Während ich tagsüber hier so mach und tu, blicke ich in Gedanken auf das Jahr zurück, schreibe Resümees und formuliere Satzfragmente und überlege, was das neue Jahr so bringen wird. Letztes Jahr hatte ich schon zu Beginn ein klares Ziel, ein Jahresmotto, eine Richtung. Dieses Jahr ist der Fokus noch sehr auf dem Haus, sodass alles andere etwas in den Hintergrund rückt.

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Mein Jahresmotto war Struktur. Das zeigte sich vorallem am Anfang in eminen Bemühungen, eine Struktur in diverse Lebensbereiche zu bekommen. Ich habe mir vorgenommen, die Fotoalben der Kinder auf den neuesten Stand zu bringen (ich bin gut voran gekommen, habe es aber nicht ganz geschafft) und meine Arbeitszeit gut einzuteilen. Insgesamt war die erste Jahreshälfte entspannter und vielseitiger. Ab dem Sommer hatte ich insgesamt weniger Zeit, was zum einem am höheren Arbeitsaufkommen und der Hausbauplanung lag, aber auch an der Tatsache, daß der Sterngucker nun um einiges mobiler ist und mehr Aufmerksamkeit denn je benötigt. Das habe ich auch an meinem stetig abnehmenden Lauftraining gemerkt. Ich hoffe, das wird wieder besser, wenn das gröbste Hausbaugedöns vorüber ist.
Ich habe dieses Jahr viel gezeichnet (zB unsere wöchtentliche Gemüsekiste), Briefe geschrieben und Bücher gelesen. Dafür aber weniger gestrickt und genäht. Ich habe einige Songs auf der Gitarre geschrammelt, aber nur einen (Lady in Black) soweit, daß ich ihn auch sicher alleine singen udn spielen könnte. Ich hatte viele wunderbare Momente, einige Sorgen und immer eine großartige Familie um mich herum.

Die wichtigsten Entscheidungen in diesem Jahr, waren jene, die mit dem Hausbau zusammen hingen. Wir haben uns für ein Grundstück entschieden, es gekauft, die Sachen mit der Finanzierung geklärt, Anträge gestellt, recherchiert, gewartet, vertraut.
Wir sind gerade dabei, von Mietern zu Eigentümern zu werden. Gleichzeitig fand ich den gemeinsamen Grundstückskauf und die Entscheidung, ein Haus zu bauen noch mal eine Stufe tiefer als die Unterschrift auf der Heiratsurkunde im Standesamt. Ich habe das Gefühl, der Mann und ich sind nochmal ein Stück mehr zusammengewachsen. Das ganze Jahr über gab es immer wieder Entscheidungen zu treffen, Dinge zu diskutieren und zu erörtern, abzuwägen. Am Ende haben wir herausgefunden, daß wir gut als Team funktionieren. Wir uns gegenseitig die Seile und Netze halten, Motivieren, Aufbauen, nach vorn schauen. Das finde ich sehr schön so.
Ich bin stolz aufmein Alltagsmanagement mit 3 Kindern & Selbständigkeit. Trotzdem noch so viel für mich selbst zu schaffen an Dingen, die mir am Herzen liegen. Auf meine Kinder bin ich stolz. Immer und immer wieder.

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Ich bin dankbar für die ganzen wunderbaren Menschen in meinem Leben.Für mich war das ein Jahr voller sehr tiefer und naher Momente. Es gab viele Dinge, die mich vor allem mit meiner Familie sehr viel näher gebracht haben. Aber auch wichtige virtuelle und reelle Begegnungen mit Freunden, die wunderbare Erinnerungen zurückgelassen haben.Ich bin ein bisschen gereist, ich habe in der Sonne gesessen, ich war mit der Tochter unterwegs, ich habe gekuschelt, bin bei Sonnenuntergang im Steinsee geschwommen, habe das Meer gesehen und hatte Besuch bei uns. Rückblickend habe ich meine Lebenszeit bestmöglich genutzt. Sicher gab es auch schwierige Momente, Zweifeln, Hadern und auch mal keinen Bock haben. Aber so im großen und ganzen bin ich sehr erfüllt von Dankbarkeit und gesegnet mit wunderbaren Menschen und Begegnungen um mich herum. Mir fällt grad nichtmal was ein, womit ich unzufrieden wäre (abgesehen von der einen oder anderen Sache, die ich hier nicht ausbreiten möchte.) Es ist so schön, daß ich sein darf, daß mir begegnet was ich brauche, daß immer da ist, was ich grad brauche, daß ich zu essen habe, jederzeit wählen kann, gesund bin, meine Familie um mich herum und in weiter Ferne habe, immer auf sie zählen kann, daß sich liebe Internetmenschen und Freunde um mich kümmern.. ach alles einfach. Ich bin dankbar für das ganze Sein, für die Kette von Ereignissen, die zusammengereiht ein Ganzes ergeben, sich wie ein Puzzle fügen. Vertrauen. Freundschaft. Liebe. Und oft auch ganz kleine Gesten. Ein Gruß, ein Kommentar, ein Brief, ein Care-Paket, ein aufmunterndes Wort. Eben die kleinen Dinge, die in der Summe ganz groß sind.

Statistik:

  • 188,1 gelaufene km (87,2 km waren es 2012)
  • 2589,5 kwh Stromverbrauch dieses Jahr (2734,5 kwh waren es 2012)
  • 8,5 Gigabyte Internetdatenvolumen durchschnittlich täglich (up & download) = 75,15 Gigabyte monatl., also über dem Drosseltarif der Telekom
  • fast doppelt soviel Einnahmen wie 2012 (ohne Ausgaben, dh den tatsächlichen Gewinn gerechnet)
  • ca 765 g Wolle verstrickt (2360 g waren es 2012)
  • 9 Podcasts aufgenommen (4 waren es 2012)
  • 352 Blogpost veröffentlicht
  • Jahresrückblick 2012

 

5 thoughts on “Jahresrückblick 2013

  1. das klingt nach einem sehr intensiven jahr. ich verfolge eure hausbaugeschichte gern und kann nochvollziehen, dass das thema bei euch im zentrum stand und steht. viel erfolg weiterhin dabei!
    linnea

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