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Einmal im Monat – unser Monatsdate

Wenn du schon eine Weile bei mir liest, ist dir bestimmt schon aufgefallen, dass der Mann und ich ein monatliches Ritual haben: unser Monatsdate. Einmal im Monat treffen wir uns, um die wichtigsten Dinge unserer Familie, Beziehung und Business zu besprechen.

Die Idee haben wir von dem Yogi-Ehepaar. Vor vielen Jahren haben sie erzählt, das sie sich regelmässig ausserhalb ihres Hauses treffen, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Für uns war das, damals noch mit kleinen Kindern, aber nicht im wöchentlichen Rhythmus umsetzbar.

Die Zeiten

Vor 3 Jahren haben wir begonnen, zumindest 1x im Monat gemeinsam Essen zu gehen. Anfangs waren wir Abendessen. Dann hat die Tochter auf ihre Brüder aufgepasst und so ein kleines Taschengeld verdient. Schon bald haben wir gemerkt, dass Abends unsere Konzentration nicht mehr so durchhält und wir schnell müde wurden. Ausserdem war uns das Essen zu spät. Seit der Mann nur noch Teilzeit angestellt arbeitet, haben wir unsere monatlichen Dates als Frühstück eingerichtet, wenn die Kinder in Schule und Kindergarten sind. So haben wir einmal im Monat, meistens an einem Montag von ca 8:30 – 11:30 Uhr Zeit füreinander. Wir treffen uns immer am Ende bzw Anfang eines Monats. So können wir den vergangenen Monat reflektieren und den Monat vor uns planen.

Unsere Monatsdate Themen

Zu unserem Treffen nehme ich immer mein Notizbuch und etwas zum Schreiben mit, ausserdem einen Kalender und das Handy. Von einem zum anderen Monat sammeln wir immer die Themen, die wir besprechen wollen. Dazu haben wir eine Evernote- oder manchmal auch eine anaolge Liste. Wir sehen uns oft im Alltag nur zwischen Tür und Angel, zwischen Alltagskram und Kinderlogistik. Deshalb ist es schön, sich für manche Themen mehr Zeit einzurichten.

Zu unseren Gesprächsthemen zählen:

Termine und die dazugehörige Familienlogistik

  • Geschäftsreisen
  • Wann muss ein zusätzliches Auto beim Autoteiler gebucht werden
  • Wer kümmert sich um die Kinder, wenn sich Termine überschneiden
  • Welche Wochenenden sind frei für Ausbildungen, Seminare (sowohl als TeilnehmerIn als auch als ReferentIn) und Reisen
  • Urlaubszeiten
  • Wann räumen wir den Schuppen auf, wann bestellen wir Holz und verräumen es

Businesskram

  • Inhaltliche Besprechung von Seminaren
  • Marketing
  • To-Do’s wie Flyer, Werbung und Akquise
  • Investitionen
  • Finanzsituation
  • Planung von neuen Workshops, Ausbildungen, Kursen
  • gegenseitiges Feedback/Coaching von aktuellen Themen

Familie

  • Was funktioniert gerade
  • Wo muss hingeschaut werden
  • Was bereitet uns Sorgen, wo brauchen wir eventuell Hilfe von aussen
  • Was wollen wir verändern und wie gehen wir vor

Partnerschaft

  • Was haben wir aktuell auf dem Herzen, wo fühlen wir uns nicht gesehen/gehört
  • Was gefällt uns gut, was macht uns glücklich
  • Was wollen wir gern auf den Tisch bringen, was an uns nagt oder Aufmerksamkeit bedarf

Natürlich sind nicht alle Themen jeden Monat aktuell. Unsere Liste hilft uns dabei, den Fokus zu behalten. Mal ist mehr zu besprechen, mal weniger. Wir fangen immer zuerst mit den Terminen an und arbeiten uns dann durch unsere Themenliste durch. Mal geht das ziemlich zügig, mal nehmen manche Punkte mehr Zeit in Anspruch. Wir hatten auch schon Treffen, wo wir aus dem Fenster geschaut haben uns uns an unserer Anwesenheit gefreut haben, weil wir mal nichts zu besprechen hatten. Das war auch schön. Haben wir halt Händchen gehalten und uns angelächelt.

Aufgabenliste

Aus unseren Gesprächen entsteht dann meist auch eine Aufgabenliste. Auto buchen, jemanden anrufen, etwas besorgen, etwas gestalten. Diese Aufgabenliste versehen wir im Idealfall mit einem Datum, damit die Person, weiss, bis wann die Aufgabe fertig sein soll. Das schafft Verbindlichkeit. Dinge, die wir besprechen protokolliere ich meistens. Nicht, weil ich das muss, sondern weil ich eh meistens mitschreibe, damit ich mir Dinge besser merken kann. So können wir auch später nochmal nachschauen, was wir eigentlich besprochen hatten und wer wofür zuständig ist.

Regelmässigkeit

Am Anfang haben wir gleich beim Date einen Termin für das nächste Treffen in den Kalender geschrieben. Mittlerweile ist es uns so wichtig, dass wir jeden Monat dran denken und auch zwischendrin schnell einen Termin finden und in den Kalender eintragen können. Das hilft uns, den Termin als verbindlich zu betrachten. Unser Monatsdate wird durch keinen anderen Termin ersetzt. Falls es doch mal vorkommt, dass eine Überschneidung unvermeidbar ist, legen wir gleich einen Ersatztermin fest.

Investition

Je nachdem, wo wir essen gehen und was wir essen, kostet uns der ganze Spaß 30-40 Euro. Mittlerweile haben wir ein Lieblingscafé gefunden, wo wir gutes und reichhaltiges Frühstück, Wlan und schönes Ambiente bekommen. Das Monatsdate ist für uns beide immer noch ein Termin im Kalender, auf den wir beide uns freuen. Dieses Geld und diese Zeit investieren wir gern. Ich nenne das auch Ehepflege.

 

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Strohwochenende

Ich bin gerade müde und erschöpft, zu wenig draussen und in einem flirrigen Zustand. Wahrscheinlich kann ich nur tiefenentspannt oder unter Strom. Son Donnerstag bis Sonntag war der Mann unterwegs. Erst auf einem Seminar, dann selbst bei seinem Gongworkshop & Konzert, wofür er die Verantwortung hatte. Ich war mit den Kindern daheim.

Samstag

Der Samstag startete entspannt. Ich fand Zeit für meine Dinge. Am Vormittag waren wir einkaufen und im Spielzeugladen. Auf dem Parkplatz passierte ein kleiner Autocrash mit dem Autoteiler-Auto. Seufz. Das hätte es nicht gebraucht. Später spielten die Jungs draussen Fussball, drinnen Lego, Minecraft, Lego Nexoknights oder Sagaland* mit mir.

Zum Abend gab es Pizza und syrische Spinattaschen aus dem Buch “Hayati, Syrische Heimatküche” von Fadi Alauwad*. Das war wirklich nett. Die Tochter suchte passend zu den Speisen die Playlists auf Spoitfy heraus, sodas wir die Vorspeise mit syrischer Musik genossen, und passend zur Hauptspeise sang traditionell in Pizzeria-Manier Eros Ramazotti. Wir hatten wirklich Spaß in unserem 4-Sterne-Restaurant.

Als die Kinder im Bett waren, schenkte ich mir ein Glas Sekt ein, zog mich in mein Büro zwischen mein Collagematerial zurück, machte schöne Musik an und vertiefte mich in eine Neumondcollage. Wenn ich die Collagen mache, habe ich vorher nie ein Bild von dem, was dabei rauskommen soll, sondern gehe einfach mit dem, was mich anspricht und auftaucht.

Sonntag

Am Sonntag wachte ich mit einem kleinen Glühwürmchen neben mir im Bett auf. Das Fieberthermometer bestätigte meinen Verdacht. Der Sterngucker hatte schon wieder Fieber. So verbrachten wir den Vormittag in ruhigem Zusammensein. Der Sterngucker ruhte auf der Couch, spielte hin und wieder mit seinem Bruder, schaute Filmchen oder döste vor sich hin. Ich genoss den leeren Büroraum (weil der Mann den großen Gong mitgenommen hatte) und schrieb an meinem Bild weiter.


So plätscherte der Sonntag dahin. Der Wolf spielte Minecraft oder Fussball mit seinem Freund. Am späten Nachmittag übernahm die Tochter die Jungsbande und ermöglichte mir einen kleinen Ausflug zu einem Chorkonzert in der evangelischen Kirche.

Der Chor mit den Klängen und Stimmen, die Lieder, die Worte des Pfarrers und die Texte, die er gelesen hat haben mich tief berührt. Ganz erfüllt bin ich zurück nach Hause gefahren, wo die Jungs mit der Tochter beim Abendessen sassen. Was bin ich verliebt in meine Kinder! Der Mann war in der Zwischenzeit nach Hause gekommen und wollte sich kurz ausruhen. Dabei ist er eingeschlafen, sodass wir uns erst heut morgen gesehen haben. Ich hab die Kinder ins Bett gebracht und bin dann selbst auch schlafen gegangen. Das Wochenende war ruhig, rund und doch anstrengend und ermüdent.

Diese Woche wird noch einmal voll, bevor die Osterferien beginnen. Ich habe noch Klang und das tiefe Gefühl des gestrigen Abends in mir, werde heute früh ins Bett gehen und für mich sorgen.

Wie es bei den anderen war, kannst du bei Susanne lesen.

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Donnerstagsschnipsel

Na huch, es ist ja schon wieder Donnerstag. Diese Woche verging wie im Flug. Da wollen manchmal 3 Kinder gleichzeitig Ansprache. Es ist laut, fordernd und chaotisch. Es ist mir nicht leicht gefallen, in meiner Mitte zu bleiben. Ich schwanke in Extremen. Feurig heiss und voller Energie, im nächsten Moment wieder total ausgebrannt und starr. Wie im Aussen, wo es wieder eisig kalt geworden ist und Schnee die Strassen bedeckt. Die Februarkälte macht mich steif. Wenn ich einheize und das Feuer lodern lasse, ist mir schnell zu warm. Ich pendle um meine Mitte, auf der Suche nach einem erträglichem Maß.

Das pralle Familienleben

Am Montag waren wir abends beim Elternabend. Ich und die Tochter in der Oberstufe, der Mann zum Väterelternabend im Kindergarten. Die Jungs waren allein zu Hause. Ich hatte ein mulmiges Gefühl beim verlassen des Hauses, es hat aber alles gut geklappt. Als wir zurück kamen, schliefen alle friedlich in ihren Betten.

Am Dienstag hatte ich einen gemütlichen Mütterkreis. Diesmal tauschten wir uns hauptsächlich über Schulfragen aus. Die Tochter muss nun Entscheidungen treffen, wie ihr Weg nach der 10.Klasse weitergehen soll. Es sind gerade viele Informationsveranstaltungen und Abgabefristen an weiterführenden Schulen. Das Thema ist präsent und wirft Fragen auf. Mit den Jungs hingegen lote ich Mediennutzungszeiten aus. Ein Thema, was gerade beim Wolf nicht immer einfach und konfliktfrei ist. Langweilig ist mir jedenfalls nicht.

Gestern war ich abends beim Sensory Awareness. Ich bin verblüfft, wie mich das einfach spüren, das aus dem Kopf in den Körper kommen, wieder geordnet hat. Da fliessen auch mal Tränen. Ich lerne mich immer wieder neu kennen, entdecke Spuren und Schichten. Das ist wirklich spannend. Ich bin sehr dankbar für diese Möglichkeit, dieses Geschenk.

Heute ist Fasching in der Schule des Wolfes, morgen im Kindergarten. Ich bin froh, dass die Kostüme der Jungs recht unkompliziert umzusetzen waren. Wir haben nichts dazugekauft. Das gibt unser Budget gerade nicht her. Ich freue mich, dass wir mit unseren Lebensmitteleinkäufen gut klar kommen. Wir probieren gerade ein neues System (wöchentliches Budget als Bargeld in einer Haushaltskasse) aus und schauen, ob es für uns passt und die Familieneinkäufe überschaubarer macht.

Morgen fahre ich schon mit den Jungs zu meinen Eltern. Wir haben Ferien und verbringen ein paar Tage in Sachsen. Ich treffe meine alten Kindergarten- und Schulfreundinnen und mache einen Ausflug nach Dresden. Den Rest der Zeit geniesse ich Familie und Strickzeit mit meiner Mutti auf dem Sofa. Tochter und Mann bleiben daheim.

Ich freue mich gerade über einige Dinge, die sich hier ergeben. Gespräche, Workshops, Anmeldungen zur Kreativ- und Klangauszeit und ein kleiner Crashkurs für altdeutsche Schreibschrift, den ich mir ausgedacht habe.