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So ganz ist das Wochenendchaos noch nicht beseitigt. Ich schwanke zwischen ‚oh wie toll‘ und ‚oh mein Gott‘, zwischen Freude und Entsetzen. Das ganze Wochenende über tobte hier das pralle Familienleben. Unser Haus als Ort von Weihnachtsvorbereitungen und -geheimniskrämerei, als Schlachtfeld von Kinderstreiterein, Heimkino, Büro, Bastelwerkstatt und Küche. Es gab gefühlt keine Minute in der mal nichts war. Stille, Ruhe oder Nichtstun. Sowas. Ok, nachts vielleicht, als alle schliefen. Aber selbst das weiss ich nicht, denn ich schlief ja.

Wir haben eine Wohnküche. In dieser findet zu 80% unser Familienleben statt. Hier ist es warm, hier ist immer jemand da, hier wird gekocht, hier ist Leben. Das ist meistens schön, manchmal nicht ganz so. Ich hab der Tochter mal eine Postkarte mitgebracht, wo drauf steht:

„Das Schönste an einer Familie ist, es ist immer jemand da. Das Schlimmste an einer Familie ist, es ist immer jemand da“

So ungefähr. Es war also bunt und wild.

Als Bild festgehalten sihet das ungefähr so aus. Nur mit mehr Kindern im Raum: Wäsche, Feuer, Strickprojekte, Bastelkram, Arbeit, Essen. Alles konzentriert auf den 33,5 qm Wohnküchenraum.

Über Nacht hatte es geschneit, sodass die Erde mit einer zarten Puderzuckerschicht bedeckt war. Der erste Schnee ist immer etwas besonderes.

Wir haben gemalt, gebastelt und gestrickt. Ich habe am Wochenende einiges gearbeitet. Immer häppchenweise inmitten vom Familientrubel.

Ich habe mich über ein Stück meiner Geburtstagstorte gefreut, was ich mir eingefroren hatte.

Die Tochter freute sich über Post von Oma (das Tuch hat meine Mama gehäkelt, nachdem sie es über die Creadienstag-Seite bei Frau Tschi-Tschi entdeckt hat, als sie hier bei uns war. Nun ist es fertig.) Ein Poncho war auch noch dabei. Den hab ich vergessen zu fotografieren.

Zum Frühstück gab es Einfach, aber lecker: Semmeln mit Avocado, Orangensaft, Grüntee. Dazu Kerzenschein im Tetrapack-Upcycling-Teelicht und Strickzeug.

Der Wolf hörte Hörspiele und schaute Filme aus der Bibliothek (jeden Tag einen). Wir waren nämlich am Freitag abend noch spontan in der Bibliothek und haben einen großen Stapel Bücher, Hörbücher und zwei Filme mitgenommen. Er reparierte mit seinem Freund sein Fahrrad, räumte sein Zimmer um und schmückte es weihnachtlich.

Der Sterngucker baute mit den Kapla-Steinen*, spielte mit Schleichtieren oder malte. Manchmal verschwand er auch nach draussen. Oder telefonierte mit Oma.

Zum Mittagessen gab es karamelisierten Fenchel mit Granatapfel und Berberitzen aus dem Buch „Vegan orientalisch“*

Am Sonntag nachmittag haben wir das Wohnzimmer aufgeräumt und dann die Weihnachtskisten zum Schmücken geholt.

Ich hab dann Abendessen gemacht. Die Tochter war in der Badewanne. Die Jungs in ihren Zimmern (von plötzlichem Aufräumwahn befallen). Nach dem Essen hab ich abgespült (unsere Spülmaschine hat am Samstag Wasser gelassen, sodass ich sie nicht nochmal einschalten wollte). Gerade als ich den Sterngucker ins Bett bringen wollte, fing es nochmal richtig an zu schneien. Also rannten die Jungs eine runde entzückt durch den Schnee, bevor ich sie dann mit Wärmflasche ins Bett stecken konnte. Innerhalb weniger Minuten schlief der Sterngucker ein. Es fasziniert mich immer wieder, wie schnell er sich abends dann doch dem Schlaf hingibt.

Ich werde jetzt noch eine kleine Runde Arbeiten und auf den mann warten, der übers Wochenende zum Arbeiten unterwegs war.

Wochenendeinblicke gibts auch bei Susanne.

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8 thoughts on “Regenbogenbuntes Flauschwochenende

  1. Es beruhigt mich SO SEHR, euer Wohnzimmer zu sehen. Zwar finde ich es schön, im Netz und Blogs Inspirationen, klares, aufgeräumtes Hausinnenleben zu finden, aber das Gegenteil ist in unserem Wohn-, Ess-, Küchenbereich der Alltag. Heute mit gebügelten Hemden samt Bügelbrett, Unterlagen von der Arbeit, den frisch ausgepackten Weihnachtsbüchern der Kinder und ganz viel Kleinkram auf allen Ablageflächen. Viele Grüße ins verschneite Bayern aus dem noch ganz trockenen Norden… LG Linnea

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