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Ich habe es gar nicht bemerkt. Mich nur gewundert, warum da diese Schwindelgefühle wieder waren. Und der Kloß im Hals. Erst durch ein Gespräch mit einer Freundin kamen mir die Symptome bekannt vor. Die Freudlosigkeit, der dunkle Schatten, der da über mir hängt. Ganz leise schleicht sich die Kälte ein, macht mich müde und kraftlos. Und ich wundere mich, weil ich mich so nicht kenne. Ich bin in einer mauligen Grundstimmung, reagiere gereizt auf die Kinder, bin nicht ganz da und in Kontakt.

Dunkle Wolken können schön sein
und die Trauer gehört zu mir
auch den Schatten will ich lieben
weil ich manchmal lieber frier
Rosenstolz

Wie ein ausgebrannter Ofen

Doch, ich kenne es! So reagierte ich offensichtlich, wenn mir Dinge zu viel werden. Wenn ich so viel auf meinem Zettel habe, dass mir wahrhaftig schwindelig davon wird. Dann brennt meine Flamme aus, dann verzehre ich mich. Dann wird mir kalt und leer. Das konnte ich neulich so deutlich spüren.

Was mir hilft

  • Wundervolles wohltuendes Seelenzentriertes Coaching mit Jana. Meine Kraft wieder spüren. Wissen, dass da Feuer, Lebendigkeit und Freude in mir ist. Mich erden und verwurzeln.
  • Spaziergänge im Sonnenschein, bei Wind und Wetter. Lange und am liebsten mit Begleitung. Spaziergehgespräche, Erdung, kinetische Energie, die die Gehirnhälften ausgeleicht.
  • Das Wissen, dass es besser wird. Dass ich fast am Ziel bin und dann wieder Durchatmen kann. Ausserdem die Aussicht auf ein Yoga-Wochenende mit Meditationen, Gemeinschaft und Mantren.
  • Nähren. Ich achte darauf, Pausen zu machen, frisch und gut zu kochen, ausreichend Wasser zu trinken.
  • Atmen. Aufstehen und Durchatmen. Den Körper schütteln. In den Bauch atmen, statt nur flach im Brustkorb.
  • Feuer im Ofen. Wärme, Licht.
  • Nein sagen.
  • Journaling.
  • Dankbarkeit.
  • Jeden Tag ein bisschen Zeichnen im Moleskine, Collage-Kleben, Malen oder Bible-Artjournaling. Bringt mich ins Hier und Jetzt, stoppt das Gedankenkarusell, verbindet mich mit mir selbst. Dafür brauchts nur 5 min. Die finde ich, weil sie so heilsam sind.
  • Umarmungen. Von FreundInnen, dem Mann, einer hüllenden Decke.
  • Beten oder Mantren chantren oder Meditieren. Was gerade passt und für wie lange es gerade passt.
  • Zum Einschlafen Brainwave Sounds und zwei Bettdecken übereinander für Wärme und Schwere.

Alles wird gut.

19 thoughts on “Dunkle Wolken

  1. Du Liebe, fühl dich gedrückt! Es wird besser. Auch wenn es blöd klingt, aber nach jeder Nacht kommt ein neuer Morgen mit Licht und Wärme. Du machst das schon alles richtig. Mit mehreren Kindern und Job und Haus und Garten…. ist das einfach sehr viel vor allem die eigenen Ideen und Ansprüche sind es oft, die es uns so schwer machen. Ich kennne das auch und kämpfe mich dann immer wieder Stück für Stück frei. Mit hilft besonders gut LuJong.immer und Überall und gutes, wertvolles Essen und Feuer.
    In diesem Sinne. Lass es dir gut gehen. Natascha

    N

  2. Ich hoffe und wünsche Dir, dass Du durch all die Dinge bald die dunklen Wolken wieder vertreiben kannst.

    Gut, dass Du es erkannt hast und gut, dass Du weißt, was dagegen hilft.

    Umarmung.

  3. Liebe Ramona,
    ich lese Deinen Blog nun schon über Jahre hinweg soooo gerne,bin sehr inspiriert und dankbar für Dein authentisches Sein.Ich denke diese (dunkleren) Zeiten kennen wir alle gut und es gehört wohl dazu,wenn man lebt…
    Gleichzeitig ist es sehr selten das dies auch so nach außen ehrlich dargestellt wird.Das macht diesen Blog so wertvoll.ALLES DARF SICH ZEIGEN!!!
    Ich fühle mit Dir und empfinde den Januar und Februar oftmals als sehr bedrückend;dann aber umso schöner- das Licht,die Wärme,die Vögel,die Blumen-die schon im März vom Frühling erzählen!!!
    Alles Liebe,Ines

  4. Hallo! Ramona!
    Ich habe seit drei Tagen eine Pestlaune und kriege bei jeder Kleinigkeit, die nicht gleich funktioniert einen Wutanfall. Das kenne ich eigentlich gar nicht von mir. Stressmäßig und an den Lebensumständen hat sich nichts geändert, aber ich glaube, dass ich vielleicht alles zu lange mittels Dankbarkeitstagebuch,Yoga,Affirmationen usw. nicht leichter bewältigt, sondern überdeckt habe. Und gerade nervt es mich enorm, dass ich alle diese Sachen machen muss nur um mit dem Leben wie es gerade ist und den Dingen, die ich derzeit nicht ändern kann halbwegs klar zu kommen. Wäre ja vielleicht auch mal schön in der knappen Freizeit ein Buch zu lesen oder einen Film zu sehen, statt sich immer nur mit all diesem Chichi (wie ich es gerade sehr genervt empfinde) wieder alltagsfit zu machen.Kennst du das Gefühl auch? LG Mathilda

  5. Ganz bestimmt wird alles wieder gut. Weil nichts von Dauer ist. Und auf dieses Wissen kann man sich in dunkleren Tagen fast schon tröstlich verlassen…wie gut, dass Du für genug Licht und Wärme sorgen kannst.Alles Gute wünsche ich Dir!

  6. Liebe Ramona!

    Du benennst es konkret und weißt was zu tun ist – das Gefühl ist trotzdem immer wieder „überwältigend“ (nicht nur negativ) – ich denk‘ aber auch, dass Lichtmangel eine der Ursachen ist.
    „Es g’hört mehr g’schmust“ sagen manche auch in diesen Zeiten… kicher…
    Sei umarmt, deine Barbara

  7. Liebe Ramona, mir geht es zurzeit ähnlich, darum fühle ich mit dir. Eine blockierte Halswirbelsäule zwingt mich gerade zur Arbeitspause. Es ist für meinen Arbeitgeber nicht schön, aber ich komme wieder zu mir. Dein Bild gefällt mir sehr gut!

Reacjis

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