konsumauszeit

Auch dieses Jahr rufen Apfelmädchen und sadfsh zur Konsumauszeit auf. Sie haben sich, vorallem nach einiger Kritik im letzten Jahr, nocheinmal Gedanken darüber gemacht und ihre Ideen dazu formuliert. Wenn du möchtest, dann kannst du mitmachen. Für dich selbst dein Konsumverhalten überdenken, auf Dinge verzichten, zweimal überlegen, reparieren statt neu kaufen, tauschen, leihen. Die Aktion startet am 1.November 2016 und dauert 30 Tage. Ein überschaubarer Zeitraum.

Warum eine Konsumauszeit?

Für mich ist die Challenge eine gute Gelegenheit, meine Konsumgewohnheiten zu reflektieren und zu überdenken. Kaufe ich impulsiv oder geplant? Kaufe ich aus Freude am Kaufen oder aus Notwendigkeit? In meinem Fazit vom letzten Jahr habe ich für mich festgestellt, daß Konsum mein Leben bereichern kann:

Ich möchte nicht vollständig auf Konsum verzichten. Weder Medienkonsum noch Dinge. Beides bereichert mein Leben. Wie immer gilt aber auch hier: Die Dosis macht das Gift. Ich achte auf eine Auswahl, die mir (und anderen) gut tut, denke nach und behalte mein Verhalten im Auge. Ich kaufe wenige, aber hochwertige Dinge lieber als viel und billig. Ich frage, ob ich die Dinge brauche oder ob sie mich glücklich machen (und zwar über den Kaufreiz drüber hinaus). Ich unterstütze gern innvoative und schöne Ideen und Projekte, schenke gern und gebe gern Geld für Wellness, Selfcare und Weiterbildung aus. Und ich bin sehr sehr dankbar, daß ich es kann. Konsumieren kann auch etwas schönes sein. Sich etwas Gutes tun, sichn mich schönen Dingen umgeben und dabei Menschen unterstützen, die diese schönen Dinge schaffen. Gleichzeitg ist mir bei alledem bewusst, daß es ein großes Privileg ist, daß ich entscheiden kann, das zu tun.

Meine Konsumauszeit im November 2016

Ich möchte also nicht nicht-konsumieren sondern wieder bewusster konsumieren. Das heisst sowohl beim Einkaufen als auch beim Internet nutzen, wieder genau hinschauen. Fragen, ob ich wirklich meine Zeit müde durch Instagram scrollend verbringen möchte oder über die Befindlichkeiten anderer lesen möchte, wo ich genausogut ein Buch zu Hand nehmen könnte oder .. ja oder was? Was fällt mir ein, wenn ich das Internet nur zu bestimmten Zeiten nutze? Was passiert, wenn ich den Bestellbutton nicht sofort drücke, sondern die Bestellung ein paar Tage im Warenkorb liegen lasse? Ich möchte diese Challenge nicht als Verzicht, sondern als Bereicherung sehen. Meinen Horizont erweitern, meine Gewohnheiten überprüfen, mich selbst herausfordern. Vielleicht sogar erschaffen statt zu konsumieren? Wieder selbst gemachte Weihnachtsgeschenkte und Gebrauchtes/Second-Hand anstelle neu gekaufter Schnickeldi. Aufwerten, Neu denken. Ich bin gespannt, was mir einfällt.

Hier habe ich noch drei interessante Texte gefunden, die auch in das Thema Konsum reinpassen.

Bist du dabei? Melde dich bei Apfelmädchen und sadfsh.

Nachlese vom letzten Jahr

2 thoughts on “Konsumauszeit :: November 2016

  1. Du machst das immer so genau richtig für mein Empfinden <3 Ich wünsche Dir eine schöne Auszeit.

    Hier wird es auch eine Konsumauszeit geben.
    Allerdings gezwungenermaßen. Das Bewusstsein für die finanzielle Situation kommt jetzt endlich bei mir an und ich muss mich wirklich arg einschränken und genau planen und abwägen was angeschafft werden muss und was warten kann bzw worauf verzichtet werden muss. Das ist meine Challenge jetzt im November. Aber ich sehe es auch positiv. Und es geht uns dennoch SO gut.

    Alles Liebe

    Tina

  2. Hallo Jademond,

    ein schöner Beitrag! Deine Herangehensweise finde ich sehr spannend!Du führst auch die positiven Seiten von Konsum auf. Weiterbildung und Wellness schätze ich auch sehr. Oft bin ich zu geizig, mir etwas in dieser Richtung zu gönnen. Aber wie heißt es so schön – Geld muss fließen. LG

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