Wenn alles anders kommt als man denkt

Unser kleiner Bruchpilot war nach seinem kleinen Ausflug zum Arzt und einem Tag Pause am Mittwoch wieder im Kindergarten. Keine Stunde nach seinem Kindergartenbeginn erhielten wir einen Anruf, dass er sich wieder verletzt hatte. Mit der Zehe hängengeblieben, böse aufgeschnitten. Ich hab ihn also abgeholt, bin wieder mit ihm zum Arzt gegangen. Jetzt bleibt der Sterngucker erstmal bis Ende der Woche daheim. Heute waren wir nochmal Verband wechseln. Alles heilt bisher gut. Ich bin sehr dankbar.

Aber ich bin auch genervt und innerlich unruhig. Denn alle Energie, die der kleine Mensch nun nicht motorisch ausleben kann, verquasselt er. Er hüpft auf einem Bein durchs Haus und redet ohne Punkt und Komma. Wo er sich gestern noch auf der Couch sitzend geschont hat, kamen heut schon wieder erste halsbrecherische Hopsmanöver dazu. Eigentlich ist längst meine Schlafenszeit. Doch geniesse ich gerade die Stille im Haus und die Möglichkeit, ein paar zusammenhängende Sätze aufschreiben zu können. Denn in mir drin ist es laut. Da rattern Aufgabenlisten vor meinem inneren Auge runter. Allein der Gedanke an alles, was auf meinem Tisch liegt bereitet mir Stress und Herzklopfen. Aber: Es ist ein Ende in Sicht. Ich habe alles notiert, sortiert, auf dem Zettel. Allein das Loslassen und das der Situation hingeben fällt mir gerade schwer.

Gestern war ich beim Sensory Awareness. Das ist mein wöchentlicher Abendkurs, den ich mittlerweile sehr schätze. Ich lerne dort so viel über mich selbst. Über meinen Körper, die Beziehung zum Boden, meine Gedanken, Bilder und Ideen, die ich von mir habe und wie sie sich im Körper manifestieren. Sehr spannend und sehr wertvoll.

Am Wochenende haben wir mal nichts geplant. Das ist wirklich selten. Ich möchte unbedingt gern noch von meinem Urlaub auf Hiddensee erzählen, vom Museumsbesuch in Hamburg und von Stralsund. Ich habe einen großen Stapel Bücher zur Rezension hier liegen und einen Produkttest. Ich habe Ideen für ein Ebook und einen weiteren Kurs, eine Anfrage für einen Kurs in Österreich und natürlich die laufenden Onlinekurse „Jahr der Möglichkeiten“ und „Wortfunken“, die mir immer noch große Freude machen. Ich stehe also schon in den Startlöchern, um loszupowern. Muss nur noch die Handbremse lösen.

Was schön ist

  • Die Reaktion des Sternguckers auf unsere abendlichen Gebete & gesungenen Heilmantras und Kindergespräche übers Beten
  • Regen
  • Ich habe (endlich) den Rasen gemäht und kleine Kleeinseln für die Bienen stehen gelassen
  • Die kleinen jungen Spatzen machen erste Ausflüge mit ihrer Familie. Nach dem Rasenmähen und Regenguss waren ganz viele kleine Vögel auf unserer Wiese. Mit lauten Getschilpe.
  • Viele spannende Bücher auf meiner Leseliste.
  • Tolles Feedback zur ersten Woche Wortfunken (ja, ich erwähne das immer wieder, weil mir die Idee so große Freude macht!)
  • Vorfreude auf eine Freundin, die ich schon lange nicht mehr getroffen habe
  • Der Speiseplan, den ich am Wochenende geschrieben habe. Er entlastet mich gerade sehr, weil ich keine Energie aufwenden muss, zu überlegen, was wir essen. Dennoch besteht genug Flexibilität, ihn kurzfristig den Gegebenheiten anzupassen.
  • Heute Abend gab es einen Salat aus Tomaten, geröstetem Ciabatta und Spargel mit Pinienkernen, Avocado und Basilikum. Sehr lecker!
  • Die Kinder. Alle.
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Müder Dienstag – #wmdedgt

Der Alltag hat mich schneller wieder als geplant. So ist es doch immer. Der Mann und ich hatten gestern unser Monatsdate. Einmal im Monat geniessen wir ein gemeinsames Frühstück im Café, besprechen all unsere Termine, Familienlogistik, Ideen und Businesskram. Oder wir turteln ein bisschen herum und freuen uns aneinander. Gestern wurde unser Date von einem Anruf aus dem Kindergarten abgebrochen. Der Sterngucker hatte sich beim Schnitzen „das Bein aufgeschnitten“ (Kindermund). Also haben wir einen kleinen Abstecher zum Arzt gemacht und die Wunde nähen lassen. Kein schöner Ausflug, aber der kleine Mensch war sehr tapfer.

Heute sollte ich meine Weisheitszahn-OP haben. Aber gestern hatte ich die Praxis auf Band, dass der Termin verschoben werden muss. Das klärte ich direkt heut morgen noch mit dem Zahnarzt. So fügten sich die Dinge und der Sterngucker konnte einen Tag daheim bleiben und sein Bein schonen. Das tat er tatsächlich und verbrachte die meiste Zeit auf der Couch. Die Energie, die er nicht beim Rumlaufen verbrauchen konnte, ging direkt in seine Stimmbänder und Zunge. Er redete den ganzen Tag gefühlt ununterbrochen mit mir oder brauchte irgendwas, sodass es unmöglich war, konzentriert zu arbeiten.

So verbrachte ich den vormittag damit, ein Bahnticket für meine Mama zu buchen und meine Anreise zum Naudererhof Ende Juni zu planen. Ich habe meine eigene Bahncard verlängert bzw ein Upgrade von BC 25 auf BC 50 gemacht, weil meine Bahncard eh ausläuft und ich ein attraktives Angebot für die BC 50 im Posteingang hatte. Dazu hab ich erstmal mit der Hotline telefoniert, wie ich das am geschicktesten anstelle.  Nun bin ich gespannt, ob alles so klappt, wie es sein soll. Ausserdem hab ich mich um Überweisungen gekümmert und Emails beantwortet. Mehr war nicht drin.

Am Mittag kam die Putzfrau und wir sammelten den Wolf an der Schule ein. Zum Essen gab es Tagliatelle mit Tomatensosse und Artischocken. Ich war müde und erschöpft, als hätte ich 3 Tage durchgearbeitet. Ich weiss nicht, ob es die Umstellung vom Meeresklima war, die Erschöpfung der letzten Tage inklusive Reise und Veranstaltung oder die Hitze. Uff. What a day. Ich kümmerte mich noch um die Wäsche. 3 Maschinen, die bei dem Wetter ja vorzüglich trockneten.

Am Nachmittag kam auch die Tochter. Die fuhr ich dann zu einem Termin, schickte den Wolf zum Trompetenunterricht, kaufte bisschen Kleinkram ein (Eis, Petersilie und Melone), bereitete das Abendessen vor (Burger aus roten Bohnen), fuhr erneut los, um die Tochter wieder abzuholen und den Mann gleich mit am Bahnhof einzusammeln. Wo war der Tag hin?

Wir bereiteten unser Abendessen zu und aßen gemeinsam daussen auf der Terrasse. Dann bat uns der Sterngucker, ins Bett gebracht zu werden (18:30!). Der Mann ging also mit ihm ins Bad bettfertig machen, ich übernahm dann die Kuschelrunde. Der kleine Mensch wollt, dass ich für ihn bete und sein Einschlafmantra hören. Gerade singen wir ein Heilmantra (Ra Ma Da Sa) – unser kleines Abendritual.

Dann machte ich im Garten eine Gießrunde während der Mann mit dem Wolf am Spielplatz Fußball spielte. Es hat hier schon einige Tage nicht geregnet und ist sehr warm und trocken. Als der Mann vom Spielplatz zurückkam, schickten wir den Wolf ins Bett und machten noch eine gemeinsame Gartenrunde. Das mag ich gern. Gucken, wie alles wächst, das Abendlicht geniessen, mit dem Mann sein.

Jetzt freue ich mich auf mein Bett und hoffe, dass ich morgen früh meine liegengebliebenen Aufgaben fokussiert in Angriff nehmen kann.

Was schön ist

  • die erste sonnenwarme reife Himbeere aus dem Garten
  • Walderdbeeren satt zum Frühstück, frisch aus dem morgentaufeuchten Garten gesammelt
  • Nähe trotz Ferne
  • Urlaubserinnerungen
  • tollstes Netzwerk
  • Wertschätzung mit herzlichen Worten in die Teekasse (Danke!)
  • Immer wieder ein verkaufter Wortfunken Kurs. Juhu! Es funkt!

 

Verlinkt zu Frau Brüllen, weil es gut zum #wmdedgt passt.

 

 

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Es regnet. Was ich so tue. – WIP Wednesday

Nach einem Gewitter gestern abend hat es sich heute eingeregnet. Irgendwie ist das auch schön. Hier so zu sitzen, draussen den Regen zu hören und den saftig grünen Garten zu sehen. Ich kann bei Regen gut arbeiten, denn die Geräuschkulisse sorgt für einen White Noise. Darauf schwingt sich das Gehirn ein. Wenn es mal nicht regnet, kannst du dir hier bei Noisli deinen Lieblingsproduktivsound einstellen. Wenn du es noch gezielter magst, schau doch mal beim Mann vorbei. Er schreibt jede Menge interessantes Zeug über Gehirnwellen. Unser Gehirn hat die Fähigkeit, sich auf Frequenzen von aussen einzuschwingen. Kennst du sicher: die beruhigende Wirkung vom Meer oder das Rauschen des Waldes. Das kannst du dir zu nutze machen mit entsprechenden Gehirnwellen. Da gibt es Musik mit unterlegten Gehirnwellen für verschiedene Zustände. Zum Bepsipiel Entspannung, Schlaf oder eben Fokus. Wie das klingt, hörst du im Brainwave Radio. Probier das mal aus.

Doch ich schweife ab. Eigentlich wollte ich erzählen, was hier so auf dem Tisch liegt. Weil es ist Mittwoch. WIP-Wednesday. Nachdem wir ja vier Tage unterwegs waren, stehen hier noch meine ganzen Bastelsachen und Künstlermaterialien rum und wollen wieder zurück verräumt werden. Ich habe echt Kistenweise zur kreativ- und Klangauszeit mitgehabt. Leider sah mein Büro danach nicht aus, als würde etwas fehlen. Hm. Zurückgeräumen möchte ich es trotzdem. Kann ja nicht die ganze Zeit hier rumstehen.

Gestern habe ich schon meine To-Do-Liste strukturiert. Das mache ich gern abends vorm Bettgehen, um den Kopf frei für erholsamen Schlaf zu haben. Gestern hatte ich einige Telefonate, habe Rechnungen geschrieben und Kleinkram erledigt. Für heute steht ein Flyer auf dem Plan. Und was ich nebenbei alles noch schaffen kann. Ich setze mir immer 3 Tagesprioritäten, die ich am Abend ganz unbedingt fertig haben möchte. Alles andere läuft unter: „schön, wenn ich es schaffe, nicht schlimm, wenn sie liegenbleiben“. Die Top 3 versuche ich am Vormittag zu erledigen, wenn die Kinder aus dem Haus sind, die anderen Sachen dürfen am Nachmittag mitlaufen, wenn es passt.

Top 3 für heute

  • besagter Flyer
  • einen Blogpost mit dem Rückblick zur Kreativ- und Klangauszeit
  • Kallimagie-Newsletter schreiben

Der Mann ist heute für ein paar Tage nach Berlin gereist. Das bedeutet für mich, dass ich nicht zum Sensory Awareness gehen kann. Das finde ich sehr schade, denn diese Abendstunde tut mir jedesmal so gut. Vielleicht gönne ich mir heute Abend mal wieder ein bisschen Strickzeit. Ich habe momentan 3 Projekte auf den Nadeln:

  • 1 Paar Socken, die ich immer in meiner Handtasche habe für Wartezeiten (in meiner Handtasche habe ich ausserdem immer ein Buch und mein kleines rotes Moleskine zum Schreiben/Zeichnen)
  • Einen Lace Schal, an dem ich schon lange nicht mehr weitergestrickt habe (Anleitung: Maple Leaves Scarf von heartstringsfiberarts). Ich hoffe, ich finde wieder in das Muster rein.
  • Eine Jacke aus dicker Wolle (Anleitung: Selvedge Cardigan von Amy Christophers). Der Hauptteil ist fertig. Gerade stricke ich am ersten Ärmel. Meine Motivation hält sich in Grenzen, denn obwohl ich eine Maschenprobe gestrickt habe, scheint es, als würde mir die Jacke zu klein sein. Ich stricke sie dennoch fertig. Jetzt, wo ich schon so weit gekommen bin.

Was schön ist

  • Gestern habe ich mit den Kindern im Garten noch einiges ausgesät und eingepflanzt (Bohnen, Radieserl, Rote Beete, Spinat, Petersilie, Paprika). Deshalb tut der Regen jetzt besonders gut.
  • Die Pfingstrosen blühen in so einer Pracht. Nach und nach gehen auch die anderen Sorten auf. Das hat ja schon beim anschauen etwas sehr sinnliches.
  • Schöner Kontakt mit dem Mann incl Zeit für Kuscheleinheiten.
  • Einige Unterhaltungen am Handy per Threema (ich nutze kein What’s App) und iMessage mit weit entfernten und nahen Menschen.
  • Die Wettergramme im Garten. Ich mag es gern, zu sehen wie sie sich verändern. heute ist das Papier ganz nass und durchscheinend.