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Das Wochenende war viel zu schnell rum. Schönes Wetter hatten wir. Ich habe gearbeitet und Zeit mit meiner Familie verbracht. Am Ende kann ich gar nicht sagen, was ich eigentlich getan habe. Der Mann war ein paar Tage auf Seminaren und kam Abends immer mit vielen Inputs und interessanten Geschichten nach Hause. Ich mag das, wenn er mir begeistert von dem erzählt, was ihn begeistert.

Heute habe ich eine lange To-Do-Liste. Ich habe viele offene Aufträge. Heute vormittag konnte ich die meisten davon soweit abschliessen, dass sie nun wieder beim Kunden liegen. Die anderen Sachen stehen für die nächsten Tage auf dem Plan. Der Mann und ich haben heut morgen noch ein paar Videos aufgenommen, unter anderem für das Jahr der Möglichkeiten.

Heute nachmittag kommt meine Mutti zu Besuch. Der Wolf wird morgen 10. Das Haus ist in einem seltsamen Chaoszustand. Die Tochter hat übermorgen Englisch-Prüfung. Der Garten ruft nach Aufmerksamkeit. Die Wäsche möchte aufgehangen oder verräumt werden. Nebenbei packe ich schon für die Kreativ- und Klangauszeit und habe im Hinterkopf all die Dinge, die ich noch erledigen möchte, damit ich die Kinder gut mit ihrer Oma hier allein lassen kann.

In mir drin brodeln alle möglichen Themen, die mich umtreiben. Ich freue mich schon sehr, sehr auf meinen Hiddensee-Urlaub Ende Mai, um wieder etwas Abstand vom täglichen Wahnsinn zu bekommen. Manchmal beginnt sich das Rad so schnell zu drehen, dass das Anhalten schwer ist. Ich bin unzufrieden mit meinem Blog. Möchte wieder mehr über spannendere Themen schreiben. Hier passiert allerdings auch nicht so Kram wie DIY-Basteldings oder Kuchenbäckerei, Wohnungsdeko oder Weltverbesserung. Hier läuft schnöder Alltag mit dem Fokus darauf, nicht die Nerven zu verlieren.

Ok, ok, das klingt jetzt ein bisschen frustriert. Ist es natürlich nicht. Es ist schön und intensiv hier bei uns. Mein hauptsächliches Gedankenkarusell kreist sich noch immer und immer wieder darum: wie kann ich wertvoll für die Welt sein mit dem, was ich tue. Wie kann ich das, was ich alles weiss und als Erfahrungen gesammelt habe, teilen und nutzen, um meinen Lebensunterhalt zu verdienen. Das ist nämlich schon ein ganz schöner Rucksack an Geschichten und Wissen. Und ich teile das wirklich, wirklich gern.

Hinterlass doch mal eine Frage. Was willst du wissen, worüber liest du gern oder möchtest mehr lesen? Dann kommt vielleicht mein Blogschreib-Feuer zurück.

Was schön ist

  • immer noch Sonne und tollstes Wetter
  • mein neuer Lippenstift (Red Tulip mit Glitzerpartikeln drin)
  • Vorfreude
  • Gespräche mit dem Mann
  • der Sterngucker hat sich im Kindergarten Ohrringe gelötet
  • Spargel

11 thoughts on “Montagsgedanken

  1. Wow! Das klingt nach Abenteuer! Wie schön! Mmh, dein Blog finde ich faszinierend, du momentan frustrierend. Eine Frage…hast du in deiner Werdung als Künstler mehr davon gehabt auf das zu schauen, was in deiner Erfahrungskiste liegt oder auf das was du erreichen willst? War es für dich immer klar mit der Kunst verheiratet zu sein oder musste es hart erkämpft werden? Wann merke ich, dass ich meine Gelübde an die Kunst ablege?
    Wir feiern morgen auch Geburtstag im Hause und vielen Dank für all deine Inputs! Das Erreichen, von dem du sprichst und Inspirieren ist längst Wirklichkeit. Viel Freude beim Betreten eures Sweetspots am Wochenende- Jenni

  2. Also ich persönlich mag ja die Alltagseinblicke bei dir sehr. Was mich sonst immer interessiert, sind die Geschichten um die Familiengründung herum, vor allem bei Patchworkfamilien. Und warum Paare sich wie die Erwerbsarbeit und die Familienarbeit aufgeteilt haben, und wie sich das evtl mit grösser werdenden Kindern oder neuen Jobmöglichkeiten verändert.
    Liebe Grüße!

  3. Ich mag „alles“ an deinem Blog sehr gerne. Die Einblicke in den Alltag sind bereichernd, deine Organisation, Struktur und das hinterfragen von vielen Dingen begeistert mich und öffnet mir immer wieder überraschende Räume.
    Besonderes die Beschreibungen deiner stetigen weiter Entwicklung faszinieren und inspirieren mich oft.
    Ich würde mich freuen wieder mehr davon zu lesen.
    Vielen Dank dass ich teilhaben darf.

  4. Liebe Ramona,

    Ich liebe Deinen Blog!!!
    Und gerade das alltägliche und somit absolut authentische in Deinem Blog ist für mich eine wahre Bereicherung.
    Weiter so und ich bin glücklich;-)

  5. ich lese deinen blog seit jahren ausgesprochen gern und am meisten wohl auch deshalb, weil du so offen über deine entwicklung schreibst. von daher braucht es aus meiner sicht keine änderung. könnte mir auch gut vorstellen, dass die geburt des zweiten blogbabys, die klangauszeit und das jahr der möglichkeiten gerade viel energie kostet. insofern sie ihn vielleicht einfach als eine art tagebuch für deinen prozess. eine gute zeit wünsch ich dir und frohes gelingen und schaffen, andrea

  6. Gerade das fehlen von perfekten DIY bastel klimbim, perfektem Alltagsleben und keine super Erziehungstipps macht deinen Blog so toll. Es nervt, wenn überall nur vom perfektem Wochenende erzählt wird.
    Danke und mach weiter so

  7. andrea & Andrea bringen es auf den Punkt! Ich finde deinen Blog herrlich erfrischend, weil er anders ist als so viele. Du wirkst authentisch und reflektiert und genau deswegen lese ich hier so gern. Danke, dass du dein Leben mit uns teilst!

  8. Wie schade, dass du unzufrieden bist mit dem Blog! Aber das ist wohl der Lauf der Dinge beim Bloggen (wie auch anderswo). Man mag nicht auf der Stelle treten. Ich mag ihn auf jeden Fall supergern, gerade, dass du einfach Alltag aufschreibst, ohne DIY (Super, dass du das von diesem Blog getrennt hältst!)und anderen Schnickschnack. Eigentlich kann ich gar nicht sagen, warum ich das so mag – vielleicht, weil man sich unter Freundinnen viel erzählt, aber so richtig Alltagsleben bleibt bei all den Aufregungen um Job, Liebe und Co doch meist außen vor. Und es ist schön darüber lesen zu können, wie anderen die ganz normalen Dinge des Lebens angehen, mit Höhen und Tiefen, Freude und Hoffnung und Zweifeln. Themen, die ich besonders spannend finde: Beziehungsleben (Ich habe mal auf die Seite von deinem Mann geschaut, krass, was für unterschiedliche Persönlichkeiten ihr sein müsst, wenn man von der Gestaltung eurer Blogs zurückschließt! Davon merkt man gar nichts, wenn man in deinem Blog mal von ihm liest.), Freude im Alltag finden, Work-Life-Balance. LG!

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