Ich bin die Königin meines Lebens :: Frauencamp Heiderosen

jurte Frauencamp Heiderosen

weissdorn Frauencamp Heiderosen

Schon lange habe ich mich auf das Frauencamp Heiderosen in Mecklenburg-Vorpommern gefreut. Auf Draussensein, Natur und inspirierende Gedanken. 12 Frauen, 3 Leitwölfinnen, 5 Tage. Bei Vollmond, bestem Wetter und tollen Menschen verbrachte ich die Zeit im Camp. Mal fröhlich, mal traurig, nachdenklich und ausgelassen. Es war wirklich alles dabei.

Anfangs hatte ich noch etwas Heimweh. Nach den Kindern, die ich bei meinen Eltern zurückgelassen hatte. Sie waren bestens aufgehoben, dennoch war es wohl in den letzten Wochen viel Unruhe, viel Reiserei, was in mir nachklang. Ich war unausgeglichen, konnte keine Verbindung herstellen und mich schlecht auf das Camp einlassen. Doch dann lösten sich meine Widerstände auf. Mein Blut floss (kurz nach Vollmond), ich fand in meine Mitte zurück. Plötzlich konnte ich Redestabrunden geniessen (ohne innerlich mit den Augen zu rollen), konnte mich dem freien Tanz öffnen (ohne innerlich bockig zu trotzen) und da war sie – die Verbindung.

Trotz aller inneren Widerstände – die gehörten wohl zum Weg dazu – konnte ich das Camp sehr geniessen. Die Frauen waren untereinander so achtsam und fürsorglich. Allein, wie wir täglich gemeinsam das Essen bereiteten, das Klo hübsch machten und für Wärme sorgten. Es wurde viel umarmt, massiert, geredet, gelacht und geweint. Wir haben ausgelassen gespielt, tiefsinnig reflektiert, wild getanzt oder still gesessen und beobachtet, wie die Sonne aufgeht.

journal_schlafplatz Frauencamp Heiderosen

Ich habe kein Tagebuch geführt, aber jeden Tag 6 Wörter aufgeschrieben, die den Tag erinnern. Die Inspiration dazu habe ich von hier. Im Bild ist mein Schlafplatz zu sehen. Den hätte ich am liebsten 1:1 mit nach Hause genommen. So ein herrliches Bett, unter freiem Himmel, im Schutz des Sonnenschirms, umgeben von der unglaublichen Fülle des Gartens.

feuer Frauencamp Heiderosen

buffet Frauencamp Heiderosen

rohkost Frauencamp Heiderosen

mitte Frauencamp Heiderosen

ebereschenbeeren Frauencamp Heiderosen

ostsee Frauencamp Heiderosen

morgenstimmung Frauencamp Heiderosen

sitzplatz Frauencamp Heiderosen

Reichtum und Dankbarkeit

Ich bin im Meer geschwommen, habe draussen geschlafen, eine Sternschnuppe gesehen, den Sonnenaufgang beobachtet, Kreistänze getanzt, mit anderen Frauen gemeinsam getrommelt. Ich war spazieren, habe Zwiegespräche geführt, mich selbst im Spiegel betrachtet, mir einen Brief geschrieben, wurde massiert und habe massiert und mich selbst zur Königin meines Lebens gekrönt. Das Camp war so reich. Reich an Erfahrungen, Erkenntnissen, Begegnungen, Schönheit. Reich an Liedern und Tönen, an Seelennahrung, an Gutem und an Dankbarkeit. Worte reichen hier nicht aus, um all das zu beschreiben, was ich in den letzten Tagen gesehen, gefühlt und erlebt habe. Ich habe ganz viel Zauber, Ja! und Stärke für mich mitgenommen.

Durch den ganzen Prozess wurden wir liebevoll angeleitet und begleitet von 3 Frauen, eine davon meine liebe Jana. Am Ende fuhr ich etwas wehmütig (Ostsee! Ich wusste nicht, wie sehr sie mir ein Zuhause ist), aber sehr erfüllt zurück zu meinen Kindern. Mit dem Bewusstsein im Herzen, daß alles sein darf, zu jederzeit, auch gleichzeitig. Traurigkeit, Glück, Zweifel und Gewissheit, Hoffnung, Sehnsucht, Lebensfreude… alles gehört zusammen, alles gehört zu diesem wilden Lebenstanz.

trommel Frauencamp Heiderosen

Gedanken

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Dieses Jahr fühlt sich für mich so herrlich verrückt an. Ich geniesse es von vorn bis hinten, fühle mich lebendig und in meiner Mitte. Natürlich gibts auch Tage, die nicht so laufen. Aber meine Gesamtstimmung ist um so vieles runder als letztes Jahr. Hier bewegt sich viel, verändert sich viel. In uns drinnen, in unserer Familiendynamik. Und ich habe das Gefühl, auch im Blog. Mein Fokus ist etwas verloren gegangen. Ich schreibe immer nur, was mich gerade bewegt und beschäftigt. Immer mal wieder komme ich an einen Punkt, wo es sich nicht mehr so stimmig anfühlt im Blog. Ich etwas nachjustieren möchte. Wieder reflektieren und mich fragen: was möchte ich eigentlich? Ich glaube, dieser Punkt ist gerade wieder erreicht. Meinen Blogbeiträgen fehlt die Tiefe und das Besondere. Das ist ein Gefühl. Meine Zugriffszahlen gehen zurück, meine Bloglust leidet. Ich hatte neulich einen sehr interessanten Austausch mit einer Freundin über meinen Blog. Bin ich das wirklich, die hier schreibt? Wie authentisch ist mein Blog? All diese Fragen beschäftigen mich gerade. Ich habe keine Antwort. Natürlich werde ich weiter schreiben. Aber erstmal geniesse ich eine kleine Pause. Zum Atmen, Gedanken Ordnen und Sammeln.

Die Fotos sind in Heidelberg auf dem Weg zur Jugendherberge entstanden. Es hatte gerade geregnet und ich kam an einer Wiese vorbei mit diesen schönen regenbenetzten Blüten.

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gelesen :: Magic Cleaning

magiccleaning

Nachdem das Aufräumbuch von Marie Kondo schon monatelang durch meine Internetfilterblase hypte, schlich ich auch drumherum und kaufte es mir schlussendlich neulich im Bahnhofsbuchladen in Heidelberg. Es las sich leicht als Reiselektüre, doch ich war insgesamt enttäuscht und gelangweilt vom Buch (oder waren meine Erwartungen durch den Hype so hoch).

Magic Cleaning. Wie richtiges Aufräumen ihr Leben verändert, Marie Kondo, rororo, 9,99 Euro*

Es dauerte über 70 Seiten Vorgeplänkel, bis Konmari endlich tatsächlich zum Aufräumen kam. Man hätte die Essenz des Buches in weit weniger Seiten packen können. Ich mochte weder die Struktur des Buches noch den Schreibstil. Es hat kein „jetzt möchte ich unbedingt loslegen“ Gefühl ausgelöst, wie damals, als ich „Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags*“ gelesen habe. Allerdings stand ich möglicherweise damals auch an einem ganz anderen Punkt als heute.

Meine Essenz des Buches:

  1. Nach Kategorien aufräumen (Kleidung, Bücher, etc)
  2. Jedes Ding zur Hand nehmen und fragen „Macht es mich glücklich?“
  3. Entscheiden, ob behalten oder wegwerfen
  4. Dinge, die dich nicht glücklich machen, wegwerfen
  5. Für die Dinge, die bleiben, einen festen Platz finden
  6. Dinge einer Kategorie an einem Platz aufbewahren
  7. Dich bei den Dingen bedanken. Auch bei den DIngen, die weggeworfen werden. Sie haben ihren Dienst einmal erfüllt (und sei es nur, dir zu zeigen, was du nicht möchtest) „Es war einmal nützlich und hat seinen Zweck erfüllt. Danke“
  8. Jedes Familienmitglied bekommt einen Ort, wo es seine Dinge aufbewahren kann und sich drum kümmern kann, daß sie in Ordnung gehalten werden. Das kann ein Schrank oder ein abgeteilter Bereich der Wohnung sein.
  9. Dankbarkeit und achtsame Behandlung der Dinge führt zu längerer Haltbarkeit und größerer Freude mit den Dingen.

Hast du das Buch gelesen? Wie hat es dir gefallen? Was hat es in dir bewirkt?

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