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Oh welch Reichtum, welche Fülle!

Letztes Wochenende war ich bei meinen Eltern. Wir verbrachten schöne Stunden in der Großfamilie. Da waren meine Oma, meine Eltern, meine Geschwister mit ihren PartnerInnen und Kindern, mein Cousin und meine Cousine mit ihrer Familie. Zusammengerechnet waren wir 20 Menschen. Wir haben zusammen gegessen, alte Fotos angeschaut und Erinnerungen hervorgeholt. Ich war mit meinem Schwager, meinem Cousin und der Tochter seit Jahren mal wieder beim Bowling. Was ein Spaß! Die Tochter knatterte mit Opas Mofa über den Hof und schmökerte mit Oma im Ahnenbuch. Die Jungs verbrachten Zeit mit meinem Bruder an der Playstation oder spielten vertieft mit seinem Lego.

Gartenglück

Besonders gern, wenn ich bei meinen Eltern bin, streife ich durch den Garten. Etwas wehmütig dieses Jahr, denn er soll ob der vielen Arbeit, die er bereitet, nun rückgebaut werden. Ich grub mir ein paar Pflanzenknollen aus (Montbretien!), nahm ein paar Pflanzensetzlinge mit (Bartnelken, Hornveilchen und Stiefmütterchen) und erntete die letzten Früchte des Jahres. Im Gewächshaus waren das noch Paprika, im Garten Pepperoni, Sellerie, Petersilie und ein paar Blumen. Der Nussbaum hatte Walnüsse zu verschenken, unterm Dach hingen Zwiebeln, in der Küche gab es getrocknete Bohnen und Pilze, die Hühner hatten Eier. Meine Cousine hatte frisches Tannengrün geschnitten. Davon nahm ich mir Eibe, Wacholder und Tannenzweige mit für einen Adventskranz. Der Sturm hatte einen riesigen Mistelzweig runtergebrochen, den mein Vater für mich aufgehoben hatte.

Ausserdem habe ich Säfte aus der Mosterei (man bringt dort sein Obst im Sommer hin und bekommt dafür einen Gutschein, wo man Säfte gegenrechnen kann) und gerettete Lebensmittel mit herannahmendem oder bereits abgelaufenen Mindesthaltbarkeitsdatum.

So fuhr ich mit vollem Kofferraum und reich beschenkt zurück nach Hause. So dankbar!

Und hier kam dazu unsere freitägliche Gemüsekiste mit frischen Trauben, Datteln, Salat, Zuchini, Äpfel, Birnen, Kohlrabi, Karotten, Fenchel und Tomaten. Wie gut es uns doch geht.

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Goldenes Wochenende

Der Oktober bleibt meinem Monatsmotto treu. Ganz und gar golden kommt er daher. Wir hatten schon einige Tage herrlichsten Sonnenschein. Wenn die Sonne tief steht ist das ein tolles Licht. Ausserdem leuchten die gelben, braunen und roten Blätter ganz intensiv. Ach, ein Fest ist das fürs Auge und die Sinne. Ich weiss nicht, ob es am Wetter liegt, mir ist gerade ganz sonnig und ausgeglichen ums Gemüt.

Samstag

Das Wasserwacht-Hallentraining hat letzte Woche begonnen. Ich war im vergangenen Jahr nicht sehr aktiv. Im Hallentraining fehlte ich oft, weil unsere Wochenenden meist mit Familienkram belegt waren (Geschäftsreisen, Abwesenheiten, Veranstaltungen). Auch im Sommer war ich kein einziges Mal zum Dienst ab See, weil es überhaupt nicht in meinen Kalender passte. Etwas verhalten fuhr ich also am Samstag zum Training. Ausserdem war ich nicht sicher, wie weit ich überhaupt mit meinen (Adduktoren-) Schmerzen, die mich gerade plagen, mitschwimmen könnte. Aber das training war toll. Ich konnte alles mitschwimmen, habe mich sowohl in der Gemeinschaft als auch im Wasser total wohl gefühlt und wieder gemerkt, wie sehr es mir gut tut. Wir haben in der ersten Stunde Kraulschwimm-Technik geübt, im zweiten Teil ging es um aus Angriffen befreien, Abschleppen und aus dem Wasser bergen.

Zu Hause habe ich dann Kuchen gebacken. Ich bin ja nicht so die große Bäckerin, hatte aber Lust auf diesen Schokokuchen, in dem eine Zuchini versteckt ist. Er ist mir auch richtig gut gelungen. So hatten wir am Samstag und am Sonntag ein Nachmittagssüß.

Am Nachmittag sass ich lange mit dem Mann auf der Terrasse und freute mich über die schönen Gespräche mit ihm. Der Wolf war auf einer Geburtstagsfeier, die Tochter bei einer Freundin und der Sterngucker irgendwo in der Siedlung unterwegs. Barfuss und nur mit Hose bekleidet, weil es so warm war. Am Abend erzählte er mir ein bisschen, wo sie sich überall rumgetrieben hatten und zu welchen Nachbarn sie gehen, um Süßigkeiten zu bekommen. Das ist schon ein sehr tolles Kinderleben, was er da hat.

Sonntag

Der Sonntag verlief ebenso beschaulich. Nach dem Frühstück fuhr der Mann mit dem Wolf die Strecke zur Schule ab, weil der Wolf morgen mit dem Fahrrad fahren möchte. Die Strecke ist nicht ganz ungefährlich (es gibt keine Radwege), weshalb wir lange überlegt haben, wie wir dem Wunsch des Wolfes nachkommen können, ohne unser Bedürfnis nach Sicherheit zu untergraben.

Ich kümmerte mich um die Wäsche, das MIttagessen (Wraps) und persönlichen Kleinkram. Am Nachmittag wurschtelte ich im Garten, half der Tochter beim Papierkram sichten und unterhielt mich mit dem Mann auf der Terrasse bei dem restlichen Kuchen. Der Wolf hörte Hörspiel und schliff dabei sein Messer, der Sterngucker war wieder in der Siedlung unterwegs.

Es war das totale Bilderbuchwochenende. Wir gruschelten zu Hause Dinge herum, hatten schöne Gespräche und gutes Miteinander. Jeder hatte bisschen Zeit für sich und Zeit für Familie.

Morgen starte ich in eine sehr volle Woche. Es gibt kein Tag, der nicht von mindestens einem zusätzlichen Termin belegt ist. Ich bin froh, dass ich am Wochenende meine Batterien so gut aufladen konnte.

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Montagsnotizen :: Monatsdate, Entrümpeln und Strukturieren

Heute hatte ich mit dem Mann unser geliebtes Monatsdate. Einmal im Monat gehen wir gemeinsam zum Frühstücken. Zwischen den Monatsdates führen wir eine Liste an zu besprechenden Themen und Terminen, die wir dann gemeinsam beim Frühstück durchgehen. Diesmal war sie richtig lang, sodass  wir in den 3 Stunden gemeinsame Zeit gerade alles einmal ansprechen konnten. Da sind Termine für Gongausbildungen und Workshops weit in das nächste Jahr hinein, Seminare und Weiterbildungen, Geschäftsreisen, Ferien und Veranstaltungen. Da kommt ganz schön was zusammen. Bei 5 Personen will das gut organisiert sein.

Wir haben uns einen Termin gesetzt, um gemeinsam im Lager neue Regale anzubringen, um übersichtlicheren Stauraum zu gewinnen. Dafür müssen wir erstmal alles ausmessen, dann Regale besorgen, das Lager ausräumen, die Regale aufbauen und wieder einräumen. Das ist nichts, was uns spontan einfällt und mal eben aus einer Laune heraus passiert. Solche Aktionen tragen wir uns als feste Termine in den Kalender ein.

Neben all den Terminen gibt es hin und wieder auch Fragen zum Familienleben. Passt noch alles so? Brauchen wir eine Familienkonferenz, um Dinge mit den Kindern zu besprechen (der Wolf mag diese Familienmeetings sehr)? Wollen wir Dinge verändern? Neu ausprobieren? Familienleben ist ja ein stetes Ausloten und Anpassen. Man legt da nicht einmal was fest und das funktioniert dann für immer. Es entwickeln sich alle weiter und irgendwann funktionieren Dinge, die sonst geklappt haben nicht mehr so gut, weil man dem eben entwachsen ist.

Jetzt nach unserem Frühstück geht es mir richtig gut. Zum einen natürlich, weil ich die Zeit allein mit dem Mann sehr geniesse. Aber auch, weil ich jetzt wieder mehr Klarheit und Motivation habe. Letztes Jahr um die Zeit war ich in einer ähnlichen Phase. Da habe ich drüber geschrieben, wie der September der neue Januar ist. So bisschen entrümpeln nach dem Sommer und auf den Herbst einstellen. Ich habe tatsächlich am Wochenende viel ausgemistet. Alle Kindersachen einmal durchgeschaut, aussortiert, weggeben, geflickt, weitergereicht. Jetzt habe ich wieder im Blick, was wem noch fehlt. Und es ist Platz im Lager geworden, denn alle Sachen, die dem Sterngucker zu klein sind, gebe ich weiter und hebe sie nicht mehr für ein weiteres Geschwister auf. Ich habe das Gefühl, das Septemberentrümpeln zieht sich auch durch andere Familien.