wmdedgt :: Ein Septemberdienstag

wmdedgt :: Ein Septemberdienstag

#wmdedgt steht für „Was machst du eigentlich den ganzen Tag“ und ist eine aus dem Alltagsbloggen heraus entstandene Aktion von Frau Brüllen. Jeden 5. im Monat geben BloggerInnen einen Einblick in ihren Tag. Wir haben noch Ferien. Mein 5.September 2017 kommt also im Ferienalltagsgewand.

Vormittag

Der Mann steht vor uns auf und fährt nach seinem Morgenprogramm und Frühstück zur Arbeit. Er hat heute das Auto. Für uns bedeutet es, dass wir nicht mobil sind. Heute liegen tagsüber keine Termine an.

Ich frühstücke mit den Jungs, die Tochter schläft aus. Es ist ein unruhiges Frühstück. Der Sterngucker meckert und motzt, weil alles nicht da ist, was er sich vorstellt zu essen. Der Wolf brät sich einen Maiskolben zum Frühstück, weil er nichts anderes findet, was er essen mag. Dann verkrümeln sich alle zum Spielen in ihre Zimmer, und plötzlich ist Ruhe. Ich trinke gemütlich meinen Tee, beginne einen Brief und stricke ein paar Reihen an einer Socke. Dann gehe ich ins Büro und telefoniere mich durch meine am Vorabend geschriebene Liste, um Termine zu vereinbahren und Dinge zu klären. Ich hab gestern schon viel geschafft (Ich habe mich in ein Newsletter-Tool reingefuchst. Es wird jetzt einen Kallimagie-Newsletter geben für alle interessierten Schreibbegeisterten). Ich bin motiviert.

Tatsächlich schaffe ich es, ratz fatz 6 Punkte von meiner To-Do-Liste zu klären. Friseur für den Sterngucker, Frauenarzt Vorsorgetermin, Arzttermin für mich und die Tochter, eine Raumbesichtigung und Fragen mit dem Gewerbeamt. Als nächstes kümmere ich mich um die Buchung meiner Fahrt nach Norddeutschland im Oktober zum Kallimagie Kurs in Norddeutschland (Es sind noch 3 Plätze frei!) und die Kursvorbereitung. Ich möchte noch eine Infomail an alle Teilnehmerinnen verschicken, eine Materialliste erstellen und einen groben roten Faden für den Kurs notieren.

Draussen regnet es.

Offline

In der aktuellen Flow ist ein kleines Heftchen mit Impulsen für ein 7-Tage-Offline-Projekt. Das finde ich sehr reizvoll. Ich habe es hier am Schreibtisch liegen. Da ist für jeden Tag ein kleiner Tracker dabei, wo man immer, wenn man das Smartphone zur Hand nimmt, einen kleinen Punkt setzt. Ich mache das jetzt. Denn manchmal merke ich, wie mich der Sog des Internets davonträgt und an anderen Stellen blockiert. Ich bin nicht wirklich offline, aber ich bündele meine Konzentration für die Sachen, die mir wirklich wichtig sind. Ich möchte mich weniger zerstreuen. Das Projekt passt gut zu meinem Monatsmotto Weniger.

Nachmittag

Zum Mittag gibt es grüne Bohnen aus dem Garten und Kartoffelbrei. Die Jungs helfen mir, anders als sonst, gern und gut beim Vorbereiten. Das fühlt sich gut an. Nachdem Essen kommt die Putzfrau. Sie kommt immer Dienstag. Das ist dann der Tag, wo die Jungs einen Film schauen dürfen und ich und die Putzfrau durchs Haus wuseln. Ich räume auf, kümmere mich um die Wäsche etc. Sie putzt die Bäder, wischt die Böden und Flächen. Vorher hatte ich noch versucht, den Sterngucker ein Mittagsschläfchen machen zu lassen. Das gelang mir aber nicht. Also schauten die Jungs Zoomania.

Es ist immer so schön, wenn die Putzfrau da war. Alles ist sauber und aufgeräumt. Wenn sie weg ist, stehe ich kurz in der Küche und geniesse den Anblick, wohlwissend, dass dieser Zustand nur wenige Minuten anhalten wird. Aaahhh!

In der Post kommt ein neues Buch*, was ich mir zur Rezension ausgesucht habe. Mal sehen, wie es mir gefällt. Ich hatte vor, mich damit auf die Couch zurückzuziehen. Über das Vorwort bin ich jedoch noch nicht hinaus gekommen. Ich verbringe stattdessen den Nachmittag damit, mit einer Freundin zu schreiben, Kleinkram zu erledigen (Termine koordinieren, mit dem Mann Absprachen treffen) und später mit dem Wolf Cookies zu backen. Beim checken meines Kontostandes fälltmmir auf, daß mir eine Blogleserin eine Freude mit einer Überweisung gemacht hat. Ich bin sehr berührt und weiss gar nicht, wie ich mich bedanken kann. Danke!

Gegen 16:45 kommt der Mann und fährt mit dem Wolf zum Orthopäden und zum Einkaufen. Der Sterngucker verschwindet mit dem Nachbarsjungen nach draussen (das hätte ihm auch schon früher einfallen können) zum Spielen.

Abend

Ich richte derweil das Abendessen her (ein Salat aus Resten im Kühlschrank). Dazu esse ich schonmal die erwärmten Reste vom Mittag. Viel zu viel. Also trinke ich noch einen Diggestiv-Tee* hinterher. Meine Stimmung ist heute komisch. Sie schwankt ständig zwischen motiviert und gut drauf zu erschöpft, müde und weinerlich. Mir fällt auf, daß das Wetter heute auch so ist. Regen, dann wieder sonnig. Ich nutze das regenfrei und gehe in den Garten, eine Schüssel Bohnen ernten. Ich bin gespannt, wie lange uns der Garten noch so reich beschenkt.

Auf Twitter geht die Frage rum, welcher der erste Eltern-/Mütterblog war. Ich überlege, wann ich begonnen habe, ins Internet zu schreiben. Meine erste Website muss ich irgendwann im Jahr 2000 erstellt haben. Das erste Onlinetagebuch habe ich am 8.August 2002 gestartet. Da war die Tochter ein halbes Jahr alt. Damals freute ich mich wieder auf mein Studium (ich hatte ein Urlaubssemester nach der Geburt), denn ich fühlte mich etwas unausgeglichen in meinem Leben als Mutter und Hausfrau.

Gegen 19:00 kommen der Mann und der Wolf zurück. Sie sind ziemlich hungrig. Auch der Sterngucker und die Tochter tauchen auf der Bildfläche auf. Sie machen sich alle was zum Abendessen, ich stricke ein paar Reihen an den Socken, die ich gerade auf den Nadeln habe. Dann werde ich den Sterngucker ins Bett bringen. Das hat der Mann übernommen. Der Wolf verhandelt mit der Tochter über Minecraft-Spielzeit an ihrem Computer. Der Mann hat auch noch eine Runde Computerarbeitszeit angekündigt, weil noch einige Sachen zu erledigen sind. Ich werde mich nachher auch nochmal für einige Überweisungen an den Rechner setzen, möchte den Abend aber nicht zu lang werden lassen. Vielleicht schaffe ich es ja doch noch, in das neue Buch reinzulesen.

Und Morgen?

Morgen früh hat der Sterngucker einen Friseurtermin, danach fahren wir zum Kindergarten. Dort sind zu Beginn des neuen Kindergartenjahres immer die Arbeitstage. Da richten wir den Kindergarten gemeinsam wieder schön für die Kinder her. Das ist eine schöne Aktion, um Gemeinschaft zu erleben und die neuen Eltern und Kinder kennenzulernen. Abends habe ich noch ein Kundentelefonat. Weil wir morgen das Auto haben, muss ich auch den Mann zur Bahn fahren & abholen. Ausserdem möchte die Bibliothek die Bücher zurück, die wir über die Ferien ausgeliehen haben.

 

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5 Gedanken zu „wmdedgt :: Ein Septemberdienstag

  1. Liebe Ramona,

    auf deine Rezension zu dem Buch bin ich gespannt. Falls du es nach dem Lesen weitergeben möchtest, ich wäre interessiert.

    Liebe Grüße und schöne letzte Ferientage euch,
    Maria

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