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Oh süßer voller Sommer

Wir haben noch keine Ferien und doch ist mein Juli voller süßem Sommer. Wie schon erwartet, jagt ein Termin den anderen. Ich bin ganz umhüllt von Leben, weshalb es hier auch etwas ruhiger ist. Ich war Anfang des Monats in der Ostsee schwimmen, habe meine Familie getroffen und eine sehr schöne Zeit verbracht. Wir haben gut gegessen, Meerluft geschnuppert und Familienzeit genossen. Dabei habe ich durch Zufall das Guthaus Stellshagen entdeckt. Falls ihr mal in der Ecke unterwegs seid: der vegane (!) Kuchen war sehr lecker.

Dharmatraining

Letztes Wochenende hatte ich mein viertes Dharmatraining-Modul. Die Ausbildung war für mich sehr bereichernd und intensiv. Ich habe vieles gelernt und erfahren, viel gelacht und geweint. Jetzt im letzten Modul ging es um Trauer, Trauma und heilsame Sprache. Wir haben uns mit einem sehr schönen Ritual voneinander verabschiedet und sind alle etwas wehmütig auseinander gegangen. Viele Themen klingen noch in mir nach.

Dem Schuljahresende entgegen

Die Tage hier sind durchzogen von Terminjonglage, Strohwitwenzeit, Schuljahresendkoordination und natürlich mein ganz normaler Brotjob. Jetzt stehen noch ein paar letzte Termine an. Ich werde die Tochter, die ihren Quali (qualifizierter Hauptschulabschluss) bestanden hat, zur Ehrung ins Landratsamt begleiten. Dann gibt es eine Abschlussfeier in der Schule. Es werden einige SchülerInnen die Schule nach der 9.Klasse bzw 10.Klasse verlassen, anderen machen weiter. Die SchülerInnen waren für ein paar Tage zur Abschlussfahrt in Kroatien. Jetzt lassen sie entspannt das Schuljahr ausklingen.

Schultheater und Präsentationen

Vorgestern war ich spontan auf einer tollen Theateraufführung der 12. Klasse an der Wolfschule. Gespielt wurde Mausefalle von Agatha Christie. Ich bin immer wieder begeistert von Bühnenbild und Kostümen, aber auch der Leistung, die die SchülerInnen auf der Bühne zeigen. Das hat mir wirklich gut gefallen. Also nicht nur das Theater, sondern der ganze Abend. Gestern waren die Präsentationen der großen Montessoriarbeit an der Tochterschule. Auch dort war ich sehr beeindruckt von den Sachen, die in den letzten 8 Monaten bei den SchülerInnen entstanden sind. Ein riesiger Quilt, Bücher, eine Werkbank, ein Bett und vieles mehr. Es hat mir große Freude bereitet, in den 8 Monaten eine der Schülerinnen bei ihrem Projekt zu begleiten und sie als ihre Mentorin bei der Umsetzung eines vegetarischen Kochbuches zu unterstützen. Entsprechend gerührt war ich bei den Präsentationen.

Sonntag

Den Sonntag heute wollte ich zum Nichtstun und Durchatmen nutzen. Das ist mir nur mäßig gelungen. Ich war allein mit den Kindern und von einer inneren Ruhelosigkeit getrieben. Ich hab viele Dinge begonnen, aber nichts, was mich wirklich zufrienden gestellt hat. Die Kinder hatten auch diese umtriebige Energie. Keine Ahnung, wer da wen beeinflusst hat. Es war ein hoher Streit- und Heulpegel unter den Jungs. Immer wieder spielten sie lange Phasen friedlich miteinander, dann schlugen und triezten sie sich, kamen heulend und petztend an, um kurz darauf das ganze Spiel wieder von vorn zu beginnen. Die Dynamik dahinter erschliesst sich mir nicht ganz. Der Tag ging also nicht ganz so entspannt rum, hatte aber auch seine schönen Momente.

Nun freue ich mich auf eine ähnlich volle Woche mit schönen Terminen. Den Auftakt macht der letzte Kindergartenelternabend, wo wir uns Fotos des vergangenen Kindergartenjahres ansehen. Das ist eigentlich immer sehr nett.

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wmdedgt Juli 2017 :: Steuer, Sonne und Packen

Jeden Monat am 5. sammelt Frau Brüllen Alltagseinblicke. Heute war ein recht ruhiger, ausgeglichener und produktiver Tag. Ich hätte mehr schaffen wollen, aber nicht mehr können. Ich bin dennoch froh, erledigt zu haben, was mir am wichtigsten schien.

Morgen

Ich wache vom Vitamix-Surren in der Küche auf. Der Mann macht sich seinen morgendlichen Smoothie. Dann klingelt auch schon mein Wecker. Ich winde mich aus der Umarmung der Jungs, die Nachts in mein Bett gekommen sind. Meistens bemerke ich erst früh, daß ich nicht allein im Bett liege. Im Bad mache ich mich tagfertig. Der Sterngucker bittet mich, ihm seine Sachen rauszulegen.

Dann gehe ich frühstücken. Es gibt weiches Hofpfister Brot mit frischen Tomaten. Dazu esse ich zwei Aprikosen und trinke grünen Tee. Nach und nach gesellen sich die Jungs zu uns. Die Tochter schläft noch. Sie ist mit ihren Prüfungen fertig und hat jetzt ein paar Tage Schongang zum entstressen.

7:45 bringe ich den Sterngucker zum Bus. An der Busshaltestelle beobachten wir Ameisen, wie sie in windeseile ein Blütenblatt wegtragen. Ich überlege, zum Fitness-Studio zu gehen, wenn ich den Mann zur S-Bahn bringe. Zuhause sind Mann und Wolf aber schon startklar und warten im Auto. Ich habe also keine Zeit mehr, meine Sachen zu packen und bleibe bei meinem ursprünglichen Tagesplan. Wir fahren zur S-Bahn und dann zur Wolfsschule.

Vormittag

Wieder zu Hause telefoniere ich mit einer Freundin und organisiere den Geldumtausch für die Abschlussfahrt der Tochter. Wir kommen kurz ins reden und besprechen noch andere organisatorische Dinge. Dann setze ich mich an die Umsatzsteuerunterlagen für das 2. Quartal in diesem Jahr. Vierteljährlich schicke ich meiner Steuerberaterin all meine Unterlagen und Belege zu Einnahmen und Ausgaben. Ich bin den ganzen Vormittag damit beschäftigt. Zwar hatte ich schon 2 Monate keine Einnahmen, dadurch aber viel Kontenjongliererei, um meine Rechnungen bezahlen zu können. Das musste ich erstmal entwirren und ordnen.

12:00 hole ich den Wolf von der Schule ab. Zum Mittag mache ich uns schnelle Pizzaschnecken und Salat. Nach dem Mittagessen möchte der Wolf sein Hörspiel weiterhören (Harry Potter), aber sein ipod macht komische Sachen. ich versuche, das Hörspiel nochmal aufzuspielen, der Fehler bleibt aber. Der Wolf ist verärgert, hört aber weiter.

Nachmittag

Ich fahre die Tochter zur S-Bahn. Sie hat einen Termin beim Kieferorthopäden und möchte danach noch mit einer Freundin in die Stadt. Als ich wieder zurück bin, kümmere ich mich um Überweisungen und Kleinkram. Die Post bringt mir einen schönen persönlichen Brief von einer der Freauencamp-Frauen, den ich gleich beginne zu beantworten.

Dann muss ich den Sterngucker im Kindergarten abholen. Er hat Mittwochs seinen langen Tag bis kurz vor 16:00 Uhr. Ich bezhale im Kindergarten Essen- und Busgeld. Draussen sind es über 30 Grad. Das Wetter macht mir gerade etwas zu schaffen. Als ich bei meiner Schwester war, habe ich schon mit ihr darüber sinniert, mir Stützstrümpfe anfertigen zu lassen. Dabei bin ich nichtmal schwanger. Auf dem Rückweg vom Kindergarten kaufe ich mit dem Sterngucker Eis, was wir zu Hause mit dem Wolf gleich essen.

Abend

Die Mutter meiner Projektschülerin ruft an, daß die Druckerei sich gemeldet hat, daß etwas mit den Druckdaten nicht stimmt. Eigentlich soll das Buch bald geliefert werden, weil die Präsentation nicht mehr fern ist. Ich rufe bei der Druckerei an und frage nach, wo es hakt und bespreche das weitere Vorgehen. Sieht aus, als kommen die Bücher trotz allem pünktlich.

Gerade als die Jungs anfangen, sich in nachmittägliche Streiterein zu verwickeln, kommt eine Nachricht vom Mann, daß ich ihn an der S-Bahn abholen kann. Also packen wir uns wieder alle ins Auto und holen den Mann ab. Die Jungs sind müde und trietzen sich, der Mann und ich sind auch müde und hungrig. Die Stimmung im Auto ist genervt.

Zu Hause zaubere ich einen schnellen Bohnen-Tomaten-Salat und wir decken den Tisch. Nach dem Abendessen drehe ich eine Runde durch den Garten und rupfe Unkraut. ich mag das abendliche Sonnenlicht. Es ist nicht mehr so heiss und ein kleiner Wind streicht über meine Haut. Der Mann giesst, die Jungs spielen verstecken im Garten.

19:00 Uhr ist es Zeit, den übermüdeten Sterngucker ins Bett zu bringen. Der Mann geht mit ihm ins Bad, ich lese vor und bleibe eine kleine Weile neben ihm liegen. Innerhalb von 5 min ist er eingeschlafen. Ich lese noch ein bisschen in meinem Buch. Dann kümmere ich mich um die Druckdaten, die nochmal zur Druckerei übermittelt werden müssen. Der Mann macht derweil eine Aufräumrunde rund ums Haus mit dem Wolf. Er lässt gern seine Sachen liegen. Der Mann bringt den Wolf ins Bett. Ich beginne meine Tasche zu packen, denn ich fahre morgen zum letzten Dharmatraining-Modul nach Heilbronn. Am meisten Kopfzerbrechen bereitet mir, dass wir ein Ding mitbringen sollen, womit wir emotional sehr verbunden sind, um es loszulassen (ohne vorher zu wissen, was damit geschieht). Ich überlege schon seit Wochen, was es sein könnte, wovon ich mich trenne. Hm.

Währenddessen koordiniere ich mit der Tochter die Abholerei. 20:40 Uhr möchte sie an der S-Bahn eingesammelt werden. Ich sammle sie wie vereinbahrt ein. Unterwegs fahren wir noch am geldautomaten vorbei, damit ich nochmal Bargeld für meine Reise holen (Übernachtung und Essen im Yogazentrum) und die Tochter mir die geliehenen 20 Euro zurückgeben kann. Zuhause erzählt sie mir von ihrem Tag. Sie war auf dem Tollwood und hat sich schöne Dinge gekauft, die sie mir zeigt. Sie möchte heute noch mit dem Packen für ihre Klassenfahrt beginnen. Deshalb höre ich an dieser Stelle den Beitrag auf, denn ich soll nochmal ein Auge drüber werfen. Im Bett werde ich mich nachher noch eine Weile auf meine Stachelmatte legen und Gehirnwellen-Schlaf-Musik hören, die mir der Mann empfohlen hat.

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Alltag :: Was machst du eigentlich den ganzen Tag?

An jedem 5. des Monats sammelt Frau Brüllen unter #wmdedgt Einblicke in den Tag anderer BlogerInnen. Alltagseinblicke lese ich immer sehr gern. Oft entdecke ich darin kleine Details, Anregungen und schöne Momente, die wiederum dann meinen Alltag bereichern.

Morgens

Gegen 6:00 Uhr höre ich im Bett das Müllauto durch die Siedlung fahren. Ich hab vergessen die Tonne an die Strasse zu stellen! Schnell ziehe ich mir eine Hose drüber und rolle die Mülltonne raus. Am Fenster schaue ich, ob das Müllauto die Tour durch unsere Strasse schon gemacht hat. Wir hatten Glück! Einige Minuten später wird unsere Mülltonne geleert. Tschakka! Der Tag kann nur gut werden.

Ins Bett zurück gehen lohnt nicht mehr, also mach ich mich tagfertig und geselle mich zum Mann, dessen Frühstücksroutine ich damit durcheinander bringe. Während des Frühstücks schreibe ich meine To-Do-Liste, suche die Kindergarten-Regensachen für den Sterngucker raus und arbeite an einem Entwurf, den ich heute zum Kunden schicken möchte. Etwas später kommt die Tochter und möchte Zöpfe geflochten haben, die Jungs frühstücken und brauchen Brotzeitdosen. 7:50 Uhr begleite ich die Buskinder zum Bus und unterhalte mich noch bisschen mit der Tochter. Ich muss nicht mitgehen, mag aber diesen kleinen morgendlichen Spaziergang und die Gespräche, die in der Zeit entstehen.

Vormittags

Dann verabrede ich die Fahrgemeinschaft für den Wolf und die Nachbarskinder: Morgens wird der Wolf mitgenommen, am Mittag fahren wir. Nachdem der Wolf das Haus verlassen hat, mache ich den Entwurf fertig und schicke ihn zum Kunden. Ausserdem tüte ich eine Kartenbestellung aus dem Shop ein. Ich muss unbedingt neue Karten bei der Druckerei in Auftrag geben. Zwei Motive sind nun schon ausverkauft.
Gegen 9:00 kommt meine Projektschülerin und arbeitet an ihrem Buch weiter. Währenddessen kümmere ich mich um meine Gewerbeummeldung (da haben sich einige Daten geändert), die Geburtstagsplanung für den Wolfsgeburtstag, die To-Do-Liste für die näher rückende Kreativ-Auszeit und weiteren Kleinkram.

Mittags

Zum Mittag kocht der Mann Spargelrisotto und holt dann die Kinder (Wolf & Nachbarn) von der Schule. Nach dem Mittagessen führe ich noch ein längeres Telefonat bis die anderen Kinder (Tochter & Sterngucker) vom Schulbus kommen. Ich leiste den beiden beim Essen Gesellschaft und freue mich über die angekommene Post (Wolle!!! Danke, liebe Caro <3 ). Da ich selbst einen Haufen Post fertig gemacht habe, beschliesse ich, gleich zur Post zu fahren.

Nachmittags

Die Jungs radeln in der Siedlung herum, ich gebe dem Mann bescheid und düse schnell zur Post. Auf dem Rückweg kaufe ich Kuchen. Nach dem Kaffee/Tee ist es Zeit, alle Kinder ins Auto zu packen und in die Kleinstadt zu fahren. Der Mann hat einen Friseur-, die Tochter und der Sterngucker einen Zahnarzttermin. Wir teilen uns auf. Ich besorge mit dem Wolf noch ein Geburtstagsgeschenk für seinen Freund, der Mann erledigt den Wochenendeinkauf. Der Zahnarzttermin geht schnell. Beide Kinder sind frei von Karies. Juhu!

Abends

Wir fahren hungrig nach Hause und essen die Resste vom Mittag. Wir räumen den Inhalt der Gemüsekiste in den Kühlschrank und die Einkäufe weg. Danach möchte die Tochter mit mir noch eine Runde spazieren gehen. ich freue mich über etwas Bewegung. Der Mann kümmert sich derweil um die Jungs und den Haushalt. Als wir zurück sind, putzen der Wolf und die Tochter noch ihre Schuhe, dann bringen wir die Jungs ins Bett. Jetzt kümmere ich mich noch um einen Druckauftrag und gehe dann schlafen. Morgen bin ich zur Defibrilator-Schulung, nachmittags putzen wir den Kindergarten.

 

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