Ferienalltag

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Ferien sind immer ein etwas sonderbarer Zustand. Ohne festen Rhythmus lassen wir uns dahintreiben. Was ja an sich schön ist. Im Hinterkopf mahnt jedoch immer eine kleine Stimme: eigentlich müsstest du ja arbeiten. Und wahrlich, Projekte liegen genug auf meinem Schreibtisch. Für diese brauche ich aber konzentrierte Arbeitszeit am Stück. Also lenke ich mich ab und sortiere mich durch das Haus. Ich räume meinen Schreibtisch auf, sortiere die Sterngucker-Sachen aus, entferne Papierstapel, dekoriere und plane die nächsten Tage. Ich geniesse mit Liebe zubereitetes Frühstück, Tee, Buch und Strickzeug und mache es mir in diesem seltsamen Zwischenzustand gemütlich.

Der Wolf geniesst derweil seine Zeit bei der Oma, der Sterngucker hibbelt seinem Besuch bei der anderen Oma entgegen. Wir haben das Auto in die Werkstatt gebracht zur Wartungs-Durchsicht und zum Sommerreifenwechsel. Draussen ist es bedeckt, hin und wieder schneeregnet es. Es macht mir eine komische Stimmung. Und doch gibt es diese vielen kleinen schönen Momente. Versunkenes Spiel des Sternguckers mit den Murmeln. Gemeinsames Couchkuscheln und Kopfkraulen. Mittagsschlaf. Ein Besuch im Fitness-Studio nebst Sauna.

Am Sonntag und Montag (9-17:00) werde ich vermutlich am Steinsee mit der Wasserwacht das alljährliche Ostereiersuchen begleiten. Glaubt man der Wettervorhersage, wird es warm und schön. Ich freue mich auf viel Frischluft, Gemeinschaft und Spaß.

Frühling im Glas

ostern_glaeser

Anfang des Jahres bat mich eine Freundin um eine kleine Ausstellung meiner Arbeiten. Dabei erinnerte ich mich an die Zeit, als ich noch in Hamburg lebte, studierte und regelmässig gemeinsam mit Sandra Werke für Magazine von Stampington & Co einreichte und publiziert wurde. In der Somerset Studio Gallery Summer 2008 findest du auf Seite 46/47 im Spotlight die Nature Globes. Kleine Gläser mit einem Innenleben aus Naturmaterialien, Schriftbändern und zB kleinen Figuren. Ich hatte Lust, mir wieder ein solches Glas als Osterdeko zu basteln. Vielleicht hast du ja Lust, dir eins nachzubauen.

Material

  • verschiedene Gläser mit Schraubdeckel (idealerweise einfarbig, man kann den Deckel aber auch mit Papier bekleben oder mit Acrylfarbe bemalen)
  • alte oder kopierte Buchseiten/Texte
  • kleine Tierfiguren, Äste, trockenes Moos, Wachteleier, Deko aus dem Bastelladen
  • Stifte und Papier, Schere, Cutter, Linieal, Kleber
  • weisse Acrylfarbe & Pinsel (optional)

Und so geht’s

ostern_hase

ostern_neststreifen

ostern_nest

Du überlegst dir ein kleines Gestaltungskonzept und suchst passende Materialien dafür aus. Im Beispiel ist das ein kleiner Schleich-Hase, der in einem Nest aus Textstreifen sitzen soll, eine Perlhuhnfeder, ein Stück Ast einer Korkenzieherweide und ein Schriftzug „Frühling“.

Schneide aus deinem Text mit Cutter oder Schere dünne Streifen. Diese zerknüllst du einmal ordentlich und arrangierst daraus ein kleines Nest.

ostern_fruehling

ostern_glas

ostern_deckel

Als nächstes habe ich den Schriftzug auf festes Papier geschrieben. Du kannst dir auch einen Schriftzug stempeln, Ausdrucken oder aus anderen Texten zusammencollagieren. Danach habe ich den Text ausgeschnitten und mit einem Bändchen an die Weide gebunden. Vorher ist es wichtig, zu sehen, ob der Zweig auch in das Glas passt. Gegebenfalls musst du den Zweig etwas zurechtstutzen.

Auf dem Deckel habe ich das Nest und den Hasen mit der Feder angeordnet und festgeklebt. Den Zweig mit der Schrift habe ich kopfüber in das Glas gesteckt und dann den Deckel mit dem Nest aufgeschraubt. Das erfordert etwas Geduld, weil du eventuell gleichzeitig darauf achten musst, wie die Schrift und der Zweig fallen.

ostern_naturejar

Ich habe auch mit angemalten Zweigen, kleinen bunten Eiern und Holzfiguren experimentiert. Wenn man einmal angefangen hat, mag man kaum aufhören.

ostern_ei

Diesen Beitrag verlinke ich zum Creadienstag.

Sonntags-Dies-und-Das

(Hab ich doch glatt gestern Abend vergessen auf ‚veröffentlichen‘ zu klicken. Deshalb nun die Sonntagsliste am Montag.) Im Februar habe ich gar keine Leseliste veröffentlicht, bis Ende März möchte ich gar nicht mehr warten. Daher kommt jetzt meine bunt gemischte Lese-, Hör- und Filmliste und noch eine Ausstellungsempfehlung.

Am Ende noch ein Ausstellungstipp von einer aufmerksamen Blogleserin:

Noch bis zum 15.April 2016 gibt es in der Kunstarche Wiesbaden eine Ausstellung mit Werken des Kalligrafen Gottfried Pott. Ich möchte dort unbedingt hingehen und habe mir schon eine kleine Bildungsreise nach Wiesbaden, verbunden mit einem Abstecher ins Klingspor-Museum nach Offenbach gebucht. Gottfried Pott begleitet mich indirekt durch meine ganze Schrift-Ausbildung. Immer wieder lerne ich von Schriftkünstlern, die ihrerseits Gottfried Pott als Lehrer hatten, der damals in Hildesheim lehrte.

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