#wmdedgt im Juni 2018 :: ein fliessender Tag

Diese Woche verläuft ganz ruhig. Der Wolf ist bei den märchenhaften Abenteuern, eine Draussenzeit der Unterstufe seiner Schule. Ich kann gut Arbeiten und Ankommen. Die Familiendynamik ist eine ganz andere, sobald ein Mitglied fehlt. Die Tochter hat ihre Prüfungen hinter sich und macht sich entsprechend rar. Sie geniesst das Leben und verbringt so viel Zeit wie möglich mit ihren FreundInnen.

Gestern war der 5.Juli. Immer am 5. eines Monats sammelt Frau Brüllen seit nunmehr schon 5 Jahren Alltagsblogposts, wo sie fragt: “Was machst du eigentlich den ganzen Tag?” (#wmdedgt).

Donnerstag, der 5.Juni 2018

Tochter und Sterngucker gehen zum Bus, den Mann bringe ich zur Bahn. Dann nutze ich noch die verbleibende kurze Zeit, um Kleinkram zu erledigen: eine Druckfreigabe, E-Mails, To-Do-Listen. Und ein kurzer Chat per iMessage mit einer Freundin. Dann treffe ich mich mit meinem Mütterkreis zum Frühstück im Café. Wir geniessen, reden und stricken bis Mittag. Ein interessantes Thema, was eine der Frauen mitgebracht hat, ist das Human Design System.

fruehstueck

Wieder daheim arbeite ich bis der Sterngucker vom Kindergarten kommt. Er ist ganz traurig, dass ich ihn nicht vom Bus abgeholt habe. In erster Linie ist er aber hungrig. Ich koche ihm Gnocchi, die er mit Ketchup isst. Danach kuscheln wir eine Weile, dann mähe ich unseren Rasen. Der Klee ist ganz schön hoch gewachsen. Ich mähe ganz vorsichtig, damit ich keine Bienen und Grashüpfer kaputt mache. Ich lasse eine Blüteninsel stehen. Wir haben so viele Bienen, Hummeln und Schmetterlinge im Garten. Darüber freue ich mich jeden Tag. Vom Rasenmähen bekomme ich trotz bedecktem Himmel rote Schultern von der Sonne.

Am Nachmittag zeigt mir der Sterngucker, wie er Schleifen binden kann. Das hat er im Kindergarten gelernt und ist ganz stolz drauf. Jetzt möchte er gern Schuhe mit Schnürsenkeln haben. Wir trödeln uns durch den Tag. Irgendwann kommt die Tochter nach Hause. Der Sterngucker spielt mit dem nachbarsjungen. Ich nehme ein Video auf, um für Skizzenbücher und meinen Kurs {Werbung} zu begeistern. Ausserdem sortiere ich unsere alten Schuhe, weil ich wieder eine Schuhsammlung für Shuuz mache. Die Spendengelder bekommt der Kindergarten.

Dawanda schliesst seine Tore. Ich versuche, meinen Shop in meinen Etsy Shop zu integrieren, was aber nicht gelingt. Nun überlege ich, ob ich alle Produkte manuell eingebe oder eine andere Lösung finde. Wenn du noch schnell Karten oder Originale bestellen möchtest: {Werbung} Hier geht’s zum Shop.

Ich schreibe einen Kallimagie-Blogpost und stricke ein bisschen an meiner Strickjacke weiter, die ich gerade in Arbeit habe. Am Abend sammle ich den Mann am Bahnhof ein und bereite Abendessen zu, ein sommerlicher Salat und Brotzeit. Später wird mir von einer Freundin der Wolf nach Hause gebracht. Er hat sein märchenhaftes Abenteuer frühzeitig beendet & bringt als Souvenir Läuse mit.

Wir stecken die Kinder nacheinander in die Badewanne. Zwischendrin müssen wir das Wasser wechseln, so schmutzig ist die Sommerbande. Während der Mann den Sterngucker ins Bett bringt, kümmere ich mich um den Wolf. Er ist so müde, dass alles doof ist. Der Abend ist eine kleine Herausforderung, wir kriegen aber gut die Kurve.

Ich sitze noch ein bisschen mit dem Mann auf der Couch, stricke und telefoniere mit meiner Schwägerin, um die Sommerferienbertreuung der Kinder zu besprechen, während ich auf dem Frauencamp bin. Dann gehe ich ins Bett. Auf dem Einkaufszettel stehen Anti-Läusemittel und Anti-Insektenstichjuckreizgel.

Wenn alles anders kommt als man denkt

Unser kleiner Bruchpilot war nach seinem kleinen Ausflug zum Arzt und einem Tag Pause am Mittwoch wieder im Kindergarten. Keine Stunde nach seinem Kindergartenbeginn erhielten wir einen Anruf, dass er sich wieder verletzt hatte. Mit der Zehe hängengeblieben, böse aufgeschnitten. Ich hab ihn also abgeholt, bin wieder mit ihm zum Arzt gegangen. Jetzt bleibt der Sterngucker erstmal bis Ende der Woche daheim. Heute waren wir nochmal Verband wechseln. Alles heilt bisher gut. Ich bin sehr dankbar.

Aber ich bin auch genervt und innerlich unruhig. Denn alle Energie, die der kleine Mensch nun nicht motorisch ausleben kann, verquasselt er. Er hüpft auf einem Bein durchs Haus und redet ohne Punkt und Komma. Wo er sich gestern noch auf der Couch sitzend geschont hat, kamen heut schon wieder erste halsbrecherische Hopsmanöver dazu. Eigentlich ist längst meine Schlafenszeit. Doch geniesse ich gerade die Stille im Haus und die Möglichkeit, ein paar zusammenhängende Sätze aufschreiben zu können. Denn in mir drin ist es laut. Da rattern Aufgabenlisten vor meinem inneren Auge runter. Allein der Gedanke an alles, was auf meinem Tisch liegt bereitet mir Stress und Herzklopfen. Aber: Es ist ein Ende in Sicht. Ich habe alles notiert, sortiert, auf dem Zettel. Allein das Loslassen und das der Situation hingeben fällt mir gerade schwer.

Gestern war ich beim Sensory Awareness. Das ist mein wöchentlicher Abendkurs, den ich mittlerweile sehr schätze. Ich lerne dort so viel über mich selbst. Über meinen Körper, die Beziehung zum Boden, meine Gedanken, Bilder und Ideen, die ich von mir habe und wie sie sich im Körper manifestieren. Sehr spannend und sehr wertvoll.

Am Wochenende haben wir mal nichts geplant. Das ist wirklich selten. Ich möchte unbedingt gern noch von meinem Urlaub auf Hiddensee erzählen, vom Museumsbesuch in Hamburg und von Stralsund. Ich habe einen großen Stapel Bücher zur Rezension hier liegen und einen Produkttest. Ich habe Ideen für ein Ebook und einen weiteren Kurs, eine Anfrage für einen Kurs in Österreich und natürlich die laufenden Onlinekurse “Jahr der Möglichkeiten” und “Wortfunken”, die mir immer noch große Freude machen. Ich stehe also schon in den Startlöchern, um loszupowern. Muss nur noch die Handbremse lösen.

Was schön ist

  • Die Reaktion des Sternguckers auf unsere abendlichen Gebete & gesungenen Heilmantras und Kindergespräche übers Beten
  • Regen
  • Ich habe (endlich) den Rasen gemäht und kleine Kleeinseln für die Bienen stehen gelassen
  • Die kleinen jungen Spatzen machen erste Ausflüge mit ihrer Familie. Nach dem Rasenmähen und Regenguss waren ganz viele kleine Vögel auf unserer Wiese. Mit lauten Getschilpe.
  • Viele spannende Bücher auf meiner Leseliste.
  • Tolles Feedback zur ersten Woche Wortfunken (ja, ich erwähne das immer wieder, weil mir die Idee so große Freude macht!)
  • Vorfreude auf eine Freundin, die ich schon lange nicht mehr getroffen habe
  • Der Speiseplan, den ich am Wochenende geschrieben habe. Er entlastet mich gerade sehr, weil ich keine Energie aufwenden muss, zu überlegen, was wir essen. Dennoch besteht genug Flexibilität, ihn kurzfristig den Gegebenheiten anzupassen.
  • Heute Abend gab es einen Salat aus Tomaten, geröstetem Ciabatta und Spargel mit Pinienkernen, Avocado und Basilikum. Sehr lecker!
  • Die Kinder. Alle.
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Müder Dienstag – #wmdedgt

Der Alltag hat mich schneller wieder als geplant. So ist es doch immer. Der Mann und ich hatten gestern unser Monatsdate. Einmal im Monat geniessen wir ein gemeinsames Frühstück im Café, besprechen all unsere Termine, Familienlogistik, Ideen und Businesskram. Oder wir turteln ein bisschen herum und freuen uns aneinander. Gestern wurde unser Date von einem Anruf aus dem Kindergarten abgebrochen. Der Sterngucker hatte sich beim Schnitzen “das Bein aufgeschnitten” (Kindermund). Also haben wir einen kleinen Abstecher zum Arzt gemacht und die Wunde nähen lassen. Kein schöner Ausflug, aber der kleine Mensch war sehr tapfer.

Heute sollte ich meine Weisheitszahn-OP haben. Aber gestern hatte ich die Praxis auf Band, dass der Termin verschoben werden muss. Das klärte ich direkt heut morgen noch mit dem Zahnarzt. So fügten sich die Dinge und der Sterngucker konnte einen Tag daheim bleiben und sein Bein schonen. Das tat er tatsächlich und verbrachte die meiste Zeit auf der Couch. Die Energie, die er nicht beim Rumlaufen verbrauchen konnte, ging direkt in seine Stimmbänder und Zunge. Er redete den ganzen Tag gefühlt ununterbrochen mit mir oder brauchte irgendwas, sodass es unmöglich war, konzentriert zu arbeiten.

So verbrachte ich den vormittag damit, ein Bahnticket für meine Mama zu buchen und meine Anreise zum Naudererhof Ende Juni zu planen. Ich habe meine eigene Bahncard verlängert bzw ein Upgrade von BC 25 auf BC 50 gemacht, weil meine Bahncard eh ausläuft und ich ein attraktives Angebot für die BC 50 im Posteingang hatte. Dazu hab ich erstmal mit der Hotline telefoniert, wie ich das am geschicktesten anstelle.  Nun bin ich gespannt, ob alles so klappt, wie es sein soll. Ausserdem hab ich mich um Überweisungen gekümmert und Emails beantwortet. Mehr war nicht drin.

Am Mittag kam die Putzfrau und wir sammelten den Wolf an der Schule ein. Zum Essen gab es Tagliatelle mit Tomatensosse und Artischocken. Ich war müde und erschöpft, als hätte ich 3 Tage durchgearbeitet. Ich weiss nicht, ob es die Umstellung vom Meeresklima war, die Erschöpfung der letzten Tage inklusive Reise und Veranstaltung oder die Hitze. Uff. What a day. Ich kümmerte mich noch um die Wäsche. 3 Maschinen, die bei dem Wetter ja vorzüglich trockneten.

Am Nachmittag kam auch die Tochter. Die fuhr ich dann zu einem Termin, schickte den Wolf zum Trompetenunterricht, kaufte bisschen Kleinkram ein (Eis, Petersilie und Melone), bereitete das Abendessen vor (Burger aus roten Bohnen), fuhr erneut los, um die Tochter wieder abzuholen und den Mann gleich mit am Bahnhof einzusammeln. Wo war der Tag hin?

Wir bereiteten unser Abendessen zu und aßen gemeinsam daussen auf der Terrasse. Dann bat uns der Sterngucker, ins Bett gebracht zu werden (18:30!). Der Mann ging also mit ihm ins Bad bettfertig machen, ich übernahm dann die Kuschelrunde. Der kleine Mensch wollt, dass ich für ihn bete und sein Einschlafmantra hören. Gerade singen wir ein Heilmantra (Ra Ma Da Sa) – unser kleines Abendritual.

Dann machte ich im Garten eine Gießrunde während der Mann mit dem Wolf am Spielplatz Fußball spielte. Es hat hier schon einige Tage nicht geregnet und ist sehr warm und trocken. Als der Mann vom Spielplatz zurückkam, schickten wir den Wolf ins Bett und machten noch eine gemeinsame Gartenrunde. Das mag ich gern. Gucken, wie alles wächst, das Abendlicht geniessen, mit dem Mann sein.

Jetzt freue ich mich auf mein Bett und hoffe, dass ich morgen früh meine liegengebliebenen Aufgaben fokussiert in Angriff nehmen kann.

Was schön ist

  • die erste sonnenwarme reife Himbeere aus dem Garten
  • Walderdbeeren satt zum Frühstück, frisch aus dem morgentaufeuchten Garten gesammelt
  • Nähe trotz Ferne
  • Urlaubserinnerungen
  • tollstes Netzwerk
  • Wertschätzung mit herzlichen Worten in die Teekasse (Danke!)
  • Immer wieder ein verkaufter Wortfunken Kurs. Juhu! Es funkt!

 

Verlinkt zu Frau Brüllen, weil es gut zum #wmdedgt passt.