Dienstagsgedanken

Dienstagsgedanken

Die Zeit eilt in großen Schritten. Das müsste eine Personifikation sein. Ich sitze am Wohnzimmertisch zwischen den Deutschunterlagen der Tochter, frage Stilmittel ab und höre mir einen Kurzvortrag zu einem Autorenportrait an. Die Tochter hat gerade ihre mündliche Deutschprüfung. Ich bin froh, dass ich aus dem heutigen vollen Tag etwas Tempo herausnehmen konnte, weil es möglich war, einen Termin zu verschieben.

Das Wochenende war entspannt und sonnig, hatte aber auch ein paar schwierige Momente. Dem Sterngucker fällt es gerade schwer, für sich ins Tun zu kommen. Ihm ist langweilig und entsprechend quengelt er dann herum. Es ist nicht immer leicht, diese Langeweile auszuhalten. Ich habe die meiste Zeit an einer Auftragskalligrafie geschrieben, die Tochter hatte Besuch von ihren Freunden. So waren wir alle immer irgendwie beschäftigt, mal allein, mal im Miteinander. Der Mann war auf seiner Gongausbildung.

Gestern war ich kurz beim Boesner, Rahmen und Passepartout für das Bild kaufen. Heute kann die Kalligrafie zusammen mit einigen briefen, die ich am Wochenende geschrieben habe, zur Post. Später haben wir noch ein Elterngespräch im Kindergarten. Dafür kommt der Mann früher von der Arbeit.

Ich bin gerade arg müde. Es wurde in den letzten Tagen immer spät. Gestern abend war ich beim Mütter-Elternabend im Kindergarten. Das ist immer eine sehr nette Runde. Wir haben über das älter-werden und Medien gesprochen (mit vielen interessanten Einblicken einer Neurobiologin. Vieles davon kenne ich ja schon von der Arbeit des Mannes). Ich mag die Kindergarten-Elternabende und -gesprächskreise immer sehr. Aber das erwähne ich hier immer wieder.

Ich warte ausserdem auf meine Periode. Ich nehme an, dass ein teil der Müdigkeit auch aus dieser hormonellen Ecke kommt. Nichts dramatisches, aber ich bin schon nicht so belastbar wie an anderen Tagen. Ich habe schons eit dreit Tagen dieses leichte Ziehen im Bauch, was ankündigt, dass es bald soweit ist. Ach wäre es nur schon so weit. Dann ist es immer, als würde jemand einen Schlater umlegen. Dann springe ich von dünnhäutig auf ausgeglichen um. Wenn ich sowas vorher merke, dann kann ich bewusst kritische Themen vermeiden oder wichtige Entscheidungen auf stabilere Tage verschieben. Das gelingt mir leider nicht immer.

Das Wetter macht mir gerade besonderen Spaß. Herrlicher Blick auf die weißgipfeligen Berge im Hintergrund, blühende Buschwindröschen und andere süß duftende Blüten. Herrlich. Vogelgezwitscher am frühen Morgen, milde Luft und Frühlingsgefühle. Ich mag das.

Nun aber weiter im Tag!

Auf Kallimagie gibt es heute Schnipselpoesie. Auf Dawanda die passende Postkarte dazu.

Was schön war in den letzten Tagen

  • überraschendes Frühlingspostpackerl einer Freundin
  • Sonnenwetter
  • ganz viel Kalligrafie
  • Hängemattenrumgelungere
  • Ordnung im Haus
  • Freundinnen
  • Terminverschiebung zur Entzerrung des Tages

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.