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Mittwochsnotizen :: Was mich gerade beschäftigt

Der September liegt nun schon in den letzten Atemzügen. Ein Wochenende noch, dann fahre ich nach Norddeutschland, um meinen ersten eigenen Kalligrafiekurs zu unterrichten. Ich bin zugleich vorfreudig und aufgeregt. Momentan nimmt der Kurs auch viel Raum in meinen Gedanken, auf meiner To-Do-Liste und meinen Notizen ein. Auf Zetteln finden sich Stickpunkte, Sätze und Übungen, die ich im Kurs einbauen möchte. So erarbeite ich mir einen kleinen roten Faden. Ich freue mich sehr, daß der Kurs voll ist. Noch 1 freier Plätz wäre für eine Spontanentscheiderin offen. Hier findest du die Kursbeschreibung.

Weniger

Generell tut mir mein „Weniger“ Monatsmotto sehr gut. Beim letzten Date mit dem Mann haben wir im Kalender zwei Wochenenden für die Lager-Umsortierung reserviert. Letztes Wochenende flutschte dann alles so gut, daß wir drei Tage am Lager gearbeitet haben: ausgemessen, neue Regale besorgt, die alten abgebaut, die Sachen sortiert, Dinge, die keine Aufgabe mehr haben entsorgt, das neue Regal aufgebaut. Jetzt haben wir Übersicht und Ordnung. Ich könnte direkt weitermachen. Da sind noch so viele Besitztümer, die gesichtet und gelichtet werden möchten. Ich habe die Klamotten der Kinder durchgeschaut und weggegeben, was nicht mehr passte oder gebraucht wurde.

Mehr

Mit dem Weniger fügt sich gleichzeitig ein Mehr. Ich bekomme mehr Klarheit, mehr Vertrauen in meine Fähigkeiten, mehr Sichtbarkeit. ich habe wunderschönes Feedback in Gesprächen bekommen. Mit dem Mann habe ich tiefe Unterhaltungen. Ich nehme mir wieder mehr Zeit für mich, bin ich doch meinen schlimmen Verspannungen auf der Spur, die sich trotz Sport und bewusster Lebensweise nicht lösen wollen. Alles in allem fühlt sich dieser Monat aufregend und verheissungsvoll an. Ein bisschen wie ein dazwischen. Etwas Altes geht, etwas Neues kommt. Das ist für mich ein typisches Herbstgefühl.

Was treibe ich hier also den ganzen Tag?

  • Ich nehme an einem Online-Kurs von Carla Sonheim/Lendon Noe teil. Im Büro liegen angefangene Arbeiten und experimente, wo ich neue Techniken probiere und mich anhand der Aufgaben durch den Kurs hangele. Das macht mir Spaß und ist gerade genau das Richtige für mich. Dafür sind keine weiteren #septemeer Bilder entstanden.
  • Wie oben schon geschrieben, erarbeite ich den roten Faden für den Kurs nächstes Wochenende. Das zeigt sich in Zettelhaufen, Büchern, Notizen, zurechtgelegte Mitnehmstapel (Bücher, Material). Gestern war ich im Gerstäcker, um noch das ein und andere Material zu besorgen.
  • Drei bis vier weitere Kurse sind für nächstes Jahr bereits in Planung. Für zwei habe ich mich schon um Datum und Räumlichkeiten gekümmert. Da fehlt mir nur noch die Kursbeschreibung. Ein anderer Kurs ist noch in der Ideenphase. Einer schon in der konkreten Planung, dazu gibt es bald mehr.
  • Ich habe viele Bücher auf meinem Lesestapel und habe Freude daran, auch mal wieder in Geschichten oder Fachliteratur zu versinken, mir Notizen zu machen und daraus meine eigenen Gedanken zu weben.
  • Nicht zu vergessen die Jobs mit meinen Kunden, für die ich Dienstleistungen in Form von Webinhalten und Printprodukten erbringe.
  • Bald ist Novembermarkt in der Schule. Da habe ich wieder einen Stand, wo ich Karten verkaufen werde.Es sollen noch einige neue Motive hinzukommen und einige Auflagen neu gedruckt werden. Dafür habe mir eine andere Druckerei ausgesucht, wo ich mir schon mal Papiermuster bestellt habe.
  • Ich stricke in Wartezeiten Stino-Socken und wenn ich mehr Konzentration habe an einem Lace-Schal (da muss ich mich immer aufs Muster und die Anleitung konzentrieren)
  • Ausserdem liegt ein Stapel Hosen rum, die ich noch umsäumen möchte, damit der Wolf sie tragen kann.

Neberher läuft der ganz normale Alltag. Heute hatte ich einen kleinen Familienlogistik-Blues. Es ist unglaublich, wie oft ich 5 Familienmitglieder (mich dazugezählt) irgendwohin fahren muss. Gleichzeitig konnte ich dankbar sein, dass ich Auto fahren kann und darf. Wieviel Freiheit und Möglichkeiten es mir eröffnet. So ist alles immer gleichzeitig: Weninger und Mehr, Frust und Dankbarkeit, Traurigkeit und Freude, Müdigkeit und Energie.

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Freitagslieblinge :: Was schön war diese Woche

Am Dienstag startete die erste Schulwoche nach den Ferien. Am Mittwoch fuhr der Mann weg und kam heute wieder. Ich finde aber, ich hab diese Strohwitwenwoche ganz gut gewuppt. Der Schulstart war entspannt und unkompliziert. Ich merke, wie sich langsam alles wieder einpendelt. Momentan haben die Kinder nur bis Mittags Schule. Im Oktober stehen dann meistens die Stundenpläne verlässlich und final. Ich weiss schon so ungefähr, wer wann Nachmittagsunterricht hat. Leider verteilt sich das auf die ganze Woche, sodass ich keinen langen Arbeitstag einplanen kann. Wär ja auch zu schön gewesen.

Schulgemeinschaft

Am Mittwoch war der Tochter-Elternabend. Ich merkte bereits nach wenigen Minuten, wie sich ein Wohlgefühl in mir breit machte. Einfach nur, weil ich die Tochter da mittlerweile so gut aufgehoben weiss und sehe, wie die LehrerInnen und SchülerInnen miteinander sind. Als Start in das neue Schuljahr gibt es 2 Projektwochen zum Thema Wahl. Die SchülerInnen lernen das deutsche Wahlsystem kennen und setzten sich mit den Wahlinhalten der einzelnen Partein auseinander, indem sie selbst den Wahlkampf nachspielen. Das heisst, sie haben sich in die größten Parteien eingeteilt, studieren nun die Parteiprogramme und stellen Spitzenkandidaten auf. Es wird Plakate geben und ein TV Duell. Das Projekt klingt sehr lebendig, und die Gruppen sind offensichtlich sehr engagiert. Nächste Woche gibt es eine dreitägige Kennenlernfahrt in die Jugendherberge, der Wahlkampf geht aber weiter :-)

Es wird herbstlich

Draussen wird es eindeutig herbstlich. Ab und an scheint die Sonne, es hat aber auch oft geregnet. Ich habe das erste Mal Feuer angemacht. Im Wohnzimmer breitete sich eine gemütliche Stimmung aus. Die Kinder lagen Hörspielhörend am Boden, jeder war mit seinen Sachen beschäftigt und doch war es irgendwie ein geschäftiges Miteinander. Im Garten haben wir Bäumchen gepflanzt, die ich jeden Tag gern anschaue. Ausserdem ernte ich immer noch Bohnen. Es blühen Blumen in herbstlichen Farben. Ja, so mag ich das gerade. Ohne Spätsommermelancholie, wie ich sie letztes Jahr hatte. Heute kam auch wieder unsere Gemüsekiste, die ich über die Ferien ausgesetzt hatte. So viel Fülle! Zum Mittag gab es vom Mangold aus der Kiste gleich Mangold-Flammkuchen (für die Jungs Pizzaflammkuchen).

Produktive Vormittage

Durch die freien Vormittage konnte ich zwei große Batzen von meiner To-Do Liste wegarbeiten, was mich sehr erleichert hat. Ich habe meinen Newsletter eingerichtet und mich ein bisschen in das System reingefunden. So konnte ich auch die Infomail für meinen Kurs im Oktober rausschicken. Ausserdem habe ich einen Artikel für eine Zeitschrift geschrieben und zur Redaktion geschickt. Wie aufregend. Der ist jetzt beim Lektorat. Ich bin neugierig auf das Feedback. Mit dem Mann habe ich mir einen Raum für einen Kurs in Raubling angeschaut, den es Anfang Februar geben wird. Da unterschreibe ich bald die Vertragsunterlagen und arbeite an einer Kursbeschreibung.

Zum Wohlfühlen

Gestern hatte ich auch ein bisschen Zeit, mir endlich zwei Dokumentationen anzuschauen, die ich schon lange sehen wollte. Einmal auf WDR eine über Transgender-Kinder. Und eine andere auf ZDF über Körpernormen und Vielfalt. Beide fand ich sehr interessant. Ich habe mich ausserdem über Strickzeit gefreut und heute, nach des Mannes Rückkehr, über schöne Gespräche mit ihm. Und ein Mittagsschläfchen. Und Physiotherapie.

Was ausserdem schön war

Ein Seelenzentriertes Coaching mit Jana, das geputzte Haus, selbständige Kinder, ein Telefonat mit meiner Mutti, neue Bücher per Post, Physiotherapie, gutes Essen nach unserem Speiseplan (Pasta mit Tomatensosse | Bohnen, Kartoffelbrei und Gemüsestäbchen | Flammkuchen | Klösse und Rotkraut).

Ja, die Woche war voller schöner Momente und Wohlgefühl.

Noch mehr Freitagslieblinge gibts bei BerlinMitteMom.

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Unser erster Schultag nach den Sommerferien

Heute also war unser erster Schul- und Kindergartentag nach den Sommerferien. Das ist ja immer auch ein bisschen aufregend. Ich erinnere mich noch, als ich noch zur Schule ging und das neue Schuljahr startete. Paar Tage vorher durften wir die neuen Schulbücher abholen. Ich mochte das immer sehr. Hier lag auch eine kleine Aufregung in der Luft, insgesamt waren die Kinder aber ziemlich cool. Unser Morgen klappte wie am Schnürchen. Der Sterngucker tat so, als wäre er die ganze Zeit im Kindergarten gewesen. Ich bin sehr froh, daß wir letzte Woche an zwei Tagen bei den Arbeitstagen im Kindergarten waren. So konnte er sich schonmal wieder an die Kindergartenluft gewöhnen. Der Wolf war ein bisschen aufgeregt, weil er noch nicht wusste, welches sein neues Klassenzimmer sein würde. Und die Tochter, weil sie all ihre Freundinnen wieder sah, jetzt das M10 Prüfungsjahr ansteht und sich die Klassenzusammensetzung ein bisschen verändert (einige sind nach der 9. gegangen, die 8. Klasse vom letzten Jahr ist aufgerutscht, die ehemalige 10. weg).

Vormittag

Ich brachte also in alter Manier den Sterngucker zum Bus und genoss unsere Morgengespräche. Der Sterngucker nahm alle Veränderungen am Bus wahr. Die Wiese war nachgewachsen, die Hagebutten waren rot. Es war eindeutig Zeit vergangen. Danach fuhr ich den Wolf zu seiner Schule und den Mann zum Bahnhof. Gegen 9:00 Uhr war ich zurück daheim und freute mich auf 3 Stunden ungestörte Arbeitszeit.

Die Arbeitszeit genoss ich sehr. Ich konnte endlich fokussiert und zügig meine Liste abarbeiten. Die Zeit verflog und plötzlich war es 12 Uhr. Zeit, den Wolf an der Schule einzusammeln. Er war entspannt und erzählte ein bisschen von seinem ersten Schultag. Dann setzte er sich an meinen Computer, um Let’s-Play-Videos auf Youtube zu schauen. Dienstag ist hier Kucktag, da dürfen die Kinder Filme schauen, denn Dienstags kommt die Putzfrau. Während sie durchs Haus wirbelt, schauen die Kinder einen Film und sind verräumt.

Nachmittag

Ich begann das Mittag zu kochen und schrieb währenddessen einen Brief, den ich schon lange schreiben wollte. Dann rief die Tochter an, dass sie mit zu ihrer Freundin fährt. Also musste der Sterngucker allein Bus fahren, was aber kein Problem war. Ich liess die Putzfrau rein, stellte das fertige Essen auf den Tisch und ass mit dem Wolf schonmal MIttag, bevor ich 13:20 Uhr den Sterngucker von der Bushaltestelle einsammelte. Auch er futterte seine Portion Mittagessen. Dann schaute er zusammen mit dem Wolf einen Film (Frau Holle aus den 60ern).

Nachdem die Putzfrau fertig war, ging der Sterngucker raus mit dem Nachbarsjungen spielen. Im Regen. Der Wolf zog sich in eine Ecke zurück und hörte Drei Fragezeichen Hörspiele. Ich entdeckte, daß das Willowing Arts* Lifebook 2018 für Newsletter Abonnenten Early Birds ab heute zur Buchung offen ist. Seit ein paar Wochen bekomme ich mit, wie nach und nach die Lehrer vorgestellt werden. Einige davon fand ich ganz spannend, weshalb es nach einem Jahr Pause wieder mein Interesse geweckt hat. Und weil der Kurs erst nächstes Jahr anfängt, habe ich mich über mein selbstauferlegtes Onlinekurs-Verbot hinweggesetzt und mich angemeldet. Ich freue mich schon.

Abend

Da die Kinder ruhig und verräumt waren, zeichnete ich ein paar Illustrationen im Sketchnotes Stil für einen Vortrag. Ausserdem überlegte ich, ob der Sterngucker und der Wolf (nochmal) einen Schwimmkurs mitmachen. Ich recherchierte ein wenig nach den Terminen und Konditionen. Das werde ich noch mit dem Mann besprechen. Dann bereitete ich einen kleines Abendbrot für die Jungs und mich. Als wir gegen 18 Uhr fertig waren mit Essen, brachte ich den Sterngucker ins Bett. Wir lasen Pipi Langstrumpf, kuschelten noch eine Runde und schwupp war er eingeschlafen. Und ich fast mit.

Dann erledigte ich noch Kleinkram und wartete auf die Nachricht des Mannes, daß ich ihn vom Bahnhof abholen kann. Er hatte heute einen termin in Münchenund kam etwas später. Gegen 19:30 sammelte ich ihn und die Tochter ein. Dann kümmerte ich mich noch um die Illustrationen und brachte den Wolf ins Bett. Der Mann hatte sich nach seiner Sportrunde schon erschöpft zurückgezogen. Das werde ich jetzt auch tun.

Weil heute der 12. ist, gewähren viele BlogerInnen einen Tageseinblick in 12 Bildern bei Draussen nur Kännchen.

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