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gelesen :: Ich bin für dich da. Die Kunst der Freundschaft

Vor einer ganzen Weile habe ich bei Sonja im Wertvoll-Blog das Buch „Ich bin für dich da“ von Andreas Salcher entdeckt. Freundschaften beschäftigen mich immer wieder (zB hier in einem Blogpost von 2014), weshalb ich mir das Buch bestellt habe. Gerade in Zeiten, wo Social Media Plattformen uns vorgaukeln, unzählig viele FreundInnen zu haben, ist es gut, hin und wieder einmal innehzuhalten und zu überlegen, wer denn wirklich FreundInnen sind. Oder wer allenfalls zu guten Bekannten zählt. Freundschaft hat viele Facetten.

Ich bin für dich da. Die Kunst der Freundschaft, Andreas Salcher*

Das Buch liest sich sehr angenehm. Salcher erzählt Freundschaftsgeschichten, schaut in die Geschichte und zu Freundschaften in Film und Literatur. Er zeigt auch auf, wie sich Freundschaften im Laufe unseres Lebens wandeln und was uns in den entsprechenden Lebensphasen wichtig ist. Im Kapitel „Die neun Gebote der Freundschaft“ gibt es einen kleinen Freundschaftsleitfaden. Hier werden Erwartungen an FreundInnen, Beziehungen und die Zeit, die man in eine Freundschaft investieren möchte oder sollte unter die Lupe genommen. Nachdem Salcher einen Schwenk über berühmte Lebensfreundschaften aus der Literatur nimmt kommt er zum Finale und dem wohl wichtigsten Gebot der Freundschaft: Sich selbst ein guter Freund sein.

„Mit uns selbst Frieden zu schließen ist die Königsdiziplin der Lebenskunst.“

Ich mochte das Buch sehr. Zwischendrin fehlten mir immer mal Aspekte, die ich in eigenen Freundschaften erlebe, vielleicht auch eine etwas weiblichere Sicht auf Freundschaften.

Lieblingszitate

„Die wahre Glückseligkeit liegt in der echten und tiefen Bindung mit anderen Menschen.“ (S. 26)

„Freundschaft ist Liebe.“ (S.53)

„Die Studie kommt zu dem Schluss, dass wir unsere besten Freunde nicht deshalb auswählen, weil sie so großartig sind, sondern weil sie uns das Gefühl geben, selbst großartig zu sein.“ (S. 62)

„Freundschaft ist auch ein großes Organisationsthema.“ (S. 101)

„Wer ein guter Freund sein will, muss sich selbst mögen, sonst fehlt ihm die positive Energie für andere.“ (S. 122)

„Im besten Fall können Freunde einander dabei unterstützen, sich selbst ein guter Freund zu werden.“ (S.227)

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gelesen :: Länger als sonst ist nicht für immer

Länger als sonst ist nicht für immer*, das Buch von Pia Ziefle stand schon eine Weile auf meiner Will-ich-Lesen-Liste. Ihr erstes Buch Suna hat mich schon sehr berührt. Ich habe es Anfang des Jahres als signierte Ausgabe direkt bei Pia Ziefle bestellt, um es an eine Freundin zu verschenken. Für mich habe ich das zweite Buch gekauft.

Länger als sonst ist nicht für immer

Wie auch in Suna, geht es um Familiengeschichten, um lose Fäden und Verbindungen. Ganz leise webt sich ein Netz durch die Geschichte. Anfangs fiel es mir noch schwer, die Personen und Ereignisse einzuordnen. Doch je weiter ich in die Geschichte eindrang, desto mehr konnte ich damit anfangen. Wir tauchen ein in die Geschichte von drei Menschen mit unterschiedlicher Vergangenheit, deren Leben dennoch miteinander verbunden sind. Das Buch ist voller leiser Lebensweisheiten, Suchen und Finden, Schmerz und Hoffnung.

„Du musst immer in genau dieser einen Minute leben, die dein Herz braucht, um das Blut in deinem Körper einmal im Kreis herumzupumpen, kleine Ira, vergiss das nicht“ (Tadja, S.16)

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gelesen :: Alles inklusive

Das Buch von Mareice Kaiser wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zugeschickt. Darüber bin ich sehr froh, ich hätte es mir wahrscheinlich nicht von selbst gekauft. Aber ich habe es gelesen. Und ich finde, jedeR sollte das tun.

Alles inclusive, Aus dem Leben mit meiner behinderten Tochter, Mareice Kaiser*

Mareice nimmt uns mit zurück in die Zeit ihrer Schwangerschaft. Wir dürfen sie ein Stück bei der Geburt begleiten und sind dabei, als sie damit konfrontiert wird, daß ihre Tochter Greta behindert ist. Einfühlsam, lebensnah und unterhaltsam schreibt sie über ihre emotionale Achterbahn, den Kampf mit Bürokratie und der Auseinandersetzung mit den Reaktionen der Umwelt. Sie zeigt Schwierigkeiten im Alltag mit ihrer Tochter und die gesellschaftlichen Strukturen und Denkmuster auf. Das Buch steckt so voller Liebe, Glück, Scharfsinn und Lebensfreude.

Eigene Denk- und Verhaltensweisen überprüfen

Ich fand das Buch sehr berührend, Augen öffnend und herzlich. Es liest sich leicht, entweder am Stück oder in kleinen Häppchen. Gut ist, eine Packung Taschentücher dabei zu haben, denn die ein oder andere Träne rollt dann doch aus dem Herzen. Ich mag es sehr, wenn mich Bücher nicht nur emotional berühren, sondern auch intellektuell anregen und mich auffordern, meine eigenen Muster, Denk- und Verhaltensweisen zu überprüfen. Danke Mareice für dieses wichtige und tolle Buch.

Mareice Kaiser

Mareice schreibt über Inklusion, Geschlechtergerechtigkeit und Vereinbarkeit von Familie und Beruf:

kaiserinnenreich.de
mareicekaiser.de

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