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„Der Juli ist der Dezember des Sommers.“ sagte letztes Jahr ein Freund. Und wie recht er hat. Ein Termin jagt den anderen. Nach dem vollen Wochenende pendeln wir uns wieder auf die letzten Wochen Alltag vor den Sommerferien ein. Das bedeutet: erste Treffen und letzte Treffen, Abschiede und Kennenlernen, Dinge beenden und vorausplanen.

Der Mann war übers Wochenende in Norddeutschland und kam erst gestern ganz spät wieder nach Hause. Heute abend kollidieren bereits die Termine wieder, sodass wir einiges umorganisieren und umplanen mussten. Ich gehe zum pädagogischen Forum der Wolfsschule, habe meinen Elternbeiratsabschlusstermin in der Tochterschule abgesagt. Der Mann holt die Tochter vom Tanzen ab und kümmert sich um die Bande und einigen Gong-Kram, der jetzt dringend auf den Weg muss.

Morgen habe ich einen Arzttermin mit der Tochter, abends treffe ich mich mit einer Freundin zu einem weiteren Mädchen-Special-Redaktionstreffen. So langsam wird die Zeit knapp. Diesmal flutscht es nicht so gut.

Donnerstags hat die Tochter die letzten Wochen mit ihrer Klasse immer einen Ausflug. Die Donnerstagsausflüge haben die Schüler eigenständig organisiert. Sie haben ein Budget vorgegeben bekommen und haben in Teams alles für den Ausflug organisiert. Das Busunternehmen angefragt, Preise für die öffentlichen Verkehrsmittel recherchiert, Reiserouten, Eintrittspreise und Idee. Und immer wieder abgecheckt, ob alles innerhalb des Budgets liegt und so stattfinden kann. Am Ende verfassten sie Informationsschreiben zu den Aussflügen an die Eltern und sammelten ggf Einverständniserklärungen ein, wo das noch nötig war. Rausgekommen sind vielfältige und interessante Ausflüge.

Am Wochenende ist der Mann wieder zu einer Gongausbildung unterwegs. Ich möchte mir für diese Zeit noch ein Auto reservieren, damit ich mobil bin. Eigentlich wäre am Samstag auch das Kennenlerntreffen für die neuen Eltern im Kindergarten. Ohne Kinder. Das kann ich leider nicht wahrnehmen, dafür aber nächste Woche das Kennenlerntreffen mit Kindern.

Und so schwingen wir uns von Woche zu Woche. Ich habe wieder viele Aufträge und weiß gar nicht, welchen ich wann zuerst bearbeiten soll. Das ist toll, wenn auch herausfordernd.

Vor unserem Haus blüht gerade eine Schmetterlings- und Bienenblumenwiese. Sie duftet ganz stark, es sind aber leider nur wenige Bienen drin. Schade.

Langsam formen sich auch unsere Ferienreisepläne. Die 6 Wochen sind viel zu schnell um. Wir werden meine Eltern besuchen und auf einer Hochzeit tanzen, wir werden Besuch haben, ich werde Gongspielen und Kalligrafieren.

Im September feiern wir Schulanfang und Kindergartenbeginn. Das wird ein sehr aufregender Spätsommer.

Zwischen all dem Trubel vermisse ich Zeit zum Malen und Schreiben, Lesen, Handarbeiten und Laufen. All die Termine, Arbeit und das Familienmanagement kosten mich gerade sehr viel Energie. Ich habe große Hoffnungen, daß das ab Oktober wieder entspannter wird, wenn wir alle unseren neuen Rhythmus gefunden haben.

One thought on “Fragmente am Dienstag

  1. Liebe Ramona,
    machst du zum Kraft tanken morgen ein Neumond-Ritual?
    Wenn nicht, dann wünsche ich dir viel Kraft, die zeit jetzt durchzustehen … Ferien sind ja in Sichtweite!
    LG Winnie

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