gelesen :: Jedes Kind ist hochbegabt

huether

Ich schaue mir immer wieder gern Vorträge von Gerald Hüther zu Hirnforschung und Bildung an. Das Buch „Jedes Kind ist hochbegabt“ hatte ich mir irgendwann mal nebenbei notiert, um mal reinzuschauen. Dann landete es auf meinem ipod als Hörbuch. Als ich neulich länger mit der Bahn unterwegs war, hatte ich Zeit, mir das Buch anzuhören. Zwischendrin kaufte ich mir auch noch die gedruckte Version. Ich kann mir Dinge besser merken, wenn sie mich über mehr als nur ein Kanal erreichen. Ich lese Sätze gern mehrmals, schreibe mir gern Zitate auf oder markiere mir Stellen im Buch.

Jedes Kind ist hoch begabt, Die angeborenen Talente unserer Kinder und was wir aus ihnen machen, Gerald Hüther, Uli Hauser, btb*

Das Buch ist neben der Einleitung in 4 weitere Kapitel unterteilt.

  • Welche Begabungen unsere Kinder mit auf die Welt bringen
  • Wie Kinder ihre Talente entfalten können
  • Was wir aus den Begabungen unserer Kinder machen
  • Was unsere Kinder wirklich brauchen

Am Anfang des Buches war ich begeistert. Zwar erfuhr ich nichts reißend Neues zu dem Thema, habe ich doch schon einige Hüther Vorträge angesehen, aber ich mag sehr die Art und Weise, Dinge nochmal ins Bewusstsein gerufen zu bekommen. Wir toll eigentlich jedes Kind ist und wie beschränkt wir diese kleinen Wunder doch eigentlich oft wahrnehmen. In der Mitte des Buches begann ich mich etwas zu langweilen und ich wunderte mich, warum das so war. Dann fiel mir auf, daß mir der Schreibstil schonmal irgendwo begegnet war. Und tatsächlich erkannte ich Uli Hauser, von dem ich bereits ein anderes Buch* gelesen hatte, was in einer ähnlich stakkato-haften Aneinanderreihung von Fakten geschrieben war. Dieser Teil des Buches liess mich mit einem Schulterzucken zurück. Ich mag es lieber, wenn ich konkrete Rückschlüsse auf meine Handlungen aufgrund von Zusammenhängen (eben zB der Funktion unseres Gehirns etc) ableiten kann. Ich habe bis zum letzten Teil des Buches durchgehalten, wo ein Beispiel aus der Praxis die vorangegangenen Thesen untermalt. Da waren sie wieder, die direkten Zusammenhänge und Anwendung.

Mein Fazit: Das Buch ist gut, wenn man keinen Ratgeber darin erwartet. Ich bin froh, es gelesen zu haben und empfehle es gern weiter, auch wenn ich mit Uli Hausers Schreibstil nicht viel anfangen kann und mir insgesamt mehr Tiefe von Gerald Hüther wünschen würde. Allein für die Zusammenhänge aus der Hirnforschung und ihre Anwendung auf unsere Motivation, Begeisterungsfähigkeit und Talente lohnt es sich zu lesen. Lösungswege findet man darin nicht, wohl aber Denkanstösse und Zusammenhänge.

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Auftanken im Alltag :: 5 Tipps gegen das Nachmittagstief

Es gibt so Tage, da falle ich nachmittags in ein tiefes Loch. Oder komme schon morgens nicht hoch. Das liegt keinesfalls an schlechten Nächten, die habe ich kaum noch, denn die Kinder schlafen gut. Und ich auch. Der schnarchende Mann sowieso woanders. Ich gehe früh ins Bett und grüble nachts nicht an Problemen herum. Dennoch hänge ich manchmal in den Seilen. Besonders tückisch ist das Nachmittagstief. Wie helfe ich mir da raus, wenn der Alltag und Terminkalender keinen Mittagsschlaf zulässt? Und meine Koffeinunverträglichkeit keinen Kaffee?

1. Lange tiefe Entspannung (oder auch Powernap)

Ich stelle mir den Timer am Handy auf 11 Minuten und lege mich auf den Boden (Yogamatte), die Beine und Arme locker neben mir. Ich schliesse die Augen und komme ich langsam zur Ruhe. Manchmal kreisen meine Gedanken noch, dann achte ich bewusst auf meine Atmung. Nach 11 Minuten, wenn der Timer mich erinnert, recke und strecke ich mich, reibe Hand- und Fussflächen fest aneinander, um wieder in Gang zu kommen. Diese kleine Entspannung gibt neue Kraft, hinterlässt keine Matschigkeit, weil man nicht in die Tiefschlafphase eintritt, aber genug Zeit zum regenerieren findet. Ich lege mich so auch hin, wenn die Kinder um mich herumwuseln. Dann kann es sein, daß es nicht ganz 11 Minuten werden oder die Entspannung nicht ganz so entspannt ausfällt.

Falls du dich fragst, wo die komische Zeitangabe aus dem Yoga herkommt, verweise ich auf einen Artikel des Mannes, der das nochmal schön zusammengefasst hat (juhu, er bloggt wieder!)

2. Nasenlochatmung

Wenn ich gerade unterwegs bin und merke, daß meine Konzentration nachlässt oder ich müde und schlapp werde, helfe ich mir mit der Nasenlochatmung. Ich verschliesse mein linkes Nasenloch mit dem Daumen der linken Hand und atme für 1-3 Minuten bewusst durch das rechte Nasenloch. Das versorgt meinen Körper mit neuer Engergie. Selbst wenn man nicht an den ganzen Yoga-Hokuspokus glaubt: Bewusst Atmen ist immer gut.

In einem älteren Beitrag habe ich das mit den Nasenlöchern nochmal ausführlicher beschrieben.

3. Spaziergang und Frischluft

Nicht immer machbar, aber durchaus wohltuend, ein alter Klassiker: der Spaziergang an der frischen Luft. Ich gebe zu, da bin ich echt träge. Wenn ich eh in einem Formtief stecke, dann fällt es mir unsagbar schwer, den Fuss vor die Tür zu machen und rauszugehen. Aber jedes mal tut das so wohl. Wenn kein spaziergang drin ist, dann vielleicht eine Runde Unkraut zupfen im Garten, ein Sonnenbad auf der Terrasse oder Müll runter bringen und dabei tiefe frischluftige Atemzüge nehmen.

4. Duschen

Gegen Müdigkeit hilft mir oft auch eine heisse Dusche. Bin ich müde, beginne ich schnell zu frösteln. Dann empfinde ich eine heisse Dusche als wohltuend. Nach der warmen Dusche kurz kalt abbrausen, das wekct die lebensgeister. Gern verwende ich danach noch ein erfrischendes Duftöl, um mich einzureiben und schon fühle ich mich wieder etwas erholter.

matcha

5. Matcha

Matcha hat der Mann irgendwann hier angeschleppt (Der Mann kauf immer den Matcha vom Attila*. Wer den aus Attila-Abneigungs-Gründen nicht kaufen möchte, findet leicht andere Alternativen, zB bei nu3 oder im Bioladen). Irgendwann habe ich das auch probiert und nun gönne ich mir hin und wieder einen Matcha-Latte am Nachmittag. Grundsätzlich trinke ich keine anregenden Getränke mehr nach 16 Uhr, damit ich abends gut schlafen kann. Aber bis 16 Uhr gibt es hier auch mal eine Tasse Grüntee oder eben eine Matcha Latte. Meine geht so:

1 Glas Hafermilch (oder andere Pflanzenmilch) erwärmen
mit 1 TL Matchapulver2 TL Kokosblütenzucker (oder Agavendicksaft oder anderem Süßzeug)
und einer Prise Vanillepulver im Mixer mixen

Zurück ins Glas giessen, sich über den Schaum freuen und entspannt trinken. Doppelwirkung: kleine Pause/Alltagsunterbrechung durch das Zubereiten und Trinken + die sanft anregende Wirkung vom Matcha

Mit einem oder mehreren dieser Maßnahmen kann ich den Tag gut durchhalten. Ausserdem freue ich mich über kleine Zwangspausen, wie Wartezeiten oder Autofahrten, in denen ich bewusst abschalte. In Wartezeiten kann man sich gut recken und strecken (habe ich neulich bei einer Reitstunde-Warte-Mutter gesehen: sie hat die Wartezeit für sanfte Dehn- und Yogaübungen genutzt), auf Autofahrten gut Atmen. Oder Stille geniessen.

Manche drehen auch Musik auf und Tanzen oder spritzen sich kaltes Wasser ins Gesicht. Was sind deine Geheimwaffen gegen kleine und große Formtiefs? Was ist in deinem Zaubermix, wenn Power gefragt ist?

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Wochenende :: regenbogenbunte Eindrücke

morgensonne

Morgensonne im Schlafzimmer. Ich kann mich nicht sattsehen an dieser Stimmung. Bestimmt wird es ein ganz eindrucksvolles Wochenende.

fruehstueck_typo

Frühes Stück mit Tee und neuem Buch (Typography sketchbooks*. Ich liebe es jetzt schon.)

wasserwacht

Training. Wir nehmen gerade die Retterungsschwimmer-Abzeichen ab.

muffin

Mittagessen und Restmuffin vom Kindergartenfrühstück.

tanzauffuehrung

Die Tochter hat wieder Tanzaufführung. Ich habe noch ein Stündchen Zeit für einen Tee & einen geschriebenen Brief im Café.
Ich nutze den ersten Teil der Aufführung für schnelle Skizzen der Ballettkinder. Gar nicht so einfach, bewegte Menschen zu zeichnen. Oder Menschen überhaupt. Farbe füge ich am Abend hinzu.

Auf dem Rückweg bricht der Himmel auf. Regen und Sonne, ein grandioser Regenbogen und erleuchtete Berge. Was für ein Schauspiel!

rucolabluete

Kleines Abendessen mit Tomatenbrot und frisch gepflücktem Rucola aus dem Garten. Ich bin fasziniert von der Rucola-Blüte.

Tagesausklang mit Strickzeug und Mann auf der Couch.

Sonntag

fruehstueck_stricken

Frühstück mit Tee und Strickzeug. Ich habe Egwene angeschlagen.

Am Vormittag verräumen wir den Winterkram (Schlitten) und stellen die Bank und den Tisch auf die Terrasse. Es beginnt zu regnen.

marienplatz

Ich fahre nach München, um eine Freundin zu treffen.

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Wir schauen uns die Joaquín Sorolla Ausstellung in der Kunsthalle an (läuft noch bis zum 3.7.2016). Sehr beeindruckende Bilder. Lichtzauberei mit dem Pinsel.

lodenfrey

regentulpe

Wir schlendern im Regen zum Max Pett, wo wir den Abend bei veganem Schmaus ausklingen lassen.

maxpett

Spargelcremesuppe mit Bärlauchcroutons, Granatapfelschorle mit Ingwer und Minze, Rohkostteller (mit rohem Cashewmozarella – interessante Erfahrung) und zum Abschluss Erdnuss-Eis. Ge- und erfüllt fahre ich zurück und sinke bereits 20:30 Uhr müde und glücklich in mein Bett.

 

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