konsumauszeit

Die zweite Woche Konsumauszeit ist rum. Ich ertappe mich bei dem ein oder anderen Impulskauf, den ich mir schönrede. Hier ein Weihnachtsgeschenk, da eine Weiterbildung. Nichts, was mich nachhaltig beunruhigt. Immerhin schlafe ich mittlerweile eine Nacht über meine Entscheidung. Haha. Ich merke, daß der Monat ein schöner Gedankenanstoss ist, ich aber von einer wirklichen Konsumauszeit weit entfernt bin. Für manche Dinge braucht es längere Zeit, um aus alten Verhaltensmustern rauszukommen (zB eben mein Internetkonsumverhalten). Welche Gedanken mir in der vergangenen Woche durch den Kopf gingen, habe ich hier wieder gesammelt.

Den Einstieg zur Konsumauszeit, was das alles so und woher die Gedanken kommen, kannst du hier nachlesen.

Medienkonsum

Ich greife noch immer zwischendrin gern zum Handy und scrolle durch meine Timelines. Ich merke aber, wie ich mittlerweile innehalte und das bewusst tue. Oder eben das Handy ausschalte, wenn ich die zweite Runde sinnlosgescrolle beginnen möchte. Nach wie vor mag ich gern das Teilen von Erlebten und die Rückmeldung und Interaktion mit Lesern und Freudinnen. Ich freue mich auf jeden Fall darüber, wieder etwas mehr Bewusstsein für das Thema zu erlangen. Die zweite Novemberhälfte wird gefühlt etwas ruhiger. Ich wünsche mir, daß ich statt des Handy lieber das Strickzeug oder den Stift zur Hand nehme. Hm.

Wünschen und Schenken

Letzte Woche hatte ich Geburtstag. Der Mann fragte mich schon vorher, was ich mir denn eigentlich wünsche. Ich habe eine kleine Liste an Dingen, über die ich mich freuen würde oder die ich mir über kurz oder lang selber schenken würde. Dinge, die ich schön finde oder nützlich. Aber als der Mann mich so fragte, da kamen sie mir plötzlich so überflüssig vor. So Schnickschnackig. Waren wohl lange genug auf meiner Wunschliste drauf. Wie geht es dir mit Wünschen? Lässt du dich gern überraschen? Oder gar nichts schenken? Ich freue mich immer noch sehr über nützliche Geschenke. Die liebe Sandra hat mir zB einen veganes Fresspaket geschickt.

Da fallen mir auch gleich die Wünsche der Kinder ein. Die haben wir gesammelt. Neulich sassen der Mann und ich abends auf der Couch und haben besprochen, welche Wünsche wir erfüllen wollen. Zum Nikolaus gibt es für jeden eine Kleinigkeit. Für die Jungs Bücher. Für die Tochter überlege ich noch. Sie liest ja nicht, da fällt mir etwas anderes ein.

Adventskalender

Auch über einen Adventskalender denke ich nach. Bisher habe ich die selbst gebastelt. Entweder als Bild zum Öffnen (hier aus der Papierfliegerphase und hier mit Piratenschiff) oder was gebasteltes passend zum Interessengebiet der jeweiligen Altersphase. Auch gab es mal täglich was zum Naschen. Letztes Jahr ganz profane, schon preisreduzierte Null-Acht-Fünfzehn Kalender mit hässlichen Motiven und unleckerer Schokolade. Eigentlich würde ich die ganze Adventskalendersache gern weglassen. Gleichzeitig merke ich aber, welch großen Spass sie machen. Jeden Tag ein Türchen zu öffnen. Egal ob mit Bildchen oder Geschenken. Als ich Kind war, haben wir uns morgens auf dem Schulweg immer über den Inhalt unserer Adventskalender ausgetauscht. Welche Bilder oder Sprüche drin waren oder ob bei den Schokokalendern das Motiv auf der Schokolade mit dem Motiv dem Bildchen übereinstimmten (das war nämlich nicht immer so). Auch heute mag ich noch gern Adventskalender und ich habe jedes Jahr einen. Entweder eine Mailart-Aktion oder einen von Bloggerinnen oder Freundinnen. Die Tochter und ihre Freundin basteln sich schon seit einigen Jahren gegenseitig Adventskalender, was ich sehr süß finde. Und irgendwie empfinde ich das nicht als Konsumwahn, sondern ich mag den Gedanken dahinter, jemanden zu überraschen, eine Freude zu machen und sich dafür etwas einfallen zu lassen. So viel Kreativität! (Selbstverständlich rede ich hier gerade nicht von den unsäglichen Merchandise Adventskalendern and der Supermarktkasse, die nichtmal mehr ästhetisch ansprechende Motive haben geschweige denn gut schmeckende Schoko. Auch nicht von den Kleinkram-Lego-Adventskalendern).

Der Wolf wünscht sich natürlich auch Lego im Adventskalender. In einem Jahr habe ich das so gelöst: Ich habe ein schon vorhandenes Legoset genommen, was er lange nicht gebaut hat. Die Einzelteile habe ich in 24 Säckchen verteilt und den entsprechenden Teil der Anleitung dazu. Jeden Tag konnte er dann dran weiterbauen.

Einige andere Ideen hatte ich schonmal im Blog gesammelt

Eine weitere Idee habe ich bei Andrea gefunden.

Plastik, Recycling, Reparieren

Letzte Woche war Elternabend bei der Tochter. Zu Beginn erzählte uns der Lehrer von dem Film Plastic Planet, den er gerade gesehen hatte und der ihn sehr bewegt hat. Er hat uns allen empfohlen, den Film auch mit unseren Kindern anzusehen. Ein Thema, dass uns alle direkt betrifft. Ein Film, der einen zum Umdenken auffordert. Ich habe ihn bisher noch nicht gesehen, aber an vielen Stellen schon davon gelesen.

Für die Entsorung nicht mehr getragender Schuhe habe ich diesen Link entdeckt: Shuuz.

In vielen Städten gibt es eine Bewegung, die sich transition town nennt. Unter diesem Begriff sammeln sich viele Gemeinschaftsprojekte mit dem Ziel ein Umdenken in Sachen Umwelt und Nachhaltigkeit in Städten zu erreichen. Unsere Stadt hat einige Arbeitsgruppen unter anderem ein Repair Café, wo man kaputte Sachen reparieren lassen kann, statt sie wegzuwerfen. Eine Karte mit Repair Cafés gibt es hier. Vielleicht ist auch eins in deiner Nähe?

Für die Statistik meine Ausgaben in dieser Woche, neben den üblichen Lastschriften (ohne genaue Preisangaben, weil ich zu faul war, die aufzuschreiben)

  • Frisör
  • diverse Fresserein auf dem Novembermarkt für die Kinder und mich
  • Kino mit dem Mann und den Jungs (ohne Popcorn und Co)
  • ein Weihnachtsgeschenk für eine Freundin (online, direkt beim Hersteller)
  • ein Onlinekurs
  • Essen für die Familie
  • eine Tankfüllung fürs Auto
  • Bus- und Essengeld für den Sterngucker

So lang sollte das jetzt gar nicht werden…. Hätte ich locker drei Beiträge draus schreiben können ;-)

2 thoughts on “Konsumauszeit :: Fazit Woche 2

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