post

Mittwochsgedanken

Mit einigen nicht vorgesehenen Ereignissen und Terminen hat diese Woche ganz schön Fahrt aufgenommen. Ich reagiere sensibel auf Stress. Das bedeutet, dass ich gut auf mich achten muss. Gestern war so ein Tag, da standen mir schon morgens die Tränen in den Augen. Das Gefühl, voll zu sein und jederzeit überzulaufen begleitete mich den ganzen Tag. Entgegen meiner Widerstände war ich Abends dennoch beim Aktzeichnen. Zum Glück, denn das Formen erkunden mit dem Stift, hat mich wieder zu mir zurück gebracht. Ich bin dann zwar wirklich müde, aber sehr viel aufgeräumter wieder nach Hause gefahren.

Am Freitag ist unsere Waschmaschine gestorben. Nach Beratung mit dem Mann haben wir uns für eine hier im örtlichen Fachhandel entschieden. Die war zwar teurer als im Internet, dafür wurde sie ohne Probleme geliefert, angeschlossen und erklärt. Die alte Maschine wurde mitgenommen zum Waschmaschinenfriedhof. 23 Jahre hat sie gute Dienste geleistet. Die neue dreht bereits ihre Runden und wäscht dir angefallenen Wäscheberge weg. Das geht ja doch recht schnell bei 5 Personen, dass sich da ein Berg ansammelt.

Am Montag hatte ich mit dem Mann unser Monatsdate. Wir waren wieder gemeinsam Frühstücken. Dabei besprechen wir alle aktuellen Themen (wie Waschmaschinenkäufe), unseren Monatsfokus, Termine und Logistik. Ich mag dieses Ritual sehr, sehr gern.

Insgesamt sortiere ich mich noch in dieses Jahr hinein. Mir fehlt ein bisschen der Fokus und die Richtung. Ich habe aber Vertrauen, dass es noch kommt. Gerade habe ich meinen Monatsbrief verschickt. Das ist für mich schön zum Innezuhalten und Spüren, was gerade in mir ist. Ich mag es sehr, den Newsletter zu schreiben und die liebevollen Rückmeldungen zu lesen.

Heute ist Vollmond und morgen beginnt schon der Februar. Verrückt!

post

Januar – So grau, so schön

Ich bin gerade sehr verzaubert von der reduzierten Farbpalette des Januars. Zwar gibt es auch die himmelblau strahlenden Tage, aber eben auch das alles umhüllende Grau in facettenreichen Schattierungen. Hier und da ein gedeckter Farbklecks. Das Feld in Ocker, die Moose und Flechten. Aber auch Farbfeuerwerke am Himmel. Herrlich!

Ich hatte eine angenehm ruhige Woche. Viel Fahrerei, aber ansonsten einen weitgehend selbstbestimmten Rhythmus innerhalb des üblichen Rahmens. Das war sehr wohltuend nach dem anstrengenden Jahresanfang.

Was schön war diese Woche

  • Das Gefühl tief in mir drinnen. So eine wohlige sich ausbreitende Sicherheit. So ein sicheres JA! Ein Verbundensein ganz drinnen, auch wenn der Kopf noch Fragen hat. Eine Basis, auf der ich aufbauen kann.
  • Zusammenhänge, die sich im Bauch schlüssig anfühlen, auch wenn der Kopf sie nicht erklären kann. Die Überzeugung, dass es reicht, es zu fühlen, ohne erklären zu müssen. Puzzlestücke fügen sich.
  • Meine Hamamelis beginnt zu Blühen. Seit ich sie habe sehne ich der Blüte entgegen, beobachte die Knopsen und bin ganz aufgeregt. Und jetzt tut sie es. Die Knospen platzen langsam auf. Tastend entrollen sich die länglichen Blütenblätter in die kalte Januarluft und geben dem Graubraun einen leuchtenden Farbtupfer. So ein faszinierendes Wunder.

  • Lange Spaziergänge durch die Januarluft. Ich habe Spaziergänge in letzter Zeit so schätzen gelernt. Wie sie mich erden und zu mir bringen. Die frische Luft, Bewegung und die Verbindung mit der Natur.
  • Lustige Treffen, Begegnungen, nette Telefonate, Kontakt mit den Kindern.
  • Die Fähigkeit, flexibel zu sein und mit dem zu gehen, was ist.

Auf ins Wochenende

Am Wochenende wird der Mann Gong unterrichten. Ich bleibe mit den Kindern daheim und sortiere mich (und das Haus). Der Tag heute fing etwas motzig an. Ich möchte wieder weniger genervt sein. Ich brüte an Themen und brauche Sortierung. Vermutlich wird Wäschefalten helfen :)

post

gestrickt :: Regenbogensocken

Mein Strickjahr hat mit der Fertigstellung von Regenbogensocken 2017 aufgehört und 2018 begonnen. Aus Sockenwollresten sind unbeabsichtig zwei paar Socken entstanden. Eins, weil ich es so wollte. Das andere, weil ich mich beim zweiten Socken des ersten Paares am Bündchen vertan hatte und so ein zweites Paar mit etwas anderem Bündchen begann. Jetzt habe ich eine Menge Sockenwollreste verbraucht. Das Vernähen der Fäden habe ich mir als Projekt auf die Bahnfahrt mitgenommen. Bei so vielen Farbwechseln ist das Vernähen gefühlt mühsamer als das Stricken selbst. Als nächstes geht es einfarbig weiter.