Moseskinder

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Momentan befinde ich mich tragetechnisch in der Zeit zwischen Tragetuch und Manduca. Der Manduca ist noch zu groß, steif und ungeeignet (den Neugeboreneneinsatz habe ich nie benutzt, der Manduca wird erst ab Sitzalter empfohlen, auch wenn die Werbung anders lautet), das Tragetuch (wir haben ein laaanges Didymos, weil der Mann so groß ist) ist mir im Alltag zu umständlich mit dem ganzen Stoff. Da kam mir die Idee, mal einen Mei Tai auszuprobieren, wusste ich doch, daß Bianca von Moseskinder auch Leih-Mei Tais hat. Also habe ich mir zum Testen mal einen für 3 Monate geliehen. Der geliehene ist ein ganz einfacher, nichts im Vergleich zu den sonst so ausgefallenen Designs. Wir kommen gut damit klar. Premiere hatte die Trage zum Kindergarten Sommerfest. Und da wurde ich doch glatt darauf angesprochen. Von einer Trageberaterin. Sie erkannte gleich mit entzücken den Moseskinder Mei Tai „Oh, du hast dir einen Moseskinder gegönnt!“, in ihren Worten „der Mercedes unter den Mei Tais“, weil handgefertigt. Sie gab mir gleich noch ein paar Tipps zum Tragen und Binden, die ich nicht wusste und war überhaupt super nett :-) Wenn ihr euren Nachwuchs tragen möchtet, nehmt unbedingt eine Tragebratung in Anspruch. Für euren Rücken und das Baby. Ich dachte auch, ich brauch das nicht oder weiss genug. Mitnichten!

Blog dein Wissen :: Woche 4 -Tipps und Tricks

Nachdem ich leider verpasst habe, zum Thema der Woche 3 (Rituale) noch meinen Senf dazuzugeben, mische ich aber bei den Schlaumeiertipps & -tricks von Woche 4 wieder mit.

Diesmal geht es um Tipps und Tricks, die man aus der Tasche zieht, wenn die normalen Schlafrituale nicht mehr greifen. Ihr wisst schon. Wachstumsschübe, aufregende Tage, Bauchweh…all diese Situationen, die das Gewohnte aus dem Lot bringen und schonmal etwas herausfordernder werden können.
Bei allen drei Kindern war da immer sehr wirksam:

Tragen. Ins Tragetuch/Manduca kuscheln und loslaufen. Babies können selbst noch nicht soviel Energie abbauen, um sich zu entspannen und sind daher auf uns angewiesen. Wenn wir uns bewegen, dann sorgen wir gleichzeitig für ein ausgewogenes Energiesystem beim Baby (ich weiss gar nicht mehr, wo ich das gelesen habe, fand die Information aber sehr interessant). Und ausserdem natürlich der Körperkontakt. Mams Wärme und der Herzschlag, den sie schon aus dem Mutterleib kennen. Kann ja nur beruhigend sein. Und die Enge & Begrenzung (genau wie beim Pucken) geben auch Sicherheit. Beim kleinen Wolf war sehr wirksam, den Gatka-Grundschritt mit Baby im Tragetuch als Meditation zu machen. Schon nach wenigen Schritten hatte er sich beruhigt.

Pucken. Wirkt wie auch beim Tragen im Tuch über die Enge, die Begrenzung und Sicherheit gibt, weil wir es aus dem Bauch schon so kennen. Ich „pucke“ übrigens manchmal auch die Großen noch, wenn ich sie ins Bett bringe, indem ich sich ganz fest in ihre Bettdecke einwickle. Das hat meine Oma immer mit mir gemacht (ohne zu wissen, daß sie mich da puckt). Wir wollten dann immer, daß sie uns einwickelt wie ein Baby :-)

Singen. Bei allen drei Kindern sang und singe ich oft Mantras. Je nach Situation Heilmeditationen oder einfach, welche mir grad in den Sinn kommen. Die stetigen Wiederholungen beruhigen, der Klang (Naad) wirkt auf das ganze Energiesystem und den Körper. Nicht nur beim Kind, sondern ganz wichtig auch bei Mama und Papa. Denn oft resultieren Schreisituationen oder Unruhe auch aus unserer eigenen Verfassung. Dann ist es ganz gut, sich auch selbst zu Ruhe zu bringen. Ich habe also aus dem Yoga ein ziemliches Repertoire an Mantras, die ich singen kann. Die Tochter und der Wolf konnten schon ganz früh die Texte mitsingen, obwohl die in Gurmukhi sind. Das war immer sehr süß.

Massage. Wenn ich merke, daß allgemein Anspannung oder Bauchweh die Ursache sind, dann gebe ich vor den oben genannten „Maßnahmen“ auch gern eine wohltuende Massage. Bei den großen gern mit Lavendelöleine beruhigende Ganzkörper- oder Rückenmassage, bei den Babies meistens eine Bauchmassage mit Bäuchleinöl (Vier-Winde-Öl, Fenchel-Kümmel-Öl…) oder eine Fuß(reflexzonen)massage. Lavendel beruhigt mit seinem Duft, Bäuchleinöl hilft, den Bauch zu entspannen und Blähungen abzulassen.

edit:
Füßchen halten.
Ein ganz toller Trick ist mir noch eingefallen. Der ist eigentlich von meinem Mann. Er sitzt immer lange mit dem Baby da und hält einfach nur die Füßchen (oder Füßchen und Händchen) fest. So damit, wie auch im Mutterleib, das Baby Begrenzung spürt. Das funktioniert wunderbar gut. Sobald er seine Hände wegnimmt, erschrickt der Kleine regelrecht.