Ein Tag vor Weihnachten

Heut morgen im Bett kuschelte sich der Sterngucker (4) an mich ran und fragte, wie oft wir noch nachts schlafen müssen bis Weihnachten ist. Ich erzählte ihm, daß heut nochmal Kindergarten ist, dann muss er noch einmal schlafen und dann ist Weihnachten. Dann holen und schmücken wir den Baum. Da meinte er ganz aufgebracht: „Mama, das ist viiel zu lang!“

Letzte Vorbereitungen für ein ruhiges Fest

Ich bin ganz entspannt. Die Geschenke sind verpackt, Post verschickt. Es kommen auch immer wieder Karten und Päckchen hier an, worüber ich mich sehr freue. Wir wissen noch nicht genau, was wir über die Tage essen werden. Das macht aber nichts, denn verhungern werden wir auf keinen Fall. Morgen holen der Mann und der Wolf (8) einen Weihnachtsbaum, die Tochter (14) freut sich schon aufs Schmücken. An Heiligabend werden wir gemütlich in Familie zusammen sein. Vielleicht einen kleinen Spaziergang machen, was einfaches Essen, einen Film schauen oder ein Spiel spielen. Wenn die Kinder schlafen, werden wir die Geschenke unterm Baum drappieren und uns über die leuchtenden Augen am Sonntag morgen freuen. (Oder wahlweise nicht so freuen über Geschwisterstreits und Gemotze. Irgendwas ist ja immer. Wir wollen das ja mal nicht nur schönreden hier.) Wir sitzen dann also gemütlich bei einem langen Sonntagsfrühstück, essen, packen Geschenke aus, spielen und reden. So war es letztes Jahr und war sehr viel entspannter als eine Beschwerung an Heilig Abend mit müden Kindern. Die Variante mit der Bescherung am 25.12. morgens hatte sich die Tochter letztes Jahr gewünscht und wurde von uns allen als sehr viel angenehmer erlebt und für gut befunden. Machen wir wieder.

In den letzten Tagen war hier sehr viel los. Am Dienstag hatten wir eine Familienberatung mit vielen wertvollen Aha-Momenten, am Mittwoch war ich in München, am Donnerstag war eine kleine Klassenweihnachtsfeier beim Wolf und abends Winterfeuer im Kindergarten. Heut haben sich die großen Kinder nochmal verabredet. Der Mann hat schon frei, was es für mich sehr viel entspannter macht. Ich freue mich, wenn nun alles stiller und langsamer wird, wir uns mehr nach innen als nach aussen bewegen, uns aufs Wesentliche besinnen und Kraft in unserer Familie schöpfen. Ich mag das sehr.

Buch der Möglichkeiten

Zum Ende des Jahres war es mir ein Anliegen, ein kleines Arbeitsbüchlein zusammenzustellen. Ich habe schon viele Jahre mit dieser Art von Workbooks gearbeitet und sehr große Freude daran gehabt. Es bisschen schade war immer, daß sie meistens in englisch oder sehr businesslastig oder nicht hübsch waren. Also habe ich mir mein eigenes zusammengestellt. Entstanden ist das Buch der Möglichkeiten. Das möchte ich gern mit dir teilen. Es ist ein Arbeitsbuch zum Loslassen des alten und Begrüßen des neuen Jahres. 20 Seiten als pdf zum Lesen, Ausfüllen, Reflektieren, Nachdenken, Träumen, Planen und Erweitern.

Inhalt:

-Fragen, um das alte Jahr zu reflektieren und loszulassen
-Fragen, um das neue Jahr zu begrüßen
-Visionboard
-Anleitung für Wunschsterne
-Selbstfürsorge
-Dasvandh (über Geben und Nehmen)
-Soundtrack des Jahres
-Listen

Das Buch kannst du ausdrucken und im Laufe des Jahres mit noch folgenden oder eigenen Arbeitsblättern und Ideen erweitern. Es soll eine Basis zum Weiterarbeiten sein. Es hilft dir, dich auszurichten und deinen Fokus auf die dir wichtigen Dinge zu lenken (oder sie herauszufinden!). Das Buch der Möglichkeiten soll dich spielerisch durchs Jahr begleiten.

Das Buch gibt es (jetzt erstmal) über Dawanda im Shop für 9,90 Euro zu bestellen
1 Euro pro verkauftem Buch spende ich an eine Hilfsorganisation.

Wochenende :: Vierter Advent

stachus

Samstag

Hinter mir liegt ein volles, aber schönes Wochenende. Ich wollte am Samstag gern zum Schwimmtraining und von dort aus dann nach München fahren. Ich veränderte den Plan ein wenig, als klar war, daß ich meinen Badeanzug nicht fand. Nackig schwimmen war ja nicht wirklich eine Option. Der Badeanzug war, wie ich später erfuhr, über diverse Wäscheberge im Zimmer der Tochter gelandet, hatte dort aber nicht wieder herausgefunden. Die Tochter war am Samstag morgen nicht da, sodass sich das Dilemma nicht früher aufklären konnte. Aber ich bin ja flexibel. Ich fuhr also ohne Schwimmtraining direkt in die Stadt. Dort schlenderte ich in Ruhe durch die Menschenüberfüllten Geschäfte. Ich hatte noch ein zwei Besorgungen auf dem Zettel.

suppe

Zum Mittag gönnte ich mir eine Suppe in den Stachus Passagen bei myindigo. Ich mag die frischen und veganen Speisen dort und die Möglichkeit, sich das Essen nach Gusto zu kombinieren. Sonst esse ich da gern Sushi oder ein Curry. Diesmal wurde es eine Lemongrassuppe mit Reis. Hm.

Ich kaufte mir noch einen neuen Badeanzug (der alte brauchte sowieso dringend Ersatz. Sein Verschwinden war eine gute Erinnerung) und fuhr dann mit der U-Bahn weiter Richtng Schwabing, wo ich einen Termin beim Malspielraum nach Arno Stern hatte. Ich war ganz neugierig, wie mir das spielerische freie Malen gefallen würde, wo ich doch sonst immer so zielorientiert und kopfgesteuert an sowas rangehe. Wie würde ich die vorhandenen Werkzeuge mögen? Wie die Tatsache, daß alles, was ich male im Malort verbleibt und nicht mit nach hause genommen wird? Der Nachmittag im Malspielraum verging schnell. Aber auch das freie Malen, das Einstellen auf die neue Situation, den unbekannten Ort, erschöpfte mich. Es machte mir Spaß im Moment zu sein, die Pinselspuren zu erkunden und Farben zu probieren. Den eigenen Kritiker ruhen zu lassen, nicht zu bewerten, einfach zu spielen. Das fiel mir mit der Zeit immer leichter. Ich würde diesen Zustand gern in mein generelles Tun übernehmen. Mehr spielen, weniger zielorientiert gestalten. Ein interessantes Spannungsfeld.

fackeln

weihnachtsfeier

Nach dem Malraum fuhr ich zurück in unsere Pampa. Schliesslich war noch Weihnachtsfeier der Wasserwacht. Wir begannen den Abend mit einer kleinen Fackelwanderung durch den Wald antlang des Steinsees. Das fand ich eine sehr schöne Idee. Später wärmten wir uns am Feuer, tranken bisschen Glühwein und knabberten Plätzchen. Auch die Eis-Stockbahn stand uns traditionell zur Verfügung. Im Steinsee-Restaurant war ein Buffet für uns vorbereitet. Bei leckerem Essen schauten wir Fotos des vergangenen Jahres an, hatten Spaß in einer Fotosbox mit allerlei Requisiten und bekamen Ehrungen und Urkunden (Rettungsschwimmer-Urkunden, Ehrungen für besonders lange aktive Mitgliedschaft etc). Die Fotos haben mir besonders gut gefallen, weil da so viel Zusammengehörigkeit, Lebensfreude, Spaß und Miteinander zu erkennen war. Und gleichzeitig ist es so eine wichtige Aufgabe. Das sehe ich vorallem in der Jugendarbeit. Da lernen junge Menschen, Leben zu retten, erste Hilfe Maßnahmen, Nächstenliebe. Da wird Sinn vermittelt.

Der Abend hat mir wirklich gut gefallen. Ich war dann irgendwann gegen 23:30 Uhr daheim und 0:00 endlich im Bett. So spät!

adventskranz

pyramide

kapla

Sonntag

Der Sonntag startete deshalb nicht später als sonst für mich. Wir frühstückten gemeinsam bei Kerzenschein und Weihnachtsmusik. Die Jungs zogen sich nach dem Frühstück zurück und bauten weiter mit den Kapla-Steinen*. Die hat der Sterngucker zum geburtstag bekommen und sie stehen hier hoch im Kurs. So ein herrlich vielseitiges Spielzeug.

Den Rest des Tages verbrachten der Mann und ich Weihnachtskarten schreibend und mit Kleinkram. Zwischendrin fuhr ich die Tochter zu ihrer Freundin und holte sie später wieder ab. Die Jungs schauten einen Film (Casper), später schickte ich sie noch ein paar Minuten raus an die frische Luft, weil sie zuviel Energie für das Wohnzimmer hatten. Zum Mittag gab es die mitgebrachten Reste vom Weihnachtsfeierbuffet (jede Menge Kartoffeln, woraus wir Bratkartoffeln machten, dazu Salat), zum Abendessen Gemüseeintopf mit Tofuwürfeln. Wir essen immer schon sehr früh zu Abend. Gegen 17 Uhr hat sich der Mann zu einer Gongmeditation im Yogazentrum München verabschiedet. Der Abend wurde etwas anstrengend, weil die Energie der Jungs dann doch noch explodierte. Ich mag es nicht gern, wenn Abende in Eskalationen enden und ich hilflos daneben stehe, nicht sehe, was sie brauchen oder aber es nicht geben kann. Wenn Kontaktanfragen als Provokationen kommen. Seufz. Nachdem wir uns einmal alle angebrüllt haben, konnte ich die Energie wieder einfangen. Ich füllte dir Wärmflaschen, brachte zu erst den Sterngucker ins Bett (Wärmflasche, Vorlesen*, Kuscheln, Lichterkette anmachen, Gute-Nacht-Wünschen, aus dem Zimmer gehen). Dann ging ich zum Wolf, der etwas mehr Aufmerksamkeit brauchte. Ich schlug ihm eine kleine Massage mit Lavendelöl vor. Das mag er besonders gern. Wir sprachen nochmal über unseren Konflikt, dann kuschelte ich mich zu ihm unter die Decke und wir lasen „Desperaux*“ zu Ende.  (Er kam noch einmal raus, ich brachte ihn zurück ins Bett.) Licht aus, Schlafenszeit.

Als die Jungs im Bett waren, erledigte ich mit der Tochter noch bisschen Weihnachtspost, damit ich sie morgen zur Post bringen kann. Auf der Treppe steht eine ganze Kiste voller Briefe, Kartenbestellungen und Päckchen an Familie und Freunde.

Ich bin erschöpft von diesem vollen Wochenende. Alles war schön, aber ich merke doch, wie ich immer noch mit meinen Kräften haushalten muss und auf manche Dinge, die ich vielleicht gern tun würde, verzichten.

In das Wochenende anderer Familien kannst du bei Susanne luschern.

*Affilate Links

Alltagsschnipsel

meditationsplatz

wohnkueche

indisch

fitness

Die Tage fliegen dahin, leichfüssig, alltäglich und doch jeder anders, jeder neu. Vormittags werkele ich an kleinen Aufträgen, verschicke Bestellungen aus dem Shop. Nachmittags bin ich mit den Kindern, schlichte Streit, spiele, lese, fahre, hole, bringe, koordiniere.

Am Wochenende war ich mit der Tochter in Freiburg. Wir hatten eine schöne gemeinsame Mutter-Tochter-Zeit. Am Montag haben der Mann und ich ein neues Regal für das Wolfszimmer beim Moebelum in München gekauft, damit die Dinge in seinem Zimmer endlich einen Platz haben. Danach waren wir noch lecker indisch Mittagessen, da wir noch zeit hatten und alle Kinder gut versorgt wussten. Der Wolf und der Mann haben die Regale aufgebaut. Nun räumen wir nach und nach die Dinge im Zimmer ein, sortieren und ordnen. Gestern war die Putzfrau da und hat unser Haus wieder schön gemacht. Einen Zustand, den ich immer sehr liebe für die kurze Zeit, die er anhält. Am Abend habe ich es mal wieder zum Sport geschafft während die Tochter bei ihrem HipHop-Training war. Heute hatte ich ein Eltern-Lehrer-Schüler-Gespräch zu den Ergebnissen des Probequalis der Tochter. Morgen früh habe ich meine Gitarrenstunde. So liegt jeden Tag irgendwas an. Am Abend bin ich oft zu müde, hier noch zu schreiben. Aber das ist ok. Es wird auch wieder mehr zu lesen geben, wenn der Alltag etwas ruhiger wird.

Weihnachten rückt mit großen Schritten näher. Ich habe noch ein bisschen Post hier, die ich gern fertig haben möchte, aber ich stresse mich nicht. Ab nächste Woche hat der Mann frei. Ich denke, dann wird es hier etwas entspannter, weil wir uns besser in die Aufgaben reinteilen können, die anliegen.

Woran ich gerade arbeite:

  • an einem Swap, wo ich meinen Teil schon im November bekommen habe und der mir sehr am Herzen liegt
  • an Weihnachtsgeschenken und Karten (verpacken, schreiben, vershcicken)
  • täglich ein paar Kartenbestellungen aus dem Shop eintüten und verschicken
  • eine Fotocollage als Auftragsarbeit
  • zwei Webbanner
  • mein Workbook zum Jahresabschluss/Neujahr
  • an einem Pullover
  • an einem geschnitzten Suppenlöffel
  • am letzten Monatsbrief in diesem Jahr

Worüber ich gerade sehr froh bin:

Daß wir jeden Monat unseren Wasserverbauch ablesen und aufschreiben. So konnten wir feststellen, daß wir im Vergleich zum Vorjahr bei gleichbleibenden Verbraucherverhalten seit September monatlich ca 6000 Liter Wasser mehr verbrauchen. Das hat uns stutzig gemacht. Also sind wir gemeinsam mit den Heizungsmenschen auf suche nach der Ursache gegangen und haben ein kaputtes Ventil entdeckt, was quasi dauerhaft Wasser durchlaufen lässt. Zum Glück in den Kanal und nicht in unserern Holzfussboden. Da wir die Ursache nun gefunden haben, kann der Fehler behoben werden. Hätten wir nie gemerkt. Wir hätten uns am Jahresende vermutlich über die hohe Wasserabrechnung gewundert, den Kindern das Pritscheln verboten und selber weniger geduscht. Oder so.

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