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Endspurt bis zu den Ferien

Nach einer sehr schönen Woche bei meinen Eltern und dem Dharmatraining sind wir seit Montag wieder daheim. Die Reise war sehr anstrengend. Überall in Deutschland gab es Verspätungen der Bahn. Trotz den Umständen (2h Verspätung, Hitze, geschlossenes Bordbistro) waren alle Mitreisenden & ZugbegleiterInnen freundlich, besonnen und geduldig. Nun fügen wir uns wieder in den Alltag ein. Der Mann ist eine Woche weg, ich bin mit den Kindern allein zu Hause. Schnell ein paar Blogschnipsel, bevor ich mich auf meine Arbeit stürze:

Schöne Begegnungen

  • Im Zug habe ich eine liebe und geschätze Blogleserin getroffen. Ich habe mich sehr über die Begegnung gefreut. Grad am Tag zuvor dachte ich darüber nach, daß dafür, daß so viele Menschen meinen Blog lesen, mir doch recht wenige tatsächlich unterwegs begegnen. Und schwupp, wurde ich gegrüßt. Sehr, sehr nett.
  • Überhaupt reise ich gern mit der Bahn. Diese ganzen kleinen Geschichten, die man erlebt bzw wahrnimmt. Freundinnen, die eine andere Frau vom bahnhof abholen und sie stürmisch mit kleinen handgefertigten Begrüßungsbannern und Umarmungen begrüßen. Der Fremde, der an einem auf der Bank wartenden Reisenden vorbeigeht, innehält und ihm mit seiner Flasche zuprostet und damit so viel gute Laune und Herzwärme verströmt. Reisende, die sich miteinander unterhalten und auch ausserhalb des Zuges grüßen, wenn sie sich nochmal über den Weg laufen. Ein kleines Stück miteinander geteilte Geschichte. Verbindung. Die ganzen Begrüßungs- und Abschiedsszenen. Ich mag die Stimmung am Bahnhof wirklich gern.

Alltag

  • Die Tochter schreibt heute ihre Kunst Prüfung, nächste Woche Englisch, Mathe und Deutsch. Dann hat sie die Prüfungszeit hoffentlich erstmal hinter sich. Als Nervennahrung habe ich ihr ein paar Energiekugeln aus Dattel, Mandel und Hanf gerollt.

  • Der Wolf ist gestern zu den märchenhaften Abendteuern mit der Grundstufe seiner Schule aufgebrochen. Das ist eine Art mittelalterliches Lager in der Natur. Die Kinder verbringen den ganzen Tag draussen und haben die Möglichkeit, dort zu übernachten. Sie sind zu Fuß und mit Kutschen dort hin gewandert.
  • Ich konnte in der Bahn einige Blogbeiträge schreiben, sodass es bald wieder mehr zu lesen gibt hier und auf Kallimagie.de

  • In 6 Wochen beginnen die Sommerferien bei uns. Bis dahin gibt es noch viele Feste und Termine.

Dankbarkeit

  • Ich bekomme gerade viel wertvolles und wohltuendes Feedback. Das tut gut. Die Dinge fliessen wieder und eins fügt sich ins andere.

  • Das Dharmatraining Modul zum Thema Herz hat mich sehr berührt und mit vielen neuen Impulsen und wichtigen Erkenntnissen zurückgelassen. ich hoffe, daß ich sie gut in meinen Alltag integrieren kann.

  • Ich freue mich über erste eigene Ernte aus unserem Garten, auch wenn es nur eine handvoll Radieserl, Johannisbeeren, Walderdbeeren und Kräuter sind.

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Ferien bei Oma

Wir haben noch eine weitere Woche Pfingstferien. Ich bin mit den Jungs zu meinen Eltern gefahren. Während der 7 Stunden Bahnfahrt dachte ich mir noch, warum ich mir das antue. Hier angekommen ist es aber ein bisschen wie Urlaub.

Der Garten blüht und grünt in einer unsagbaren Fülle. Überall duften Rosen und piepsen Stare in ihren Kästen, bereit jeden Moment auszufliegen. Ich lungere den ganzen Tage zwischen Couch, Esstisch und Garten herum, esse frische Erdbeeren und grünen Salat mit Zitronensaft und Zucker. Meine trüben Gedanken und meine Sorgen haben gerade keinen Platz.

Kindheitserinnerungen

 

Gestern habe ich ein paar Kinderspielsachen aussortiert und Puppensachen gewaschen. Heute wurden meine alte Puppen neu gewaschen, gekämmt und eingekleidet. Hin und wieder kommen Leute auf die Wäscherolle oder bringen Futter für die Hasen und Hühner vorbei. Da gibts ein bisschen Tratsch und Neuigkeiten. Ansonsten bin ich wie in einer kleinen Blase ohne Druck und ohne Muss.

Herz und Seele auftanken

 

Meine Schwägerin hat mir die Nägel schön gemacht. Ein kleiner Mini-Spa. Am Abend sitze ich und zeichne für mein #the100daysproject (Ich bin bei Tag 70! Die Bilder dazu poste ich bei Instagram)

Am Donnerstag fahre ich weiter zum Dharmatraining. Im nächsten Modul geht es um das Herz. Bis dahin tanke ich mein Herz noch etwas mit Kindheitserinnerungen und süßem Nichtstun auf.

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gelesen :: Alles inklusive

Das Buch von Mareice Kaiser wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zugeschickt. Darüber bin ich sehr froh, ich hätte es mir wahrscheinlich nicht von selbst gekauft. Aber ich habe es gelesen. Und ich finde, jedeR sollte das tun.

Alles inclusive, Aus dem Leben mit meiner behinderten Tochter, Mareice Kaiser*

Mareice nimmt uns mit zurück in die Zeit ihrer Schwangerschaft. Wir dürfen sie ein Stück bei der Geburt begleiten und sind dabei, als sie damit konfrontiert wird, daß ihre Tochter Greta behindert ist. Einfühlsam, lebensnah und unterhaltsam schreibt sie über ihre emotionale Achterbahn, den Kampf mit Bürokratie und der Auseinandersetzung mit den Reaktionen der Umwelt. Sie zeigt Schwierigkeiten im Alltag mit ihrer Tochter und die gesellschaftlichen Strukturen und Denkmuster auf. Das Buch steckt so voller Liebe, Glück, Scharfsinn und Lebensfreude.

Eigene Denk- und Verhaltensweisen überprüfen

Ich fand das Buch sehr berührend, Augen öffnend und herzlich. Es liest sich leicht, entweder am Stück oder in kleinen Häppchen. Gut ist, eine Packung Taschentücher dabei zu haben, denn die ein oder andere Träne rollt dann doch aus dem Herzen. Ich mag es sehr, wenn mich Bücher nicht nur emotional berühren, sondern auch intellektuell anregen und mich auffordern, meine eigenen Muster, Denk- und Verhaltensweisen zu überprüfen. Danke Mareice für dieses wichtige und tolle Buch.

Mareice Kaiser

Mareice schreibt über Inklusion, Geschlechtergerechtigkeit und Vereinbarkeit von Familie und Beruf:

kaiserinnenreich.de
mareicekaiser.de

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