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gestrickt :: Mal wieder Socken

Socken gehen mir dieses Jahr besonders gut von der Hand. Das ist nun schon das dritte fertig gewordene Paar. Eigentlich wollte ich mich mit diesen Socken an der Double Heelix Anleitung probieren. Diese Fersen-Spirale ist zu cool. Leider hat meine Geduld nicht ausgereicht, welhalb es jetzt doch stinknormale Socken mit farbigem Bündchen und Zehenspitzen geworden sind.

Die nächsten Socken habe ich bereits angestrickt. Diesmal zur Verwertung von Restgarnen in fast regenbogenbunten Farben. Socken, wenn sie nicht für eine bestimmte Person sein sollen, stricke ich immer in Größe 39. Ich muss dabei nicht mehr in meine (handgeschriebene, zerfledderte) Sockentabelle schauen. Einzig für die Abnahmen an der Spitze brauche ich den Spicker.

Die fertigen Socken sammle ich in meiner Geschenkekiste. Hin und wieder wird dann jemand liebes mit einem wärmenden Paar gedacht. Wie zum Beispiel im November eine Freundin zum Geburtstag mit den schönen Socken, die im September fertig geworden sind.

Weihnachtssocken

Socken hat auch meine Mama gestrickt, als sie vor zwei Wochen hier bei uns war. Die Tochter hatte sich weihnachtsliche bestrumpfung gewünscht. So sind aus meinem Stashgarn diese roten Mistelbezweigten Socken entstanden.

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gebastelt :: Waldorflaternen

Zu meinem Geburtstag kam bei mir ein regenbogenbuntes Packerl an. Die Tochter erkannte sofort, dass das von Jana sein musste (war es auch). Ich bin ja eine Verpackungsaufheberin und -wiederverwenderin. Also weickelte ich das Packerl vorsichtig aus, erfreute mich sehr am Inhalt und bewahrte das Papier auf. Am Wochenende kam mir in den Sinn, dass ich daraus ja so eine Waldorflaterne falten könnte.

Also schnitt ich das Papier in zwei Quadrate. Ölte es mit Leinöl (ein anderes war gerade nicht im Haus), damit es schön durchsichtig wird und faltete nach dieser Anleitung zwei regenbogenbunte Laternen. Die waren so hübsch anzusehen, dass die Kinder unbedingt auch Papier anmalen und daraus Papiere falten wollten.

Also bastelten wir am Wochenende Laternen.

  

Und weil heut Dienstag ist, verlinke ich sie zum Creadienstag.

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Regenbogenbuntes Flauschwochenende

So ganz ist das Wochenendchaos noch nicht beseitigt. Ich schwanke zwischen ‚oh wie toll‘ und ‚oh mein Gott‘, zwischen Freude und Entsetzen. Das ganze Wochenende über tobte hier das pralle Familienleben. Unser Haus als Ort von Weihnachtsvorbereitungen und -geheimniskrämerei, als Schlachtfeld von Kinderstreiterein, Heimkino, Büro, Bastelwerkstatt und Küche. Es gab gefühlt keine Minute in der mal nichts war. Stille, Ruhe oder Nichtstun. Sowas. Ok, nachts vielleicht, als alle schliefen. Aber selbst das weiss ich nicht, denn ich schlief ja.

Wir haben eine Wohnküche. In dieser findet zu 80% unser Familienleben statt. Hier ist es warm, hier ist immer jemand da, hier wird gekocht, hier ist Leben. Das ist meistens schön, manchmal nicht ganz so. Ich hab der Tochter mal eine Postkarte mitgebracht, wo drauf steht:

„Das Schönste an einer Familie ist, es ist immer jemand da. Das Schlimmste an einer Familie ist, es ist immer jemand da“

So ungefähr. Es war also bunt und wild.

Als Bild festgehalten sihet das ungefähr so aus. Nur mit mehr Kindern im Raum: Wäsche, Feuer, Strickprojekte, Bastelkram, Arbeit, Essen. Alles konzentriert auf den 33,5 qm Wohnküchenraum.

Über Nacht hatte es geschneit, sodass die Erde mit einer zarten Puderzuckerschicht bedeckt war. Der erste Schnee ist immer etwas besonderes.

Wir haben gemalt, gebastelt und gestrickt. Ich habe am Wochenende einiges gearbeitet. Immer häppchenweise inmitten vom Familientrubel.

Ich habe mich über ein Stück meiner Geburtstagstorte gefreut, was ich mir eingefroren hatte.

Die Tochter freute sich über Post von Oma (das Tuch hat meine Mama gehäkelt, nachdem sie es über die Creadienstag-Seite bei Frau Tschi-Tschi entdeckt hat, als sie hier bei uns war. Nun ist es fertig.) Ein Poncho war auch noch dabei. Den hab ich vergessen zu fotografieren.

Zum Frühstück gab es Einfach, aber lecker: Semmeln mit Avocado, Orangensaft, Grüntee. Dazu Kerzenschein im Tetrapack-Upcycling-Teelicht und Strickzeug.

Der Wolf hörte Hörspiele und schaute Filme aus der Bibliothek (jeden Tag einen). Wir waren nämlich am Freitag abend noch spontan in der Bibliothek und haben einen großen Stapel Bücher, Hörbücher und zwei Filme mitgenommen. Er reparierte mit seinem Freund sein Fahrrad, räumte sein Zimmer um und schmückte es weihnachtlich.

Der Sterngucker baute mit den Kapla-Steinen*, spielte mit Schleichtieren oder malte. Manchmal verschwand er auch nach draussen. Oder telefonierte mit Oma.

Zum Mittagessen gab es karamelisierten Fenchel mit Granatapfel und Berberitzen aus dem Buch „Vegan orientalisch“*

Am Sonntag nachmittag haben wir das Wohnzimmer aufgeräumt und dann die Weihnachtskisten zum Schmücken geholt.

Ich hab dann Abendessen gemacht. Die Tochter war in der Badewanne. Die Jungs in ihren Zimmern (von plötzlichem Aufräumwahn befallen). Nach dem Essen hab ich abgespült (unsere Spülmaschine hat am Samstag Wasser gelassen, sodass ich sie nicht nochmal einschalten wollte). Gerade als ich den Sterngucker ins Bett bringen wollte, fing es nochmal richtig an zu schneien. Also rannten die Jungs eine runde entzückt durch den Schnee, bevor ich sie dann mit Wärmflasche ins Bett stecken konnte. Innerhalb weniger Minuten schlief der Sterngucker ein. Es fasziniert mich immer wieder, wie schnell er sich abends dann doch dem Schlaf hingibt.

Ich werde jetzt noch eine kleine Runde Arbeiten und auf den mann warten, der übers Wochenende zum Arbeiten unterwegs war.

Wochenendeinblicke gibts auch bei Susanne.

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