Mittwoch – 6.12.2017

Der Sterngucker ist etwas traurig, dass er gestern vergessen hat, seine Schuhe zu putzen. Der Nikolaus war dennoch da und hat für alle Kinder neue Socken und eine kleine Schokolade gebracht. Wir verbringen einen entspannten Morgen bis zur Buszeit, dann motzen wir uns einmal ordentlich an bevor wir zur wolfschule und zum Bahnhof fahren. Der Mann steigt am Bahnhof aus, ich fahre weiter. Heute will ich zum Boesner. Da ich aber noch zu früh dran bin, gehe ich kurz im Bioladen ein paar Sachen vom Einkaufszettel besorgen. Ich treffe eine andere Kindergartenmutter und rede kurz mit ihr. Dann fahre ich zum Boesner, weil ich Rahmen und passepartouts für einen Auftrag brauch. Im Auto höre ich „Die Geschichte der Bienen“*. Der Einkauf ist kurz und fokussiert. Ich kaufe keine Extra-Stifte, sondern nur, was auf meinem Zettel steht (ok, eine kleine Flasche Glitzer durfte mit).

Dinge, auf die ich hätte verzichten können

Wieder daheim habe ich Hunger und mache mir eine Semmel. Beim Kauen beisse ich auf etwas hartes. Ein Stück Zahn ist mir rausgebrochen. Mist. Ein großes Stück vom Weisheitszahn (da geht sie dahin, meine Weisheit). Zum Glück habe ich morgen früh eh einen Zahnarzttermin. Dennoch bin ich unruhig und habe etwas Angst. Was ist, wenn der Zahn raus muss? Ich habe Angst vor Zahnarztbesuchen. Mir geht es dabei nie wirklich gut. Ich schiebe meine Sorgen beseite und bin erstmal froh, dass der Zahn nicht weh tut.

Ich bearbeite drei dringende Aufträge und bin erleichtert, dass diese Aufgaben nun erstmal abgehakt sind. Zwei weitere zeitkritische habe ich mir für heute noch vorgenommen. 12 Uhr muss ich aber erstmal den Wolf von der Schule abholen. Ich wärme uns Spaghetti von gestern abend auf und bespreche mit ihm den Nachmittag. Heute bleiben der Sterngucker und die Tochter lang in Kindergarten und Schule. Dem Wolf hatte ich versprochen, dass wir uns heute um Geschenke kümmern, denn er möchte gern etwas für seine Geschwister aussuchen. Ich wollte eh zum Spielzeugladen, denn der Sterngucker ist am Wochenende zu einem Kindergeburtstag eingeladen.

Ein Nachmittag voller Erledigungen

Ich gönne mir eine kleine Mittagspause. Dann fahren wir zum Spielzeugladen. Die Geschenkauswahl geht schnell. Ich setze den Wolf zu Hause ab und fahre weiter, den Sterngucker und die Tochter abholen. Mittwochs kommen sie nicht mit dem Bus. Ich nehme gleich die gewaschene Wäsche mit zum Kindergarten. Auf dem Rückweg kaufen wir die fehlenden Lebensmittel vom Einkaufszettel ein. Als wir zu Hause ankommen, kommt der Wolfsfreund und die Jungs spielen wieder Schach. Ich verräume die Einkäufe und warte, bis der Mann sich meldet, um von der Bahn abgeholt zu werden. Derweil bereite ich das Abendessen vor. ich will Linsensalat machen, aber die Linsen sind schlecht geworden. Also schwenke ich auf meinen Teenie-Salat um. Ich schreibe ein paar Nachrichten mit einer Freundin. Dann kommt vom Mann die Nachricht, dass ich ihn am Bahnhof abholen kann. Die Tochter geht spazieren, der Wolf mit seinem Freund noch nach draussen (obwohl es schon dunkel ist). Der Sterngucker räumt sein Spiel auf, dann fahren wir den Mann abholen.

Wieder daheim essen wir zu abend. Ich fahre danach gleich wieder weg zu meinem Sensory Awareness Kurs. Heute habe ich großen Spaß am Experimentieren mit unseren (geschlossenen) Augen. Es fliessen bei mir keine Tränenbäche. Vermutlich bewege ich mich diesmal auf sicherem Terrain. Andere Male stosse ich oft an meine Grenzen im Kopf. Ich bin ausgeglichen und freudig als ich zurückfahre. Genau, was ich gebraucht habe. Daheim mache ich ein Feuer an und schreibe noch ein bisschen.

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Dienstag – 5.12.2017

Gestern Abend wurde es spät. Weil ich die Tochter nachts vom bahnhof abgeholt und ihre Freundin noch nach Hause gefahren hab, war ich erst 23:30 Uhr im Bett. Ich konnte schnell einschlafen und wurde heut morgen sanft vom Meeresrauschen und Möwengeschrei meines tollen Lichtweckers geweckt. Normalerweise werde ich schon wach, wenn der Wecker den Sonnenaufgang simuliert.

Der Vormittag ist schnell um

Heut morgen musste ich den Mann nicht zum Bahnhof fahren. Er hat das Autoteiler Auto genommen, hat es zu seinem Stellplatz zurückgebracht und ist mit der Bahn in die Arbeit gefahren. Die Monte-Kinder sind mit dem Bus gefahren, der Wolf mit der Nachbarin mit. Somit ist für mich die morgendliche Logisitikrunde entfallen, was mir 45 min Zeitvorteil für meinen Vormittag verschafft. Ich räume die Küche auf, stopfe Wäsche in die Waschmaschine, verpacke ein paar Bestellungen und setze mich direkt an meinen Schreibtisch, um an einem Kalligrafie-Auftrag zu arbeiten. Nur morgens habe ich die ungestörte Zeit am Stück, in Ruhe zu kalligrafieren.

Die Zeit vergeht schneller als mir lieb ist. Ich finde nicht die geeignete Kombination von Schreibwerkszeug und Farbe, der Untergrund verhält sich anders als mir lieb ist. Ich kämpfe ein wenig, belasse es dann aber bei gut-genug. Die Farbe darf trocknen. Ich habe Hunger.

Die Bande hat alles Brot zum Frühstück aufgegessen. Ich schiebe mir Aufbacksemmeln in den Ofen und erledige derweil Überweisungen und Wäsche. Dann esse ich eine Semmel und fahre zur Physiotherapie. Die erste Tour mit dem neuen Auto. Ich bin ja eher so eine, die emotionale Bindung zu technischen Geräten und gefährten aufbaut. Deshalb trauere ich ein bisschen unserem alten Touran hinterher und versuche nicht zu abweisend dem neuen gegenüber zu sein. Alles riecht noch fabrikneu und funkelt und blitzt. Ich bin ambivalent. (Keine manuelle Handbremse mehr! Lauter so neumodischer Kram, tausend Funktionen und Knöpfe. Wer braucht sowas zum Autofahren?)

Gefühlt den ganzen Tag Wäsche

Physiotherapie ist schmerzhaft aber gut. Ich habe das Gefühl, danach meinen Arm gar nicht mehr bewegen zu können. Und überhaupt bin ich heute wieder frustriert, dass die Schmerzen einfach immer da sind. Seufz. Wieder zu Hause mache ich Feuer, hänge die restliche Wäsche auf, stelle die Spülmaschine an und lasse die Putzfrau rein. Ich weiss noch nicht, was ich zum Mittag koche. Ich bin heute mit dem Sterngucker allein zum Mittagessen. Vielleicht mache ich einfach nur Gnochi aus der Packung. Danach fragt er schon länger.

Meine Bilder von heut vormittag sind getrocknet, sodass ich die Linien für die zweite Schriftebene ziehen kann. Mit dem Mann bespreche ich per Messages die Logisitk für heut Abend. Ich mache mir einen Linsensalat. Der Sterngucker kommt vom Bus, möchte aber keine Gnochi, sondern Spätzle essen. Also gibts Spätzle. Dazu isst er Ketchup und Apfelmus (urgs). Wir essen gemeinsam und hören währenddessen Nenas Weihnachtsreise auf Spotify. Danach hänge ich wieder Wäsche ab und falte sie und frisch gewaschene auf. Wir haben die Kindergartenwäsche (Handtücher, Geschirrtücher) zum Waschen bei uns.

14:10 ist es Zeit, den Wolf von der Schule abzuholen. ich lasse den Sterngucker kurz daheim. Wieder zurück isst der Wolf eine Kleinigkeit und zieht sich dann Hörspiel hörend zurück. Ich flicke Wollsachen, der Sterngucker bastelt an seinem Adventskalender. Er wollte auch gern einen, wo man ein Licht reinstellen kann, wie der Wolf. Später kommt der Wolfsfreund zu Besuch. Die Jungs spielen Schach, ich fahre die Tochter am Bahnhof abholen. Sie hatte einen Termin beim Kieferorthopäden.

Miniauszeit beim Sport

Danach falte ich Wäsche. Ich beschäftige mich gefühlt den ganzen Tag schon in irgendeiner Form mit Wäsche. Die Jungs gehen raus, der Mann schreibt, dass er abgeholt werden möchte. Ich hoffe, dass wir das noch mit einem Einkauf kombinieren können. Die Bahn kommt aber später, also schaffen wir es nicht mehr. Wir fahren nach Hause. Ich esse schnell eine Kleinigkeit, schnappe mir dann die Tochter und fahre sie zum Hiphop. Ich selbst treffe mich mit einer Freundin zum sporteln und saunieren. Das machen wir gern in der Stunde während unsere Töchter tanzen. Vorher gehen wir noch kurz einkaufen für die Nikolausstiefel. Unsere Sportzeit ist kurz, aber das bisschen Bewegung tut gut. Wir quatschen ein wenig. Nach der Sauna fahre ich noch für einen kleinen Familieneinkauf zum Supermarkt und sammle die Mädels ein.

Wieder daheim befülle ich unsere Nikolaussocken, höre der Tochter zu und beende diesen Tagebuchblogeintrag. Ich schreibe noch meine To-Do-Liste für morgen, dann gehe ich ins Bett. Weil heute der 5. ist, gibt es viele Tagebuchblogbeiträge bei Frau Brüllen unter #wmdedgt zu sehen

 

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Montag – 4.12.2017

Nachdem die Monte-Kinder im Bus unterwegs waren, brachten wir das Waldi-Kind zur Schule und fuhren das geliehene Autoteiler-Auto zurück zum Stellplatz. Dann holten wir ein anderes ab und fuhren wieder nach Hause. Der Mann schnappte sich dann alle Unterlagen und das Nummernschild fürs neue Auto. Dann fuhr er von dannen. Schnüff. Unser guter alter Touran.

Ich sollte eigentlich arbeiten. Genug Aufträge habe ich auf dem Tisch liegen. Stattdessen beobachtete ich Schneeflocken, machte mir ein Feuerchen im Ofen und kümmerte mich um Emails. Starre. Ich verfalle immer in sie, wenn ich richtig viel zu tun habe. Und dann platzt der Knoten und es flutscht plötzlich. Ich scannte und schnippelte, räumte und sortierte bis es Zeit war, den Wolf von der Schule zu holen.

Zum Mittagessen kochte ich Karotten-Ingwer-Suppe mit Croutons aus unseren alten Brotresten, die ich immer in Würfel schneide und einfriere. Gegen 13:30 sollte der Sterngucker kommen. Ich sehe den Bus am Haus vorbeifahren und beschliesse, dem Sterngucker entgegen zu gehen. Aber da ist kein Sterngucker. Ich wundere mich. Doch da kommt der Bus schon zurück und spuckt den Sterngucker aus. Vorbeigefahren ist er an der Haltestelle. Der Kleine hat dem Busfahrer tapfer gesagt, dass er vorbeigefahren ist und jetzt wieder umdrehen muss. Welch Aufregung. Wir essen Mittag und suchen einen Film für den Nachmittag aus. Dann spielen die Jungs Murmelbahn. Ich fahre schnell zur Post, die Bestellungen wegbringen. Später dürfen die Jungs den Film schauen. Das Sams. Ich hole frisches Holz rein, bringe den Kompost nach draussen und gehe mit einer Freundin eine Stunde spazieren. Draussen wird es dunkler und eisig-kälter. Als ich wieder komme bin ich durchgefroren und nass, aber ausgeglichen. Das tat gut. Der Wolfsfreund ist da. Sie gehen noch etwas nach draussen.

Dann essen wir zu Abend. Die Tochter kommt nicht. Sie ist auf einem Konzert. Die großen Jungs spielen Schach, der Stenrgucker wuselt durchs Haus. Dann gehen wir ins Bad und mit Buch ins Bett. Derweil macht der Wolf das Feuer neu an, damit es im Haus warm bleibt, badet, macht sich bettfertig und geht auch ins Bett. Er hört noch ein Hörspiel. Jetzt möchte ich in die Wanne. Ich warte auf den Mann. Und später muss ich noch die Tochter abholen. Vielleicht stricke ich bis dahin. Oder lese. Oder arbeite? Ich kann mich da nie entscheiden.