gesehen :: Papst Franziskus – Ein Mann seines Wortes

Trotz aller Arbeit und Vorbereitungen für den Skizzenbuchkurs {Eigenwerbung} war ich am Dienstag spontan mit Freundinnen im Kino zu Wim Wenders Film „Papst Franziskus – Ein Mann seines Wortes“ { Links zum Trailer}. Der Film hat mich an vielen Stellen sehr berührt und manche Themen wieder wachgerüttelt. Über einen längeren Zeitraum hat Wim Wenders Interviews mit dem Papst geführt, ihn auf Reisen und Reden begleitet. Die Antworten des Papstes auf viele Fragen, die unsere Welt bewegen, haben mich sehr beeindruckt. Im Film wurde nochmal deutlich, in welcher Not unsere Erde steckt und was wir da auf ihrem Rücken austragen. Ganz zu Beginn des Filmes sagt Papst Franziskus: „Wir müssen alle ein bisschen Ärmer werden“ und spricht sich damit gegen die Wegwerfgesellschaft aus. Das sagt er nicht nur, sondern lebt es, indem er auf viel Luxus, den normalerweise ein Mann seines Amtes geniessen könnte, verzichtet.

Für mich persönlich kam Franziskus sehr herzlich, tolerant, offen, demütig und kritisch rüber. Ich bin ganz beeindruckt von der Ausstrahlung dieses Mannes und nachdenklich. Ich möchte mir den Film gern nocheinmal anschauen, weil mich vieles von dem, was er gesagt hat, sehr angesprochen und berührt hat. Ich bin nicht mit trockenen Augen aus dem Kino gegangen.

Der Film hat in mir viele Dinge angeklungen. Wie können wir selbst einen Beitrag dazu leisten, dass die Welt ein besserer Ort wird? Wo kann ich „ein Stück ärmer werden“, um Leid in der Welt zu verhindern. Was ist meine Verantwortung und wo kann ich Leuchtturm sein? Liebe, Menschlichkeit, Konsumverhalten und Miteinander. Wo sind Stellschrauben, die ich in meinem Leben noch drehen kann? Da gibt es noch viele!

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gelesen :: Über den Tod und das Leben

Nach meiner Ausbildung in Krisenintervention, Sterbe- und Trauerbegleitung sind meine Sensoren natürlich besonders offen für diese Themen, die uns unweigerlich immer wieder im Leben begegnen. Was passiert, wenn wir Sterben? Wieso ist es so schwer, die richtigen Worte zu finden, wenn jemand in Trauer ist und warum erschreckt uns der Tod?

Wie ich einmal auszog, den Tod kennenzulernen, und dabei eine Menge über das Leben erfuhr

Wie ich einmal auszog, den Tod kennenzulernen, und dabei eine Menge über das Leben erfuhr, Ilka Piepgras, Droemer, 18,00 Euro (gebundene Ausgabe)*

Genau diesen Fragen will Ilka Piepgras nachgehen, als sie sich nach dem plötzlichen Tod ihrers Nachbars und mit der eigenen Hilflosigkeit konfrontiert, auf den Weg macht, Sterbebegleiterin zu werden. In dem Buch beschreibt sie unterhaltsam, tiefgründig und gut recherchiert ihre Erlebnisse und Gedanken. Zwischen persönlichen Erfahrungen streut sie aktuelle Forschungsergebnisse, Interviews und philosophische Sichtweisen ein. Immer wieder reflektiert sie ihre Standpunkte, stellt sich Ängsten und erweitert ihren Blick aufs Leben.

Das Buch liest sich sehr angenehm, enthält viele Spuren das Thema weiter zu beleuchten und viele Einsichten, wo ich beim Lesen zustimmend nicken wollte oder den Stift gezückt habe, um mir Notizen zu machen. Ich kann es sehr empfehlen.

Lieblingszitate

„Kein Weltbild zu haben sei ein Mangel, den wir am schmerzlichsten am Lebensende erfahren, schreibt die österreichische Schrifstellerin Lotte Ingrisch in ihrem Reisefüher ins Jenseits, „es ist, als hätten wir bei Regen, Sturm und Gewitter kein Haus. Der Mensch muss seiner Seele ein Haus bauen, und dieses Haus ist ein Bild von der Welt. Jedes Weltbild verbindet die Seele mit dem Universum, das Individuum mit der Gesellschaft, das Leben mit dem Tod.“

„Womit kann ich ihnen eine Freude machen?“ – „Dass Sie wiederkommen, nächste Woche. Die Anwesenheit anderer Menschen ist ein Segen. Wenn ein Kosmos den anderen berührt“

„Sich an jemanden zu erinnern heißt, ihn fortleben zu lassen. Erinnerung ist die unkomplizierteste Variante von Unsterblichkeit.“

„Sich genau dann zu verabschieden, wenn man so vieles im Leben begriffen und gelernt hat, ist eine ungeheure Verschwendung. Warum muss das so sein? Weil das Leben ohne das Bewusstsein, nur eine begrenzte Zeit zur Verfügung zu habenm keinen Spannungsbogen hätte.“

„…man kann es aber auch lesen als die Geschichte einer Wandlung von Gedankenverlorenheit zu höchster Hingabe an das eigene Tun. So gesehen, bekommt der Tod tatsächlich einen Sinn: Er wird zum Maßstab fürs Leben.“

„Der Tod konfrontiert dich mit der Frage, ob das, was du tust, auch das ist, was du tun willst. Seine Brutalität bringt alles gewohnte durcheinander.“

„Der Tod erinnert uns daran, wie die Welt sein sollte und wie wir sein wollen. Er erinnert uns an unsere Sehnsucht.“

 

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Vom Unterrichten, Toxi und Ideen

Ich finde es oft nicht leicht, meinen Tag diszipliniert zu gestalten. Da lege ich mir Termine in den Vormittag, weil es so einfach ist, die Kinder nicht organisieren zu müssen. Das geht mir dann natürlich von meiner eh schon begrenzten Arbeitszeit weg. Jetzt habe ich also beschlossen, wieder etwas disziplinierter mit meiner Arbeitszeit umzugehen. Dazu gehört, meine Tätigkeiten anzuschauen und zu bewerten, was ich davon tun kann, wenn die Kinder im Haus sind und wofür ich ungestörte Zeit am Stück brauche, um in einen Schaffensporzess reinzukommen. Für die fokussierte Arbeitszeit am Vormittag helfen mir Brainwaves {unbezahlte Werbung}. Damit bringe ich mich in den Arbeitsmodus und kann konzentriert arbeiten. In dieser Zeit checke ich auch keine Emails oder Nachrichten.

Your gift is the ability to teach

So viele Ideen blubbern in meinem Kopf herum und wollen raus. Das macht mich manchmal richtig mürrisch, dass mir die Kapazitäten fehlen, ihnen allen freien Lauf zu geben. Ich möchte zum Beispiel gern meinen Podcast wiederbeleben. Ich habe schon Notizen für 2 Episoden hierliegen. Ausserdem ein Ebook und zwei weitere Kurse. Wah!

Umso mehr freue ich mich jedesmal, wenn es doch eine Idee nach draussen schafft. Gerade arbeite ich an den letzten Zügen eine Sommerskizzenbuch-Online-Kurses {Link zum Kurs. Eigenwerbung}. Die Idee brüte ich schon ein ganzes Jahr in mir herum. Jetzt durfte das ganze Gestalt annehmen. Je mehr ich daran arbeite, desto begeistert werde ich selbst. Da merke ich wieder, wie sehr es mir Freude macht, anderen Menschen was weiterzugeben, zu zeigen und neue Räume und Blickwinkel zu eröffnen. Wir sehr mein Kinderberufswunsch, Lehrerin zu werden, in mir noch wohnt und wirkt. Es gibt ja bei den Yogis auch die Möglichkeit, seinen Geburtstag numerologisch auswerten zu lassen. Und selbst da steht geschrieben „Your gift is the ability to teach. You will find it easy and pleasurable to teach others through your actions and words.“ Eine nette Spielerei, oder?

Vom Toxi und Detoxen

Gerade mache ich bei der Petra Lehner 5 Tage Mind-Detox {Link zum kostenlosen Kurs. Unbezahlte Werbung} mit. Petra ist ja eine, die sich ganz viel mit unserem Gehirn beschäftigt. Was es kann, wo es uns nützlich ist und wo es uns durch alte Glaubenssätze hindert. Das ist voll spannend, was da alles am wirken und werkeln ist. Hermann Scherer nennt diese inneren Stimmen den Toxi auf der Schulter. Toxi ist diese kleine Kerl, der dich zögern lässt, dich klein werden lässt und dich beschützen will. Da gibts ja auch noch den negative mind, wie ihn die Yogis nennen. Den Anteil, der uns beschützen will. Erstmal dankend ablehnt, wenn uns ein Glas Wasser angeboten wird, noch bevor wir checken konnten ob wir durstig sind. Oder so ähnlich.

Jedenfalls finde ich es immer wieder spannend, mir selbst auf die Schliche zu kommen. In letzter Zeit zB stört mich, dass meine Blogstatistik immer weiter abfällt. Hatte ich mal 2000 Zugriffe am Tag, sind es jetzt höchstens 800. Wegen so blöden Zahlen springen die interessantesten Muster in mir an. Nun könnte man einfach sagen: ist doch egal. Sind ja nur Zahlen. Was sagt das schon aus? Nicht die Zahlen sagen viel aus, aber was es mit mir macht und worauf ich anspringe. Ich werde das weiter untersuchen im Laufe der Woche. Es entspinnen sich interessante innere Dialoge, die ich schön zudeckel und nicht wahrhaben will. Gut, da mal hinzuschauen.

Was schön ist

  • Die Freude, mit der ich gerade beim Arbeiten unterwegs bin. So viel Ja! im Herzen und Strahlen. Das fühlt sich gut an.
  • In dieser Woche kamen schon 3 Antworten auf meine Blogposts und Newsletter per echter Post. So richtig analog im Briefkasten. Wie cool ist das denn!? Danke, ihr liebsten Schreiberlinge. Von Herzen!
  • Die regelmässigen Telefonate mit meiner Business-Soulmate aus München. Wir telefonieren alle 4 Wochen und tauschen uns über unsere Themen, die gerade anliegen aus.
  • Nach langen Wochen war ich mal wieder beim Friseur. Ah, ein schönes Gefühl, wieder einen Haarschnitt und aufgeräumte Augenbrauen zu haben.
  • Heute abend gehe ich mit meinen Freundinnen ins Kino. Wir schauen uns den Film über Papst Franziskus an. Ich freue mich schon drauf.

Gestern habe ich auf Facebook ein kleines Live-Video zum Blindzeichnen gezeigt. Das hab ich auf der Republica 2013 in einem Sketchnotes Kurs kennengelernt. Ich benutze es gern als Einstiegsübung bei meinen Kursen, die ich gebe. Das ist lustig, erfordert keine Zeichenkünste und lockert die Gruppe am Anfang schnell auf. Ausserdem lernen sich die TeilnehmerInnen auf diese Weise schonmal ein bisschen kennen.

Überhaupt machen mir live-Videos auf Facebook und Instagram zunehmend Spaß.