Letzten Monat kam ich mit Ella ins Gespräch über unsere monatlichen Lebenshaltungskosten. Über Geld spricht man nicht. Deshalb hat man auch wenig Vergleichsmöglichkeiten, ob das, was wir ausgeben viel oder wenig ist im Vergleich zu anderen Haushalten. Da ist es ab und zu mal ganz gut, sein Weltbild wieder zurecht zu rücken oder Potenzial zur Optimierung zu erkennen.
Ich führe schon seit einigen Jahren ein sehr locker geführtes Haushaltsbuch, um zu sehen, wohin der Mammutanteil an Kosten geht und mein monatliches Budget besser planen zu können (was ich sehr schwierig finde, da ich ein unregelmässiges Einkommen habe). Wir beschlossen also, uns gegenseitig ein bisschen in die Karten zu schauen und gegebenfalls, wenn nötig, zum Sparen zu motivieren. Dazu beobachten wir jeder für sich die nächsten 3 Monate (bis Ende Juli) unsere Ausgaben jeder für sich und führen ein detailiertes Haushaltsbuch. Am Ende werten wir das aus und ziehen Rückschlüsse für künftiges Konsumverhalten. Je nachdem, was dabei herauskommt, entwickeln wir daraus ein kleines Challenge, den gemeinsam geht sowas besser.

Wenn du magst, mach doch einfach mit. Noch bis Ende Juli schreiben wir unsere Ausgaben in unsere Haushaltsbücher.

Der Mann und ich besitzen jeder unsere eigenen Konten. Einmal haben wir uns zusammengesetzt und all unsere Einnahmen und fixen Ausgaben aufgeschrieben. Dann haben wir die Fixkosten gemessen an den Einnahmen auf uns beide aufgeteilt. Der Mann zahlt Miete, Krankenversicherung der Jungs, Auto und Versicherungen. Ich zahle die meisten Ausgaben die Kinder betreffend (Schule, Kindergarten, Klamotten, Zusatzversicherung). Einkäufe zahlt derjenige, der einkaufen geht. meistens der Mann. Dafür zahle ich das Gemüseabo.

Führst du Haushaltsbuch? Wie sieht dein Haushaltsbuch aus und was schreibst du da rein?

14 thoughts on “Haushaltsbuch

  1. Ich schreibe seit einigen Jahren ein Haushaltsbuch mit einer einfachen Tabelle in Word. Daher beteilige ich mich gerne an eurer challenge. LG, Micha

  2. Wir haben es prrobiert… der werte Gatte und ich… es endete aber leider so, dass nur ich aufschrieb, der werte Gatte meinte, seine Ausgaben schätze er einfach so ab und trage sie irgendwann ein … oder er warf mir die Zettel hin… und dann eben jede meiner Ausgaben bis ins Kleinste diskutiert wurden, während seine einfach nicht auftauchten… Da wir ein gemeinsames Konto haben ist nicht so getrennt, wer was zahlt. Wir haben beide „Taschengeld“ über das wir nicht „Rechnung“ ablegen ansonsten wird alles über 20 Euro abgesprochen…
    Was ich gemerkt habe, ist, dass es nicht gut ist, wenn ich nicht arbeite – nicht wegen dem weniger an Geld sondern wegen dem mehr an Zeit, Schnickeldi und Kruscht für die Jungs zu finden und zu kaufen…..

  3. Na das ist bei uns alle halbe Jahre Thema. Ein Haushaltsbuch. Wie sagt man so schon?
    Wenn das Woertchen wenn nicht waer…. Ich schaff das irgendwie nur 2-3 Wochen und dann ist es auch schon wieder hinfaellig. Aber auf Euer Fazit bin ich sehr gespannt.
    Liebe Gruesse
    Kathi

  4. Liebe Ramona,
    mir geht es da wie Kathi, ich nehm es mir vor und dann ist die Idee auch schon wieder weg… Keine Zeit, keine Muße… irgend einen Grund gibt es ja immer ;-)
    Aber auf euer Ergebnis freue ich mich auch schon….
    Viele Grüße
    Ute

  5. Wir haben auch getrennte Konten und früher habe ich alle monatlichen Ausgaben aufgelistet und dann geteilt. Das war sehr mühsam und daher haben wir seit Jahren ein gemeinsames Haushaltskonto. Dort geht monatlich von beiden per Dauerauftrag ein fester Betrag ein und von dem Konto werden alle gemeinsamen Ausgaben bezahlt (Miete, Telefon, Einkäufe etc.).
    Was sich jeder für sich kauft (Klamotten, Sportkram etc.) bezahlt halt auch jeder von seinem Konto.
    Weiterer Vorteil des Haushaltskontos: Wenn wir in den Urlaub fahren, buche ich zusätzlich einen größeren Betrag auf das Konto als Urlaubskasse. Falls uns also die EC-Karte vom HH-Konto im Urlaub geklaut wird, wäre das nicht so tragisch, da dort ein wesentlich geringerer Betrag drauf ist, als auf unseren „privaten“ Konten …

  6. Alles kommt und geht. Nach dem Motto leben wir. Wir arbeiten, also können wir uns auch ab und an mal was gönnen, damit meine ich eine schöne CD, ein neues Spielzeug für die Kinder oder ein paar schicke Gummistiefel. Ansonsten sind wir sehr sparsam: Wir leben zu Fuß, mit Fahrrad, Bus und Bahn, Urlaub machen wir wenn bei Freunden im Rheinland oder bei meiner Mutter in Thüringen. Lebensmittel kaufe ich so wie ich Lust habe, eigentlich jeden Tag, da wir nur einen ganz kleinen Kühlschrank haben. Ich tausche gern, gebe gern und empfange viel. Unseren Kontostand weiß ich seit einem halben Jahr nicht und das entspannt mich sehr. Da war ich früher sowas von ängstlich und kontrollierend.
    Wie war es im Camp, liebe tolle Ramona????!!!“

  7. Also die meisten Discounter haben tatsächlich Kassenzettel, auf denen der Artikel mit Preis steht.
    Das ist schon mal hilfreich.
    Wir haben vor ein paar Jahren ein Haushaltsbuch geführt, penibel.* Zu diesem Zeitpunkt haben wir auch Versicherungen, andere Lebenshaltungskosten, Energie etc Anbieter auf ihre Kosten/Nutzen überprüft und vieles verändert. Das kann ich jedem nur empfehlen. Immer mal wieder.
    Wer per Internet bestellt, sollte natürlich nicht nur die Kreditkartenabrechnung, sondern auch den Weg, den das Geld genommen hat, eintragen.
    * Aber nicht, um uns gegenseitig Streß zu machen, sondern um Geld für unsere eigenen Interessen und Bedürfnisse frei zu machen.
    Alles ist besser so.
    Ich komme aus einem Haushalt, in dem die Eltern nicht mit Geld umgehen konnten, egal, wieviel davon da war, und möchte nicht mehr mit dieser ewigen Existenzangst leben.
    LG, Katja

  8. Ich finde das eine großartige Idee, nachdem ich aus der „3-Tage-durchhalten-und-das-wars-dann“-Ecke komme.
    Eigentlich würde ich gerne, denn ich gebe sicherlich zu leichtsinnig Geld für Zeuch aus, aber mir fehlt’s an Durchahaltevermögen. Also, wenn Ihr da so den Challenge bis Juli 2013 anbietet, mache ich gerne mit. Ich bin gespannt!

  9. Ich führe seit ca. 2 Jahren ein Haushaltsbuch mit einem Tabellenkalkulationsprogramm. Ich hab für jeden Monat einen Register und dann für das gesamte Jahr eine Übersicht. Die Register sind untereinander mit Formeln verbunden, sodass gerechnet werden kann. Das HAushaltsbuch ist für jeden Monat in Kategorien unterteilt.
    Ich habe damit angefangen, um zu überprüfen wofür das meiste Geld weggeht und wie die subjektive Wahrnehmung mit dem tatsächlichen Kosten übereinstimmt.
    Mittlerweile weiß ich an welchen Punkten Ausbaubedarf herrscht. An diesen Punkten arbeite ich. Einfach um das Geld für andere (schöne) Dinge umverteilen zu können.
    Ich hab überlegt das Haushaltsbuch für die nächsten Monate still zu legen, da ich seit drei Monaten nichts mehr eingetragen habe und die Kassenzettel stapeln sich. Aber da bald ein Umzug und Familiennachwuchs ansteht, finde ich es interessant diese Veränderungen mitdarzustellen.
    Was ich gern ändern würde ist, dass ich das Haushaltsbuch per Handy füttern kann. Es gibt Programme, aber ich hatte noch nicht die Möglichkeit mir diese genauer anzuschauen, ob sie meinen Ansprüchen genügen.
    Das würde mir schneller von der Hand gehen als den PC zu starten (der wenig an ist).

  10. Wir führen seit ein paar Monaten ein Haushaltsbuch, da auch wir sehen möchten wohin unser Geld geht und wo es gegebenenfalls Änderungsbedarf gibt. Wir führen dazu eine simple Online-Datei, die wir beide bearbeiten können. Wir sind seit einer Weile auf der Suche nach einer geeigneten App mit Desktop-Version. Für mich wäre eine Nutzung mit dem iPhone auch sehr praktisch. Wir konnten uns jedoch noch nicht für ein Programm entscheiden …

  11. Maria Gehrmann,

    das gefällt mir gut. Wir haben jetzt auch schon zwei verschiedene Sachen ausprobiert, um einen Überblick über das HaushaltsGeld zu gewinnen. Beides war so aufwendig und hat mich echt ein wenig gestresst. Einige Zeit haben wir es jetzt auch sein lassen, den Kontostand in den Blick zu nehmen. Ganz genau nach diesem Motto.
    Das hat gut getan und tatsächlich entspannt. Anfang dieses Monats gab es dann mal einen Blick drauf und wegen Hochzeiten, Geburtstagen und nötiger Ausgaben, war echt mal nicht viel drauf. Jetzt liegen fast zehn Tage mit hundert Euro hinter uns. Und das tut sowas von gut. Das Projekt hat Spaß gemacht. Sowas kann ich mir noch einige Male vorstellen. Aber lediglich mit dem Ziel mein Konsum- und EinkaufsVerhalten alltagstauglich in diese Richtung zu verändern. Um dann irgendwann auch nur noch nach dieser Devise zu leben: Alles kommt und geht. Oder geht und kommt. Wie man’s nimmt.
    Schönen Tag euch allen. Danke für den Post, Ramona.

  12. Hui, der Beitrag hier ist schon über ein halbes Jahr alt……. beteiligen geht wohl nicht mehr….. hätte ich sehr gern.
    habt ihr denn eine „auswertung“ nach der haushaltsbuch-challenge bekommen?
    lg
    inka

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