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Auf nach Hiddensee

Die Kinder sind gut versorgt, der Mann hütet das Haus und versorgt den Garten. Ich erledige noch diversen Kleinkram und mache mich heut abend auf den Weg nach Hiddensee. Wie ich mich schon freue! Ich werde mit dem Nightjet von München nach Hamburg fahren. Ich reise gern über Nacht. Schlafen und am Morgen in einer anderen Stadt aufwachen. Meine Must-Haves für Nachtszugreisen: mein eigenes kleines Dinkelreisekissen, Ohropax und eine Mütze/Kopfbedeckung (Klimaanlage!) So kann ich gut schlafen und erholt am nächsten morgen meine Reise fortsetzen. Im Nightjet gibt es Frühstück: frische Semmeln, Marmelade, Butter und Tee oder Kaffee.

In Hamburg habe ich dann ein paar Stunden Aufenthalt. Da habe ich mir vorgenommen nach vielen Jahren wieder das Museum für Kunst und Gewerbe zu besuchen. Während des Studiums war ich dort sogar selbst mal an einer Ausstellung von ModedesignerInnen, FotografInnen und IllustratorInnen meiner Hochschule beteiligt. Das war sehr aufregend. Ich freue mich schon drauf.Ausserdem mag ich den großen Zeitschriftenladen am Hauptbahnhof. Der hat auch eine gemütliche Lounge zum Warten und Zeit vertreiben.

Am Sonntagnachmittag fahre ich dann mit dem Regionalexpress weiter nach Stralsund. Dort treffe ich meine Reisebegleiterin und wir setzten mit der letzten Fähre über nach Hiddensee. Allein wenn ich dran denke, kommt schon Vorfreude und Urlaubsgefühl auf. Ich habe mir was zum Lesen eingepackt, Schreibzeug, um Briefe zu beantworten, die in den letzten Wochen (und Monaten!) hier eingetroffen sind, und natürlich Strickzeug.

Die nächsten Tage wird es also eher ruhig hier im Blog (noch ruhiger). Bestimmt poste ich den ein oder anderen Urlaubsgruß auf Instagram. Ansonsten habe ich aber vor, richtig zu entschleunigen, dem Meeresrauschen zu lauschen, mich verwöhnen zu lassen und ganz viel draussen zu sein. Ich habe mir etwas zum Zeichnen und Malen mitgenommen und ganz viel Neugier.

Was schön ist

  • die Vorfreude
  • Im Garten blüht die letzte Pfingsrose. Sie ist cremeweiss und duftet ganz weich.
  • gemeinsames Mittagessen mit dem Mann (Tagliatelle mit grünem Spargel, dazu ein Prosecco) und Zweisamkeit
  • die Kinder sind gut untergebracht bei ihren Großeltern (Danke!)
  • Ich habe noch ganz viel erledigt und auf den Weg gebracht vorm Urlaub, sodass ich nun guten Gewissens wegfahren kann.
  • Gestern hat mir eine wertschätzende Rückmeldung einer Blog- und Newsletterleserin sehr berührt.
  • Die virtuelle Trinkgeldkasse funktioniert! *freu*
  • Ich habe die ersten Emails für den Wortfunken-Kurs vorbereitet und die Email-Automation angelegt, sodass der Kurs auch starten kann, wenn ich auf Hiddensee weile. Ein bisschen zittere ich natürlich, dass am Ende auch alles klappt. Aber ja, am 1.Juni bekommst du die erste Inspirationsmail zugeschickt, wenn du den Kurs gebucht hast. Wenn du noch nicht gebucht hast, dann kannst du das hier tun. Oder hier erstmal eine Wortinspiration vorschnuppern.
  • Ich habe meinen Newsletter schon verschickt (noch vor Vollmond) und er ist so lang geworden, weil mir immer noch mehr und mehr eingefallen ist, was ich unbedingt teilen wollte.
  • Überhaupt ist alles gerade leuchtend und schön und fliessend. Ich möchte es in die Welt raus teilen <3
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Urlaubsvorfreude und Fragerunde #16

EIn bisschen bleibt mir die Luft weg, wenn ich auf meine To-Do-Liste schaue. Das muss wohl so, bevor man sich in den Urlaub verabschiedet. Drei Seiten voller Aufgaben habe ich mir neulich in mein Mahabuch geschrieben. Da gibt es noch eine handvoll Kundenprojekte, die meine Aufmerksamkeit brauchen, DSGVO ja sowieso. Newsletter, Online Kurs. Nichts neues. Zwischendrin brauchts Fahrdienste nach hier und nach da. Das nutze ich dann als Pausen. Heute gibt es also nur ein paar Antworten auf die Fragerunde Nr. 16 (ich bin im Verzug, das stört mich aber nicht).

Was schön war heute

  • Die Freundin, die für mich Essen hatte, als ich hungrig die Tochter bei ihr abholte
  • Fitness und Sauna mit dem Mann und einer Freundin
  • frischen Spargel und Kartoffeln zum Abendessen
  • Urlaubsvorfreude
  • produktives Arbeiten
  • der Garten, erwähnte ich schon den Garten?

Fragerunde #16

Hier kommen die nächsten 20 Antworten der Reihe 1000 Fragen an mich selbst. Sonst komme ich ja gar nicht mehr hinterher. Es macht mir auf jeden Fall Freude, die Fragen zu beantworten, in mich reinzuspüren, auf Gedankenreise zu gehen und mich ein bisschen zu hinterfragen und reflektieren.
301. Worin bist du ein Naturtalent?
Ich kann gut Logistik planen und effektive Verknüfpungen ertüfteln. Es fällt mir leicht, Mangel zu beheben, indem ich eine kreative Lösung finde. Ich kann gut aus wenigen Dingen kochen und aus Nichts etwas machen.
302. Welche Person um dich herum hat sich in letzter Zeit zum Positiven verändert?
Der Mann. Seit wir uns kennen ist er niemals in seiner Entwicklung stehen geblieben. Es ist so schön zu sehen, wie er sein Leuchten entdeckt und mit mir teilt. Die Kinder entwickeln sich auch zum Positiven. Es ist toll, sie groß werden zu sehen.
303. In welcher Situation warst du unfair?
Bestimmt in einigen. Wenn ich Menschen vorschnell beurteilt habe (oder überhaupt beurteilt), ohne die ganze Geschichte zu kennen. Sicher war ich auch mal unfair zu den Kindern.
304. Fühlst du dich fit?
Mal mehr, mal weniger. Generell aber schon. Ich war im Leben schon fitter. Momentan kuriere ich noch meine Schleimbeutelentzündung in der Schulter aus. Ich laufe kaum noch und gehe selten ins Fitness oder zjm Schwimmtraining. Aber das kommt wieder. Alles hat seine Zeit. Insgesamt finde ich aber meine Kondition ganz gut.
305. Sind deine finanziellen Angelegenheiten gut geregelt?
Hm. Ich weiss grad gar nicht recht, was damit gemeint ist. Ich habe Konten bei einer bzw mehreren Banken und habe das alles im Überblick. Ich habe keine Rücklagen, lege aber regelmässig Geld für die Steuer zur Seite.
306. Von welchem Buch warst du enttäuscht?
Vermutlich habe ich es nicht fertig gelesen und aus meinem Gedächtnis gelöscht. Keine Ahnung.
307. Welchen Grund hatte dein letzter Umzug?
Wir haben ein Haus gebaut und sind eingezogen.
308. Neigst du zum Schwarz-Weiss-Denken?
Nein. Ich denke gern facettenreich und bunt.
309. Was fühlst du, wenn du verliebt bist?
Die berühmten Schmetterlinge im Bauch, Herzklopfen, ein Dauergrinsen im Gesicht. Ich fühl mich leicht und sehnsüchtig, kribbelig und lebendig. Ja, lebendig in erster Linie.
310. Gehört es zum geselligen Beisammensein, viel zu essen und zu trinken?
Nein. Immer weniger. Es ist nett, gemeinsam zu essen und zu trinken, geselliges Beisammensein geht aber auch ohne. Zum Beispiel mit Lagerfeuer und/oder Musik. Oder mit wenig Essen und Trinken.
311. Welche Dinge stehen noch auf deiner To-do-Liste?
Haha. Die für diese Woche oder die für mein Leben? Beide würden gerade etwas den Rahmen sprengen. Sagen wir so: sie ist lang.
312. Hegst du oft Zweifel?
Selbstzweifel. Aber sie werden weniger. Das finde ich sehr angenehm.
313. Womit bist du unzufrieden?
Oft mit der Tatsache, dass ich so oft Autofahren muss. Über Dinge, die ich kaum ändern kann, meistens im großen weltpolitischen und gesellschaftlichen Zusammenhang. Insgesamt bin ich aber sehr zufrieden. Es geht mir gut, ich lebe in Wohlstand, Frieden und privilegiert.
314. Mit welchem Gefühl besteigst du ein Flugzeug?
Hm. Fliegen ist für mich keine Routine, deshalb ist es immer etwas aufregend. Das ganze drumherum. Insgesamt mag ich gern, die Welt von oben zu sehen. Ein bisschen hab ich ein schlechtes Gewissen wegen meines ökologischen Fußabdruckes.
315. Gilt für dich die Redensart „Eine Hand wäscht die andere“?
Nein. Ich glaube, das Geben und Nehmen nicht linear verläuft. Ich erwarte keine Gegenleistung, wenn ich etwas gebe, weil ich weiß, dass für mich an anderer Stelle gesorgt ist.
316. Bist du schon mal schikaniert worden?
Nein, zum Glück nicht.
317. Wie spontan bist du?
Innerhalb eines bestimmten Rahmens bin ich spontan. Ich buch mir zB in einer fremden Stadt schonmal spontan eine Massage, wenn ich am Massagestudio vorbeikomme oder gehe abends Essen, wenn es grad reinpasst. Wenn ich allerdings einen Zahnarzttermin habe, dann möchte ich mich innerlich drauf vorbereiten können. Dann bleib ich bei der Kontrolle auch nicht spontan zum Bohren da, sondern mache einen neuen Termin.
318. Unterstützt du bestimmte Menschen bedingungslos?
Ja.
319. In welcher Angelegenheit hast du Schuldgefühle?
Ein paar kommen da schon zusammen, die ich aber nicht im Internet ausbreiten möchte.
320. Wie viele Jahre schon dauert deine längste Freundschaft?
40! Ist das nicht verrückt? Ich habe einen Weiberkreis. Wir sind 6 Frauen und kennen uns teilweise schon seit der Geburt, sind zusammen in den Kindergarten und zur Schule gegangen. Es ist immer wieder so großartig. Gerade jetzt, wo wir alle 40 geworden sind bin ich einmal mehr dankbar für diese großartige Freundinrunde. Wir treffen uns möglichst 1x im Jahr, tauschen uns über unser Leben und über früher aus, singen Pionierlieder, gehen unsere ersten Beziehungen nochmal durch, geben Lebensweisheiten weiter oder hören einfach nur zu.
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Hingabe

Hingabe – als ich mit meinem jüngsten Sohn schwanger war und in die Geburtsphase eintauchte, kam mir immer wieder der Satz „Geburt ist Hingabe“ in den Sinn. Ich weiss gar nicht, woher ich das hatte. Aber eben so fühlte es sich an. Welle für Welle hab ich mich den Wehen hin. Später gab ich mich der Fürsorge der Ärzte, Hebammen und Schwestern hin (ich hatte einen Kaiserschnitt und auch sonst war die Geburt kein Spaziergang). Hingabe begegnet mir auch in spirituellen Zusammenhängen oder in der Liebe.

Maili lächelte beglückt. „Eines Tages möchte ich tanzen können wie du.“
Urgyen Ani legte Maili leicht den Zeigefinger auf die Nasenspitze. „Keine Vergleiche, Maili. Läßt sich die eine Hingabe mit der anderen vergleichen? Hingabe ist Hingabe.“ (Aus ‚Wie in einem Traum‘ von Ulli Olvedi)

Hingabe ist anvertrauen, aber auch ‚ohne Rückhalt ausliefern‘ oder ‚in den Strom des Seins fliessen‘. In dem Buch ‚Was du suchst, ist in deinem Herzen’* sagt Ayya Khema „Hingabe öffnet das Herz“.

Doch was ist es eigentlich, diese Hingabe? Hat es was mit Vertrauen zu tun? Oder mit Liebe?

Journaling Fragen für dich

Was bedeutet Hingabe für dich? Gibst du dich etwas ganz und gar hin? Wie fühlt sie sich an, diese Hingabe? Hast du eine Farbe dafür? Einen Klang oder einen Duft? Und wo in deinem Körper spürst du sie?

Kreativ-Impuls

Welche inneren Bilder tauchen auf, wenn du an Hingabe denkst? Fotografiere, schreibe oder male! Lass es aus dir fliessen. Klein, groß, laut, leise, leidenschaftlich oder erforschend. Fällt dir eine Geschichte ein? Oder ein schönes Zitat, was du aufschreiben willst?

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Wie in einem Traum, Ulli Olvedi*
Das Buch habe ich vor bestimmt 20 Jahren gelesen. Es hat mich damals sehr berührt. ich habe es immer wieder verschenkt. In der Geschichte geht es um ein kleines Mädchen, was ihre Eltern verliert und dann in ein tibetisches Kloster zieht. Dort lebt sie als Nonne mit allen rebellischen und spirituellen Nuancen eines jungen Mädchens auf dem Weg zu sich selbst.

Ich wusste, dass oben genanntes Zitat in dem Buch steht, aber nicht mehr wo. Ich habe das Buch aufgeschlagen und gleich beim dritten Geblätter die Textstelle gefunden.

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Wenn du Lust hast auf mehr dieser Impulse hast, melde dich jetzt für den Wortfunken-Inspirationskurs an. Da gibt es ab Juni 52 Wochen lang jeden Tag ein Wort zum Philosophieren, Nachdenken, Eintauchen und Inspirieren für dein Journal, deine Geschichten, Fotos und Kunst.

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