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Wochenmitte

Heute morgen hatte ich so ein Gefühl von himmlischer Herrlichkeit in mir. So ein alles-ist-schön innen wie aussen. Keine Ahnung, wo das plötzlich herkam, aber es hat sich gut angefühlt. Entsprechend motiviert konnte ich meine Arbeit erledigen. Newsletter schreiben, Post verpacken, Daten mit Kunden abstimmen, eine Grafik erstellen. Schwupp, waren meine 3 Stunden Arbeitszeit, die ich täglich habe, rum und es war Zeit, den Schulwolf abzuholen.

So sah mein Arbeitsplatz heut morgen aus. Sonnendurchflutet, weshalb ich die Vorhänge schliessen musste, damit es mir nicht blendet. Wäscheständer, Noten vom Wolf (er probt gerade für seinen Auftritt an Weihnachten in der Kirche), Adventskalender, Küchenchaos (nicht im Bild, wohl aber im Raum)

Am Vormittag wurde auch unser Holz geliefert. Das Wetter ist gerade sehr wechselhaft, also hat der Holzmichel den sonnigen Tag genutzt und uns 3 Ster Holz vor die Tür gekippt. Ich holte also den Wolf ab, aß mit ihm Mittag und dann machten wir uns an die Arbeit, das Holz unterm Dach zu stapeln. Später kam noch die Tochter dazu. Binnen von 2 Stunden hatte ich mit ihr das Holz verräumt. Der Wolf hatte keine Lust mehr und verzog sich nach drinnen.

Dann war es Zeit, zum Kindergarten zu fahren, den Sterngucker einzusammeln und direkt weiter zum Elterngespräch mit den TochterlehrerInnen. Heute wurden die Ergebnisse der Probeprüfungen mitgeteilt und ein paar gute ratschläge für die nächsten Monate auf den Weg gegeben. Vorher waren wir noch kurz Einkaufen, damit die Kinder morgen was auf die Schulbrote haben. Gerade bin ich da nicht sehr organisiert, was die Ernährung meiner Familie betrifft. Das ärgert mich ein bisschen.

Zu Hause gabs dann schon bald Abendessen und Bettgehzeit. Der Mann ist heute auf Gongmeditation. Ich müsste eigentlich noch was arbeiten, bin aber abends zu müde dazu. Der Tag war voll genug.

Am Montag war ich beim Friseur und hab mir einen 20er Jahre Bob schneiden lassen. Hatte ich so ähnlich schonmal zu meiner ersten Hochzeit. Ich bin gerade begeistert, dass ich das Haare-wachsen-lassen schon so lange durchgehalten habe.

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Freitag – 8.12.2017

Nachdem ich alle zeitkritischen Aufträge diese Woche abgearbeitet habe, bin ich nun etwas entspannter. Dennoch freue ich mich auf eine ruhigere nächste Woche. Heute habe ich mit dem Mann unser monatliches Businessfrühstück nachgeholt. Das hätten wir eigentlich am Montag gehabt, aber da war er ja unterwegs unser neues Auto abzuholen. Also sind wir heute, nachdem alle Kinder aus dem Haus waren, zu unserem Frühstückscafé gefahren, um dort unsere Liste zu besprechen. In Evernote führen wir über den Monat eine Stickpunktliste mit Themen, die wir besprechen wollen. Das sind zu koordinierende Termine und Dinge, die uns beschäftigen. Jetzt vor Weihnachten sind das Familiengeschenke, Aufgabenverteilung und noch dringender Businesskram bis zum Jahresende. Draussen regnet es.

Schnell ist der Vormittag vorbei. Auf dem Weg nach Hause holen wir noch ein Autoteiler-Auto fürs Wochenende. Dann fährt der Mann zur Schule, den Wolf und die Nachbarskinder einsammeln, ich direkt nach Hause. Vor der Tür steht unsere freitägliche Gemüsekiste.

Wir sind noch vom Frühstück satt, wir kochen aber für die Kinder Mittag. Es gibt Spätzle. Einmal mit „weisser Sosse“ (eine vegane Carbonara) und einmal mit Käse für die Käse-Esser im Haus. Ausserdem haben wir noch diverse Reste, die auch erwärmt werden (Pizza vom Abendessen, Curry und Reis aus dem Kindergarten). JedeR wird also satt.

Die Kinder kommen vom Bus. Nun möchte mir jedeR etwas erzählen. Es ist laut und wuselig. Dann verteilen sich die Energien. Ich bespreche mit der Tochter ihren Weihnachtswunschzettel, die Jungs ziehen sich in ihre Zimmer zurück. Ich stricke nebenbei ein bisschen an Socken.

Dann bespreche ich mit dem Mann und den Kindern die Weihnachtsferien. Wer fährt wann wohin. Der Mann und ich werden wieder ein paar Tage ins Sieben fahren, die Kinder zu ihren Großeltern. Der Sterngucker hört Feuerwehrmann Sam und baut mit den Kaplas, der Wolf recherchiert Nerfs. Draussen schneit es. Später machen wir eine kleine Kaffeepause und knuspern von den gebackenen Plätzchen. Der Wolf möchte sich eine Nerf bestellen, sein Geld reicht aber nicht. Darüber ist er frustriert. Insgesamt kippt ab dem Kaffee die Stimmung. Die Tochter geht spazieren. Ich kümmere mich um die Wäsche und erledige Kleinkram zwischendrin. Ich habe morgen meinen letzten VHS Kurs in diesem Jahr.

Am späten Nachmittag fährt der Mann zum Sport. Ich räume die Wohnküche zum Abendessen auf. Das Chaos und die Lautstärke machen meine Nerven dünn. Ich lese einen Blogpost vom letzten Jahr um die Zeit und wünsche mir, dass ich diese dort beschriebene Stille in mir finden kann. Neulich fragte Maren auf Instagram, was unser Calm in the Chaos ist. Ich erinnere mich daran und halte einen Moment inne, um zu atmen. Wie schnell ich das vergessen kann!

Heute Abend, wenn die Kinder im Bett sind, möchte ich gern Weihnachtspost schreiben. Innige Briefe, liebevolle Karten, kleine Grüße.

Was schön war diese Woche

  • ein langer spontaner Spaziergang
  • eine tolle Geschenkidee
  • Wertschätzung für meine Arbeit
  • das Frühstücksdate mit dem Mann
  • schöne Freundinkontakte
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Donnerstag – 7.12.2017

Ich wache gegen 5 Uhr das erste mal auf. Danach schlummere ich nur noch im Dämmerschlaf vor mich hin bis es Zeit wird, aufzustehen. Morgenroutine ohne Zwischenfälle: Frühstück, Anziehen, Kinder zum Bus. Dann fahren wir den Wolf zur Schule und den Mann zum Bahnhof. Draussen ist alles nebelig. Auf der einen Seite scheint noch der Mond, auf der anderen sieht man die Sonne durch den Nebel. Ich fahre weiter zum Zahnarzttermin. Vorher habe ich noch etwas Zeit und bringe unsere Sommerreifen zum Einlagern zur Autowerkstatt.

Der Zahnarzttermin verläuft kurz und fast schmerzlos. Mein abgebrochener Zahn kann gerettet werden. Weil er kein Karies hat, geht das ganze sogar ohne Bohren und ohne Betäubung. Einzig die Lage (Weisheitszahn) macht es etwas herausfordernd. Der Zahnarzt ist nett und unterhaltsam. Nach 10 min bin ich fertig und heilfroh. Ich fahre nach Hause. Die Sonne hat den Nebel aufgelöst und macht schönes Winterlicht. Ich bin guter Dinge uns setze mich direkt an meinen Schreibauftrag, den ich heute beenden möchte. Ich schaffe alle Bilder am Vormittag, maile ausserdem noch den hoffentlich finalen Entwurf einer Anzeige zur Kundin und beantworte liegengebliebene Emails.

Gegen 12 ist es Zeit, den Wolf von der Schule zu holen. Eigentlich bleibt er Donnerstags lang. Heut ist jedoch eine Lehrerkonferenz und er hat Mittags Schulschluss. Wir essen gemeinsam Mittag (Kartoffelpürree und Krautfleckerl). Der Sterngucker ruft aus dem Kindergarten an und verabredet sich. Später kommt die Tochter mit dem Bus. Wir schreiben eine Liste mit Backzutaten und fahren einkaufen. Die Oberstufe der Tochterschule verkauft am Weihnachtsmarkt Plätzchen. Damit füllen sie die Klassenkasse für die Abschlussfahrt.

Wieder daheim spielt der Wolf mit seinem Freund draussen. Ich bereite den Teig für Pfefferkuchen aus dem Buch „Mein veganer Adventskalender“* und Ministollen nach Carolas Rezept vor. Ich bin ja nicht so die Backfee. Die Tochter hat viel Spaß dabei, mich zu beobachten. Dann muss ich los, den Sterngucker von seinem Freund abholen. Die Tochter begleitet mich. Wir springen noch kurz in der Apotheke vorbei. Der Sterngucker ist sehr müde, quengelig und hungrig. Er macht sich zuerst etwas zu Essen als wir heimkommen. Ich bereite einen Pizzateig und Feldsalat vor. Gerade als ich die Pizza im Ofen habe, meldet sich der Mann, wann er abgeholt werden möchte. Mittlerweile bin ich auch sehr hungrig, sodass mir schon ganz schwach ist. Die Pizza ist rechtzeitig fertig, sodass ich noch ein Stück essen kann, bevor ich den Mann hole.

Heut ist es spät. Wir essen gemeinsam zu Abend, dann bringt der Mann die Jungs ins Bett, ich rahme die fertigen Auftragsbilder und bringe sie zur Auftraggeberin. Sie freut sich sehr über meine Arbeit. Ich fühle mich gut, weil meine Arbeit gewertschätzt wird. Zurück daheim mache ich ein Feuerchen und widme mich den Teigmengen.

Bis 22:00 backe ich Ministollen und Pfefferkuchen und verpacke sie noch zum Mitnehmen. Dann falle ich in mein Bett.

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