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Hiddensee – Meine Reiseeindrücke (Teil 1)

Nach einer gemeinsamen Zeit an der Ostsee letztes Jahr, hat mich einer der Frauencampfrauen für ein paar Tage nach Hiddensee eingeladen. Darauf habe ich mich schon lange gefreut. Ich war noch nie als Erwachsene auf der Insel, habe aber nur Gutes darüber gehört. Schwärmende FreundInnen und BlogleserInnen. Die Ostseeinsel liegt am anderen Ende von Deutschland von mir aus gesehen. Nach einigem Überlegen entschied ich, mit dem Nightjet von München nach Hamburg zu fahren und dann mit der Regionalbahn weiter bis Stralsund. Dort sollte ich meine Reisebegleiterin treffen. Mit der Fähre geht es dann weiter nach Hiddensee. Eine ganz schöne Tour also.

Ich fahre gern Nachtzug. Ich steige abends in München ein und wachse morgens in Hamburg auf, bekomme ein kleines Frühstück und kann halbwegs ausgeruht meine Reise fortsetzen. Die Nacht im Sechserabteil macht mir nichts aus. Ich stöpsel Ohropax in meine Ohren, habe mein eigenes Reisekopfkissen dabei und ggf eine Mütze auf dem Kopf/Tuch um den Hals (wegen der Klimaanlage). Im Zug hatte ich nette Gespräche. Den Morgen verbrachte ich im Buchladen am Hauptbahnhof. Der hat eine schöne Wartelounge im ersten Stock, wo man sitzen und lesen oder aus dem Fenster in die Bahnhofshalle schauen kann.

Dann schlenderte ich zum Museum für Kunst und Gewerbe, wo ich mir die Ausstellungen anschaute. Dabei entdeckte ich die verrückte Tür am Gebäude des Museums. Meine Skizzen und Gedanken zu den Ausstellungen hab ich auf Kallimagie gezeigt. Die Zeit verging wie im Fluge. Jedoch war ich tatsächlich ein bisschen müde und später auch erschöpft vom vielen Rumlaufen. Gegen Mittag fuhr ich dann weiter mit diversen Regionalbahnen Richtung Stralsund. Ich hatte mir diesmal 1.Klasse gebucht, weil ich es gern komfortabel haben wollte, wenn ich schon so lange unterwegs sein würde. Der Preisunterschied zum 2.Klasse Ticket war ungefähr 10 Euro. Ich war neugierig, vorfreudig und entspannt. Die meiste Zeit während der Fahrt tat ich nichts, obwohl ich mir Strickzeug, ein Buch und Schreibsachen mitgenommen hatte. Es war gut, einfach mal nur zu sitzen und den Gedanken nachzuhängen.

In Stralsund wurde ich vom Bahnhof abgeholt. Wir parkten das Auto im Parkhaus und gingen zur Fähre. Hiddensee ist eine autofreie Insel. Dort fahren nur Kutschen, Fahrräder und ein Inselbus.

Fähre und Wassertaxi brachten uns an unseren endgültigen Urlaubsort. Das war alles sehr spannend. Wassertaxi fahren hat mir so viel Spaß gemacht. Das hat richtig im Bauch gekribbelt! Der Wind fetzte mir um die Nase, das Wasser spritzte und die Sonne tauchte den Abend in ein schönes Licht. Unterwegs sahen wir schon ganz viele Schwäne auf dem Bodden schwimmen. Am coolsten sind die Fluggeräusche eines Schwanes. Hatte ich vorher noch nie gehört. Unglaublich, was da für Kräfte am Wirken sind.

Wir bezogen unsere kleine Ferienwohnung, machten nochmal einen Erkundungsspaziergang zum Strand und in die Umgebung und fielen dann reisemüde und erschöpft in unser Bett.

 

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Mein Mai in Dingen

Bei Maria von Mariengold im Blog mag ich ganz besonders die Rubrik „Mein Monat in Dingen“. Am Ende des Monats gibt Maria einen kleinen Einblick in Dinge, die ihren Monat rund gemacht, bereichert oder inspiriert haben. Davon hab ich mich anstecken lassen und zeige dir meinen Mai in Dingen – etwas verspätet, weil ich ja auf Reisen war.

Mein Mai in Dingen

1. Eine Sandelholzmala, die ich mir bei Caro bestellt habe. Sie duftet so wunderbar und ist farblich ganz wunderschön.

2. Bienenwachskerzen. Die wollte ich schon lange haben. Ging sich gut mit der Bestellung zur Mala aus. Das Beste: Caro achtet bei ihren Dingen und beim Versand auf Nachhaltigkeit. Die Kerzen sind handgefertigt aus einer Kerzenwerkstatt für Mitarbeiter mit erhöhtem Förderbedarf. Gerade fertig geworden ist übrigens auch die Anleitung für eine gehäkelte Einkaufstasche. So schön! Ich stelle mir vor, damit über den Markt zu schlendern und frisches Biogemüse direkt vom Stand einzukaufen. Oder die Sandspielzeuge der Kinder am Strand zu transportieren ohne dass sich der halbe Strand am Taschenboden sammelt.

3. Am Strand war ich auf Hiddensee. Für wind- und wetterbeanspruchte Haut nutze ich die Weleda Hautcreme Skin Food. Die ist so ergiebig und nährend, dass sich die Haut schnell wieder beruhigt. Entdeckt habe ich sie letztes Jahr bei meinem Ostseeurlaub, im Mai habe ich mir eine neue Tube gekauft.

4. Im Bioladen gab es ein Körbchen mit reduzierten Kosmetik-Artikeln. Dort habe ich den Lippenstift Red Tulip von Santé entdeckt. Er hat eine tolle Farbe und sogar ein bisschen Glitzer. Ich trage sonst keinen Lippenstift, hatte mit diesem aber wirklich Freude.

5. Im Urlaub habe ich mir einen Sonnenhut gekauft. Beste Investition. So konnte ich geschützt am Strand lang laufen oder mit dem Fahrrad die Insel erkunden. Hier daheim hat er mich schon beim Rasenmähen begleitet. Allein ihn zu tragen fühlt sich schon nach Sommer, Leichtigkeit und Urlaub an.

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Bin ich noch die Gleiche wie früher? Fragerunde #17

Bereits um 5:50 Uhr weckt mich der Sterngucker. Zwar geht er nach einer Quasselrunde dann in sein Zimmer, um zu spielen, ich bin aber wach. Dabei hätte ich wirklich noch bisschen mehr Schlaf gebrauchen können. Zum Frühstück pflücke ich uns ein paar Walderdbeeren und Johannisbeeren im Garten, geniesse die Morgenfrische nach dem gestrigen Regen und decke den Tisch. Wir haben schon lange nicht mehr so richtig hübsch gemeinsam gefrühstückt. Nach dem Frühstück schreibe ich meine Aufgabenliste, um einen Überblick zu bekommen,w as alles so anliegt. Ich komme auf locker 2 A5 Seiten in meinem Mahabuch, fühle mich aber nicht mehr so gestresst wie noch vor zwei Tagen. Ich habe mir vorgenommen, am Wochenende viel davon aufzuarbeiten, um wieder gelassener in die nächste Woche zu gehen. Vielleicht schaffe ich es heut abend sogar ins Fitness-Studio. Seit Hiddensee hab ich nicht mehr wirklich Bewegung gehabt.
Bevor ich also ins Wochenende starte, lasse ich meine nächsten Antworten auf die 1000 Fragen an mich selbst da.
Die Fragenaktion ist zuerst auf dem Pinkepank-Blog aufgetaucht. Alle Infos dazu findest du in diesem Post und unter dem Schlagwort 1000 Fragen an dich selbst auf dem Pinkepank-Blog.

Fragerunde #17

321. Was gibt dem Leben Sinn? Unsere Beziehungen zu anderen Menschen, zur Umwelt, Liebe, persönliche Weiterentwicklung/Evolution, unsere Wirken und Gestalten
322. Was hättest du gern frühzeitiger gewusst? Mit dem Wissen von jetzt hätte ich vielleicht in der Vergangenheit andere Entscheidungen getroffen. Mir fällt aber nichts ein, was ich gern frühzeitiger gewusst hätte, denn alles im Leben hat einen Sinn und ist gut genau so, wie es war und ist.
323. Wie alt fühlst du dich? Das kommt immer auf den Zusammenhang an. Manchmal alt und langweilig, dann wieder weise und klug. Manchmal jung und leichtsinnig, manchmal teenagerverliebt und übermütig, manchmal in mir ruhend und ausgeglichen. Manchmal tut mir alles weh, dann fühle ich mich noch älter. Manchmal stehe ich voll in meiner Kraft. Ich mache das nicht an einer Zahl fest. Das fand ich schon immer irreführend. Manchmal bin ich überrascht, dass ich schon 40 bin. Wann ist das passiert?
324. Was siehst du, wenn du in den Spiegel schaust? Ich sehe viel Wärme, Liebe und Tiefe. Ich sehe braune, strahlende Augen und Lachfältchen um die Augen. Ich sehe ein bisschen Geheimnis, Strahlen und Freundlichkeit. Manchmal sehe ich auch Sorgen und Traurigkeit, Sehnsucht oder Distanz.
325. Kannst du gut zuhören? Nicht immer. Das kommt ein bisschen aufs Thema und den Erzähler an.
326. Welche Frage wurde dir schon zu häufig gestellt? Ich erinnere mich nicht an eine ZU häufige Frage.
327. Ist alles möglich? Ja. Es ist nicht immer leicht, aber möglich.
328. Hängst du an Traditionen? Nein, aber ich interessiere mich für sie. Ich mag Rituale.
329. Kennt jemand deine finstersten Gedanken? Ich habe nicht viele finstere Gedanken. Ich glaube, niemand kennt sie wirklich. Vielleicht streife ich mal den ein oder anderen gegenüber von Freundinnen, im Coaching oder mit dem Mann.
330. Wie sieht für dich der ideale Partner aus? Ein Mensch, der mit mir auf Augenhöhe ist und mich wertschätzend behandelt. Wir dürfen Konflikte haben und auch mal streiten, aber auch lieben und Zeit miteinander geniessen. Es ist schön, gemeinsam in eine Richtung zu schauen und füreinander da zu sein. Wir ergänzen uns und sind zusammen ein Team, aus dem eine ungeheure Kraft entsteht. Ich kann vertrauen und ich sein.
331. Wonach sehnst du dich? Momentan sehne ich mich sehr nach einer vollen Schale, aus der ich schöpfen kann. Geld, Kraft, Energie. Ich sehne mich auch immer wieder nach Stille, Berührung, Austausch und Tiefe. Je nachdem, was eben gerade fehlt.
332. Bist du mutig? Manchmal.
333. Gibt es für alles einen richtigen Ort und eine richtige Zeit? Jetzt und Hier. Immer, wenn etwas passiert ist das der richtige Ort und die richtige Zeit.
334. Wofür bist du dir zu schade? Hm. Zu schade würde ich das nicht nennen. Es gibt Dinge, die mag ich nicht so gern und vermeide sie deshalb. Aber nicht, weil ich mir zu schade dafür bin. Ich habe zB erstmals für eine lange Reise auch im Regionalexpress 1.Klasse gebucht. Nicht, weil ich mir zu schade bin, 2.Klasse zu reisen, sondern weil ich es gern komfortabel und ruhig haben wollte. Das ist eine spannende Frage. Bin ich mir zu schade oder bin ich mir etwas wert. Ich werde da noch eine Weile drauf rumdenken.
335. Könntest du ein Jahr ohne andere Menschen aushalten? Ich könnte vielleicht, aber es würde mir keine große Freude machen. Ich bin gern allein und kann gut mit mir selbst sein. Ich mag aber auch sehr die Gemeinschaft und andere Menschen. Sie inspirieren mich, bringen mich zum Nachdenken und Reflektieren, lachen und weinen. Andere Menschen sind ein guter Spiegel für mich selbst, zeigen mir immer wieder Baustellen auf und bringen große Freude in mein Leben.
336. Wann warst du zuletzt stolz auf dich? Als ich ein Buch gelesen habe und gedacht habe: das hätte ich auch schreiben können. Stolz, weil ich noch vor einem Jahr niemals dieses Selbstbewusstsein gehabt hätte, mir das zuzugestehen und zuzutrauen. Ich bin stolz über den Weg, den ich gegangen bin und meine eigene Entwicklung. Da ist in mir drin wirklich etwas passiert, was sich für mich sehr gut anfühlt.
337. Bist du noch die Gleiche wie früher? Nein, natürlich nicht. Ich entwickle mich stetig weiter. Es gibt sicher noch viele Facetten, die mir erhalten bleiben. Alles, was mir im Leben passiert und begegnet verändert mich, meinen Blick aufs Leben und mein Denken.
338. Warum hast du dich für die Arbeit entschieden, die du jetzt machst? Weil mich mein Herz da hin geführt hat. Weil ich es immer schon wollte. Ich wollte schon immer Lehrerin werden, therapeutisch und künstlerisch tätig sein. Ich bin zwar einen anderen Weg gegangen, als ich geplant hatte, aber gerade komme ich genau wieder dorthin zurück. Ich weiss noch nicht, wie alles zusammengeht, aber es fühlt sich gut an.
339. Welche schlechte Angewohnheit hast du? Hm. *grübel* Ich neige an Buffets dazu, zu viel zu essen, schaue zuviel ins Handy und trinke zu wenig. Sind das schlechte Angewohnheiten?
340. Verfolgst du deinen eigenen Weg? Ja. Aber nicht ohne nach links und rechts zu schauen und das Miteinander im Blick zu haben.