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Schreiben

Schreiben spielt in meinem Leben in vielen Facetten eine Rolle. Als Kind habe ich Geschichten geschrieben und mir damit eine Welt erträumt, als Jugendliche habe ich meine Gefühle in Gedichte gepackt. Seit ich schreiben kann habe ich Briefe geschrieben (und schreibe sie noch immer). Ich schreibe schön, ich schreibe Blogs und Artikel für Zeitschriften.

Anfang des Jahres war ich beim Frauenkreativwochenende im Felshaus und habe einen kleinen kurzen Mini-Workshop zum kreativen Schreiben mitgemacht. Das hat mir große Freude bereiten. Jetzt, mit dem Buch in der Hand, fiel mir der Workshop wieder ein. Ich sehe mich nicht als Autorin, jedoch ist gerade das Thema Schreiben wieder sehr präsent. Schreiben hilft mir, mich zu ordnen, mich mitzuteilen und zu sortieren. Durch Schreiben kann ich Heilprozesse unterstützen und Dinge manifestieren. Es ermöglicht mir einen Einblick in mein Inneres, den ich allein durch Denken nicht in diesem Umfang erreiche.

Schreiben hat Kraft. Schreiben macht Mut. Schreiben heilt. Schreiben verbindet.

Zwei Bücher sind mir in den letzten Monaten unter die Augen gekommen, die ich dir hier kurz vorstellen möchte, wenn du dich mit dem Thema Schreiben näher beschäftigen möchtest. ‚Die Seelenfeder‘ und ‚Federleicht‘. Beide Bücher habe ich mir als Rezensionsexemplar schicken lassen, weil mich die Titel angesprochen haben. Obwohl beide Bücher von unterschiedlichen Autorinnen und in verschiedenen Verlagen erschienenen sind, gibt es doch Gemeinsamkeiten im Layout und der Titelwahl. Schreiben hat in unserer Vorstellung wohl immer noch etwas mit dem alten Schreibwerkzeug, der Feder zu tun. Damit ist es etwas sehr sinnliches, behutsames und analoges. Es ist tatsächlich so, dass Schreiben mit der Hand einen anderen Einfluss auf unseren Körper und unser Gehirn hat als das Schreiben mit der Tastatur.

Die Seelenfeder

Die Seelenfeder. Wie wir durch Schreiben wieder in Kontakt mit uns selbst kommen, Beatrix Schulte*

Das Buch ist mit seinen 143 Seiten nicht sehr dick und liest sich sehr unterhaltsam. Als Leserin begleite ich die Autorin Beatrix Schulte in ihren Schreiburlaub, wo sie meist in Cafés sitzend über das Schreiben schreibt. Dabei beschreibt sie ihre Umgebung und Beobachtungen und führt den Faden immer wieder zurück zum eigentlichen Thema, dem Schreiben. Sie gibt einen umfangreichen Überblick über die verschiedenen Arten des Schreibens. Notizen, Briefe, Tagebuch, Jorunaling, Bullet Journal, Morgenseiten, Kreatives Schreiben, Therapeutisches Schreiben…die Liste ist lang. Zwischendrin gibt es immer ein paar kleine wissenswerte Notizen, Aufgaben und Übungen.

Einstieg und Übersicht

Das Buch bieten einen schönen Einstieg in das Thema Schreiben. Die Schreibbegeisterung der Autorin lese ich klar in der Sprache, die sie wählt. Ich bin noch nicht ganz fertig mit dem Buch, habe mir aber schon viele Notizen und Markierungen gemacht. Sehr cool fand ich zu lesen, dass Beatrix Schulte auch mehrere Journals zum Schreiben hat. Ich bin nämlich manchmal überfordert von der Fülle meiner Notiz-, Skizzen- und Kritzelbüchlein, merke aber, dass es für mich nicht funktioniert, alles in ein einziges zu schreiben. So habe ich gesehen, daß es auch anderen so geht.

Du kannst ein bisschen auf ihrer Website und im Blog rumstöbern und dich inspirieren lassen. Vielleicht findest du ja gleich ein paar Anhaltspunkte, loszuschreiben.

Federleicht

Vielleicht kennst du die Autorin schon von dem Buch „Vier minus drei“, was entstand, weil sich die Autorin nach einem tragischen Unfall, wo sie ihre ganze Familie verlor, schreibend ihrer Trauer widmete. So startete auch ihr Weg zum Schreiben.

Federleicht. Die kreative Schreibwerkstatt. Wie die Kraft ihrer Worte zur Lebenskraft wird. Barbara Pachl-Eberhart*

Das Buch ist mit 384 Seiten um einiges dicker als die Seelenfeder, hat aber auch einen ganz anderen Ansatz. Es ist voller praktischer Übungen und spielerischer Aufforderungen sich mit Sprache und Schreiben auseinanderzusetzen. Dieses Buch eignet sich gut, wenn du dir nicht nur einen Überblick verschaffen möchtest, sondern tiefer ins Schreiben eintauchen willst.

Grundlagen und konkrete Übungen

Der Inhalt des Buches teilt sich in 4 Teile auf. Im ersten Teil geht es um das Beginnen, um Grundlagen und verschiedene Arten des Schreibens. Anhand vieler konkreter Übungen wirst du durch das Thema geführt. Der zweite Teil trägt den Titel „Schreiben trifft Leben“. Dort geht es unter anderem um sprachliche Freiheit, Fantasie und gezieltes Schreiben als Leseabenteuer. Im dritten Teil des Buches geht es um die Korrektur von Texten, ums Verändern, Feinschleifen und alle Fragen vor einer möglichen Veröffentlichung von Texten. Teil Vier, der letzte und kleinste Teil des Buches ist Serviceteil und Schreibprojekt.

Insgesamt ist das Buch eine sehr praktische Anleitung, ein gutes Übungsbuch, wenn du konkret Lust auf Schreiben hast und dich nicht scheust, gleich in die Praxis zu gehen und dich auszuprobieren. Das konkrete in dem Buch gefällt mir genau so gut, wie das poetisch lustvolle des anderen, oben genannten Buches.

Auf der Website von Barbara Pachl-Eberhart findest du Leseproben, Informationen und einen Überblick über ihre Arbeit.

Empfehlung

Mir gefallen beide Bücher auf ihre ganz eigene Weise, und ich empfehle sie dir, je nachdem wo du gerade stehst und wie du dich dem Thema nähern möchtest.

 

 

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Gold

Hier herrscht immer noch herrlichster goldener Oktober. Ich habe große Freude daran, in diesem Gold zu baden. Draussen die leuchtenden Bäume zu sehen, in mir drin nach meinem Gold zu spüren. Überhaupt springt mich gerade an, was golden ist. Da kann ich eintauchen und groß werden.

Lust auf Gold

Wenn du auch Lust auf Gold hast, habe ich hier ein paar funkelnde Links für dich

Goldnüsse

Im Herbst kannst du Walnüsse sammeln, vorsichtig knacken und die leeren Schalen trocknen. Diese malst du dann mit goldener Farbe an (Acrylfarbe, Lackfarbe oder Sprühlack), befüllst sie mit kleinen Edelsteinen, Nascherein und Zettelchen. Dann setzt du die passenden Hälften mit etwas Kleber wieder zusammen. Und schon hast du einen Adventskalender, kleine Liebesgeschenke, Baumschmuck oder eine Beigabe in den Nikolaus Stiefel.

Golden Guidance

Coaching mit der wunderbaren Maren. Sie hat ein gutes Gespür, Feinsinn, Bewusstsein und Herzenergie. Du findest sie auch auf Instagram. Lass dich gern von ihrer zarten Energie verzaubern.

Warmes, goldenes Licht

Laternenzeit. Diese Faltlaternen zaubern nicht nur an St.Martin ein schönes Licht. Du kannst sie die auch als Teelichthalter (bitte mit einem Glas als Schutz) für deinen Wohnraum basteln. Wenn du helle gelbe und orangene Farben wählst, kommt mehr Licht durch das geölte Papier.

Goldene Nahrung

Da fällt mir im Herbst immer leuchtender Kürbis ein. Der schmeckt lecker als Kürbis-Kokos-Suppe oder als Lasagne. Leuchtend ist auch der Walnuss-Karotten-Aufstrich und natürlich die wärmende Goldmilch.

Goldene Farbe

Für meine Kalligrafien benutze ich gern die goldene Farbe von Finetec*. Sie lässt sich mit Wasser anrühren bis zur gewünschten Konsitenz und dann einfach mit Pinsel oder Feder schreiben. Ich mag sie sehr in ihren unterschiedlichen Goldtönen bis hin zu Silber. Von Edding gibt es auch Geldschreiber und Lackmaler* für unterschiedlichste Oberflächen. Ich habe einen Sakura Lackstift für Kalligrafie*, den ich mir mal in Amerika bestellt habe. Den mag ich sehr gern. Mittlerweile gibts den auch hier.

Konfetti

Auch schön finde ich die Idee von goldenem Konfetti in Luftballons*. Vielleicht bestelle ich mir die zum Geburtstag?

Und du?

Was erfreut gerade dein Herz und lässt es golden leuchten?

*Affiliate Link

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Goldenes Wochenende

Der Oktober bleibt meinem Monatsmotto treu. Ganz und gar golden kommt er daher. Wir hatten schon einige Tage herrlichsten Sonnenschein. Wenn die Sonne tief steht ist das ein tolles Licht. Ausserdem leuchten die gelben, braunen und roten Blätter ganz intensiv. Ach, ein Fest ist das fürs Auge und die Sinne. Ich weiss nicht, ob es am Wetter liegt, mir ist gerade ganz sonnig und ausgeglichen ums Gemüt.

Samstag

Das Wasserwacht-Hallentraining hat letzte Woche begonnen. Ich war im vergangenen Jahr nicht sehr aktiv. Im Hallentraining fehlte ich oft, weil unsere Wochenenden meist mit Familienkram belegt waren (Geschäftsreisen, Abwesenheiten, Veranstaltungen). Auch im Sommer war ich kein einziges Mal zum Dienst ab See, weil es überhaupt nicht in meinen Kalender passte. Etwas verhalten fuhr ich also am Samstag zum Training. Ausserdem war ich nicht sicher, wie weit ich überhaupt mit meinen (Adduktoren-) Schmerzen, die mich gerade plagen, mitschwimmen könnte. Aber das training war toll. Ich konnte alles mitschwimmen, habe mich sowohl in der Gemeinschaft als auch im Wasser total wohl gefühlt und wieder gemerkt, wie sehr es mir gut tut. Wir haben in der ersten Stunde Kraulschwimm-Technik geübt, im zweiten Teil ging es um aus Angriffen befreien, Abschleppen und aus dem Wasser bergen.

Zu Hause habe ich dann Kuchen gebacken. Ich bin ja nicht so die große Bäckerin, hatte aber Lust auf diesen Schokokuchen, in dem eine Zuchini versteckt ist. Er ist mir auch richtig gut gelungen. So hatten wir am Samstag und am Sonntag ein Nachmittagssüß.

Am Nachmittag sass ich lange mit dem Mann auf der Terrasse und freute mich über die schönen Gespräche mit ihm. Der Wolf war auf einer Geburtstagsfeier, die Tochter bei einer Freundin und der Sterngucker irgendwo in der Siedlung unterwegs. Barfuss und nur mit Hose bekleidet, weil es so warm war. Am Abend erzählte er mir ein bisschen, wo sie sich überall rumgetrieben hatten und zu welchen Nachbarn sie gehen, um Süßigkeiten zu bekommen. Das ist schon ein sehr tolles Kinderleben, was er da hat.

Sonntag

Der Sonntag verlief ebenso beschaulich. Nach dem Frühstück fuhr der Mann mit dem Wolf die Strecke zur Schule ab, weil der Wolf morgen mit dem Fahrrad fahren möchte. Die Strecke ist nicht ganz ungefährlich (es gibt keine Radwege), weshalb wir lange überlegt haben, wie wir dem Wunsch des Wolfes nachkommen können, ohne unser Bedürfnis nach Sicherheit zu untergraben.

Ich kümmerte mich um die Wäsche, das MIttagessen (Wraps) und persönlichen Kleinkram. Am Nachmittag wurschtelte ich im Garten, half der Tochter beim Papierkram sichten und unterhielt mich mit dem Mann auf der Terrasse bei dem restlichen Kuchen. Der Wolf hörte Hörspiel und schliff dabei sein Messer, der Sterngucker war wieder in der Siedlung unterwegs.

Es war das totale Bilderbuchwochenende. Wir gruschelten zu Hause Dinge herum, hatten schöne Gespräche und gutes Miteinander. Jeder hatte bisschen Zeit für sich und Zeit für Familie.

Morgen starte ich in eine sehr volle Woche. Es gibt kein Tag, der nicht von mindestens einem zusätzlichen Termin belegt ist. Ich bin froh, dass ich am Wochenende meine Batterien so gut aufladen konnte.