wassertropfen

Zum Ende des Jahres, so war mein Ziel, wollte ich gern alle Konten zumindest auf Null haben. Ich wollte all meine Schulden abbezahlt und Aussenstände ausgeglichen haben. Nun habe ich den letzten großen Auftrag abgeschlossen. Weiter an dem Projekt gehts erst wieder im Januar. Budget aufgebraucht. Rechnungen flattern ins Haus. Hier das Finanzamt mit einer Steuervorauszahlung, dort die üblichen laufenden Kosten. Normalerweise macht es mir nichts aus, Gelder hin und her zu jonglieren, auch mal Monatelang knapp bei Kasse zu sein und Rückbuchungen auf dem Konto zu haben. Ist dann halt so und lässt sich nicht ändern. Ich habe das Vertrauen, daß es immer wieder fliessen wird, Aufträge kommen, Geld kommt. Dann ist alles wieder ausgeglichen.

Mangelgedanken und innere Saboteure

Manchmal jedoch merke ich, wie irgendwas hakt. Wie mich die Sorgen um mein/unser finanzielles Auskommen überrollen. Wie ich mich in Mangeldenken verfange. Und genau dann ist es auch so, daß keine neuen Aufträge kommen, keiner mehr meine Sachen möchte, niemand im Shop bestellt. Das bestätigt natürlich meine inneren Saboteure, ich gerate weiter hinein ins Mangeldenken („Keiner braucht mich“, „meine Arbeit hat keinen Sinn“, „Ich habe nicht genug Geld“ etc). Diese Tendez stelle ich gerade fest. Ich bin dankbar für den Wohlstand, in dem wir leben, mir ist bewusst, daß andere mit viel weniger Geld auskommen müssen und daß es uns wirklich gut geht. Dennoch helfen mir diese Tatsachen nicht, aus meinem Mindset rauszukommen. Mangel ist aus yogischer Sicht immer ein Energiemangel. Was kann ich also tun, um wieder in meine Energie zu kommen? Wieder Kraft und Vertrauen zu schöpfen?

Der übergeordnete Sinn meines Tuns

Eine Spur, der ich gern weiter nachgehen möchte, ist der Sinn meiner Arbeit. Der übergeordnete Sinn. Was ist es, was ich der Welt zu geben habe? Mein Leuchten, mein Geschenk. Das, was anderen hilft, was die Welt ein bisschen besser macht, oder den Alltag der Menschen. Wo ist meine besondere Gabe (jedeR hat eine!). Die Art und Weise, wie man arbeitet ist eine ganz andere, wenn man in seiner Arbeit einen Sinn sieht oder ihr einen Sinn gibt. Ich habe diese Gedanken noch nicht zu Ende gedacht. Manchmal bekomme ich eine Ahnung, manchmal auch wieder Zweifel (Ich weiss Mutti, du hast gesagt, ich soll nicht immer so viel Zweifeln).

Das sind übrigens Gedanken, die Künstler schon jahrehundertelang begleiten. Dieser Spagat zwischen Geld fürs Auskommen zu generieren und einem höheren Sinn zu folgen. Sehr schön fand ich das in dem Buch „Die Kunst ein kreatives Leben zu führen“ zusammengefasst.

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40 Tage Meditation während der Wintersonnenwende und Rauhnächte

Ich möchte die kommenden Tage nutzen, um aus dieser Mangelgedankenspirale herauszukommen. Mein erstes Werkzeug in solchen Fällen ist immer eine Meditation. Meditation reinigt das Unterbewusstsein und schmeisst die Saboteure raus. Vor zwei Jahren hab ich mit dem Mann eine 40 Tage Meditation während der Wintersonnenwende und Rauhnächte gemacht. Sie begann am 1.Advent. Diese Meditation wollen wir nun ab Sonntag wieder machen. Es wird mir gut tun, der Klang, der Kontakt zum Mann, der Raum, den das Mantra erzeugt. Wenn du magst, kannst du dich uns anschliessen. Alle Infos findest du hier.

„Wenn jemand dieses Mantra meistert, dann gibt es keine Hindernisse mehr. Singe es, wann immer du dich schwach fühlst und nichts anderes dir mehr helfen kann.“ ~Yogi Bhajan, 28. Juli 1988 (Ladiescamp)

„Dieses Mantra schenkt Wohlstand, glückliche Umstände und führt uns aus Zwangssituationen heraus. Es ist der Klangstrom, der einen Schutzschild aufbaut, glückliche Umstände anzieht, Unannehmlichkeiten und Krankheit fernhält. Es ist der Schlüssel zur Erhebung des Selbst.“ ~Yogi Bhajan

Heilige Alleinzeit

„Was ist, wenn die Quelle allen Friedens, aller Klarheit und Freude, die du je brauchst, schon in dir selbst existiert?“ ist die Überschrift des Kurses „The Sacret Alone“ (Das heilige Alleinsein) von Susannah Conway. Der Kurs hat in seiner Beschreibung etwas in mir angeklungen, sodass ich ihn mir schon letzte Woche gebucht habe. Jetzt freue ich mich schon richtig auf Montag, wenn der Kurs beginnt. Jeden Tag wird er kleine Aufgaben mitbringen, die mir mindestens 20 Minuten mit mir selbst schenken werden. 14 Tage lang. Ich mag diese Art von Inspiration und Weiterentwicklung sehr.

Und weil ich gerade von Kursen spreche, kann ich noch die Serien von Joanna Powell Colbert empfehlen. Ich habe schon die beiden letzten Kurse mitgemacht und hab mich wirklich jeden Tag auf die Emails gefreut. Im Dezember beginnt eine 30 Tage Inspiration zur Weihnachtszeit. Jeden Tag gibt es eine Inspiration, einen kleinen Text, Fragen und Gedanken für dein Tagebuch, Prompts für Fotos und Kunstwerke. Gedacht als kleine heilige Pause, Alleinzeit. Vielleicht ist das auch eine schöne Art eines Adventskalenders. Beginnt halt erst a, 7.Dezember, geht dann dafür auch ein paar Tage länger. Jeden Tag ein kleines Geschenk an dich selbst.

Spiralförmige Begegnungen

Morgen habe ich erstmal ein ausgiebiges Frühstücksdate mit meinem Mann. Nachdem er jetzt so oft weg war und sein wird, tut es gut, mich endlich mal wieder ungestört mit ihm austauschen zu können, Dinge zu besprechen, Freude zu teilen, Sorgen zu nehmen. Der Mann hat sich neulich mit Maren getroffen und kam sehr strahlend wieder. Ich bin sehr gespannt!

Nun aber genug. Das sollte keinesfalls ein Jammerbeitrag werden, denn so fühle ich mich nicht. Eher offen für das, was da in mir ist, welche Möglichkeiten sich mir bieten und wie ich mich weiterentwickeln kann. Beim Frauencamp im Sommer hat jemand, ich glaube, es war Jana, gesagt, daß das Leben spiralförmig verläuft und uns unsere Themen immer wieder begegnen, aber durch die Erfahrungen die wir zwischen den Begegnungen gesammelt haben, die Themen wieder einen anderen Aspekt offenbahren und uns vielleicht nicht mehr ganz so umhauen wie bei der ersten Begegnung. Ich fand das eine sehr schöne und schlüssige Erklärung.

 

3 thoughts on “Mangel – Energiemangel :: Wie Meditation und Alleinzeit mir helfen sollen

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