gerettetes Gemüse :: Ungenierte Werbung für Etepetete

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Im vergangenen Jahr entdeckte ich im Internet Etepetete, die Gemüseretterbox. Nun durfte ich die Box einmal testen und sie dir hier nochmal vorstellen. Das Konzept ist toll, die Box ist toll. Soviel schon vornweg.

Etepetete steht umgangssprachlich, abwertend für verwöhnt, zimperlich, übertrieben fein. Fein sind die Gemüse im Geschmack auf jedenfall – und zwar nicht abwertent. In Form und Aussehen jedoch sind sie nicht etepetete. Sie taugen nicht mehr für die Normen im Supermarktregal, weswegen die Gemüse direkt auf den Feldern gelassen oder entsorgt würden. Schade, oder? Die Gemüseretter arbeiten mit regionalen Bauern zusammen und retten die Gemüse, die in keine Norm passen. Zu klein, zu groß, zu dick, zu dünn, kleine Makel oder wunderliche Wuchsformen. Diese Gemüse kannst du als 5 kg Box abonieren und bekommst sie direkt an die Haustür geliefert.

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Ich fand die Box toll. Alle Sachen waren lecker und frisch. Wir konnten aus allem was zubereiten. In unserer Testkiste waren Zwiebeln, Kürbis, Tomaten, Spitzkohl, Porree, Karotten, Blumenkohl, Kartoffeln und gelbe Beete. Wenn du überlegst, eine Gemüsekiste zu abonnieren, dann schau dir auf jeden Fall die Gemüseretterbox Etepetete an und bewahre das ein oder andere Gemüse davor, weggeworfen zu werden.

Mehr Infos zum Konzept, der Idee dahinter und der Umsetzung findest du auf der schön anzusehenden Website.

 

Raubtierfütterung

Momentan beschäftigt mich immer wieder die Frage*: Wie bekomme ich meine Familie satt. Und damit meine ich nicht nur satt, sondern schon auch mit dem Anspruch, daß es (den meisten Familienmitgliedern) schmeckt, gesund und vielfältig ist und unserer Ernährungsethik halbwegs entspricht (keine toten Tiere oder Teile davon auf dem Teller). Ausserdem möchte ich nicht stundenlang in der Küche stehen, nichts wegwerfen und kein Vermögen ausgeben. Denn letzteres haben wir nicht.

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Das Thema habe ich immer wieder im Gespräch mit anderen Großfamilien, wo so viele Bedürfnisse und Geschmäcker aufeinander stossen. Frühstück ist noch einfach. Meistens jedenfalls. Da variieren wir zwischen Brot, Brei, Smoothie, Müsli, Joghurt, gebratenen Bananen und Pancakes durch. JedeR nach Gusto. Die Kinder bekommen Brotzeit mit in die Schule/Kindergarten, zweimal in der Woche isst die Tochter in der Schule Mittag. Der  Wolf kommt 13:30 nach Hause. Oder verabredet sich oder bringt jemanden mit. Das erfahre ich immer gegen 12:30, wenn Telefonzeit im Kindergarten ist. Der Sterngucker und ich sind jeden mittag daheim, wobei ich oft schon gegen 11 Uhr Hunger habe und nicht warten möchte bis die Kinder 13:30 kommen (oder eben nicht). Ich kann ein festes Mittagessen schlecht einplanen. Manchmal mache ich was warmes, aber die Kinder haben Lust auf was frisches. Gut kommen immer bunte Snackteller an – vielleicht sollte ich das wieder ausbauen.
Abends essen wir gemeinsam warm oder kalt, immer mit viel Frischkram. Der Mann isst tagsüber in der Kantine, braucht aber abends was Gesundes aus der heimischen Küche.

Am liebsten würde ich einen Speiseplan haben, den ich verfolgen kann. Aber ich schaffe das nie über mehr als zwei Tage, da sich so viel immer an den Umständen ändert. Vielleicht versuche ich es nochmal und hänge einen Plan irgendwo prominent auf. Vorerst habe ich mir eine kleine Liste der Familienlieblingsspeisen gemacht.

Ein weiterer nicht zu unterschätzender Punkt: Hunger. Gerade die Tochter kommt oft gegen 22 Uhr nochmal in die Küche und sucht nach Essen. Pubertier halt. Da haben wir natürlich schon aufgeräumt und sind auf Feierabend eingestellt. Ich hatte neulich ein Gespräch mit einem Familienvater auf dem Pfingstcamp und wir tauschten Tipps, wie andere Familien das lösen. zB generell mehr kochen, dann kann man Reste aufwärmen, variieren. Birgt natürlich auch die gefahr, daß wenn man mehr kocht, man auch mehr isst. bisher kochen wir ziemlich auf den Punkt genau, sodass selten was übrig bleibt.

*taucht hier regelmässig auf. Mal klappt es eine Weile, dann ändert sich wieder alles und ich fange von vorn an. Suchen, anpassen, justieren, probieren.

Wie löst du das? Was hast du für pubertäre Abendgelüste in der Küche? Wie hälst du dein Budget ein und bekommst trotzdem die Familie ausreichend satt? Und wie löst du die Sache mit verschiedenen Heimkommzeiten und Hunger, dem Essensangebot und dem Bedürfnis, nicht dauernd am Herd zu stehen zu wollen? Einmal viel Kochen und aufwärmen? Kleine Snacks? JedeR ist für sein Essen selbst zuständig? Brot to the rescue?

 

Fenchel

fenchel

In unserem Kühlschrank lagen plötzlich 5 Knollen Fenchel. Die hatten sich über die letzten beiden Gemüsekisten angesammelt. Normalerweise esse ich sie am liebsten als Fenchel-Orangen-Salat oder als Zitronen-Fenchel. Für Salat war es mir zu frisch, für den geschmorten Fenchel mit Zitronen fehlten mir die –na? – Zitronen!

Also fragte ich kurz per Twitter in die Runde, was ich denn aus dem Fenchel machen könnte. Das ist das schöne an Twitter: innerhalb kurzer Zeit bekommt man eine Vielzahl an Antworten und Möglichkeiten aus dem Netzwerk. Ich habe sie mal aufgeschrieben und mit eigenen ergänzt. Vielleicht ist das ja auch für dich eine schöne Inspiration, wenn wieder Fenchel im Kühlschrank liegt.

Ich habe den Fenchel gestern mit Tomate, Kartoffel und Artischocke in der Pfanne geschmort. Und heute esse ich ihn geschmort mit Apfelstückchen. Dazu Semmelbrösel und Tomatenwürfel. Irgendwie so.

Fenchel-Orangen-Salat
Geschmorter Zitronenfenchel
Anti-Schnodder-Suppe

Hast du auch ein Fenchel-Lieblings-Rezept? Oder magst du Fenchel so gar nicht?