Liebster Award – oder einfach ein Blogstöckchen

Als mir Frau Fleissig schrieb, daß sie mich für den Liebster Award nominiert hat, hab ich mich sehr gefreut. Ich entdecke gern neue Blogs und schau mal aus meiner Filterblase hinaus. Ausserdem kamen mir ihre Fragen ganz recht, um eine kleine Pause, während ich Paris unsicher mache, hier zu überbrücken. Clever, was? (Cleverer wäre es gewesen, den Beitrag auch tatsächlich online zu stellen. Aber besser spät als nie! Ich nehm das jetzt mal, um mich wieder hier einzuschwingen.)

Danke, liebe Frau Fleissig für die Nominierung!

Meine Antworten auf die 11 Fragen

Was sollte man von dir auf jeden Fall wissen?
Nichts. Ich werde auch gern erst entdeckt. Wenn du mich bekochen möchtest, sollte lieber kein Ei verarbeitet sein.

Welche Aktion oder welches Event hat euch bei dem Bekanntmachen eures Blog geholfen?
Darüber habe ich mir nie Gedanken gemacht. Insgesamt macht es viel aus, in anderen Blogs zu kommentieren, sich bei Aktionen zu beteiligen (wie zB Wochenende in Bildern, 12 von 12 etc) oder auch Gastbeiträge zu schreiben. In meiner Umfrage vom Herbst ergab sich die Tendez, daß viele Leser durch andere Blogs zu meinem gekommen sind.

Welchen Wunsch möchtest du dir noch erfüllen?
Den Garten hübsch zu haben.

Was ist dein Lieblingsreiseziel?
Ich habe kein bestimmtes Lieblingsreiseziel. Ich reise gern, um entweder Zeit allein zu verbringen, etwas Neues zu lernen/Wissen zu vertiefen oder Gemeinschaft zu erleben.

Was war der aufregendste Augenblick in deinem Leben?
Gemeinsam mit dem Mann beim Notar den Kaufvertrag für unser Grundstück zu unterschreiben.

Was in deinem Leben würdest du immer wieder tun?
Leben, Lieben, Lachen.

Wem müsstest du danken, hast es aber nie getan?
Dem Vater meiner Tochter.

Welches Ereignis hat deinem Leben eine neue Richtung gegeben?
Eindeutig die Schwangerschaft mit der Tochter.

Was wolltest du als Kind werden wenn du groß bist?
Lehrerin.

Wann hast du das letzte Mal aus vollem Herzen gelacht?
Über etwas, was die Tochter gesagt hat. Ich liebe ihren Humor.

Was ist das Verrückteste das du je gemacht hast?
Von Hamburg nach Freiburg zu ziehen mit zwei Kindern (6 Monate und 6 Jahre) und noch keine Wohnung zu haben.

Die Regeln

Verlinke die Person, die dich nominiert hat. Beantworte die 11 Fragen, die dir gestellt wurden. Nominiere 5-11 Blogs und teile ihnen mit, dass sie nominiert wurden. Denke dir für deine Nominierten 11 Fragen aus.

Meine Fragen

  1. Süß oder herzhaft – welcher Frühstückstyp bist du?
  2. Wenn du mich treffen könntest, wie/wo würdest du den Tag mit mir verbringen wollen?
  3. Spielst du ein Instrument? Wenn ja, welches?
  4. Womit hast du als Schulkind deine Freizeit verbracht?
  5. Wieviele Paar Schuhe besitzt du?
  6. Hose oder Rock?
  7. Was hat dich überrascht?
  8. Was ist deine größte Herausforderung im Alltag?
  9. Welche Themen beschäftigen dich gerade? Worüber liest du/sammelst du Informationen?
  10. Was gibt es heute zum Abendessen?
  11. Welche Musik empfiehlst du mir, mal reinzuhören?

Ich reiche die Fragen an

Buntraum
Ringelmiez
Frau Brüllen
Daily Pia
Das Nuf
Claudi goes vegan
Mamadenkt

Mein Jahresrückblick 2012

Ah, der letzte Tag im Jahr. Ich bringe hier noch alles halbwegs in Ordnung. Nochmal putzen, aufräumen, das ein oder andere Liegengebliebene beenden (ich habe den Flickkorb fast leergeflickt!). Abschliessen. Und auch zurückschauen auf das Jahr. Dieses ereignisreiche, volle und atemberaubende Jahr.

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Der Sterngucker, unser Highlight
Anfang des Jahres war ich nochschwanger und sehr träge. Es war eine schwerfällige Schwangerschaft, die ich als sehr kräftezehrend empfunden habe. In Familie und Partnerschaft gab es einige Reibungen, die wir aber durch Kommunikation und einigen strukturellen Veränderungen lösen konnten.
Als es mir gegen Ende der Schwangerschaft besser ging, wollte das Baby, 3 Wochen vorm Termin, schon raus. Wir waren auf eine Hausgeburt vorbereitet, die jedoch in der Klinik nach vielen zehrenden Tagen unter Wehen mit einem Kaiserschnitt endete. Es waren Tage voller Hingabe. Ich habe so viele Medikamente und Mittel bekommen wie in vielen Jahren zusammen nicht. Ich! Welch Herausforderung im Annehmen. Da lag ich also, einmal quer aufgeschnitten (und wieder zusammengenäht), mit einem neuen Baby im Arm, das die ersten Tage noch auf der Kinderstation verbringen musste. Um das ich mir anfänglich viele Sorgen gemacht habe. Ich brauchte einige Zeit, wieder Vertrauen ins Leben, in das Gute zu bekommen. Ich war misstrauisch, zweigeteilt und in innerer Unordnung. Erst eine Heilbehandlung brachte wieder halbwegs Frieden und Balance in mich. Ich bin sehr dankbar, daß meine Mama uns viele Wochen unterstützt hat, indem sie hier her kam und sich um Kinder und Haushalt kümmerte, damit wir die Babyzeit geniessen und genesen konnten. Ein so wertvolles Geschenk!
Die Geburt des Sterngucker war tatsächlich Highlight des Jahres. Er ist so ein bezaubernder kleiner Mensch, entspannt, zufrieden und ausgeglichen. Er macht uns das Familienleben auf seine Art wirklich leicht. Die Geschwister haben den Sterngucker wie selbstverständlich in ihrem Kreise aufgenommen. Kleiner toller Bruder.
Im Juni war ich mit den Kindern auf dem Pfingstcamp, was mir 9 Wochen nach der Sternguckergeburt sehr gut tat.

Sommer und Herbst mit seinen Veränderungen
Den Sommer verbrachten wir bei unserer Gatkafamilie auf dem Camp und ein paar Tage an der Ostsee.
Im Septermber wechselte der Wolf in einen neuen Kindergarten. Das brachte nochmal einiges an Bewegung in das Familienleben. Im positiven Sinne. Plötzlich wurden pädagogische Themen (wieder) artikuliert und durch das Kindergartenkonzept aktiv im Familienalltag integriert. Die Elternabende und Hospitationen haben sich als sehr fruchtbar erwiesen. Auch im September bekamen wir die Kündigung für unser Haus. Das hat uns zuerst sehr schockiert, dann aber diverse andere Lösungsansätze angestossen. Wir denken über den Bau eines eigenen Hauses nach.
Der Mann und ich haben uns Laufschuhe und -kleidung gekauft und haben mit dem Laufen begonnen, um bisschen was für unsere Kondition zu tun. Die Tochter und ich haben mit Gitarrespielen begonnen; ich habe das Briefeschreiben wiederentdeckt, einen Puppenkurs besucht, 2360 g gestrickt und 4 Podcasts aufgenommen. Ich bin 87,2 km gelaufen, habe mindestens 20 Briefe kalligrafiert und 403 Blogbeiträge auf meinem Blog veröffentlicht. Als Familie haben wir 2734,50 kw/h Strom verbraucht.

Dankbarkeit
Ich möchte mich sehr bei all den wunderbaren Menschen im Internet und echten Leben bedanken, die mich mit Worten, Gedanken, Geschenken, Briefen, Emails und Gesten begleiten. Es macht Spaß mit Euch und ich bin sehr dankbar!

handgeschnitzte Häkelnadeln

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Schon seit Jahren folge ich Jimbos Frontporch. Jimbo ist ein begnadeter Schnitzer, der die Handarbeitswelt mit seinen handgeschnitzten Häkelnadelunikaten bereichert. Er findet die Stöcker dafür auf seinem Grundstück, jede Häkelnadel hat eine kleine Geschichte zu erzählen, einzigartig und charakteristisch. Vor vielen Jahren habe ich bei einem Gewinnspiel mal eine Nostepinde von Jimbo gewonnen. Dieses Jahr wollte ich mir eine seiner Häkelnadeln zum Geburtstag schenken. Denn zugegeben, billig sind sie nicht. Jimbo versteigert seine Nadeln auf dem Blog meistbietend oder verkauft sie zu einem festen Preis. Die Nadeln sind immer ratz fatz weg. Neulich schlenderte ich mal wieder durch die virtuellen Welten und entdeckte sie wieder, schrieb Jimbo an, verhandelte einen Preis. Schon wenige Tage später hatte ich Post. Eingeschlagen in ein Stück roten Filz, mit zwei Jutefäden zugeschnürt, fand ich ZWEI solcher schöner Häkelnadeln. Jimbo hat mir eine dazugeschenkt. Weil er mich und meine Dinge die ich erschaffe mag, schreibt er.

One is made from Hazel Nut and the other is Tamarack; both trees grow in our little canyon.

Die eine Häkelnadel ist aus Haselnuss (die helle), die andere aus amerikanischer Lärche (die dunklere). Sie fühlen sich ganz weich und geschmeidig an und entsprechen ungefähr Nadelstärke 12 (wobei eine der beiden Nadeln etwas kleiner ist als die andere). Ich bin ganz begeistert davon und habe nun wie eine Wilde das Bettlaken zu Ende geschnitten und gerollt (ich hatte schon begonnen), um die Nadeln austesten zu können. Welch ein Luxus!

Auf seiner Website hat Jimbo auch eine Anleitung zum Herstellen einer solchen Häkelnadel. Falls jemand noch Platz für ein kleines Projekt auf seiner To-Do-Liste hat ;-)