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Von meinem Schatz

Bereits letztes Jahr habe ich begonnen, mich auf eine Reise zu machen. Eine ziemlich steinige, beschwerliche Reise zu mir selbst. Ich wollte wissen, wer ich bin; wollte herausfinden, wo mein Feuer brennt, was mein Goldschatz ist. Meine Flamme war mir verloren gegangen, da glühte nur noch ein unsicherer kleiner Funke. Selbstzweifel sabotierten mich. Ich spürte, daß ich ein Potenzial in mir drin habe, an das ich nicht ran komme.

Sinn und Wert

Was wollte ich also tun? Was soll der Inhalt meiner Arbeit sein, ausser Flyer zu setzen oder Projektlogos zu gestalten? Wo sind meine Begeisterung und meine Freude? Was kann ich besonders gut? Wie kann ich meiner Arbeit Sinn geben und wie kann ich meine Freude zurückholen? Letztendlich auch, was ist der Wert meiner Arbeit? Was ist mein Wert?

Das alles sind Fragen dich mich beschäftigten und es auch noch tun. Irgendwelche Selbsthilfe-Bücher halfen mir nur bedingt weiter. Da sind tiefere Blockaden in mir drin. Also begann ich, mit Coaches zu arbeiten und entdecke so nach und nach meinen Schatz, mein Geschenk für die Welt.

Beschwerliche Wege

Wie jede lange Reise ist auch diese von Zeit zu Zeit beschwerlich. Aber oh wie gut fühlt es sich an, wenn ein Berg erklommen ist und die Sicht weit und klar ist. Ich lerne, daß ich wertvoll bin, einfach nur in dem ich bin. Ich entdecke meine Stärken und lerne sie zu benennen – du glaubst gar nicht, wie schwer mir das zuerst gefallen ist, über meine positiven Eigenschaften, meine Stärken zu sprechen. Mein nächster Schritt ist nun, zu zeigen, was ich habe, was ich kann. Meinen Schatz zu teilen. Ich gebe zu, ich habe Angst.

Wer die Seele eines anderen Menschen berührt, betritt heiligen Boden.
Novalis

Mein Schatz

Meine Gabe, mein Schatz, ist es, andere Menschen mit dem, was ich tue und wie ich bin zu inspirieren. Mein Werkzeug, mein Ausdrucksmittel für mein Innenleben ist Schrift. Kalligrafie, am liebsten verbunden mit künstlerischen Techniken. Ich arbeite gern in mehreren Schichten, mit schönen Worten und Farben, die in mehreren Facetten erscheinen. Ich möchte, daß mein Licht durch meine Arbeit hindurchscheint. In den letzten Jahren habe ich meine Ambivalenzen schätzen gelernt. Ich bin vieles gleichzeitig. Ich bin bodenständig und spirituell, ich kann super traurig und dennoch glücklich sein, ich bin Heilerin und Kriegerin. In meinen Arbeiten drückt sich das in einer Bandbreite von wilden Collagen bis hin zu zarten Kalligrafien aus. Alles Potenzial ist in mir drin. Durch meine Ausbildungen und meine persönliche Entwicklung habe ich einen reichen Rucksack mit Erfahrungen und Werkzeugen. Wenn ich mit jemanden zusammenarbeite, dann soll es Funken sprühen, da soll Begeisterung sein und Freude. Dann sind die Herzen offen und die Augen strahlen. Mit meiner Arbeit möchte ich berühren und das weitergeben, was mir selbst am allerwichtigsten ist: das Gefühl, mit mir selbst verbunden zu sein.

Ich freue mich sehr auf meine künftigen Kurse, kalligrafische Aufträge und innige Zusammenarbeit für dein Herzensprojekt.

Willkommen bei Kallimagie!

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wmdedgt Juli 2017 :: Steuer, Sonne und Packen

Jeden Monat am 5. sammelt Frau Brüllen Alltagseinblicke. Heute war ein recht ruhiger, ausgeglichener und produktiver Tag. Ich hätte mehr schaffen wollen, aber nicht mehr können. Ich bin dennoch froh, erledigt zu haben, was mir am wichtigsten schien.

Morgen

Ich wache vom Vitamix-Surren in der Küche auf. Der Mann macht sich seinen morgendlichen Smoothie. Dann klingelt auch schon mein Wecker. Ich winde mich aus der Umarmung der Jungs, die Nachts in mein Bett gekommen sind. Meistens bemerke ich erst früh, daß ich nicht allein im Bett liege. Im Bad mache ich mich tagfertig. Der Sterngucker bittet mich, ihm seine Sachen rauszulegen.

Dann gehe ich frühstücken. Es gibt weiches Hofpfister Brot mit frischen Tomaten. Dazu esse ich zwei Aprikosen und trinke grünen Tee. Nach und nach gesellen sich die Jungs zu uns. Die Tochter schläft noch. Sie ist mit ihren Prüfungen fertig und hat jetzt ein paar Tage Schongang zum entstressen.

7:45 bringe ich den Sterngucker zum Bus. An der Busshaltestelle beobachten wir Ameisen, wie sie in windeseile ein Blütenblatt wegtragen. Ich überlege, zum Fitness-Studio zu gehen, wenn ich den Mann zur S-Bahn bringe. Zuhause sind Mann und Wolf aber schon startklar und warten im Auto. Ich habe also keine Zeit mehr, meine Sachen zu packen und bleibe bei meinem ursprünglichen Tagesplan. Wir fahren zur S-Bahn und dann zur Wolfsschule.

Vormittag

Wieder zu Hause telefoniere ich mit einer Freundin und organisiere den Geldumtausch für die Abschlussfahrt der Tochter. Wir kommen kurz ins reden und besprechen noch andere organisatorische Dinge. Dann setze ich mich an die Umsatzsteuerunterlagen für das 2. Quartal in diesem Jahr. Vierteljährlich schicke ich meiner Steuerberaterin all meine Unterlagen und Belege zu Einnahmen und Ausgaben. Ich bin den ganzen Vormittag damit beschäftigt. Zwar hatte ich schon 2 Monate keine Einnahmen, dadurch aber viel Kontenjongliererei, um meine Rechnungen bezahlen zu können. Das musste ich erstmal entwirren und ordnen.

12:00 hole ich den Wolf von der Schule ab. Zum Mittag mache ich uns schnelle Pizzaschnecken und Salat. Nach dem Mittagessen möchte der Wolf sein Hörspiel weiterhören (Harry Potter), aber sein ipod macht komische Sachen. ich versuche, das Hörspiel nochmal aufzuspielen, der Fehler bleibt aber. Der Wolf ist verärgert, hört aber weiter.

Nachmittag

Ich fahre die Tochter zur S-Bahn. Sie hat einen Termin beim Kieferorthopäden und möchte danach noch mit einer Freundin in die Stadt. Als ich wieder zurück bin, kümmere ich mich um Überweisungen und Kleinkram. Die Post bringt mir einen schönen persönlichen Brief von einer der Freauencamp-Frauen, den ich gleich beginne zu beantworten.

Dann muss ich den Sterngucker im Kindergarten abholen. Er hat Mittwochs seinen langen Tag bis kurz vor 16:00 Uhr. Ich bezhale im Kindergarten Essen- und Busgeld. Draussen sind es über 30 Grad. Das Wetter macht mir gerade etwas zu schaffen. Als ich bei meiner Schwester war, habe ich schon mit ihr darüber sinniert, mir Stützstrümpfe anfertigen zu lassen. Dabei bin ich nichtmal schwanger. Auf dem Rückweg vom Kindergarten kaufe ich mit dem Sterngucker Eis, was wir zu Hause mit dem Wolf gleich essen.

Abend

Die Mutter meiner Projektschülerin ruft an, daß die Druckerei sich gemeldet hat, daß etwas mit den Druckdaten nicht stimmt. Eigentlich soll das Buch bald geliefert werden, weil die Präsentation nicht mehr fern ist. Ich rufe bei der Druckerei an und frage nach, wo es hakt und bespreche das weitere Vorgehen. Sieht aus, als kommen die Bücher trotz allem pünktlich.

Gerade als die Jungs anfangen, sich in nachmittägliche Streiterein zu verwickeln, kommt eine Nachricht vom Mann, daß ich ihn an der S-Bahn abholen kann. Also packen wir uns wieder alle ins Auto und holen den Mann ab. Die Jungs sind müde und trietzen sich, der Mann und ich sind auch müde und hungrig. Die Stimmung im Auto ist genervt.

Zu Hause zaubere ich einen schnellen Bohnen-Tomaten-Salat und wir decken den Tisch. Nach dem Abendessen drehe ich eine Runde durch den Garten und rupfe Unkraut. ich mag das abendliche Sonnenlicht. Es ist nicht mehr so heiss und ein kleiner Wind streicht über meine Haut. Der Mann giesst, die Jungs spielen verstecken im Garten.

19:00 Uhr ist es Zeit, den übermüdeten Sterngucker ins Bett zu bringen. Der Mann geht mit ihm ins Bad, ich lese vor und bleibe eine kleine Weile neben ihm liegen. Innerhalb von 5 min ist er eingeschlafen. Ich lese noch ein bisschen in meinem Buch. Dann kümmere ich mich um die Druckdaten, die nochmal zur Druckerei übermittelt werden müssen. Der Mann macht derweil eine Aufräumrunde rund ums Haus mit dem Wolf. Er lässt gern seine Sachen liegen. Der Mann bringt den Wolf ins Bett. Ich beginne meine Tasche zu packen, denn ich fahre morgen zum letzten Dharmatraining-Modul nach Heilbronn. Am meisten Kopfzerbrechen bereitet mir, dass wir ein Ding mitbringen sollen, womit wir emotional sehr verbunden sind, um es loszulassen (ohne vorher zu wissen, was damit geschieht). Ich überlege schon seit Wochen, was es sein könnte, wovon ich mich trenne. Hm.

Währenddessen koordiniere ich mit der Tochter die Abholerei. 20:40 Uhr möchte sie an der S-Bahn eingesammelt werden. Ich sammle sie wie vereinbahrt ein. Unterwegs fahren wir noch am geldautomaten vorbei, damit ich nochmal Bargeld für meine Reise holen (Übernachtung und Essen im Yogazentrum) und die Tochter mir die geliehenen 20 Euro zurückgeben kann. Zuhause erzählt sie mir von ihrem Tag. Sie war auf dem Tollwood und hat sich schöne Dinge gekauft, die sie mir zeigt. Sie möchte heute noch mit dem Packen für ihre Klassenfahrt beginnen. Deshalb höre ich an dieser Stelle den Beitrag auf, denn ich soll nochmal ein Auge drüber werfen. Im Bett werde ich mich nachher noch eine Weile auf meine Stachelmatte legen und Gehirnwellen-Schlaf-Musik hören, die mir der Mann empfohlen hat.

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Juli 2017 :: Ferienvorfreude

Balance war mein Juniziel. Gegen Ende ist es mir tatsächlich gelungen, mich wieder verbunden mit mir selbst zu fühlen. Der Juni fühlte sich in der ersten Hälfte mühsam und zäh an. Ich war voller Ambivalenzen, habe viele Tränen geweint und heftige Emotionen gehabt. Aber nach und nach ist meine Kraft, die ich Ende Mai so vermisst habe, wieder zurück gekommen. Ich hatte schöne und tiefe Momente mit Freundinnen und meiner Familie. Beim Dharmatraining habe ich mein Herz gespürt und strahlen lassen. Manchmal war es leicht, manchmal war es schwer im Miteinander mit meiner Umwelt. Es gab Konflikte und Versöhnung. Das Leben eben.

Nun ist die erste Hälfte des Jahres schon rum. Die Tochter hat ihre Prüfungen hinter sich. Der Juli wird voller Veranstaltungen sein. Als würden wir uns mit rauschenden Festen in die Sommerferien verabschieden. Gefühlt ist der Juli schon rum bevor er überhaupt begonnen hat.

Was im Juli geplant ist

  • ein kleines Familientreffen mit Ausflug zur Ostsee
  • ein letzter Elterngesprächskreis im Kindergarten
  • die Tochter bekommt ihre feste Spange raus
  • das letzte Dharmatraining Modul
  • 2 Coaching-Termine
  • Mütterkreis
  • Putzdienst im Kindergarten
  • Präsentation der Projektarbeit, wo ich Mentorin war
  • Abschluss-Elternabend im Kindergarten mit Fotos gucken
  • Abschlussfeier der Tochterklasse
  • ein Freundinfrühstück
  • diverse Physiotherapie-Termine
  • Sangat Tag der Kundalini Yoga Bayern Gemeinschaft
  • Sommerfest in der Schule
  • Gemütliche Freundinstrickabende
  • Ferienstart

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Monatsmottos sammelt Sonja. Ihr Monatsmotto ist slow. Runterkommen, abschalten, Urlaubsmodus.

Im Kallimagie-Dawanda-Shop findest du von mir gestaltete Karten und E-Books.

Über einen monatlichen Brief, meinen Newsletter, verschicke ich Inspirationen, Ideen, Einblicke, Hinweise auf neue Produkte im Shop und kleine Geschichten. Auf Instagram findest du mich unter @kallimagie für meine kreativen Sachen und @jademond für die privaten Alltagsbilder (geschützter Account).

Auf Kallimagie.de schreibe ich über meine Arbeit und Kalligrafie. Dort findest du auch meine Kurse, die ich in den kommenden Monaten anbiete.