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Jeden Monat am 5. sammelt Frau Brüllen Alltagseinblicke. Heute war ein recht ruhiger, ausgeglichener und produktiver Tag. Ich hätte mehr schaffen wollen, aber nicht mehr können. Ich bin dennoch froh, erledigt zu haben, was mir am wichtigsten schien.

Morgen

Ich wache vom Vitamix-Surren in der Küche auf. Der Mann macht sich seinen morgendlichen Smoothie. Dann klingelt auch schon mein Wecker. Ich winde mich aus der Umarmung der Jungs, die Nachts in mein Bett gekommen sind. Meistens bemerke ich erst früh, daß ich nicht allein im Bett liege. Im Bad mache ich mich tagfertig. Der Sterngucker bittet mich, ihm seine Sachen rauszulegen.

Dann gehe ich frühstücken. Es gibt weiches Hofpfister Brot mit frischen Tomaten. Dazu esse ich zwei Aprikosen und trinke grünen Tee. Nach und nach gesellen sich die Jungs zu uns. Die Tochter schläft noch. Sie ist mit ihren Prüfungen fertig und hat jetzt ein paar Tage Schongang zum entstressen.

7:45 bringe ich den Sterngucker zum Bus. An der Busshaltestelle beobachten wir Ameisen, wie sie in windeseile ein Blütenblatt wegtragen. Ich überlege, zum Fitness-Studio zu gehen, wenn ich den Mann zur S-Bahn bringe. Zuhause sind Mann und Wolf aber schon startklar und warten im Auto. Ich habe also keine Zeit mehr, meine Sachen zu packen und bleibe bei meinem ursprünglichen Tagesplan. Wir fahren zur S-Bahn und dann zur Wolfsschule.

Vormittag

Wieder zu Hause telefoniere ich mit einer Freundin und organisiere den Geldumtausch für die Abschlussfahrt der Tochter. Wir kommen kurz ins reden und besprechen noch andere organisatorische Dinge. Dann setze ich mich an die Umsatzsteuerunterlagen für das 2. Quartal in diesem Jahr. Vierteljährlich schicke ich meiner Steuerberaterin all meine Unterlagen und Belege zu Einnahmen und Ausgaben. Ich bin den ganzen Vormittag damit beschäftigt. Zwar hatte ich schon 2 Monate keine Einnahmen, dadurch aber viel Kontenjongliererei, um meine Rechnungen bezahlen zu können. Das musste ich erstmal entwirren und ordnen.

12:00 hole ich den Wolf von der Schule ab. Zum Mittag mache ich uns schnelle Pizzaschnecken und Salat. Nach dem Mittagessen möchte der Wolf sein Hörspiel weiterhören (Harry Potter), aber sein ipod macht komische Sachen. ich versuche, das Hörspiel nochmal aufzuspielen, der Fehler bleibt aber. Der Wolf ist verärgert, hört aber weiter.

Nachmittag

Ich fahre die Tochter zur S-Bahn. Sie hat einen Termin beim Kieferorthopäden und möchte danach noch mit einer Freundin in die Stadt. Als ich wieder zurück bin, kümmere ich mich um Überweisungen und Kleinkram. Die Post bringt mir einen schönen persönlichen Brief von einer der Freauencamp-Frauen, den ich gleich beginne zu beantworten.

Dann muss ich den Sterngucker im Kindergarten abholen. Er hat Mittwochs seinen langen Tag bis kurz vor 16:00 Uhr. Ich bezhale im Kindergarten Essen- und Busgeld. Draussen sind es über 30 Grad. Das Wetter macht mir gerade etwas zu schaffen. Als ich bei meiner Schwester war, habe ich schon mit ihr darüber sinniert, mir Stützstrümpfe anfertigen zu lassen. Dabei bin ich nichtmal schwanger. Auf dem Rückweg vom Kindergarten kaufe ich mit dem Sterngucker Eis, was wir zu Hause mit dem Wolf gleich essen.

Abend

Die Mutter meiner Projektschülerin ruft an, daß die Druckerei sich gemeldet hat, daß etwas mit den Druckdaten nicht stimmt. Eigentlich soll das Buch bald geliefert werden, weil die Präsentation nicht mehr fern ist. Ich rufe bei der Druckerei an und frage nach, wo es hakt und bespreche das weitere Vorgehen. Sieht aus, als kommen die Bücher trotz allem pünktlich.

Gerade als die Jungs anfangen, sich in nachmittägliche Streiterein zu verwickeln, kommt eine Nachricht vom Mann, daß ich ihn an der S-Bahn abholen kann. Also packen wir uns wieder alle ins Auto und holen den Mann ab. Die Jungs sind müde und trietzen sich, der Mann und ich sind auch müde und hungrig. Die Stimmung im Auto ist genervt.

Zu Hause zaubere ich einen schnellen Bohnen-Tomaten-Salat und wir decken den Tisch. Nach dem Abendessen drehe ich eine Runde durch den Garten und rupfe Unkraut. ich mag das abendliche Sonnenlicht. Es ist nicht mehr so heiss und ein kleiner Wind streicht über meine Haut. Der Mann giesst, die Jungs spielen verstecken im Garten.

19:00 Uhr ist es Zeit, den übermüdeten Sterngucker ins Bett zu bringen. Der Mann geht mit ihm ins Bad, ich lese vor und bleibe eine kleine Weile neben ihm liegen. Innerhalb von 5 min ist er eingeschlafen. Ich lese noch ein bisschen in meinem Buch. Dann kümmere ich mich um die Druckdaten, die nochmal zur Druckerei übermittelt werden müssen. Der Mann macht derweil eine Aufräumrunde rund ums Haus mit dem Wolf. Er lässt gern seine Sachen liegen. Der Mann bringt den Wolf ins Bett. Ich beginne meine Tasche zu packen, denn ich fahre morgen zum letzten Dharmatraining-Modul nach Heilbronn. Am meisten Kopfzerbrechen bereitet mir, dass wir ein Ding mitbringen sollen, womit wir emotional sehr verbunden sind, um es loszulassen (ohne vorher zu wissen, was damit geschieht). Ich überlege schon seit Wochen, was es sein könnte, wovon ich mich trenne. Hm.

Währenddessen koordiniere ich mit der Tochter die Abholerei. 20:40 Uhr möchte sie an der S-Bahn eingesammelt werden. Ich sammle sie wie vereinbahrt ein. Unterwegs fahren wir noch am geldautomaten vorbei, damit ich nochmal Bargeld für meine Reise holen (Übernachtung und Essen im Yogazentrum) und die Tochter mir die geliehenen 20 Euro zurückgeben kann. Zuhause erzählt sie mir von ihrem Tag. Sie war auf dem Tollwood und hat sich schöne Dinge gekauft, die sie mir zeigt. Sie möchte heute noch mit dem Packen für ihre Klassenfahrt beginnen. Deshalb höre ich an dieser Stelle den Beitrag auf, denn ich soll nochmal ein Auge drüber werfen. Im Bett werde ich mich nachher noch eine Weile auf meine Stachelmatte legen und Gehirnwellen-Schlaf-Musik hören, die mir der Mann empfohlen hat.

6 thoughts on “wmdedgt Juli 2017 :: Steuer, Sonne und Packen

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