schlenderte ich in die Stadt auf der Suche nach dem Café Wunschlos Glücklich, was ich mir im Vorfeld zum Frühstücken ausgesucht hatte.

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Ich wurde nicht enttäuscht. Ich bekam noch einen Platz zwischen all den Reservierungen und konnte ein üppiges veganes Frühstück geniessen. Es fehlte an nichts! Köstlichstes Müsli mit knusprigen Mandelsplittern, selbstgemachte Brotaufstriche und herzhafte Antipasti. Sehr lecker! Also, wenn du mal in Würzburg bist, unbedingt im Café Wunschlos Glücklich frühstücken gehen (besser reservieren. Das Ding ist begehrt!). Es gibt sogar eine große Kinderspielecke.

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Danach schlenderte ich noch durch die Stadt und ziemlich lange im Buchladen herum. Ich gönnte mir neuen Lesestoff und ging damit zurück zum Hotel. Im Zimmer nutze ich den Nachmittag, um noch an diversen Projekten zu arbeiten. Das ging ganz gut. Ich genoss die ungestörte und selbstbestimmte Arbeitszeit, konnte viele aufgeschobene Dinge erledigen und vorallem meinen Lightroom-Photo-Organisation Workshop aufholen. Der Workshop ist ja bereits fertig, ich war etwas ins Hintertreffen geraten. Der Workshop hat mir sehr sehr gut gefallen. Sowohl von der Optik & Aufbereitung als auch von den Inhalten. Ich bin sehr begeistert davon und bisher immer noch motiviert, meine Fotos brav zu organisieren. Das vorgestellte System hat mich überzeugt.

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Am Abend habe ich mich im Hotelrestaurant mit einem Curry-Risotto mit Tomaten und grünem Spargel verwöhen lassen (im Bild ist der ‚Gruss aus der Küche‘) und meine gekaufte Lektüre* angelesen. Im Zimmer habe ich den Tag mit Buch im Bett ausklingen lassen.

Am nächsten Morgen frühstückte ich ganz entspannt, nutze die verbleibende Zeit bis zum Checkout noch, um ein paar Dinge zu erledigen (zB den Blogpost zu schreiben) und zu packen. Gegen Mittag fuhr mein Zug zurück zu meiner Familie und den inzwischen angekommenen Besuchs-Omas.

Das war ein Wochenende, was ganz anders verlief als ursprünglich geplant, sich aber am Ende als wunderbar kreative, produktive und erholsame Zeit für mich erwiesen hat. Nun ist erstmal genug der Reiserei und ich kann mich wieder entspannt meiner Familie widmen.

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