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Licht und 40 weitere Antworten (Fragerunde #6 und #7)

Ich hatte etwas Bammel vor dieser Woche, aber bisher läuft es ganz gut. Ich bin produktiv und fokussiert. Meine Nächte sind unruhig, vorletzte Nacht lag ich zwei Stunden wach. Das ist sehr untypisch für mich. Tagsüber kommen mir immer mal die Tränen oder auch Wut. Oder beides gleichzeitig. Vorallem im Auto, wenn ich allein bin. Oder im Bett. Dann wieder bin ich ganz sanftmütig und voller Liebe. Es ist anstrengend.

Gestern hatte ich ein Date mit dem Mann, um gemeinsam ein Projekt zu besprechen, auf das ich keine große Lust hatte. Mürrisch setzte ich mich mit ihm zusammen, wir kamen aber so gut ins Gespräch, dass ich mich gut auf ihn und das Projekt einlassen konnte. Am Ende hat es sich sogar richtig gut angefühlt. Da war dann wieder das Gefühl, dass wir einfach zueinander passen mit unseren Schwächen und Stärken. Da war sie zurück, die Vertrautheit, die ich vermisst hatte.

Am Abend hatten wir dann nochmal ein schönes Gespräch über Ängste und Mut. Dieser kleine Abend auf der Couch, eine Stunde zu einem Thema, war so inniglich und herzwärmend. Ausserdem war ich für ein Stündchen in der Sauna, was mir auch wohl tat. Die Wärme, das Mit-Mir-Sein. Plötzlich fand ich, so albern das jetzt klingen mag, meine Knie und meine Haut schön, hatte Augen für ganz kleine liebenswerte Details an mir und habe mich gefreut, dass ich so viel Selbstmögen in mir entdeckt habe. So tief fühlbare Selbstliebe.

Nachdem ich spät abends die Tochter eingesammelt hatte, fand ich noch Zeit in meinem Fastenzeitworkbook zu schreiben und ein bisschen zu lesen. Diese Nacht war besser, aber nicht gut.

Ich habe mich sehr sehr über die mitfühlenden und liebevollen Kommentare gefreut. Das empfinde ich als wohltuend.

Heute geht es weiter mit den Fragen aus der Flow, die Johanna Pinkepank als Jahresprojekt angeregt hat.

1000 Fragen an dich selbst – #6 und #7 (101-140)

101. Treffen die deinem Sternbild zugeordneten Charaktereigenschaften auf dich zu? Mein Sternzeichen ist Skorpion. Ich finde mich durchaus in der ein oder anderen Beschreibung wieder, möchte aber nicht darauf reduziert werden.

102. Welche Farbe dominiert in deinem Kleiderschrank? Momentan ist es Blau in verschiedenen Farbtönen.

103. Holst du alles aus einem Tag heraus? Vielleicht nicht alles, aber schon sehr viel. Und das wiederum unterschätze ich oft.

104. Wie viele TV-Serien schaust du regelmäßig? Keine

105. In welcher Beziehung möchtest du für immer Kind bleiben? Neugier und Phantasie, Vertrauen

106. Kannst du eine Woche auf das Internet verzichten? Hm, im Alltag fiele es mir schwer, im Urlaub kann ich mich bewusst drauf einlassen.

107. Wer kennt dich am besten? Ich mich. Alle anderen kennen nur Facetten von mir. Niemandem zeige ich mich komplett.

108. Welche Arbeit im Haushalt findest du am langweiligsten? Abspülen, Wäsche falten

109. Bist du manchmal von anderen enttäuscht? Selten. Ich versuche, keine Erwartungen zu haben. Klar ärgere ich mich über dieses oder jenes. Aber das Gefühl wirklich enttäuscht zu sein hatte ich das letzte mal mit 19 als eine Freundschaft auseinanderging. Weil ich Erwartungen hatte.

110. Wie sieht ein idealer freier Tag für dich aus? Am alleridealsten würde er an der Ostsee stattfinden, gutes Essen beinhalten und ganz viel Zeit zum Sein und Spüren, zum Folgen meiner Impulse. Es wäre nicht zu warm und nicht zu kalt, vielleicht hätte ich gern noch nette Gesellschaft für tiefe Gespräche oder angenehmes Schweigen. Ich würde mein Glück gern teilen wollen. Ich stelle mir vor, dass der Tag in einer innigen Umarmung endet. Voller Glück und Eins-Sein.

Ich habe aber auch noch andere idealer-freier-Tag Vorstellungen in meiner Phantasie. Das war nur eine von vielen Varianten.

111. Bist du stolz auf dich? Ja. Schon allein darauf, dass ich das ohne Zögern so sagen kann.

112. Welches nutzlose Talent besitzt du? Hm, mir fällt keins ein.

113. Gibt es in deinem Leben etwas, das du nicht richtig abgeschlossen hast? Ja. Vieles. Vorallem Freundschaften und Beziehungen.

114. Warum trinkst du Alkohol bzw. keinen Alkohol? Weil ich Lust bzw keine Lust drauf habe, es zur Situation oder meiner Stimmung passt (oder nicht passt)

115. Welche Sachen machen dich froh? persönliche Briefe, tiefe Freundschaften, gutes Essen, Meeresrauschen, die Ostsee, Kinderlachen, Alltagshumor, die ganze Schönheit im Detail, liebe Kommentare im Blog, messages von Freundinnen, Wertschätzung, Vertrauen, postives Feedback… das Leben.

116. Hast du heute schonmal nach den Wolken im Himmel geschaut? Ja! Heute sind die Wolken eine dichte graue Decke und es tanzen Schneeflocken.

117. Welches Wort sagst du zu häufig? Jetzt nicht

118. Stehst du gern im Mittelpunkt? Nein. Aber ich führe gern.

119. Wofür solltest du dir häufiger Zeit nehmen? Spüren, Spielen, Innehalten.

120. Sind Menschen von Natur aus gut? Diese Frage hätte ich spontan mit ‚ja‘ beantwortet. Dann habe ich mich mit der Tochter ausgetauscht und wir waren uns nicht sicher, was genau GUT ist.

#7

121. Gibst du der Arbeit manchmal Vorrang vor der Liebe? Ich mag den Spruch „Arbeit ist sichtbar gemachte Liebe“. Ich möchte Arbeit und Liebe nicht trennen müssen. Nein, gebe ich nicht.

122. Wofür bist du deinen Eltern dankbar? Vertrauen, Freiheiten und Unterstützung immer und immer wieder

123. Sagst du immer, was du denkst? Nein. Ich habe oft das Gefühl keine Worte zu haben, für das was ich denke. Oder falsch verstanden zu werden in dem, was ich sagen will. Deshalb sage ich oft nur einen Bruchteil dessen, was ich denke.

124. Läuft dein Fernsehgerät häufig, obwohl du gar nicht schaust? Nein. Ich habe keinen Fernseher. Ich lasse aber auch kein Radio und keine Musik einfach so nebenherlaufen.

125. Welchen Schmerz hast du nicht überwunden? Gerade fällt mir keiner konkret ein, aber immer wieder tauchen alte Schmerzen auf, wenn ich nicht damit rechne.

126. Was kaufst du für deine letzten 10 Euro? Blumen

127. Verliebst du dich schnell? Ja. Ich verliebe mich schnell, aber ich gebe nicht schnell mein Herz her.

128. Woran denkst du, bevor du einschläfst? Ich gebe mich meinen Tagträumen und Sehnsüchten hin. Ich spiele Situationen, die ich erlebt habe mit anderen Möglichkeiten und Wendungen ab, führe Dialoge und denke mir Geschichten aus.

129. Welcher Tag der Woche ist dein Lieblingstag? Momentan Montag. Alles frisch und neu, Struktur, eine neue Woche, neue Gelegenheiten, Alltag. Ausserdem ist der Mann montags daheim und wir arbeiten oft gemeinsam.

130. Was würdest du als deinen größten Erfolg bezeichnen? Mein Leben. Dass ich da stehe, wo ich heute bin. Dass ich mich zu der Ramona entwickelt habe, die ich gern mag und die glücklich ist.

131. Mit welcher berühmten Person würdest du gern mal einen Tag verbringen? Hm. Keine, wenn es nur um das Tag verbringen geht. Fast jede, wenn es um tiefe Gespräche, kennenlernen und echten Kontakt geht. Spielt es eine Rolle, ob jemand berühmt ist oder nicht?

132. Warst du schon mal in eine (unerreichbare) berühmte Person verliebt? Bestimmt. Aber nicht ernsthaft mit jeder Faser. Eher so Geschwärme. Skin von Skunk Anansie zB hat mich lange fasziniert.

133. Was ist dein Traumberuf? Gestalterin (als Lösungsfinderin, Wegweiserin, Energiewandlerin, Kriegerin & Heilerin)

134. Fällt es dir leicht, um Hilfe zu bitten? Nein und Ja. Seit ich miterlebt habe, wie schwer es meiner Oma gefallen ist, Hilfe anzunehmen, habe ich beschlossen, es bewusst zu üben und es nicht als Last für andere und als meine Schwäche zu betrachten. Ich freue mich auch, wenn ich hilfreich sein kann. Deshalb möchte ich gern auch Hilfe annehmen. Ja, es gelingt mir immer besser, auch um Hilfe zu bitten.

135. Was kannst du nicht wegwerfen? Alles, was noch heile, benutzbar und gut ist. Weggeben und Loslassen hingegen fällt mir leicht.

136. Welche Seiten im Internet besuchst du täglich? Instagram, Facebook, Twitter

137. Sind die besten Dinge im Leben gratis? ja.

138. Hast du schonmal etwas gestohlen? ja und danach ein furchtbar schlechtes Gewissen gehabt.

139. Was kochst du, wenn du Gäste hast? Je nach Gästen: Curry und Reis, Burger zum selbst belegen, oft beauftrage ich aber auch den Mann zu kochen, wenn wir Gäste bekommen. Dann probieren wir kompliziertere Gerichte oder kochen vertraute etwas aufwändiger.

140. In welchem Laden möchtest du am liebsten mal eine Minute lang gratis einkaufen? Im Künstlerbedarf. Das hochwertige Material ist so teuer, dass ich in einer Minute wahrscheinlich so viel Papier, Farben, Pinsel und Skizzenbücher horten würde, wie ich kann :)

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Wochenende :: Eiskalt

Draussen hat der Winter wieder eine Schneedecke über die Landschaft gezaubert. Es wechselt zwischen Eiseskälte und sanftem Tauen. Ich freue mich immer wieder an der Ruhe, die Schnee über den Alltag bringt. Meine letzten Tage sind dunkel und zäh. Ich kämpfe um meine Verbindung zu mir selbst und damit auch zu meinen Mitmenschen.

Meine Familie findet mich schwer zu ertragen, ich bin zickig und unausgeglichen. Ich sehne mich nach einer Umarmung und Nähe, aber ‚alle‘ laufen vor mir weg und finden mich anstrengend. Ich mich selber wohl am meisten. Ich komme mit keinem in Kontakt, es entstehen Mißverständnisse und Streit. Wir motzen und ignorieren uns. Ein Blick auf den Zykluskalender verrät den Grund (PMS), überrascht bin ich von der Wucht. Ich versuche, mich meines eigenen Werkzeugkoffers zu bedienen und gut zu mir zu sein. Ich möchte zurück in meine Herzenenergie.

Samstag

Am Samstag nutze ich die Energie nach dem Frühstück, um Kleiderschrank, Medizinschublade und Büro aufzuräumen. Wenn innen schon alles durcheinander ist, soll wenigstens um mich herum Ordnung sein. Es tut gut, den alten Mist wegzuschmeissen. Der Mann fährt mit dem Wolf einkaufen.

Später fahre ich zum Schwimmtraining. Es kostet mich zwar einige Überwindung, tut aber sehr gut. Ferienbedingt sind wir nur eine kleine Truppe. Mein Training passe ich meinem immer noch Schleimbeutelentzündungs-lädierten Arm an (kein Rückenschwimmen, kein Sprint, nur sanftes Meerjungfrauenelegantes Schwimmen). Der Kontakt zu den Menschen tut mir gut. Keiner ist genervt von mir. Ein „schön, dass du gekommen bist“ erhellt mein Herz.

Zum Mittag gibt es vom Mann bereitetes Chilli sin Carne. Das hatte sich der Wolf gewünscht. Entsprechend haut er auch rein. Am Nachmittag fahre ich mit der Tochter zum Boesner. Wir brauchen noch Einleger für ihre Bewerbungsmappe. Ich kaufe noch neues Papier und Fineliner. Ausserdem eine reduzierte Schreibtischlampe für 10 Euro (von 90 Euro runtergesetzt, weil Ausstellungsstück). Ein Ausflug zum Boesner, egal wie streng ich mich an meinen Einkaufszettel halte, strapaziert immer mein Konto. Das geht aber nicht nur mir so, wie mir die nette Verkäuferin an der Kasse beim Smalltalk verriet.

Ich freue mich am Schnee und an den reduzierten Farben draussen. Drinnen ist es schwierig. Wir streiten oder reden erst gar nicht miteinander. Am Abend schreibe ich in meinem Fastenzeitarbeitsbuch zum Thema Beständigkeit, Ausdauer und Geduld. Ich mag die ausgesuchten Bibelverse und die Fragen. Sie passen genau zu meiner Stimmung und bringen mich zurück zu mir selber. Wenn ich am Ende des Arbeitsblattes das Gebet schreibe, geht es mir besser.

Gegen 21:00 Uhr gehe ich ins Bett und lese noch ein bisschen in meinem Buch*. Dann schlafe ich erschöpft ein. Ich finde mich selbst so anstrengend, dass ich ganz müde bin davon.

Sonntag

Meine Aufwachstimmung ist heller. Mit etwas Restgrummeligkeit frühstücke ich und ziehe mich in mein Büro zurück. Um zu mir selbst zurückzufinden ist Malen, Zeichnen und Schreiben der direkteste Weg. Ich kritzele und klebe also in meiner Artjournaling-Bibel* zum Bibelspruch des gestrigen Fastentages. Ich möchte nach dem Mittagessen gern rausgehen und einen Spaziergang machen. Spazieren hilft auch, sich wieder zu regulieren. Die liebe Frau Nachbarin klingelt, verspricht uns Kuchen und fragt, ob wir nach dem Mittag Lust auf einen Winterspaziergang haben. Oh ja!

Zum Mittag gibt es selbstgemachte Pizza. Leider gelingt mir der Teig nicht so gut, sodass die Pizza nur so mittellecker ist. Später gehen wir eine Stunde über die verschneiten Felder spazieren. Das Gehen tut gut, das Reden und nicht Motzen auch. Nach Kuchen und Tee stellen wir die Mappe für die Tochter zusammen und sichten die Bewerbungsunterlagen. Damit sind wir bis zum Abendessen beschäftigt. Langsam habe ich das Gefühl, dass es wieder fliesst. Ich reagiere nicht mehr so genervt und angegriffen, wir können wieder normal miteinander reden. Nach dem Abendessen baue ich mit dem Sterngucker noch eine Runde Kapla, dann wird er vom Mann ins Bett gebracht.

Ich werde nachher meinen fünften Fastentag im Workbook abschliessen und bin froh, wenn dieses Achterbahn-Tag zu Ende ist. Ich wollte am Wochenende viele Dinge erledigen, um nächste Woche nicht von Aufgaben erschlagen zu werden und habe gefühlt nichts davon geschafft. Ich habe keine Lust auf nächste Woche. Allein der Gedanke daran stresst mich und macht mich traurig.

Mein Notfallkoffer für schlechte Tage

(zur Erinnerung an mich selbst)

  • Aufräumen
  • Kochen & Hefeteig kneten
  • Malen, Schreiben, Zeichnen
  • Beten
  • Singen
  • „Herzraummeditation“
  • Spazieren gehen
  • mich fest in eine Decke hüllen

 

Vielleicht schönere Wochenendeinblicke und mehr Bilder gibt es, wie jeden Sonntag, bei Susanne.

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Faschingsferien :: Freitagslieblinge

Nachdem ich ein paar Tage mit den Jungs bei meinen Eltern verbracht habe, bin ich jetzt zurück daheim. Die Tage vergingen wie im Flug. Zeit, kurz Innezuhalten und dankbar zurück zu schauen.

Freitagslieblinge sammelt BerlinMitteMom mit diesen Kategorien:

Mein Lieblingsessen der Woche

Ich war am Dienstag in Dresden und habe dort im Little India einen leckeren veganen Thali-Teller gegessen, im Lloyds Bruschetta. Beides war sehr gut. Ansonsten hab ich mich über Blütensalat pur auf die Hand im Zug gefreut.

Mein Lieblingsbuch der Woche

In der Bahn hatte ich Zeit, das Buch „Die vierzig geheimnisse der Liebe“* anzulesen, was ich zu meinem 39.Geburtstag von einer Freundin bekommen habe. Ich komme gut in die Geschichte rein. Es sind leicht lesbare Häppchen, sodass ich das Buch auch mit Unterbrechungen lesen kann ohne den Faden zu verlieren. Ich habe große Freude daran und freue mich jetzt schon auf die Tiefe, die sich anbahnt.

Mein Lieblingsmoment mit den Kindern

Ich hatte nicht das Gefühl, sehr in Kontakt mit den Kindern zu sein in den letzten Tagen. Umso schöner fand ich die kleinen innigen Geschwistermomente, die ich beobachten durfte. Aneinanderkuscheln im Bett. Gemeinsames Mühlespielen in der Bahn. Füreinander da sein, wenn es drauf ankommt.

Mein Lieblingsmoment nur für mich

Ich hatte in der vergangenen Woche viele schöne Momente und Begegnungen. Nicht nur für mich, sondern immer geteilt mit anderen Menschen. Ein Abend mit meinen alten Kindergartenfreundinnen ums Feuer bei Wein und Gesang. Ein Spaziergang, ein Coaching, ein Ausflug nach Dresden. Sternenhimmel bewundern mit meinem Vati. Als ich nach Hause zurückfuhr, fühlte ich mich sehr geliebt und wertgeschätzt.

Meine Inspiration der Woche

Hm. Das ist wohl das Fastenzeit-Workbook zum Thema Beständigkeit und Ausdauer. Ausserdem kommt langsam wieder Inspiration aus mir selbst heraus. Das fühlt sich schön an.

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