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Goldene Momente – was schön war diese Woche

Am Ende der Woche blicke ich gern noch einmal dankbar zurück und freue mich über die vielen kleinen und großen guten Momente. Manchmal muss ich sie suchen, manchmal reicht meine „Gutes, das passiert ist“-Spalte im Klarheit-Planer kaum aus. Diese Woche ist sie ziemlich voll. Dabei steht das grandiose Wochenende bei Jana mit den wunderbaren Kursteilnehmerinnen noch nichtmal drin.

Was schön war diese Woche

Der Herbst

Allem voran natürlich der Herbst. Morgens die aufsteigenden Nebel, die die Landschaft verzaubern. Wunderbare Sonnenaufgangsfarben, romantische Sternhimmel, der abnehmende Vollmond. Ich bin mit Jana durch den Wald gestromert, ich habe reife leuchtende Quittenbäume gesehen. Ich freue mich über meine Hamamelis, die vorm Fenster ihre Blätter in schönstes Rot taucht. Die anderen Bäume, die ihr in nichts nachstehen und ihre schönste Farbenpracht anlegen. Ich hab einen Fuchs durch den Wald stromern sehen und eine Fledermaus über mir langfledern. Zugvögel (Jana, erinnerst du dich an die sonnengoldenen Gänse (?) am Bahnhof?), die sich auf den Stromleitungen sammeln oder in Formationen am Himmel langfliegen. Immer wieder sehe ich auch kleine Falken an den Feldrändern hocken oder Milane am Himmel kreisen. Ich mag das sehr.

Begegnungen

Ganz vordergründig waren diese Woche Begegnungen. Mit fremden Menschen, denen ich mich plötzlich verbunden fühlte. Ich harrte mit fremden Menschen in der Bahn und im Hotel. Ich bin dankbar für die Feuerwehr, das Rote Kreuz und die Stadt Burgwedel für die Hilfe in einer Notsituation. Im Kurs hatte ich bezaubernde Kursteilnehmerinnen, die miteinander einen wunderbaren Raum erschafften. Ich hatte unzählige schöne Gespräche, kribbelig-lustige Erlebnisse (wie das Nachtnacktbad in der herbstlich kalten Ostsee und eine Bademantelbekleidete Autofahrt) und Momente, wo es keine Worte brauchte.

Hinzu kam diese Woche ein Mütterkreistreffen mit meinen Freundinnen, ein langes Telefonat mit philosophischen Gesprächen über Glaube, Gott und Religionen und interessante Gespräche mit dem Mann auf der Couch oder den Kindern am Esstisch. ich hatte das Gefühl, dass wir alle einander zugewandt waren und uns Zeit miteinander nehmen konnten. Das geht manchmal im Alltag etwas unter und hat mich umso mehr gefreut.

Post

Ich freue mich sehr über Post. So hielt ich ein Überraschungspackerl einer Freundin in der Hand mit den Worten: „“Es ist noch nicht Weihnachten und auch noch kein runder Geburtstag, aber ich hatte Lust auf Präsente.“ Das hat mein Herz so sehr gewärmt. Ausserdem habe ich mit einer alten finnischen Brieffreundin wieder Adressen ausgetauscht, um wieder zu schreiben. Überhaupt Schreiben. Ich habe da große Lust drauf. Ausserdem landeten in letzter Zeit einige neue Bücher auf meinem Schreibtisch, die ich hier nach und nach vorstellen werde.

Lebensfragen

Mich beschäftigen derzeit einige Themen. Die konnte ich im Sensory Awareness Kurs, im Coaching und im Mütterkreis ansprechen. Nun brodelt es in mir drin. Ich versuche meine Gedanken zu ordnen, zu spüren und mich zu sortieren. Ich kann mich austauschen mit mir nahestehenden Menschen, reflektieren, neu ordnen oder auch einfach loslassen. Das ist schon sehr großartig.

Raum

Trotz meines vollen Kalenders hatte ich nach meiner Rückkehr immer wieder Raum für mich. Da wurden mir Zeitfenster geschenkt, weil sich die Kinder verabredeten oder im Dorf spielen waren. Den hab ich gut gebraucht, um mich zurück zu sortieren. Aber auch in meinem Kopf habe ich das Gefühl, dass trotz der sprudelnden Themen Raum ist, einen Gedanken nach dem anderen zu denken.

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Morgen ist wieder Schwimmtraining. Letzte Woche hat die Hallensaison begonnen, da konnte ich jedoch nicht hin. Ich überlege noch, ob ich es wage, mich hinzutrauen. Ich war jetzt schon echt lange nicht mehr Schwimmen. Momentan quälen mich Aduktorenschmerzen in meinen Schenkeln. Ich weiss also nichtmal, ob ich überhaupt eine Brustschwimmbewegung machen können werde. Aber vielleicht tut es der restlichen Muskulatur gut, mal wieder schwimmend gebraucht zu werden. Vielleicht probiere ich es.

Was mich ausserdem freut: ich habe schon meinen Planer für nächstes Jahr auf dem Tisch liegen. Den Desire Map Planer von Danielle Laporte Daily*. Der liegt hier in edlem Anthrazit mit Golddruck. Hin und wieder nehme ich ihn zur Hand und blättere durch die noch leeren Seiten.

Andere gesammelte Freitagslieblinge findest du bei Berlinmittemom.

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Sturm, draussen und drinnen

Vergangenes Wochenende zeigte sich sehr stürmisch. Sturm Xavier brachte Bäume zum Umstürzen und den Bahnverkehr zum Erliegen. Ein kleiner Sturm in mir drin pustete mich einmal kräftig durch. Trotz allem hatte ich ein sehr schönes und sehr abenteuerliches, erfülltes und dankbares Wochenende.

Reiseabenteuer – Ich habe mich zu keiner Zeit verlassen gefühlt.

Am Donnerstag reiste ich mit der Bahn nach Hamburg um von dort weiter zu Jana nach Mecklenburg Vorpommern zu fahren. Ich freute mich auf Vollmondsingen, einen Tag mit ihr für Coaching, Gespräche und vielleicht die Ostsee. Am Samstag sollte dann mein Kallimagie-Kurs starten. Ich kam jedoch nur bis Großburgwedel. Dort hatte der Sturm einen Baum in die Oberleitung stürzen lassen. Mein ICE konnte nicht weiter fahren. Am Abend versorgte die Feuerwehr die verbliebenen Menschen im Zug mit Licht, das Rote Kreuz kochte Suppe und Tee für uns. Die Feuerwehr richtete ein Toilettenshuttle zur nächsten Toilette (Feuerwehrwache) ein, da die Toiletten im Zug nicht mehr funktionierten, weil der Strom abgestellt werden musste. Alle, die noch keine Möglichkeit gefunden hatte, weiterzureisen (per Taxi, Bus, Auto, Fahrgemeinschaften) wurden am Abend vom Ordnungsamt der Stadt Burgwedel in zwei Hotels verteilt. Also verbrachte ich eine entspannte Nacht im warmen Bett, während Reisende in anderen Teilen Deutschlands in Hotelzügen untergebracht wurden. Was für ein Glück ich hatte! Am nächsten Morgen hatte ich weiterhin keine Idee, wie meine Weiterreise aussehen könnte, bis mich diese wunderbare Frau, die auch zu meinem Kurs unterwegs war, gerettet hat. Was eine Reise!

So viel passt an einem Tag ins Herz!

Am kommenden Morgen fand sich ein bunter Frauenhaufen zum gemeinsamen Schreiben und Werkeln im Häuschen ein. Wir merkten kaum, wie die Zeit verging und erlebten eine unglaubliche Fülle: Gefühle, Essen, Gespräche, Lachen, Farben, Themen. Am Abend fuhren wir noch spontan und übermütig an die Ostsee, um nackt ins kalte Wasser zu hüpfen. Hatten wir ein Spaß. Mit Taschenlampen schauten wir uns vom Sturm angespülte Seesterne an und fuhren, nur mit Bademantel bekleidet, zurück ins warme Häuschen. Wir liessen den Abend bei einem Glas Wein, Gesprächen udn einem schönen Kurzfilm ausklingen. So viel passt an einem Tag ins Herz!

Das Schönste: Ich konnte so sein, wie ich bin.

Weil uns ein ganzer gemeinsamer Tag fehlte, nutzen wir am nächsten Morgen die Zeit vorm Kurs für unser verabredetes Coaching. Es war nach dem Frühstück noch ausreichend Zeit bis zum Kursbeginn. Nicht ahnen konnte ich, daß mich das Coaching einmal innen durchrüttelte. Wie der Sturm die Seesterne an den Strand gespült hat, kamen bei mir Themen hoch, die mich einmal kräftigt durchrüttelten. Ich versuchte, mich bei einem Spaziergang wieder zu sortieren, was jedoch nur mäßig gelang. Also sass ich bei Eintreffen der Kursteilnehmerinnen noch mit Tränen in den Augen und sichtlich derangiert in der Küche. Als jedoch die wunderbaren Frauen das Häuschen betraten, ging mein Herz auf und ich war wieder sortiert und ausgeglichen. Verrückt. So verbrachten wir unseren zweiten Tag zwischen vertrauten Gesprächen, ein bisschen Gekicher, konzentriertem Arbeiten und leckerstem Essen in der Pause. Es war wirklich ein Fest für die Sinne.

Gefüllt nach Hause – Eindrücke, Gefühle und Dankbarkeit

Nach dem Kurs hatte ich noch etwas Zeit bis mein Nachtzug nach Hause fuhr. Nachdem ich gepackt hatte, stromerten wir eine Runde durch den Wald (der, anders als hier, noch gar nicht sein herbstlich gelbes Gewand anhatte), umarmten Bäume, bewunderten das Licht und fanden einen Stenz für mich. So reiste ich vollgepackt zurück nach Hause. Voller Eindrücke, Gefühle und Dankbarkeit.

Ich bin sehr dankbar für die Erfahrungen, die ich machen durfte, das kleine Abenteuer, was ich erleben durfte und die tollen Menschen, denen ich begegnet bin. Die Tage klingen nun noch in mir nach während ich mich langsam in den Alltag zurück sortiere.

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Freitagslieblinge – ein dankbarer Wochenrückblick

Freitag ist ein guter Tag, um vorm Wochenende nochmal auf die Woche zurückzublicken. Was ist in Erinnerung geblieben? Was war besonders schön oder bemerkenswert?

Herbstschätze

Immer noch sehr bewundere ich den Herbst. Das Licht ist so schön. Schon am Morgen, wenn die Sonne aufgeht und schöne Himmel zaubert. Auf dem Weg zum Bus sehen wir diese mystisch anmutenden Nebel die Senken aufsteigen. Baumspitzen, die Herausragen, die Sonne, die dahinter hervorscheint, das Licht, was sich bricht. Es ist definitiv meine Lieblingsjahreszeit. Diese zerzauberte Vergänglichkeit. Und an dieser Stelle möchte ich gern Nomi zitieren, die neulich auf Facebook schrieb:

„Wie gerne würde ich sterben wie der Herbst, so golden verglühen, voller Schönheit.“

Ich freue mich an den letzten Blüten im Garten, wo immer noch Bienen drin rumsummen. An den Kastanien, wo jeden Morgen auf dem Weg zum Bus eine handvoll in unsere Jackentaschen wandert. Kastanien sind so kleine perfekte Schönheiten. Hagebutten, die mit ihrem satten rot die Bushaltestelle zieren. Hach ja, die Herbstfarben.

Sortierung

Langsam schwingen wir uns in das neue Schuljahr ein. Ab Oktober starten die langen Nachmittage. Es kehrt eine Art Routine ein. Das fühlt sich gut an. Unsere Kalender füllen sich mit Plänen für 2018. Das Jahr geht gefühlt schon dem Ende zu. Ich habe das Gefühlt, dass sich in mir drin Dinge sortieren. Ich fühle mich ausgeglichen und in zufrieden, auch wenn es hier und da Optimierungsbedarf gibt. Anfang der Woche war ich in München in der Phlebologie, um meine Venen checken zu lassen. Alles in Ordnung. Sehr schön. Ich gönnte mir noch ein Süppchen am Stachus und kleine Besorgungen im Sonnentor-Geschäft. Dann musste ich auch schon wieder nach Hause.

Selfcare

Besonders gern mag ich meine Auszeiten beim Sport. Oft gehe ich mit einer Freundin hin. Wir schwitzen zuerst an den Geräten, dann in der Sauna. So haben wir auch Zeit für ein bisschen Austausch. Ich wechsle mich mit dem Mann ab. Er geht meist Montags und Freitags zum Sport, ich bin flexibel und schau, wann es gut passt zwischen all den Familienfahrten und -notwendigkeiten.

Kunst und Kalligrafie

Mein Highlight der Woche war der Online Kurs von Lendon Noe. Ich hatte so viel Freude, mit Tusche, Pinsel und neuen Techniken zu spielen. Stück für Stück sind kleine Kunstwerke entstanden, die ich nochmal extra vorstelle, wenn sie fertig sind. Wenn ich solche Kurse buche, dann schau ich mir gern auch an, wie sie gemacht sind. Manchmal denke ich, dass ich das auch gern mal probieren würde. So einen kleinen Online-Kurs über etwas, was ich gut kann. Vielleicht trau ich mich ja mal.

Wochenausklang

Die Woche habe ich mit einer Stunde beim Physiotherapeuten meines Vertrauens ausklingen lassen. Danach hatte ich noch einen kleinen Spaziergang mit einer Freundin. Mich beschäftigt das Thema der Vereinbarkeit von Selbständigkeit und Familienmanagement. Ich merke das Bedürfnis nach kleinen Veränderungen in der Alltagsstruktur, um alles gut unter einen hut zu bekommen. Da tat mir ein Gespräch mit meiner Freundin sehr gut, um meine Gedanken zu ordnen und zu schauen, was da in mir drin ist und wo es hin will. Jetzt bin ich wieder etwas klarer. Ich bin sehr dankbar für diese tollen Menschen in meinem Umfeld.

Bilder habe ich sehr wenige gemacht. Das Handy, mit dem ich immer knipse, liegt jetzt immer öfter in einem anderen Raum und ich merke, daß es mir gerade nicht wichtig ist, viele Fotos zu machen. Das wird sich auch wieder ändern. Jetzt passt es so für mich. Weniger eben.

Bevor mein Akku am Laptop leer ist, verlinke ich meine heute unbebilderten Freitagslieblinge zu Berlinmittemom, wo du weitere schöne Wochendinge lesen kannst.