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gestrickt :: Selvedge Cardigan

Letztes Jahr im Februar war ich mit der Tochter auf einem Frauenkreativwochenende im Felshaus. Wir hatten eine sehr schöne Zeit dort. Ich erinnere mich daran, dass ich eines Morgens (oder Nachmittags?) in der Kapelle sass, strickte und zuhörte, wie eine Frau Klavier spielte. Das war eine sehr schöne Stimmung. Eine ältere Teilnehmerin sprach mich an. Sie hätte Wolle dabei, die sie gern jemandem schenken möchte. Sie kommt nicht dazu, sie zu verstricken und würde gern jemanden eine Freude machen. Der Jemand war dann ich. Die Wolle eine Tüte voll Alta Moda Cashmere 16 von Lana Grossa.

Ich habe lange nach einer passenden Anleitung gesucht. Fündig wurde ich bei Ravelry. Ich habe mich für Amy Christoffers Selvedge Cardigan entschieden: eine schlichte Strickjacke mit raffiniertem Kragen.

Während des Strickens war ich mir unsicher, ob mir die Jacke auch passen würde. ich hatte zwar eine Maschenprobe gemacht, aber irgendwie wirkte die Jacke zu klein. Ich habe sie dennoch fertiggestrickt. Notfalls verschenke oder verkaufe ich sie weiter.

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Jetzt ist die Strickjacke fertig. Sie fühlt sich ausgesprochen flauschig an und sieht gut aus. Ich passe rein, bin aber noch unsicher, ob ich die Passform so mag, ob das so gehört oder ob sie mir nicht doch ein bisschen zu klein ist. Aber fertig ist fertig. Juhu!

310 g Stash verstrickt und Platz für ein neues Großprojekt auf den Nadeln. Oder zu beendende Kleinprojekte? Ich könnte ja meinen angefangenen Eris aufribbeln und neu beginnen…

Von Bienenstichen, Herzensarbeit und Fehlern

Na das war ein Wochenende. Am Freitag tritt der Sterngucker auf der Spielplatzwiese in eine Biene. Der Stich schwillt an und bereitet ihm Schmerzen. Am Samstag ist er deshalb sehr jammerig und schlapp. Insgesamt haben wir keine gute Samstagsstimmung. Wir powern am Vormittag ein bisschen To-Do-Kram weg (Rasen mähen, Einkaufen, Müll verräumen, Wäsche, Haushalt). Ausserdem setze ich einen Sauerteig an, um mal wieder Brot selbst zu backen. Jahahaa, ich bin voll motiviert hier. Post hab ich auch verschickt an liebe Menschen. Und schöne Post bekommen. Hach!

Am Nachmittag legen wir den weinerlichen Sterngucker zu einem Mittagsschlaf hin. Ganze 2,5 h schläft er. Da hat sein Immunsystemwohl ordentlich am Bienengift zu arbeiten. Der Mann und ich arbeiten in kleinen Häppchen an unseren Jobs, die gerade anliegen. Am Abend fahre ich spontan und kurz zum Nachtflohmarkt in den Nachbarort. Danach setze ich mich noch hin un bereite die E-Mail und Kurs-Seite für das zweite Modul des Skizzenbuchkurses vor.

Im Blog entdecke ich, dass ich viele Kommentare auf meine letzten Blogposts übersehen habe. Ich lese sie alle durch und freue mich über das liebe Feedback und die interessanten Fragen.

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Sonntag

Nachdem ich am Samstag so spät ins Bett bin, schlafen wir alle aus. Ich beginne den Tag mit einer 3-min-Mini-Meditation. Das mache ich seit ich aus Freiburg zurück bin. Das ist mein Commitment in der Hoffnung, es irgendwann täglich länger zu schaffen. ich schreibe noch in mein Journal und stehe dann auf. Zum Frühstück backe ich uns Scones (wobei ich nicht sicher bin, ob die nur so heissen oder ob es verschiedene Arten von Scones gibt) mit Lavendelzucker.

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Nach dem Frühstück packe ich meine Zeichensachen und gehe in den Wald. Dort filme ich das zweite Modul des Skizzenbuchkurses {Eigenwerbung}. Das macht mir so viel Freude, dass ich am liebsten noch länger bleiben würde. Am liebsten hätte ich die Gruppe um mich und würde direkt vor Ort mit allen Teilnehmerinnen zeichnen. Ich finde sogar Blaubeeren und geniesse das Sommersonnenwaldlicht, die Geräusche und Natur.

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Wieder daheim kümmere ich mich um den Upload der Videos. Das dauert aufgrund der Daten ganz schön lange. Währenddessen schreibe ich die Kursunterlagen. Dann bemerke ich, dass die Email von Modul 2 schon verschickt wurde, obwohl sie erst morgen dran wäre. Oh je! Der Kurs ist in eine Email-Automation eingebunden. Ich habe mich in den Tagen verzählt und die falsche Zahl der Pausentage eingebenen. Auf der Kursseite hinterlasse ich eine kurze Notiz, ärgere mich kurz und beschliesse dann aber, daraus keinen Weltuntergang zu machen. Ich lerne viel über mich, meinen Perfektionismus, Zeitmanagement und den Umgang mit Erwartungen und Fehlern. Draussen regnet es einen kurzen satten Sommerregen. Ich mag das.

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Die Kindern wuseln rein und raus. Die Tochter habe ich schon seit gestern nicht mehr gesehen. Ich bin vertieft in mein Tun, mache aber immer wieder kleine Pausen. Am Kaffeetisch unterhalte ich mich mit dem Mann, der auch gerade viel zu tun hat, darüber, warum wir nicht einfach ein normales Angestelltenleben führen, abends nach Hause kommen, Fernsehen und uns gemütlich in unserer Familie einrichten. Aus solchen Unterhaltungen klingt die Sehnsucht nach Ruhe, Langsamkeit und Nichtstun. Gleichzeitig haben wir beide total Freude an unseren Herzensthemen und nehmen in Kauf, dass das (noch) nicht der einfachere und konventionellste Weg ist. Ich denke tatsächlich hin und wieder daran, ob es nicht besser wäre, als Angestellte irgendwo zu arbeiten, sicher jeden Monat meinen Lohn gezahlt zu bekommen und ein geregeltes Leben zu führen. Das ist immer ein Abwägen, was der Preis dafür wäre. Jaja, solche Gedanken gehen uns immer mal durch den Kopf.

Auch den Nachmittag verbringe ich mit dem Kurs und den Inhalten für die neue Woche im Jahr der Möglichkeiten {Eigenwerbung} mit Nadine.. Ich brauche eigentlich dringend Bewegung. Und vergesse das tiefe Atmen im Tun. Der Mann schaut Fussball, ich kümmere mich um die Jungs und meinen Kram. Nach dem Abendessen bringt der Mann die Jungs ins Bett, ich fahre zum Steinsee eine Runde schwimmen. Das tut gut!

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Danach beende ich meinen Kram für heute, schreibe den Blogpost und rede mit der Tochter, die nach Hause gekommen ist (ich sehe sie seit ihrem Abschluss nur noch hin und wieder. Sie geniesst ihr Leben.)

Was schön ist

  • Tolle Kursteilnehmerinnen und erstes Feedback
  • wie gut es mir gerade geht
  • Steinseeschwumm am Abend
  • Unsere wachsende Sommerferienideenwunschliste
  • Gespräche mit dem Mann
  • Vorfreude auf unser Monatsdate
  • Post im echten Briefkasten

Schön sind auch dei Bilder und Berichte aus anderen Familien. Susanne sammelt sie jedes Wochenende.

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Freitagsgedanken

Der Film über Papst Franziskus hallt noch auf vielen Ebenen in mir nach. Bevor ich im Kino war, habe ich ein Buch begonnen, wo es um Leadership geht. Auch im Film war die Rede davon. Ein Thema, was mich gerade beschäftigt. Noch sind alles lose Fäden und wirre Gedanken.

Wirr wird vermutlich auch mein Freitagsbeitrag. Schaut man auf meinen Schreibtisch, spiegelt sich die Wirrniss vermutlich direkt wieder. Überall liegen Notizen, Bücherstapel, Stifte und angefangene Projekte. Ich frage mich, ob das je anders sein wird bei mir.

Heute kam unsere Gemüsekiste. Auf die freue ich mich jeden Freitag. Sie ist ein Ausgleich zu unseren Einkäufen im Aldi. Darüber bin ich nämlich gerade nicht sehr glücklich. Wir haben seit einer ganzen Weile schon ein festgelegtes Wochenbudget für unser Essen. Um das einhalten zu können gehen wir vermehrt im Discounter einkaufen. Ich betrachte es als eine vorübergehende Phase, die hoffentlich auch bald wieder ein Ende findet. Mich nervt nämlich unser erhöhtes Müllaufkommen sehr. Ich möchte genau hinschauen, wie ich das doch wieder verändern kann. Die Gemüsekiste ist ein Müllvermeidungseinkauf. Einen Unverpackt-Laden haben wir erst wieder in Rosenheim oder München. Beides mit zu langer Anfahrtzeit. Aber vielleicht können wir mit strukturierterem Einkaufsverhalten wieder etwas umweltfreundlicher leben. Es nagt an mir.

Mein Blog nagt auch an mir. Ich möchte den dringend zu einem anderen Provider umziehen. Mein Datenvolumen ist fast erschöpft. Es ist in der Vergangenheit schon passiert, dass ich dann einfach keinen Zugriff mehr hatte. So will ich das nicht. Es gibt also demnächst hier ein paar Umbauarbeiten.

Dawanda schliesst seine Tore im August. Ich kann meinen Shop zu Etsy umziehen. Die automatische Umzugsfunktion hat irgendwie nicht geklappt. Nun überlege ich, was ich überhaupt mit dem Shop mache. Neu aufsetzen? Die Sachen anders verkaufen? Gar nicht mehr? Immer diese Entscheidungen! Wenn du noch was kaufen möchtest, Postkarten, ebooks oder Orginiale, dann greif jetzt zu bevor die Tore schliessen. {Eigenwerbung}

Bald ist Sommerpause. Dieses Jahr machen wir Urlaub zu Hause. Die Jungs gehen für eine Woche ins Fußballcamp im Nachbarort. Am Ende der Ferien verbringe ich ein paar Tage auf dem Frauencamp an der Ostsee, während die Kinder Zeit mit meinem Bruder verbringen.

Die nächsten beiden Wochen werden nochmal so richtig voll. Die Tochter geht von der Schule, hier und da gibt es Abschiedsfeste und Sommertrara. Nebenbei läuft der Skizzenbuchkurs und die Wortfunken. Für beide Kurse kannst du dich jederzeit noch anmelden. {Eigenwerbung}

Was geht dir gerade durch den Kopf? Was beschäftigt dich?

Was schön ist

  • Das Sommerlicht, vorallem am Abend.
  • Der Geruch von frisch gemähtem Rasen.
  • Abendliche Fußballspiele mit dem Mann und den Jungs auf dem Spielplatz.
  • Ein luxuriöses Frühstück mit einer Freundin.
  • Der Kinoabend.
  • Himbeeren im Garten.
  • Sommerblumen und Schmetterlinge im Garten.
  • Tolle Kursteilnehmerinnen.
  • Wertschätzenden Feedback von verschiedenen Seiten.
  • Mal so richtig wütend werden.
  • Echte analoge Post im Briefkasten.
  • Spannende Aufträge.