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Donnerstagsschnipsel

Na huch, es ist ja schon wieder Donnerstag. Diese Woche verging wie im Flug. Da wollen manchmal 3 Kinder gleichzeitig Ansprache. Es ist laut, fordernd und chaotisch. Es ist mir nicht leicht gefallen, in meiner Mitte zu bleiben. Ich schwanke in Extremen. Feurig heiss und voller Energie, im nächsten Moment wieder total ausgebrannt und starr. Wie im Aussen, wo es wieder eisig kalt geworden ist und Schnee die Strassen bedeckt. Die Februarkälte macht mich steif. Wenn ich einheize und das Feuer lodern lasse, ist mir schnell zu warm. Ich pendle um meine Mitte, auf der Suche nach einem erträglichem Maß.

Das pralle Familienleben

Am Montag waren wir abends beim Elternabend. Ich und die Tochter in der Oberstufe, der Mann zum Väterelternabend im Kindergarten. Die Jungs waren allein zu Hause. Ich hatte ein mulmiges Gefühl beim verlassen des Hauses, es hat aber alles gut geklappt. Als wir zurück kamen, schliefen alle friedlich in ihren Betten.

Am Dienstag hatte ich einen gemütlichen Mütterkreis. Diesmal tauschten wir uns hauptsächlich über Schulfragen aus. Die Tochter muss nun Entscheidungen treffen, wie ihr Weg nach der 10.Klasse weitergehen soll. Es sind gerade viele Informationsveranstaltungen und Abgabefristen an weiterführenden Schulen. Das Thema ist präsent und wirft Fragen auf. Mit den Jungs hingegen lote ich Mediennutzungszeiten aus. Ein Thema, was gerade beim Wolf nicht immer einfach und konfliktfrei ist. Langweilig ist mir jedenfalls nicht.

Gestern war ich abends beim Sensory Awareness. Ich bin verblüfft, wie mich das einfach spüren, das aus dem Kopf in den Körper kommen, wieder geordnet hat. Da fliessen auch mal Tränen. Ich lerne mich immer wieder neu kennen, entdecke Spuren und Schichten. Das ist wirklich spannend. Ich bin sehr dankbar für diese Möglichkeit, dieses Geschenk.

Heute ist Fasching in der Schule des Wolfes, morgen im Kindergarten. Ich bin froh, dass die Kostüme der Jungs recht unkompliziert umzusetzen waren. Wir haben nichts dazugekauft. Das gibt unser Budget gerade nicht her. Ich freue mich, dass wir mit unseren Lebensmitteleinkäufen gut klar kommen. Wir probieren gerade ein neues System (wöchentliches Budget als Bargeld in einer Haushaltskasse) aus und schauen, ob es für uns passt und die Familieneinkäufe überschaubarer macht.

Morgen fahre ich schon mit den Jungs zu meinen Eltern. Wir haben Ferien und verbringen ein paar Tage in Sachsen. Ich treffe meine alten Kindergarten- und Schulfreundinnen und mache einen Ausflug nach Dresden. Den Rest der Zeit geniesse ich Familie und Strickzeit mit meiner Mutti auf dem Sofa. Tochter und Mann bleiben daheim.

Ich freue mich gerade über einige Dinge, die sich hier ergeben. Gespräche, Workshops, Anmeldungen zur Kreativ- und Klangauszeit und ein kleiner Crashkurs für altdeutsche Schreibschrift, den ich mir ausgedacht habe.

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Draussen und Drinnen

Draußen

  • Schnee
  • Kälte
  • Sturm
  • Sonne
  • Wolken


Drinnen

  • Feuer
  • Carcassonne
  • Tee
  • aber auch Wäsche, Arbeit und ein leerer Kühlschrank

Was schön ist

Sowohl die Tochter als auch der Sterngucker werden mir von anderen menschen nach Hause gebracht. Ich muss bis heut Abend nicht raus, um irgendwen abzuholen. Ich hatte einen produktiven Vormittag. So langsam fügt sich alles.

Weihnachtsnähe

In mir drinnen ist es vielschichtig. Ich lebe in Ambivalenzen und vielem gleichzeitig. Ich kann auf einer Ebene total voll udn gestresst sein und auf einer anderen gleichzeitig total entspannt und ruhig. Deshalb ist es nie einfach, auf „wie geht’s dir“ Fragen zu antworten. Es ist dann interessant, die verschiedenen Ebenen aufzudröseln, wenn der/die Fragende wirklich Interese an meinen Befindlichkeiten hat.

Insgesamt also fühle ich mich ganz entspannt. Ich bin nicht weihnachtsgestresst. Alle Post, die ich noch nicht fertig habe, die ich aber verschicken möchte, kann gern auch erst nach Weihnachten raus. Ich habe keine Lust in langen Postschlangen zu stehen oder auf Krampf irgendwas auf den Weg zu bringen. Was pünktlich an Weihnachten da ist, ist schln,w as nicht, kommt später. WIr haben noch keinen Baum. Den kaufen wir immer Last-Minute, denn vorher schauen wir immer, ob wir einen am Weihnachtsmarkt retten können. Und der wird ja eh immer erst am 24. morgens abgebaut.

Auf meiner Job-Liste ist allerdings viel los. Da tummeln sich die To-Do’s und Anfragen, die ich täglich nach Prioritäten sortiere, um nicht den Überblick zu verlieren. Ich hab große Lust auf alle Aufträge und würde am liebsten an allen gleichzeitig arbeiten. Also langweilig ist mir nicht.

Jetzt so kurz vor den Weihnachtsferien hatten wir noch ein paar wichtige Termine. Ein Elterngespräch im Kindergarten, einen MRT Termin (der eine Schleimbeutelentzündung in der Schulter zu Tage brachte) und am Donnerstag noch das traditionelle Winterfeuer im Kindergarten. Ich schaue, dass ich gut für mich sorge. Früh ins Bett gehen, gut Essen, Pausen.

Die Kinder wollen derweil basteln (der Sterngucker), backen (die Tochter) und trompeten (der Wolf). Es ist trubelig im Haus. Ich bin froh um den Schnee, denn der zieht die Kinder immer wieder für längere Zeit nach draussen.

Als Weihnachtsessen haben wir nur etwas einfaches geplant. Irgendwas mit Klössen und Rotkraut und Rosenkohl, angelehnt an unser traditionelles Weihnachtsmenü. Diesmal ohne Nussbraten, aber mit einer anderen Art von Bratling. Der Mann hat da was rausgesucht. An Heilig Abend gibt es Kartoffelsalat.

Morgen hab ich nochmal einen feinen terminfreien Vormittag zum Arbeiten. Dieser leere Tag im Kalender freut mich gerade so sehr.