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Strohwochenende

Ich bin gerade müde und erschöpft, zu wenig draussen und in einem flirrigen Zustand. Wahrscheinlich kann ich nur tiefenentspannt oder unter Strom. Son Donnerstag bis Sonntag war der Mann unterwegs. Erst auf einem Seminar, dann selbst bei seinem Gongworkshop & Konzert, wofür er die Verantwortung hatte. Ich war mit den Kindern daheim.

Samstag

Der Samstag startete entspannt. Ich fand Zeit für meine Dinge. Am Vormittag waren wir einkaufen und im Spielzeugladen. Auf dem Parkplatz passierte ein kleiner Autocrash mit dem Autoteiler-Auto. Seufz. Das hätte es nicht gebraucht. Später spielten die Jungs draussen Fussball, drinnen Lego, Minecraft, Lego Nexoknights oder Sagaland* mit mir.

Zum Abend gab es Pizza und syrische Spinattaschen aus dem Buch „Hayati, Syrische Heimatküche“ von Fadi Alauwad*. Das war wirklich nett. Die Tochter suchte passend zu den Speisen die Playlists auf Spoitfy heraus, sodas wir die Vorspeise mit syrischer Musik genossen, und passend zur Hauptspeise sang traditionell in Pizzeria-Manier Eros Ramazotti. Wir hatten wirklich Spaß in unserem 4-Sterne-Restaurant.

Als die Kinder im Bett waren, schenkte ich mir ein Glas Sekt ein, zog mich in mein Büro zwischen mein Collagematerial zurück, machte schöne Musik an und vertiefte mich in eine Neumondcollage. Wenn ich die Collagen mache, habe ich vorher nie ein Bild von dem, was dabei rauskommen soll, sondern gehe einfach mit dem, was mich anspricht und auftaucht.

Sonntag

Am Sonntag wachte ich mit einem kleinen Glühwürmchen neben mir im Bett auf. Das Fieberthermometer bestätigte meinen Verdacht. Der Sterngucker hatte schon wieder Fieber. So verbrachten wir den Vormittag in ruhigem Zusammensein. Der Sterngucker ruhte auf der Couch, spielte hin und wieder mit seinem Bruder, schaute Filmchen oder döste vor sich hin. Ich genoss den leeren Büroraum (weil der Mann den großen Gong mitgenommen hatte) und schrieb an meinem Bild weiter.


So plätscherte der Sonntag dahin. Der Wolf spielte Minecraft oder Fussball mit seinem Freund. Am späten Nachmittag übernahm die Tochter die Jungsbande und ermöglichte mir einen kleinen Ausflug zu einem Chorkonzert in der evangelischen Kirche.

Der Chor mit den Klängen und Stimmen, die Lieder, die Worte des Pfarrers und die Texte, die er gelesen hat haben mich tief berührt. Ganz erfüllt bin ich zurück nach Hause gefahren, wo die Jungs mit der Tochter beim Abendessen sassen. Was bin ich verliebt in meine Kinder! Der Mann war in der Zwischenzeit nach Hause gekommen und wollte sich kurz ausruhen. Dabei ist er eingeschlafen, sodass wir uns erst heut morgen gesehen haben. Ich hab die Kinder ins Bett gebracht und bin dann selbst auch schlafen gegangen. Das Wochenende war ruhig, rund und doch anstrengend und ermüdent.

Diese Woche wird noch einmal voll, bevor die Osterferien beginnen. Ich habe noch Klang und das tiefe Gefühl des gestrigen Abends in mir, werde heute früh ins Bett gehen und für mich sorgen.

Wie es bei den anderen war, kannst du bei Susanne lesen.

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Frühlingsgefühle

Na huch, seit meinem letzten Eintrag hier sind ja schon fast 2 Wochen wieder vergangen. Was habe ich in der Zwischenzeit getrieben, wie ist es mir ergangen?

Ich habe viel gearbeitet, einen Tag Auszeit mit meinen Mütterkreis-Frauen in der Therme genossen, war beim tag der offenen Tür an der Wolfsschule, hatte mein Abschlussgespräch zu meinem Seelenzentrierten Coaching, habe kleine Kinderköpfe nach Läusen/Nissen kontrolliert, war beim Sensory Awareness und habe, wie immer, die Familie von a nach b gefahren. Ausserdem hatte ich gestern ein Vorgespräch mit dem Zahnarzt, denn ich werde meinen Weisheitszahn gehen lassen (nur den Zahn, nicht die Weisheit). Ich habe viele Termine jongliert und geregelt und war mit dem Sterngucker beim Arzt für ein Attest. Ich habe tolle Post bekommen und welche verschickt.

Gestern ist auch mein Online Kurs zu Altdeutschen Schreibschriften gestartet, was ich sehr aufregend fand, denn ich habe mich erstmals in Email-Automation und überhaupt die technischen Funktionsweisen eines solchen Kurses eingearbeitet. Wenn dann so eine Email an 240 Leute rausgeht, ist das schon sehr aufregend. Bisher hat aber alles geklappt, ich habe schon sehr liebevolle und vorfreudige Rückmeldungen bekommen. Dennoch habe ich heute Nacht von altdeutscher Schreibschrift geträumt und sehr unruhig geschlafen.

Mit Gefühl von Schönheit schreiben, erinnert an Herzensfragen

Überhaupt war mein Fokus in den letzten Wochen sehr auf dem Kallimagie-Blog. Am Anfang braucht so ein Baby eben etwas mehr Fürsorge, damit es wachsen kann. Ich habe fast täglich zu Themen, die mir am Herzen liegen, geschrieben. Dafür habe ich mir eine kleine grobe Struktur ausgedacht. So gibt es nun Montags immer Buchbesprechungen, Dienstags ein Tutorial, Donnerstag ein Interview, Samstags Veranstaltungshinweise und Links zum Weiterlesen. Die anderen Tage sind flexibel für Themen, die mir gerade in den Sinn kommen.

Ich erfreue mich am Frühling. Draussen explodieren die Frühblüher, es ist eine Wonne. Das tut mir so gut. Ich kann gar nicht aufhören, mich in der Farbpracht und dem Vogelgezwitscher zu baden. Mit der Sonne kehrt auch die Energie zurück. Ich fühle mich voller Feuer und Energie, powere durch den Tag und sprudele vor Ideen. In solchen Momenten ist es für mich wichtig, darauf zu achten, dass ich mich nicht zu sehr auspowere und dann schnell ins Gegenteil kippe. Ich wünsche mir Balance. Balance haben wir am Mittwoch abend im Sensory Awareness erforscht. Was ist Balnce und was ist unsere Vorstellung von Balance. Wie fühlt sich Balance im Körper an? Was zeigt sich? Wie bin ich?

Alles in allem ist es also recht fein hier bei mir. Ich habe schöne innige Momente mit dem mann und tiefe Gespräche. Wir sind beide in unseren Prozessen und doch miteinander verbunden. Das ist ein sehr schönes Gefühl. Die Kinder sind jetzt wieder öfter draussen. Bei den milden Temperaturen macht es mehr Freude, Fussball zu spielen und mit dem Radl rumzufahren oder Spazieren zu gehen.

Mein vorherrschendes Gefühl: Dankbarkeit. Passend dazu zitiere ich den gestrigen Bibelspruch aus meinem Fastenzeitarbeitsbuch:

Lasst nicht nach im Beten, werdet nicht müde darin und tut es immer mit Dank! Kolosser 4,2

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wmdedgt :: Sanfter Wochenstart, März 2018

Es ist Montag und Monatsanfang. Der Mann und ich sind zu unserem regelmässigem Date verabredet. Einmal im Monat gehen wir Frühstücken, um gemeinsame Projekte, anstehende Termine und Ideen zu besprechen. Oder aber auch einfach nur Zeit miteinander zu geniessen und es uns schön zu machen. Da der Mann und ich jeweils eigene und gemeinsame Geschäfte haben, gibt es viel zu besprechen und zu koordinieren. In letzter Zeit waren wir oft im Kontakt und hatten viele Gelegenheiten uns auszutauschen, sodass es diesmal kein so getriebenes Treffen ist wie andere Male. Wir sitzen also gemütlich beim Frühstück, schauen auf die Berge in der Ferne und geniessen sowohl das Essen als auch uns. Wir schreiben Ideen auf, To-Do-Listen, unseren Speiseplan für diese Woche und unsere Einkaufsliste.

Gegen 12 fahren wir gleich vom Café aus weiter, den Wolf in der Schule abzuholen. Daheim macht der Mann ihm die restlichen Kartoffeln vom Wochenende als Bratkartoffeln. Zwischendrin ruft die Tochter an und möchte vom nachmittag freigestellt werden, weil ihr Lehrer eh nicht da ist. Ich rufe im Schulbüro an und stelle sie frei. Sie fährt zu ihrer Freundin, um gemeinsam mit ihr zu lernen. Dann ist schon die Ankunftszeit des Schulbuses, mit dem der Sterngucker aus dem Kindergarten kommt. Der Mann geht ihm ein Stück zur Haltestelle entgegen. Darüber freut sich der Sterngucker immer sehr. Der Sterngucker isst die restlichen Pfannkuchen vom Frühstück und die unangerührte Brotzeit vom Wolf als Mittagessen.

Ich habe ein Nachmittagstief und bin unglaublich müde. Gemeinsam mit den Kindern lungere ich auf der Couch herum und versuche die Langeweile der Kinder auszuhalten während der Mann seine Aufgabenliste für heute abarbeitet. Wir puzzeln und lesen. Dann gebe ich mir einen Ruck und raffe mich auf, doch noch ein bisschen ins Tun zu kommen. Ich stelle meine zusammengestellten Collagepacks bei Dawanda ein, damit mein Material, was ich gerade nicht brauche vielleicht noch andere Menschen inspiriert und schöne Dinge entstehen lässt. Ich erledige Kleinkram und fotografiere Bücher für eine Buchbesprechung. Mir fällt ein, dass ich gern eine neue 100 Tage Challenge starten möchte: jeden Tag zeichnen, malen, kleben oder schreiben, um im Fluss zu bleiben. Ich fange gleich an und klebe eine kleine Collage, die sich wunderbar in ein größeres Blatt mit Tintenspuren einfügt.

Der Mann fährt einkaufen, ich lese Emails, räume meinen Posteingang auf und drucke Formulare, die ich für die Schule ausfüllen muss. Sie fährt demnächst zur Prüfungsvorbereitung ins Lerncamp. Dafür braucht es eine Einverständniserklärung und die Überweisung der Reisekosten. Die Kinder malen und basteln am Tisch. Später spielt der Wolf mit seinem Freund Minecraft, der Sterngucker ein kleines Autorennen am Handy. Der Mann und ich bereiten das Abendessen vor. Dann fährt der Mann zum Sport, ich esse mit den Jungs. 

Ich bringe die Jungs ins Bett und mache Feuer. Es war zwar schönes Wetter heute, dennoch brauchen wir warmes Wasser. Ich möchte gern ein Erkältungsbad* nehmen. Auf dem Rückweg wird der Mann die Tochter mitbringen. Eigentlich ist heute auch Elterngesprächskreis im Kindergarten. Das passt aber logistisch nicht in unseren Abend, weshalb ich abgesagt habe. Ich mag den Elterngesprächskreis sehr. Der findet im Wechsel mit Themen-Elternabend jeden ersten Montag im Monat statt. Dort können Eltern Fragen stellen, Probleme und Themen mitbringen, die sie gerade beschäftigen. Dann werden die Themen beleuchtet und auseinandergedröselt. Das ist immer sehr befruchtend, selbst wenn es nicht das eigene Problem ist, was auseinandergenommen ist. Ich habe schon viele wertvolle Hinweise aus diesen Gesprächskreisen mit nach Hause genommen.

Bis das Wasser warm ist, versuche ich noch ein bisschen zu arbeiten. So unspektakulär, aber eben auch angenehm, war mein Tag heute. Mehr „was machst du eigentlich den ganzen Tag“ Blogposts gibts drüben bei Frau Brüllen.