Heute folgt mal wieder ein kleiner Tageseinblick in meinen vollen Tag.

6:00 Ich werde wach durch den stillen wollenden Sterngucker. Er stillt zur Zeit viel. Vorallem morgens, im Halbschlaf, immer wieder. Schon höre ich auch die Tochter durchs Haus wuseln. Sie ist aufgeregt, weil sie zur Klassenreise fährt. 3 Tage wandern. Ich döse noch ein wenig im Bett, bald aber wird es mir zu eng (der Wolf schläft seit irgendwann in der Nacht am Fussende. Ich kann meine Beine kaum ausstrecken) und zu wuselig (der Sterngucker fordert „Anna“ – so sagt er, wenn er stillen möchte). Ich stehe auf, mache mich tagfertig und gehe nach unten um Frühstück für alle & Brotzeit für die Kinder zu machen.
Diesmal packe ich anders. Der Tochter für die Wanderung, dem Wolf extra viel, weil heute Schwimmkurs ist und dem Sterngucker für die Spielgruppe. Nach dem Frühstück wartet die Tochter, daß sie von einem Freundinvater abgeholt wird. Die beiden (also Tochter und Freundin) fahren mit der S-Bahn nach München und treffen dort den Rest ihrer Klasse. Dann bringe ich den Sterngucker ins Bad zum Mann und den Wolf zum Schulbus – ich hatte es ihm am Tag zuvor versprochen, ihn mal wieder zu begleiten. Zurück zu Hause frühstücke ich schnell mit dem Mann und dem Sterngucker. Dann fahren wir den Mann zum Bahnhof. Danach bringe ich den Sterngucker zur Spielgruppe. Zwar ist er noch in der Eingewöhnungszeit, aber es läuft so gut, daß ich kurz darauf schon gehen kann.

9:00 Ich habe einen Skype Termin mit einem Kollegen in Norwegen. Da mein Skype bei einem Testlauf am Vortag nicht funktionierte, installiere ich es schnell neu. Währenddessen räume ich den Frühstückstisch auf, nehme die gewaschene Wäsche aus der Waschmaschine, schaffe grobe Ordnung im Schnelldurchlauf. Dann skypen wir 30 min und besprechen ein Projekt.

Den Rest des Vormittages nutze ich, um Packerl zu packen, Post fertig zu machen (unter anderem bestellte Schuhe für die Tochter zurückschicken und eine Nummer größer neu bestellen) und emails zu schreiben/beantworten. So vergeht der vormittag im Flug.

12:00 muss ich den Sterngucker abholen. gerade als ich losgehen möchte, sehe ich die Putzfrau kommen. Ich warte sie noch ab und lasse sie rein. Dann eile ich los, den Sterngucker einzusammeln, der sich sehr freut, mich zu sehen. Wir gehen nach Hause, er wuselt ein bisschen mit der Putzfrau herum, ich bereit derweil unser Mittagessen (Mangold-Flammkuchen) vor. Während der Flammkuchen im Ofen bäckt, gibt es eine frische WIndel, wir stillen und ich räume die Küche auf.

13:00 Noch während des Essens gehe ich meine To-Do-Liste durch und schreibe sie mir nochmal geordnet auf. Ich google die Telefonnummer für zu tätigende Anrufe und schreibe sie gleich in der Liste dahinter. Der Sterngucker ist sehr müde, kommt aber nicht zur Ruhe. Ich stecke ihn in den Kinderwagen und gehe eine Runde mit ihm spazieren. Er schläft recht bald erschöpft ein. Ich stelle ihn auf die Terrasse und hänge die nasse Wäsche auf & verteile die bereits trockene gefaltete Wäsche in die Zimmer/Schränke. Da die Putzfrau noch bei der Arbeit ist, setze ich mich aufs Sofa, telefoniere meine Liste durch und mache Termine (Zahnarzt, Frauenarzt, Friseur, Wasserwacht). Danach erledige ich Überweisungen (Schulbus, Klassenfahrt, Umbuchungen), kümmere mich um weitere Post und bestelle endlich Stoff für die Fertigstellung der Sterngucker100Wünschedecke. Der Wolf wurde direkt vom Kindergarten aus von einer Freundmutter zum Schwimmkurs mitgenommen. Den hole ich später dort ab. Ich vertrödel die Zeit noch mit diversem Kleinkram, trinke einen Tee, sortiere Dinge und kommuniziere mit Kunden per E-Mail.

ein tag im september
Freude über die kurzzeitige Ordnung und Sauberkeit in der Wohnküche.

Gegen 16:00 wacht der Sterngucker auf. Wir stillen und müssen danach gleich los, um den Wolf bei seinem Freund abzuholen. Ich unterhalte mich noch ein wenig mit der anderen Mutter, die Jungs spielen zusammen. Dann brechen wir auf. Ich bringe den Paket- und Briefberg zur Post. Da es nicht wirklich lohnt, nach Hause zu fahren, wir aber noch Zeit haben, bis wir den Mann am Bahnhof abholen können, gehen wir noch zum Spielplatz. In Anbetracht der Zeit, werfe ich meine Abendessenpläne um und gehe beim Türken Fladenbrot und Bohnensalat für das Abendessen kaufen (eigentlich sollte es Suppe geben). Es fängt an zu regnen. Ich will noch kurz in den Bioladen, Flyer für die Gongausbildung & –Workshop auslegen. Die Jungs essen ein Eis, ich kaufe noch Kleinigkeiten fürs Abendessen ein (Falafel). Dann kommt auch schon die Nachricht vom Mann, daß er jetzt unterwegs ist.

ein tag im september
Strick- und Spielpause am Spielplatz.

ein tag im september
Frische Dahlien vom Feld.

18:38 Wir holen den Mann vom Bahnhof ab. Vorher habe ich noch kurz am Blumenfeld angehalten und einen Strauss Dahlien für die Vase abgeschnitten. Mit dem Mann im Gepäck geht es also endlich nach Hause an den Abendbrotstisch, wo wir unsere Fladenbrote verspeisen. Der Wolf und der Sterngucker sind eigentlich schon zu müde zum Essen. Wir bringen sie dann direkt im Anschluss ins Bett. Der mann den Sterngucker, ich den Wolf. Gutenachtgeschichte aus dem Gecko-Heft. Ruhe.

ein tag im september
Schnelles Abendessen.

20:00 kann ich mich tatsächlich in einer aufgeräumten Wohnküche hinsetzen und dem Hangout-Elternabend von Scoyo zuhören. Nebenbei stichle ich an einem englisch-paper-piecing Hexagon Patchwork.

21:00 Rumsurfen, Blogbeitrag schreiben, Bett (->22:00) What a day!

 

8 thoughts on “Tagebuchlog :: Ein Tag im September

  1. Hab ich sehr gerne gelesen ;-). Das mit dem Hangout hört sich spannend an, das werde ich mir noch anschauen. LG, Micha

  2. Wie schön zu lesen, liebe Ramona!
    Und Deine Freude an der aufgeräumten Küche lässt mich schmunzeln. Das Bild strahlt genau die Ruhe aus, die Du wohl empfunden haben magst.
    Liebe Grüße von Lena

  3. Ich liebe es von Deinem Tag zu lesen.

    Dass der Sterngucker noch soviel Mittagsschlaf macht und abends dennoch so früh ins Bett geht. Toll. Also für Dich ;-)

    Ich mag Deine/Eure Tage immer sehr und nehme mir stets was daraus mit.
    SO einen Alltag möchte ich auch etwa haben…

    Dicke Umarmung

  4. Hallo du emsiges „Mama-Tier“,

    das hört sich nach einem erfüllten Tag an;-) am lustigsten finde ich die Bezeichnung vom Sterngucker fürs stillen…mein jüngster hat auch anfangs „Anna“ gesagt irgendwann ist daraus dann „einer“ geworden…warum auch immer;-)…und so ist er manchmal plötzlich laut „einer,einer“ rufend zu mir geflitzt gekommen! Eine schöne Zeit ist das!

    Glg, bine

  5. Ein voller Tag! Und: Interessant, wie du vom Stillen berichtest! Ich habe beim Großen am Ende doch sehr „von mir aus“ abgestillt als er anderthalb war), weil ich einfach gar nicht mehr wollte und finde es deswegen immer spannend, wie andere das handhaben.
    Wie weit habt ihrs eigentlich bis München? Muss dein Mann sehr weit täglich pendeln?
    Linnea

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