konsumauszeit

Bevor ich in den Dezember starte, schreibe ich noch ein kurzes Fazit zum Konsumauszeit November. Bereits bei Start des Experiments war mein Fokus nicht auf dem Nicht-Konsumieren (in Form von Einkaufen), sondern auf meinem Medienkosum. Dieses unbedachte Handy-zur-Handy nehmen, schnell mal durch alle Kanäle browsen und mich berieseln lassen, mich zerstreuen, mich ablenken. Es hat eine Weile gebraucht, bis ich diese automatische Handlung ablegen konnte. Ich mag jetzt sehr diesen kurzen Moment des Innehaltens, des Überlegens, was ich stattdessen machen könnte. Der Monat hat nicht ausgereicht, um komplett neue Verhaltensweisen zu etablieren, denn die meiste Zeit war ich damit beschäftigt, überhaupt erstmal mein Verhalten zu analysieren.

Das Handy ganz wegtun, das wäre einfach, dann wäre die Verlockung nicht so groß. Jedoch ist es mittlerweile auch sehr nützlich zur Familienkoordination. Wann muss ich wen wo abholen. Wer kommt mit welcher Bahn? Das sind Sachen, die wir schnell per Message und auf Abruf koordinieren, weil sie sich oft nicht im voraus planen lassen. Deshalb habe ich mein Handy zu bestimmten Zeiten tatsächlich immer in Sichtweite irgendwo rumliegen. Meine Fotos mache ich auch mit dem Smartphone. Momentan tracke ich meine Nutzung mit der App Moment. Die zeichnet aber alles auf und unterscheidet nicht, wie ich es nutze. Dh, wenn ich eine Stunde Auto fahre und das Handy als Navi nutze, dann ist das genauso Handynutzung wie würde ich 1 h auf Facebook verbringen. Es ist also, wie überall, immer eine Frage der Dosis, der Balance. Und die zu wahren, darauf möchte ich immer wieder achten. Es entgleitet einem so schnell.

Was schön war

Ich habe in den letzten Wochen mit den Kindern viel gelesen, wir haben auch wieder Spiele gespielt, ich habe bisschen gestrickt und gelesen. Ausserdem sass ich auch einfach mal nur da und hab nichts getan, meine Gedanken wandern lassen. Mir gefällt die Entwicklung und ich werde auf jeden Fall ein Auge drauf haben. Ich freue mich schon sehr auf den Dezember. Zeit zum Runterkommen, Entspannen und das Jahr ausklingen lassen. Insgesamt fand ich das Experiment sehr schön und werde es weiterführen und an diversen Stellen noch verändern. Einen schönen Beitrag zum Thema Medienerziehung habe ich bei Andrea gefunden.

Was ich gekauft habe (Woche 3 und 4)

  • Lebensmittel
  • Geschenk für mein Gedankenkisten-Kind
  • Geburtstagsgeschenk für den Mann
  • Kleinkram für den Adventskalender & Nikolaus der Kinder (Schokolade und ein kleines Legoset für den Wolf)
  • Trompetenschulbuch für den Wolf
  • heute kommt noch Friseur für Jungs dazu
  • einen Adventskranz auf dem Schulbasar
  • gebrauchte Bücher gegen eine Spende auf dem Schulbasar

Es tat gut, den Monat mitzumachen. Danke an Apfelmädchen und sdfsh für den Impuls.

 

3 thoughts on “Konsumauszeit 2016 :: Woche 4 – Fazit

  1. Ein tolles Projekt, dem sich viele Menschen annehmen sollten. Der unreflektierte Medienkonusm ist meiner Meinung nach weder gut für jeden Einzelnen, noch für unsere Gesellschaft. Habe erst vor Kurzem eine Doku über digitale Demenz gesehen und fand das nicht nur interessant, sondern auch ganz schön erschreckend. So, ich muss jetzt mal aufhören zu posten, mein Handy klingelt. Ach nee, war das Baby. ;)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.