15 Jahre Mutter

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15_kuchen

Morgen wird die Tochter 15. So kurz vor den Geburtstagen der Kinder verfalle ich dann doch immer wieder in Anflüge von Sentimentalitis. 15 Jahre bin ich schon Mutter. Und ich finde das heute immer noch so verrückt wie vor 15 Jahren. Oder sagen wir es andersherum. Ich finde es heute sogar verrückter, den damals, jung wie ich war, war ich viel überzeugter von dem, was ich tue. Da hab ich mir nicht so viele Gedanken um alles gemacht. Um richtig oder falsch. ich hab einfach gemacht. Heute bin ich um einige Erfahrungen reifer und froh, daß ich dann doch nicht immer einfach gemacht habe, sondern mir die Tochter viele Möglichkeiten geschenkt hat, doch genauer hinzuschauen, zu reflektieren und vielleicht einen anderen Weg zu gehen. Nicht alle Wege, die wir gegangen sind waren die kürzesten und effektivesten. Aber immer die mit den Mitteln, die mir zu entsprechenden Zeit zur Verfügunge standen.

Wir hatten es nicht immer leicht miteinander. Nein, wir haben uns sogar oft ordentlich aneinander gerieben. Sie hat mich herausgefordert, an meine Grenzen und darüber hinaus gebracht. Ich hatte Erwartungen an meine Tochter, die sie nicht erfüllt hat, nicht erfüllen konnte. Ich musste lernen, daß nicht alles funktioniert, wie wir es uns vorstellen und dass es oft wert ist, unsere Erwartungen, vorallem an andere Personen, zu hinterfragen. Die Tochter hatte kein Interesse am Schreiben, nicht am Lesen. Sie hat sich nicht die Bohne für Mathe interessiert. Dafür hatte sie schon immer ein großes Herz für Tiere, noch so kleine Insekten, einen Forschergeist und eine große Portion Kreativität.

Sie ist großartig mit all ihren Gaben, ihren Ebenen und Seiten. Ich liebe ihren Humor, ihre Tiefe, ihr Einfühlungsvermögen. Sie ist reflektiert, sensibel, feinfühlig, warmherzig, sozial, intelligent und künstlerisch begabt. Ich bin immer wieder berührt von ihrem Vertrauen, ihrer Offenheit und ihrem Weitblick.

15 Jahre Mutter. Das fühlt sich groß an.

Wochenrückblick :: So viel, so bunt

Die Woche fühlt sich im Rückblick sehr voll und rund an. Ich hatte jede Menge schöner Moment, Zeit für mich, mit Freundinnen, den Kindern und dem Mann. Dennoch hatte ich auch produktive Zeiten dabei und bin nicht in Stress geraten. Ich fühle mich ausgeglichen, wenn auch etwas erschöpft.

Coaching und Mütterkreis

muetterkreis

Die Woche startete mit einem Coaching-Telefonat mit Jana, was sehr intensiv war, mir aber gut tat. So konnte ich Kraft in die anderen Tage mitnehmen und mich immer wieder an unser Telefonat und die Erfahrungen daraus erinnern. Am Dienstag traf sich unser Mütterkreis bei mir. Das war diesmal eine sehr leichte und fröhliche Runde. Wir strickten, wickelten Wolle und unterhielten uns nebenher. Das tat sehr gut.

Sonne tanken

eisblumen

spaziergang

schneegloeckchen

suedfriedhof

laufrunde

Mitte der Woche war es herrlich sonnig draussen. Wie wohltuend. Ich nutzte das für einen kleinen Spaziergang mit dem Mann am Dienstag, einen Stadtbummel in München am Mittwoch und einer Laufrunde am Donnerstag. Also richtig viel Frischluft und Vitamin D diese Woche. Da springen die Glückshormone nur so herum.

Und Kulinarisch?

maxpett

fenchel

Ich war ziemlich kochfaul und erinnere mich gar nicht mehr, was es diese Woche so gab. Die Avocados sind gerade lecker und wir haben gutes Brot im Haus. Daher habe ich viele Avocadobrote verspeist. Als ich in München war, haben wir uns ein Mittagsmenü bei Max Pett gegönnt mit Rote-Beete-Fenchel-Suppe, Safran-Mangold-Reis und Salat und Joghurt mit Mangososse als Dessert. Das war sehr fein. Aber bisher hat es mir im Max Pett immer geschmeckt. Gestern habe ich mir eine große Portion gebratenen Fenchel mit Berberitzen und Granatäpfeln aus dem Buch „Vegan Oriental“*, was ich mal von Sandra zu Weihnachten (oder war es mein Geburtstag?) bekommen habe, gegönnt. Das Buch kann ich sehr empfehlen.

Familie

trompete

Der Wolf ist derzeit sehr aufgeregt, denn am Samstag ist tag der offenen Tür an seiner Schule und er wird mit seiner Trompetengruppe einen kleinen Auftritt haben. Er läuft also schon die ganze Woche trompetend durchs Haus. Ein Herzenswunsch von ihm war eine neue Trompete. Bisher spielte er auf einer kleinen Leihtrompete, die schon ein paar Beulen hat. Eigentlich sollte er seine eigene Trompete erst zum Geburtstag bekommen, weil es ihm aber so wichtig war, zum Auftritt eine große Trompete zu haben, haben wir ihn diese Woche mit seinem eigenen Instrument überrascht. Am Tag als sie ankam, lief er den ganzen Tag mit dem Trompetenkoffer auf dem Rücken durchs Haus.

Ich sitze während ich das tippe neben dem Sterngucker im Bett. Er kam gestern mit Fieber aus dem Kindergarten, legte sich gleich ins Bett und fieberte die ganze Nacht durch. Jetzt geht es ihm schon etwas besser als gestern nachmittag, aber das Fieber ist immer noch bei 39 Grad. Er trinkt gut, spricht mit mir und verlangt nach Essen. Ich werte das als gutes Zeichen. So sitzen und liegen wir hier, lauschen dem Regen draussen und machen es uns kuschelig. In Gedanken grübele ich über den morgigen Tag. Ohne Tochter und Mann, mit krankem Sterngucker und dem Wolf und seinem Trompetenauftritt. Ach.

Diese Woche bin ich dankbar für meine Freundschaften, meinen Mann, die Sonne, meine Ausgeglichenheit und für eine tolle Lampe, die wir bekommen haben.

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