gelesen :: The Happiness Project

hermionesocks

Auf Twitter fragte ich in die Runde, welche Bücher sich gut als leichte Hörbücher zum nebenher hören geeignet sind. Eines der Vorschläge war „The Happiness Project“ von Gretchen Rubin. Weil mir Gretchen Rubin von anderen Ecken schon ein Begriff war, lud ich mir das Hörbuch runter und hatte es während meiner letzten Bahn-Reise in den Ohren.

The Happiness Project. Gretchen Rubin*

Gretchen Rubin erkennt eines Tages, das sie ihr Leben unbewusst dahin lebt und macht für sich selbst ein Experiment, glücklicher mit ihrem Leben zu sein. Dafür teilt sie das Jahr in monatliche Projekte ein, worauf sie ihren Fokus richtet. Freundschaften, Geld, Spiritualität, Familie etc. Innerhalb dieses Projektes ist auch ihr Blog entstanden, den sie mit Podcasts und Happiness Gedanken füllt (englisch).

Doch zurück zum Buch. Für jemanden, der sich noch nie mit dem Thema beschäftigt hat, mag es ein interessanter Einstieg sein. Ich konnte mir das Buch zwar gut anhören, aber nur wenige Themen berührten mich wirklich. Ich weiss nicht, ob es an der Schreibweise, der Sprecherin oder dem tatsächlichen Inhalt lag. Wahrscheinlich eine Mischung aus allem. Ich konnte mich nicht mit Gretchen Rubin identifizieren, ich konnte viele ihrer Punkte und Verhaltensweisen, die sie zu ändern versuchte, nicht nachvollziehen, weil ich selbst vermutlich ganz anders unterwegs bin. Ihre ganze Denk- und Lebensweise unterscheidet sich grundsätzlich von meiner. Deshalb war mir ihre Vorgehnsweise auf der Suche nach Glück auch eine Spur zu rational, taktisch und kühl.

Die Themen an sich waren jedoch sehr spannend. Viele der Ansätze kannte ich schon aus anderen Zusammenhängen (Kleiderschrank ausmisten, Beziehungen pflegen, Miteinander in der Familie/mit Kindern, Einstellung zum Geld).

Mein Fazit: Ich gehöre nicht zur Zielgruppe von Frau Rubin. Das Buch war nett zum nebenbei hören, hatte aber kaum Mehrwert für mich.

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Wochenende :: beschaulich und erholsam

Was es ausmacht, wenn die Sonne scheint. Wir hatten ein wirklich schönes Wochenende, obwohl am Samstag die Jungs mit einer ganz speziellen Energie unterwegs waren.

Samstag

samstagsarbeit

Eigentlich Zeit fürs Schwimmtraining. Ich habe allerdings so viel auf den Zettel, daß ich arbeite und einige Dinge mit dem Mann bespreche. Die Kinder sind in der Siedlung unterwegs.

buschwindroeschen

Ich raffe mich zu einem Lauf auf. Eigentlich sollten es 10 km werden, ich komme aber so schleppend voran, daß ich doch nur die kurze Strecke (4 km) laufe.

Der Mann geht zum Sport. Ich wurschtel mich zu Hause durch Wäsche und Kleinkram. Im Laufe des Tages bekomme ich Kopfweh, weshalb ich entscheide, nicht zum Theaterstück zu gehen. Die Jungs sind ganz schräg drauf und machen nur Quatsch. Unter anderem landet mein Hausschlüssel auf dem Dach („Er ist mir aus der Hand gefallen“) und Steine fliegen gegen das Fenster. Ich werde zunehmend unentspannt.

bohnensalat

Zum Abendessen gibt es Bohnen-Salat und Brot. Den Salat lieben die Jungs.

Am Abend geht die Tochter zum Theaterstück, wir bringen die Jungs ins Bett und kuscheln noch eine Weile auf der Couch bei Kerzenschein, denn es ist Earth Hour. Dann gehen wir gegen 21:00 Uhr schlafen. Ich höre nicht mal mehr, wie die Tochter gegen 22:00 Uhr nach Hause kommt. Soweit ist es also schon. Die Eltern gehen vor den Kindern ins Bett.

Sonntag

sonntagsfruehstueck

Goldene Sonnenstrahlen scheinen zum Fenster herein und wecken mich. Ich merke jetzt schon, daß es ein gemütlicher Sonntag zu werden verspricht. Ich kuschle mit den Jungs, bis sie aufstehen und spielen gehen. Dann mache ich meine Meditation, stehe auf und gehe frühstücken. Ich mag gemütliche Familienfrühstücke. Ich lese ein bisschen in der aktuellen Flow und häkle, geniesse meinen Tee und mein Avocadobrötchen mit frischem Schnittlauch aus dem Garten.

krokusse

Der Vormittag vergeht schnell. Die Jungs sind draussen in der Sonne, ich verbringe die Zeit auf der Couch und lese das tolle Buch „Alles Inklusive“ von Mareice Kaiser*. Nach dem Mittagessen gehen wir in den Garten und führen noch ein paar Arbeiten aus, die anliegen. Ich freue mich über das Summen in der blühenden Weide und die Krokusse, die meine Rettungsaktion (Umpflanzung von vor nach hinters Haus) gut überstanden haben. Ich hoffe, die Tulpen blühen später in ähnlicher Pracht.

nistkasten

nistkasten_im_baum

In Vorbereitung auf ihre Qualiprüfungen hat die Tochter einen Nistkasten entworfen, geplant und gebaut. Den wollte sie eigentlich der Oma schenken, aber (sorry Oma!) ich hab ihn mir gekrallt. Heute haben wir das gute Stück, konzipiert für Meisen, aufgehangen. Ich freu mich so sehr darüber! (Mutterstolz und so)

sandkasten

Der Sterngucker ist fast den ganzen Nachmittag im Sandkasten beschäftigt. Ich bin froh, daß wir letztes Jahr einen Haufen Sand hinterm Haus hinkippen lassen haben. Der wird so herrlich und kreativ bespielt.

kichererbsenaufstrich

Zum Abendessen probiere ich ein Rezept, was ich im Oh she glows* Kochbuch finde. Zufällig haben wir alle Zutaten da. Es gibt Semmeln mit Kichererbsen-Salat als Belag. Finden wir sehr gut.

fitness

Der Mann erledigt mit den Jungs noch die abendlichen Haushalts- und Gartenaufräumarbeiten. Ich verschwinde mit der Tochter noch 1,5h ins Fitness-Studio und in die Sauna. Was ein schöner Tagesabschluss. Jetzt freue ich mich auf mein Bett. Eigentlich wollte ich noch den Speiseplan für nächste Woche planen. Das mache ich dann morgen früh.

Wie war dein Wochenende? Wochenendeinblicke sammelt Susanne.

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Das Weiss auf Instagram

Ich mag das Weiss auf Instragram. Neulich entdeckte ich auf Instagram ein grässlich buntes Bild mit Typo drin. Ein Aufruf für mehr Buntheit und Farbe auf Instagram. Instagram sei zunehmend gleichförmig, ordentlich und realitätsfremd. Ich habe darüber eine Weile nachgedacht und überlegt, wie meine Haltung dazu ist. Wie und wofür ICH Instagram nutze und was ich da sehen möchte.

Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt

Auf Instagramm bin ich selbst in gewissem Maß Chefin über meine Timeline. Das heisst, das Bild, was ich mir zeichne, was ich sehe, entscheide ich über die Accounts, denen ich folge. Wenn ich vielen Weiss-schön-aufgeräumt-stylish Accounts folge, dann ist klar, daß mir eben dieser Content angezeigt wird und ich den Eindruck habe, Instagram besteht nur aus weiss-schön-stylish-aufgeräumt. Dabei gibt es auch genug Fotos, die nicht in mein ästhetisches Empfinden passen. Diesen Accounts folge ich auch nicht. Also muss ich mich nicht beschweren, daß mir alles zu eintönig und gleichförmig ist. Das mache ich mir ja selber so. Es gibt ausreichend Farbe auf Instagramm. Da kann ich mir meinen persönlichen Regenbogen in der Timeline zusammenstellen.

Ästhetik – Ungeschönter Alltag in guten Fotos

Ich bin nicht daran interessiert, mir anderer Leute ungeschönten Alltag anzusehen. Das liegt nicht am Alltag an sich, sondern daß die wenigsten Menschen die Fähigkeit besitzen, ungeschönten Alltag in ästhetischer Bildqualität zu präsentieren (Licht, Bildkomposition, Informationsgehalt). Das mag sein, daß es anderen Leuten total unwichtig ist, wenn sie Fotos betrachten. Ich selber erfreue mich an guten Fotos, eine der Hauptgründe, warum mir Instagram so gefällt. Wenn also jemand Alltagsbilder postet, dann habe ich einen gewissen Anspruch daran. Denn Alltag, auch ungeschönten, kann man durchaus in guten Fotos zeigen.

Das Weiss auf Instagram – Ich möchte inspiriert werden

Ich nutze Instagram, um andere Menschen zu inspirieren, um Momente für mich festzuhalten und um inspiriert werden. Chaotische Alltagssituationen habe ich hier genug. Die sind hin und wieder nett auch bei anderen zu sehen, aber sie inspirieren mich nicht. Ich brauch keine Vergleiche, daß es bei anderen ähnlich zugeht. Ich brauche auch keine Buntheit in Fotos, wenn die Bilder dadurch unharmonisch werden oder schlecht ausgeleuchtet sind. Da schaue ich mir dann lieber aufgeräumte, weisse Instagrambilder an. Wenn ich mir Bilder anschaue, dann möchte ich angeregt werden. Vielleicht den Tisch wie x zu decken, weil mir die Stimmung gefällt. Oder ein Essen zu kochen, was y gerade gepostet hat, weil mir bis dahin die Idee fürs Mittagessen fehlte oder ich durch das Bild Appetit bekommen habe. Oder ich sehe, daß z wieder Laufen war und bekomme Lust, selber in die Laufschuhe zu steigen. Vielleicht sehe ich auch, daß t mit ihren Kindern Seifenblasen macht und erinnere mich, daß das jetzt eine gute Idee wäre, die Kinder aus ihrem Gemotze rauszuholen. Oder eine Künstlerin zeigt ein Making-Of ihrer Arbeit und ich lerne daraus ganz viel für mein nächstes Bild oder ein kleines Technik Detail. Dafür ist Instagram für mich gut.

Deshalb freue ich mich auch weiterhin über meine schönen, inspirierenden und genau für mich passenden Accounts.