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Auf den Spuren von Schönheit

Mein Samstag startet früh, denn heute begebe ich mich auf die Spuren der Schönheit. Der Mann fährt mich zum Bahnhof, von wo aus ich nach Augsburg weiterfahre. Dort findet die Schön statt, eine vom Gebetshaus Augsburg initiierte Konferenz zum Thema Schönheit. Künstler, Designer, Musiker, Poeten, Philopsophen und Schauspieler gehen dem Schönheits- und Kunstbegriff nach. Es gibt Ausstellungen und Vorträge, Workshops und Diskussionen. Auf Kallimagie.de habe ich ausführlicher darüber geschrieben.

Nach anfänglichen, meiner Orientierungslosigkeit geschuldeten, Widerständen finde ich mich in spannenden Gesprächen und interessanten Inputs. So mäandere ich durch den Tag. Hier ein Gespräch, da ein Vortrag, dort ein Interview. Veganes Curry zum Mittag, Quinoasalat zum Abendessen. Am Abend schaffe ich die letzten Vorträge nicht mehr. Ich bin zu müde und kann nichts mehr aufnehmen. Meine Fahrkarte hat allerdings Zugbindung. Ich muss noch bis knapp 21 Uhr ausharren.

Dann schreib mir eine Freundin. Sie sitzt im Zug, der über Augsburg fährt. Wann ich denn zurückfahre. Ich kalkuliere im Kopf blitzschnell Pro und Contras, Wegezeiten und mein Budget und beschliesse, es drauf ankommen zu lassen. Eiligen Schrittes verlasse ich die Konferenz, erreiche den Bahnsteig genau in der Minute wo der ICE einfährt. Ich finde meine Freundin und freue mich, dass ich so entschieden habe. Dann kommt der Schaffner. Ich sage ihm, dass ich mein Ticket upgraden möchte, weil ich Zugbindung habe. Das geht nicht. Ich lerne:

  • Upgrade von Zugbindungstickets geht nicht. Ich hätte am Automaten ein neues Ticket buchen müssen (dafür war gar keine Zeit)
    Ticketkauf im Zug kostet 12,50 Euro extra

Aber: ich habe einen sehr freundlichen und kulanten Zugbegleiter. Für 14,60 Euro bekomme ich eine Fahrkarte und kann noch bis nach Hause gemeinsam mit der Freundin ratschend fahren, wo unsere Männer uns am Bahnhof abholen. So bin ich eine Stunde früher daheim als erwartet, trinke noch einen Schluck Wein mit dem Mann, erzähle ihm von der Konferenz und höre mir an, was er vom Tag mit den Kindern erzählt. Das war es wert.

Sonntag

Ich kann ausschlafen, bin aber dennoch früh wach. Wir kuscheln noch eine Runde und stehen dann auf. Nach dem gemeinsamen Frühstück mit dem Mann und dem Sterngucker (die größeren Kinder schlafen noch) bereite ich eine leckere Nachspeise für heut Nachmittag vor aus frischen Walderdbeeren vom Garten. Die erfreuen mich ja täglich. Schon, wenn man in die Nähe kommt, duften sie aromatisch. Hmm.

Die Tochter steht auf und bereitet sich ein schnelles Frühstück. Der Mann fährt zum Sport und nimmt die Tochter mit zur Schule, wo sie heut vormittag Mathe-Übungsstunde für die Prüfungen nächste Woche hat. Das hatte sie schon gestern. Es ist ein Angebot der Mathelehrerin, was ich sehr aussergewöhnlich und großartig finde und sehr zu schätzen weiss.

Der Wolf steht auf. Er frühstückt und kümmert sich nach meiner Ansage um seine Wäsche und zieht sein Bett ab, damit die Bettwäsche mal gewaschen werden kann. Wir trödeln durch den Vormittag. Zum Mittag mache ich Blumenkohlcurry. Den gab schon lange nicht mehr. In der Gemüsekiste vom Freitag war frischer Blumenkohl drin. Das passte gut zu unseren Curryplänen.

Der Tag plätschert dahin. Die Kinder spielen abwechselnd draussen oder drinnen. Ich arbeite etwas, werkele im Garten, kümmere mich um die Wäsche und schreibe an Blogsposts und Briefen. Dann nehme ich noch Videos auf für unser Juni-Monatsthema “Selfcare” im Jahr der Möglichkeiten. Solche Tage mag ich gern, die leise und leicht vor sich hinfliessen, wo alles ohne Anstrengung geschieht und der Abend mit einem kleinen Sommerregen ausklingt.

Was schön war

  • die Schön-Konferenz
  • die ungeplante Freundinzeit
  • der unglaublich toll blühende Lavendel in unserem Garten, der eine Oase für Schmetterlinge, Hummeln und Bienen ist. Ich habe heute mindestens 20 Falter auf einmal gezählt. So schön!
  • die Walderdbeeren, die mir jeden morgen und zwischendrin immer wieder rote Freude schenken
  • das Gefühl, dass sich der ein und andere Knoten in mir und meinem Leben löst
  • der Mann spielt jeden Abend mit den Jungs Fussball am Spielplatz. Die Freude der Jungs darüber <3

Wochenendbilder sammelt, wie jedes Wochenende, Susanne auf Geborgen Wachsen.

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Hiddensee – Meine Reiseeindrücke (Teil 1)

Nach einer gemeinsamen Zeit an der Ostsee letztes Jahr, hat mich einer der Frauencampfrauen für ein paar Tage nach Hiddensee eingeladen. Darauf habe ich mich schon lange gefreut. Ich war noch nie als Erwachsene auf der Insel, habe aber nur Gutes darüber gehört. Schwärmende FreundInnen und BlogleserInnen. Die Ostseeinsel liegt am anderen Ende von Deutschland von mir aus gesehen. Nach einigem Überlegen entschied ich, mit dem Nightjet von München nach Hamburg zu fahren und dann mit der Regionalbahn weiter bis Stralsund. Dort sollte ich meine Reisebegleiterin treffen. Mit der Fähre geht es dann weiter nach Hiddensee. Eine ganz schöne Tour also.

Ich fahre gern Nachtzug. Ich steige abends in München ein und wachse morgens in Hamburg auf, bekomme ein kleines Frühstück und kann halbwegs ausgeruht meine Reise fortsetzen. Die Nacht im Sechserabteil macht mir nichts aus. Ich stöpsel Ohropax in meine Ohren, habe mein eigenes Reisekopfkissen dabei und ggf eine Mütze auf dem Kopf/Tuch um den Hals (wegen der Klimaanlage). Im Zug hatte ich nette Gespräche. Den Morgen verbrachte ich im Buchladen am Hauptbahnhof. Der hat eine schöne Wartelounge im ersten Stock, wo man sitzen und lesen oder aus dem Fenster in die Bahnhofshalle schauen kann.

Dann schlenderte ich zum Museum für Kunst und Gewerbe, wo ich mir die Ausstellungen anschaute. Dabei entdeckte ich die verrückte Tür am Gebäude des Museums. Meine Skizzen und Gedanken zu den Ausstellungen hab ich auf Kallimagie gezeigt. Die Zeit verging wie im Fluge. Jedoch war ich tatsächlich ein bisschen müde und später auch erschöpft vom vielen Rumlaufen. Gegen Mittag fuhr ich dann weiter mit diversen Regionalbahnen Richtung Stralsund. Ich hatte mir diesmal 1.Klasse gebucht, weil ich es gern komfortabel haben wollte, wenn ich schon so lange unterwegs sein würde. Der Preisunterschied zum 2.Klasse Ticket war ungefähr 10 Euro. Ich war neugierig, vorfreudig und entspannt. Die meiste Zeit während der Fahrt tat ich nichts, obwohl ich mir Strickzeug, ein Buch und Schreibsachen mitgenommen hatte. Es war gut, einfach mal nur zu sitzen und den Gedanken nachzuhängen.

In Stralsund wurde ich vom Bahnhof abgeholt. Wir parkten das Auto im Parkhaus und gingen zur Fähre. Hiddensee ist eine autofreie Insel. Dort fahren nur Kutschen, Fahrräder und ein Inselbus.

Fähre und Wassertaxi brachten uns an unseren endgültigen Urlaubsort. Das war alles sehr spannend. Wassertaxi fahren hat mir so viel Spaß gemacht. Das hat richtig im Bauch gekribbelt! Der Wind fetzte mir um die Nase, das Wasser spritzte und die Sonne tauchte den Abend in ein schönes Licht. Unterwegs sahen wir schon ganz viele Schwäne auf dem Bodden schwimmen. Am coolsten sind die Fluggeräusche eines Schwanes. Hatte ich vorher noch nie gehört. Unglaublich, was da für Kräfte am Wirken sind.

Wir bezogen unsere kleine Ferienwohnung, machten nochmal einen Erkundungsspaziergang zum Strand und in die Umgebung und fielen dann reisemüde und erschöpft in unser Bett.

 

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Mein Mai in Dingen

Bei Maria von Mariengold im Blog mag ich ganz besonders die Rubrik “Mein Monat in Dingen”. Am Ende des Monats gibt Maria einen kleinen Einblick in Dinge, die ihren Monat rund gemacht, bereichert oder inspiriert haben. Davon hab ich mich anstecken lassen und zeige dir meinen Mai in Dingen – etwas verspätet, weil ich ja auf Reisen war.

Mein Mai in Dingen

1. Eine Sandelholzmala, die ich mir bei Caro bestellt habe. Sie duftet so wunderbar und ist farblich ganz wunderschön.

2. Bienenwachskerzen. Die wollte ich schon lange haben. Ging sich gut mit der Bestellung zur Mala aus. Das Beste: Caro achtet bei ihren Dingen und beim Versand auf Nachhaltigkeit. Die Kerzen sind handgefertigt aus einer Kerzenwerkstatt für Mitarbeiter mit erhöhtem Förderbedarf. Gerade fertig geworden ist übrigens auch die Anleitung für eine gehäkelte Einkaufstasche. So schön! Ich stelle mir vor, damit über den Markt zu schlendern und frisches Biogemüse direkt vom Stand einzukaufen. Oder die Sandspielzeuge der Kinder am Strand zu transportieren ohne dass sich der halbe Strand am Taschenboden sammelt.

3. Am Strand war ich auf Hiddensee. Für wind- und wetterbeanspruchte Haut nutze ich die Weleda Hautcreme Skin Food. Die ist so ergiebig und nährend, dass sich die Haut schnell wieder beruhigt. Entdeckt habe ich sie letztes Jahr bei meinem Ostseeurlaub, im Mai habe ich mir eine neue Tube gekauft.

4. Im Bioladen gab es ein Körbchen mit reduzierten Kosmetik-Artikeln. Dort habe ich den Lippenstift Red Tulip von Santé entdeckt. Er hat eine tolle Farbe und sogar ein bisschen Glitzer. Ich trage sonst keinen Lippenstift, hatte mit diesem aber wirklich Freude.

5. Im Urlaub habe ich mir einen Sonnenhut gekauft. Beste Investition. So konnte ich geschützt am Strand lang laufen oder mit dem Fahrrad die Insel erkunden. Hier daheim hat er mich schon beim Rasenmähen begleitet. Allein ihn zu tragen fühlt sich schon nach Sommer, Leichtigkeit und Urlaub an.